Lutherbibel 2017 (LU17)
27

Jotam

(vgl. 2. Kön 15,32-38)

271Jotam war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jeruscha, eine Tochter Zadoks. 2Und er tat, was dem Herrn wohlgefiel, ganz wie sein Vater Usija getan hatte, nur

27,2
Kap
ging er nicht in den Tempel des Herrn hinein. Das Volk aber handelte noch immer böse.

3Er baute das obere Tor am Hause des Herrn, und an der Mauer des Ofel baute er viel 4und baute Städte auf dem Gebirge Juda, und in den Wäldern

27,4
Kap
baute er Burgen und Türme. 5Auch kämpfte er mit dem König der Ammoniter und unterwarf sie, sodass ihm die Ammoniter in diesem Jahr hundert Zentner Silber, hunderttausend Scheffel Weizen und hunderttausend Scheffel Gerste gaben. So viel gaben ihm die Ammoniter auch im zweiten und im dritten Jahr. 6So wurde Jotam mächtig; denn er richtete seine Wege aus am Herrn, seinem Gott.

7Was aber mehr von Jotam zu sagen ist und alle seine Kriege und wie er wandelte, siehe, das steht geschrieben im Buch der Könige von Israel und Juda. 8Fünfundzwanzig Jahre alt war er, als er König wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. 9Und Jotam legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Ahas wurde König an seiner statt.

28

Ahas

(vgl. 2. Kön 16,1-20)

281Ahas war zwanzig Jahre alt, als er König wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Er tat nicht, was dem Herrn wohlgefiel, wie sein Vater David, 2sondern wandelte in den Wegen der Könige von Israel. Dazu machte er den Baalen gegossene Bilder 3und räucherte im Tal Ben-Hinnom und

28,3
5. Mose 18,9-12
verbrannte seine Söhne im Feuer nach den gräulichen Sitten der Heiden, die der Herr vor den Israeliten vertrieben hatte, 4und opferte und
28,4
1. Kön 14,22-23
räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln und unter allen grünen Bäumen.

5Darum gab ihn der Herr, sein Gott, in die Hand des Königs von Aram, dass sie ihn schlugen und eine große Menge der Seinen gefangen wegführten und nach Damaskus brachten. Auch wurde er in die Hand des Königs von Israel gegeben; der schlug ihn hart; 6denn Pekach, der Sohn Remaljas, schlug in Juda hundertzwanzigtausend streitbare Männer auf einen Tag, weil sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten. 7Und Sichri, ein Kriegsmann aus Ephraim, erschlug Maaseja, den Königssohn, und Asrikam, den Vorsteher des Königshauses, und Elkana, den Ersten nach dem König. 8Und die von Israel führten von ihren Brüdern zweihunderttausend Frauen, Söhne und Töchter gefangen weg und nahmen dazu große Beute von ihnen und brachten sie nach Samaria.

9

28,9
3. Mose 19,18
Es war aber dort ein Prophet des Herrn, der hieß Oded. Der ging hinaus dem Heer entgegen, das nach Samaria kam, und sprach zu ihnen: Siehe, weil der Herr, der Gott eurer Väter, über Juda zornig ist, hat er sie in eure Hände gegeben; ihr aber habt sie mit solcher Wut erschlagen, dass es gen Himmel schreit. 10Nun gedenkt ihr, die Leute von Juda und Jerusalem zu unterwerfen, dass sie eure Sklaven und Sklavinnen seien. Ist denn das nicht Schuld bei euch gegenüber dem Herrn, eurem Gott? 11So hört nun auf mich und bringt die Gefangenen wieder hin, die ihr aus euren Brüdern weggeführt habt; denn des Herrn Zorn ist über euch entbrannt.

12Da traten auf einige Sippenhäupter von Ephraim – Asarja, der Sohn Johanans, Berechja, der Sohn Meschillemots, Jehiskija, der Sohn Schallums, und Amasa, der Sohn Hadlais – gegen die, die aus dem Kampf kamen, 13und sprachen zu ihnen: Ihr sollt die Gefangenen nicht hierher bringen; denn ihr bringt Schuld vor dem Herrn über uns, sodass ihr unsere Sünde und Schuld nur noch größer macht. Es ist schon genug der Schuld, und der Zorn des Herrn ist über Israel entbrannt. 14Da gaben die Kriegsleute die Gefangenen und die Beute frei vor den Obersten und vor der ganzen Gemeinde. 15Und jene Männer, die mit Namen genannt sind,

28,15
2. Kön 6,22
Spr 25,21-22
nahmen die Gefangenen und bekleideten alle, die bloß unter ihnen waren, mit Kleidern aus der Beute und zogen ihnen Schuhe an und gaben ihnen zu essen und zu trinken und salbten sie, und alle, die schwach waren, führten sie auf Eseln und brachten sie nach Jericho, zur Palmenstadt, zu ihren Brüdern und kehrten nach Samaria zurück.

