Gute Nachricht Bibel (GNB)
6

Ein Hilferuf

61Ein Lied Davids, zu begleiten auf achtsaitigem Instrument.

2Herr, du bist zornig auf mich.

Aber nimm die Strafe von mir,

schlag mich nicht so hart!

3Hab Erbarmen, Herr, mir ist so elend!

Heile mich, Herr,

ich habe keine Kraft mehr in den Gliedern!

6,3
Jer 17,14

4Ich weiß keinen Ausweg mehr.

Wie lange noch, Herr?

6,4
13,2-3

5Lass ab von deinem Zorn! Rette mich!

Hilf mir, du liebst mich doch!

6Wenn ich tot bin, kann ich dich nicht mehr preisen.

Dort unten bei den Toten dankt dir niemand.

6,6
30,10
88,11-13
115,17
Jes 38,18
Sir 17,27
Bar 2,17-18
Ps 16,10-11

7Ich bin müde vom Stöhnen.

Ich weine die ganze Nacht,

mein Bett ist durchnässt von Tränen,

8meine Augen sind getrübt vor Kummer –

und das alles wegen meiner Feinde.

9Macht, dass ihr fortkommt, ihr Verbrecher!

Der Herr hat mein Weinen gehört.

10Er achtet auf mein Schreien,

mein Gebet nimmt er an.

11Schimpf und Schande komme über meine Feinde!

Ganz plötzlich sollen sie erschrecken

und beschämt die Flucht ergreifen!

7

Gott verschafft mir Recht

71Ein Klagelied, mit dem David sich an den Herrn wandte, als der Benjaminiter Kusch ihn beschuldigte.7,1 Im Alten Testament wird eine solche Beschuldigung nicht erwähnt.

2Herr, mein Gott, bei dir suche ich Schutz!

Rette mich vor meinen Verfolgern, hilf mir –

3sonst beißen sie mir die Kehle durch wie Löwen

und niemand kann mich ihnen entreißen!

4Herr, mein Gott,

wenn das stimmt, was man mir vorwirft,

wenn irgendein Verbrechen

an meinen Händen klebt,

7,4-5
Ijob 31,7-34

5wenn ich treulos gehandelt habe an Freunden

und die beraubt habe,

die mich jetzt grundlos verklagen,

6dann sollen sie mich verfolgen,

mich einfangen und am Boden zertreten

und auch noch mein Andenken auslöschen!

7Steh auf, Herr, lass sie deinen Zorn fühlen!

Geh vor gegen das Wüten meiner Feinde!

Greif ein, hilf mir, stell das Recht wieder her!

8Versammle die Völker rings um dich zum Gericht,

hoch über ihnen nimm deinen Platz ein!

9Herr, du Richter der Völker,

verschaffe mir Recht!

Sprich mich frei, Herr;

du weißt, dass ich unschuldig bin!

10Mach dem Treiben der Verbrecher ein Ende;

doch dem, der deinen Willen getan hat,

gib wieder festen Boden unter die Füße!

Du kennst die geheimsten Gedanken,

du unbestechlicher Gott!

7,10
139,1

11Bei Gott finde ich Schutz;

er rettet alle, die redlich und schuldlos sind.

12Gott ist ein gerechter Richter,

ein Gott, der täglich die Schuldigen bestraft.

7,12
58,12
99,4

13Wenn sie nicht umkehren,

schärft er sein Schwert,

spannt seinen Bogen und legt auf sie an.

14Seine tödlichen Waffen liegen bereit,

mit brennenden Pfeilen beschießt er sie.

15Wer mit bösen Plänen schwanger geht,

der gebiert Unglück

und erlebt nur Enttäuschung.

16Wer anderen eine Grube gräbt,

sie aushöhlt, so tief er kann,

der schaufelt sein eigenes Grab.

7,16-17
9,16
35,8
57,7
Spr 26,27

17Seine Bosheit fällt auf ihn selbst zurück,

seine Untaten werden ihm zum Verhängnis.

18Den Herrn will ich preisen für seine Treue;7,18 Treue: wörtlich Gerechtigkeit.

ihm, dem höchsten Gott,

singe ich dankbar mein Lied.

8

Gottes Hoheit und die Würde des Menschen

81Ein Lied Davids, zu begleiten auf gatitischem Instrument.

2Herr, unser Herrscher!

Groß ist dein Ruhm auf der ganzen Erde!

Deine Hoheit reicht höher als der Himmel.

8,2
Jes 6,3
Ps 104,1-2

3Aus dem Lobpreis der Schwachen und Hilflosen8,3 Wörtlich Aus dem Mund unmündiger Kinder und Säuglinge (vgl. Mt 21,16). Diese Wendung ist bildlich zu verstehen; vgl. Klgl 2,18-19; 4,2-4, wo Zion mit der klagenden Witwe verglichen wird und das besiegte Volk mit Kindern und Säuglingen. baust du eine Mauer,

an der deine Widersacher und Feinde zu Fall kommen.

8,3
Mt 21,16

4Ich bestaune den Himmel,

das Werk deiner Hände,

den Mond und alle die Sterne,

die du geschaffen hast:

5Wie klein ist da der Mensch,

wie gering und unbedeutend!

Und doch gibst du dich mit ihm ab

und kümmerst dich um ihn!

8,5-9
Gen 1,26-28
Hebr 2,6-8

6Ja, du hast ihm Macht und Würde verliehen;

es fehlt nicht viel und er wäre wie du.

7Du hast ihn zum Herrscher gemacht über deine Geschöpfe,

alles hast du ihm unterstellt:

8die Schafe, Ziegen und Rinder,

die Wildtiere in Feld und Wald,

9die Vögel in der Luft

und die Fische im Wasser,

die kleinen und die großen,

alles, was die Meere durchzieht.

10Herr, unser Herrscher,

groß ist dein Ruhm auf der ganzen Erde!