Gute Nachricht Bibel (GNB)
41

Gebet eines Kranken

411Ein Lied Davids.

2Wie glücklich sind alle,

die für die Hilflosen sorgen!

Wenn sie in Not geraten,

holt der Herr sie heraus

41,2-4
25,12-13
41,2
Spr 14,21

3und erhält sie am Leben;

alle im Land werden sie glücklich preisen.

Der Herr überlässt sie nicht der Willkür ihrer Feinde.

4Wenn Krankheit sie niederwirft,

steht der Herr ihnen bei

und hilft ihnen wieder auf.

5Weil ich das weiß, sage ich:

Herr, hab Erbarmen mit mir

und mach mich wieder gesund!

Denn gegen dich habe ich mich vergangen!

41,5
38,4-6

6Meine Feinde sind grausam,

sie fragen: »Wann ist er endlich tot,

damit man ihn schnellstens vergisst?«

7Wenn mich überhaupt noch einer von ihnen besucht,

dann tut er es in böser Absicht:

Er sucht nach Beweisen für meine Schuld;

kaum ist er wieder draußen,

verleumdet er mich.

41,7
35,21

8Alle, die mich hassen,

stecken ihre Köpfe zusammen;

einmütig ziehen sie über mich her

und reden schon von meinem Ende:

9»Den lässt die Hölle nicht mehr los,

sein Bett verlässt er nur noch als Toter!«

10Sogar mein Freund,

dem ich Vertrauen schenkte,

der bei mir von meinem Brot gegessen hat –

auch er hat sich nun gegen mich gewandt!

41,10
Joh 13,18

11Du aber hab Erbarmen mit mir,

Herr, richte mich doch wieder auf,

damit ich sie zur Rechenschaft ziehe!

12Wenn das Siegesgeschrei meiner Feinde verstummt,

dann weiß ich, dass du es gut mit mir meinst.

13Weil ich schuldlos bin, hältst du zu mir

und lässt mich für immer in deiner Nähe leben.

41,13
23,6

14Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels,

vom Anfang der Zeiten bis in alle Zukunft!

Amen, so soll es sein!

42

ZWEITES BUCH

(Psalmen 42–72)

Hoffnung in größter Not42,1 Wie der Kehrvers zeigt (42,6.12; 43,5), waren Ps 42/43 ursprünglich ein zusammenhängendes Lied.

421Ein Gedicht der Korachiter.

2Wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt,

so sehne ich mich nach dir, mein Gott!

42,2-3
17,15
84,3

3Ich dürste nach Gott,

nach dem wahren, lebendigen Gott.

Wann darf ich zu ihm kommen,

wann darf ich ihn sehen?42,3 ihn sehen: mit einigen Handschriften und der syrischen Übersetzung; H vor ihm erscheinen (so von den jüdischen Überlieferern geändert, da als anstößig empfunden; vgl. Ex 33,20).

4Tränen sind meine Nahrung

bei Tag und Nacht,

weil man mich ständig fragt:

»Wo bleibt er denn, dein Gott?«

42,4
115,1-2

5Wenn ich an früher denke,

geht das Herz mir über:

Da zog ich mit der großen Schar zum Hause Gottes,

da konnte ich jubeln und danken in der feiernden Menge.

42,5
122,1

6Warum bin ich so mutlos?

Muss ich denn verzweifeln?

Auf Gott will ich hoffen!

Ich weiß, ich werde ihn noch einmal preisen,

ihn, meinen Gott, der mir hilft.42,6 ihn, meinen Gott ... (wörtlich die Hilfe meines Angesichts und meinen Gott): mit einigen Handschriften und alten Übersetzungen; entsprechend in Vers 12; 43,5. H die Hilfe seines Angesichts, 7 mein Gott.

42,6
39,8
62,6

7Ich weiß nicht mehr aus noch ein!

Darum gehen meine Gedanken zu ihm –

aus der Ferne,

vom Land an den Jordanquellen,

vom Hermongebirge mit seinen Gipfeln.

8Rings um mich tost es und braust es:

Flut auf Flut, von ihm geschickt,

Welle auf Welle rollt über mich hin.

42,8
18,5
69,2-3
88,8
124,4-5
Ijob 22,11
Jona 2,4

9Am Tag wird er mir seine Güte erweisen

und in der Nacht will ich ihm singen voller Dank;

zu Gott will ich beten,

der mir das Leben gibt.

42,9
119,55

10Ich sage zu ihm, meinem Beschützer:

Warum hast du mich vergessen?

Warum geht es mir so elend?

Und dazu quälen mich noch meine Feinde!

42,10
22,2

11Wie eine tödliche Wunde ist ihr Hohn für mich,

weil sie mich täglich fragen:

»Wo bleibt er denn, dein Gott?«

12Warum bin ich so mutlos?

Muss ich denn verzweifeln?

Auf Gott will ich hoffen!

Ich weiß, ich werde ihn noch einmal preisen,

ihn, meinen Gott, der mir hilft.

43

431Steh mir bei, Gott,

verschaffe mir Recht;

verteidige mich gegen treulose Menschen,

die mich mit Lüge und Arglist verfolgen!

2Du bist doch immer mein Schutz gewesen!

Warum hast du mich jetzt verstoßen?

Warum geht es mir so elend?

Und dazu quälen mich noch meine Feinde!

3Stell mir dein Licht und deine Treue zur Seite!

Sie sollen mich führen,

mich hinbringen zu deinem heiligen Berg,

zu dem Ort, wo du wohnst.

43,3
76,3

4Dort will ich an deinen Altar treten,

vor dich, den Grund meiner Freude.

Zum Klang der Harfe will ich dich preisen,

dich, meinen Gott!

43,4
5,8

5Warum bin ich so mutlos?

Muss ich denn verzweifeln?

Auf Gott will ich hoffen!

Ich weiß, ich werde ihn noch einmal preisen,

ihn, meinen Gott, der mir hilft.