16Zu derselben Zeit sandte der König Ahas zu dem König von Assur, dass er ihm helfe. 17Und es kamen abermals die Edomiter und schlugen Juda und führten einige weg. 18Auch die Philister fielen ein in die Städte im Hügelland und im Südland Judas und eroberten

28,18
Jos 15,10
Bet-Schemesch, Ajalon, Gederot und Socho mit seinen Ortschaften und Timna mit seinen Ortschaften und Gimso mit seinen Ortschaften und wohnten darin; 19denn der Herr demütigte Juda um des Ahas willen, des Königs von Juda, weil er in Juda ein zuchtloses Wesen aufkommen ließ und dem Herrn untreu wurde. 20So zog auch gegen ihn Tiglat-Pileser, der König von Assur; der bedrängte ihn und half ihm nicht; 21denn obwohl Ahas das Haus des Herrn und das Haus des Königs und die Häuser der Oberen plünderte und es dem König von Assur gab, half es ihm nichts.

22Auch in seiner Not war der König Ahas dem Herrn weiter untreu 23und opferte den Göttern von Damaskus, die ihn geschlagen hatten, und sprach: Die Götter der Könige von Aram helfen ihnen; darum will ich ihnen opfern, dass sie mir auch helfen. Aber diese brachten ihn und ganz Israel zu Fall. 24Und Ahas brachte die Geräte des Hauses Gottes zusammen und zerschlug sie und schloss die Türen zu am Hause des Herrn und machte sich Altäre in allen Winkeln Jerusalems. 25Und in den Städten Judas hin und her machte er Höhen, um andern Göttern zu opfern, und reizte den Herrn, den Gott seiner Väter.

26Was aber mehr von ihm zu sagen ist und sein ganzer Wandel, der frühere und der spätere, siehe, das steht geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel. 27Und Ahas legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn in der Stadt, in Jerusalem; denn

28,27
Kap
sie brachten ihn nicht in die Gräber der Könige von Israel. Und sein Sohn Hiskia wurde König an seiner statt.

29

Hiskia stellt den rechten Gottesdienst wieder her

(vgl. 2. Kön 18,1-6)

291Hiskia war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König wurde; und er regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Abi, eine Tochter Secharjas. 2Und er tat, was dem Herrn wohlgefiel, wie sein Vater David.

3Er

29,3
Kap
tat auf die Türen am Hause des Herrn im ersten Monat des ersten Jahres seiner Herrschaft und besserte sie aus 4und ließ die Priester und Leviten kommen und versammelte sie auf dem Platz im Osten 5und sprach zu ihnen: Hört mir zu, ihr Leviten! Heiligt euch nun, dass ihr weiht das Haus des Herrn, des Gottes eurer Väter, und tut heraus den Unrat aus dem Heiligtum. 6Denn unsere Väter wurden untreu und haben getan, was dem Herrn, unserm Gott, missfällt, und haben ihn verlassen und haben ihr Angesicht von der Wohnung des Herrn abgewandt und ihr den Rücken zugekehrt; 7sie haben sogar die Türen an der Vorhalle zugeschlossen und die Lampen ausgelöscht und kein Räucherwerk geräuchert und dem Gott Israels kein Brandopfer im Heiligtum dargebracht. 8Daher ist der Zorn des Herrn über Juda und Jerusalem gekommen, und er hat sie dahingegeben zum Entsetzen und zum Erschrecken, dass man sie verspottet, wie ihr mit euren Augen seht; 9denn siehe, um dessentwillen sind unsere Väter durchs Schwert gefallen und unsere Söhne, Töchter und Frauen weggeführt.
29,9
Kap
10Nun habe ich im Sinn, einen Bund zu schließen mit dem Herrn, dem Gott Israels, dass sein Zorn und Grimm sich von uns wende. 11Nun, meine Söhne, seid nicht lässig; denn euch hat der Herr erwählt, dass ihr zum Dienst vor ihm stehen sollt und dass ihr seine Diener seid und ihm Opfer bringt!

12Da machten sich auf die Leviten Mahat, der Sohn Amasais, und Joel, der Sohn Asarjas, aus den Söhnen Kehat; aus den Söhnen Merari aber Kisch, der Sohn Abdis, und Asarja, der Sohn Jehallelels; und aus den Söhnen Gerschon Joach, der Sohn Simmas, und Eden, der Sohn Joachs; 13aus den Söhnen Elizafan Schimri und Jëiël; aus den Söhnen Asaf Secharja und Mattanja; 14aus den Söhnen Heman Jehiël und Schimi; aus den Söhnen Jedutun Schemaja und Usiël. 15Sie versammelten ihre Brüder und heiligten sich und gingen hinein, um das Haus des Herrn zu reinigen, wie der König nach dem Wort des Herrn geboten hatte. 16Die Priester aber gingen ins Innere des Hauses des Herrn, um es zu reinigen, und taten alles Unreine, das im Tempel des Herrn gefunden wurde, auf den Vorhof am Hause des Herrn, und die Leviten nahmen es auf und trugen es hinaus an den Bach Kidron. 17Mit der Weihe aber fingen sie am ersten Tage des ersten Monats an, und am achten Tage des Monats gingen sie in die Vorhalle des Herrn und weihten das Haus des Herrn acht Tage lang, und am sechzehnten Tage des ersten Monats vollendeten sie das Werk. 18Und sie gingen hin zum König Hiskia und sprachen: Wir haben gereinigt das ganze Haus des Herrn, den Brandopferaltar und alle seine Geräte, den Tisch der Schaubrote und alle seine Geräte; 19und alle Geräte, die der König Ahas, als er König war, hatte wegwerfen lassen, als er untreu wurde, die haben wir wieder aufgestellt und geweiht; siehe, sie sind vor dem Altar des Herrn.

20Da machte sich der König Hiskia früh auf und versammelte die Oberen der Stadt und ging hinauf zum Hause des Herrn. 21Und sie brachten herzu sieben junge Stiere, sieben Widder, sieben Lämmer und sieben Ziegenböcke zum Sündopfer für das Königreich, für das Heiligtum und für Juda, und er sprach zu den Priestern, den Söhnen Aaron, dass sie auf dem Altar des Herrn opfern sollten. 22Da schlachteten sie die Rinder, und die Priester nahmen das Blut und sprengten es an den Altar, und sie schlachteten die Widder und sprengten das Blut an den Altar, und sie schlachteten die Lämmer und sprengten das Blut an den Altar. 23

29,23
3. Mose 16,15-22
Und sie brachten die Böcke zum Sündopfer vor den König und die Gemeinde und legten ihre Hände auf sie; 24und die Priester schlachteten sie und taten ihr Blut zur Entsündigung an den Altar, um Sühne zu schaffen für ganz Israel; denn der König hatte befohlen, Brandopfer und Sündopfer darzubringen für ganz Israel.

25Und er stellte die

29,25
1. Chr 25,1
Leviten auf im Hause des Herrn mit Zimbeln, Psaltern und Harfen, wie es David befohlen hatte und Gad, der Seher des Königs, und der Prophet Nathan; denn es war des Herrn Gebot durch seine Propheten. 26Und so standen die Leviten mit den Saitenspielen Davids und die Priester mit den Trompeten.

27Und Hiskia gebot, das Brandopfer auf dem Altar darzubringen. Und um die Zeit, da das Brandopfer anfing, begann auch

29,27
1. Chr 23,5
der Gesang für den Herrn und die Trompeten und dazu die mancherlei Saitenspiele Davids, des Königs von Israel. 28Und die ganze Gemeinde betete an und der Gesang erscholl und die Trompeten ertönten; und das alles währte so lange, bis das Brandopfer vollendet war. 29Als nun das Brandopfer verrichtet war, beugten der König und alle, die sich bei ihm befanden, die Knie und beteten an. 30Und der König Hiskia samt den Oberen gebot den Leviten, den Herrn zu loben mit den
29,30
Kap
Liedern Davids und des Sehers Asaf. Und sie lobten mit Freuden und neigten sich und beteten an.

31Und Hiskia hob an und sprach: Nun habt ihr für den Herrn eure Hände gefüllt. Tretet herzu und bringt die Schlachtopfer und Lobopfer zum Hause des Herrn! Und die Gemeinde brachte herzu Schlachtopfer und Lobopfer, dazu jeder, der willigen Herzens war, Brandopfer. 32Und die Zahl der Brandopfer, die die Gemeinde brachte, war siebzig Rinder, hundert Widder und zweihundert Lämmer, dies alles zum Brandopfer für den Herrn. 33Es waren aber der geweihten Tiere sechshundert Rinder und dreitausend Schafe. 34Aber die Priester waren zu wenig, um allen Brandopfern die Haut abziehen zu können. Darum

29,34
Kap
halfen ihnen ihre Brüder, die Leviten, bis die Arbeit verrichtet war und bis sich die Priester geheiligt hatten; denn die Leviten waren williger gewesen als die Priester, sich zu heiligen. 35Auch waren es viele Brandopfer mit dem
29,35
3. Mose 3,16
Fett der Dankopfer und mit den
29,35
4. Mose 15,4-10
Trankopfern zu den Brandopfern.

So wurde der Dienst am Hause des Herrn geordnet. 36Und Hiskia freute sich samt allem Volk über das, was Gott dem Volke bereitet hatte; denn es war unversehens gekommen.