Gute Nachricht Bibel (GNB)
100

Wir sind sein Volk

1001Ein Danklied.

Jubelt dem Herrn zu, ihr Bewohner der Erde!

100,1
66,1
98,4

2Stellt euch freudig in seinen Dienst!

Kommt zu ihm mit lautem Jauchzen!

3Denkt daran: Der Herr allein ist Gott!

Er hat uns geschaffen und ihm gehören wir.100,3 ihm gehören wir: nach anderer hebräischer Überlieferung nicht wir.

Sein Volk sind wir, er sorgt für uns

wie ein Hirt für seine Herde.

100,3
74,1
Ex 19,5-6

4Geht durch die Tempeltore mit einem Danklied,

betretet den Festplatz mit Lobgesang!

Preist ihn, dankt ihm für seine Taten!

100,4
122,2

5Denn der Herr ist gut zu uns,

seine Liebe hört niemals auf,

von einer Generation zur anderen bleibt er treu.

100,5
118,1

101

Gelöbnis des Königs

1011Ein Lied Davids.

Ich will singen von Güte und Recht;

Herr, darum singe und spiele ich für dich.

101,1-8
72,1-412-14

2Ich achte darauf, untadelig zu leben.

Wann wirst du zu mir kommen?

Mit redlichem Herzen lebe ich

unter denen, die mich umgeben.

3Ich befasse mich nicht mit Unheilsplänen.

Gottes Gebote zu übertreten ist mir verhasst,

niemand soll mir das nachsagen können.

4Von Schlechtigkeit will ich nichts wissen;

darum sollen hinterhältige Menschen mir fernbleiben.

5Wer seinen Nachbarn verleumdet

– auch wenn es nicht öffentlich geschieht –,

den bringe ich für immer zum Schweigen.

Ich dulde niemand, der überheblich ist

und auf andere herabsieht.

6Aber ich halte Ausschau nach allen im Land,

die treu und zuverlässig sind;

mit solchen Leuten umgebe ich mich.

Wenn jemand ein vorbildliches Leben führt,

dann nehme ich ihn in meinen Dienst.

7Für Menschen, die betrügen,

ist kein Platz in meiner Nähe

und solche, die lügen,

müssen mir aus den Augen.

8Jeden Morgen halte ich strenges Gericht

über alle Verbrecher im Land.

Jeden, der andere ins Unglück stürzt,

will ich aus der Stadt des Herrn entfernen.

101,8
Spr 20,26

102

Hoffnung in der Not

1021Gebet eines Unglücklichen, dem die Kräfte schwinden und der dem Herrn seine Not klagt.

2Herr, höre mein Gebet,

lass meinen Hilferuf zu dir dringen!

3Jetzt, am Tag der Not,

verbirg dich doch nicht vor mir!

Höre mich jetzt, ich schreie zu dir;

erhöre mich bald!

102,3
31,3
69,18
143,7

4Mein Leben schwindet dahin wie ein Rauch,

mein ganzer Körper glüht wie ein Ofen.

5Meine Lebenskraft verdorrt

wie Gras in der Sonnenglut,

denn ich kann keinen Bissen mehr anrühren.

6Ich kann nur noch stöhnen

und bin nichts als Haut und Knochen.

7Ich gleiche dem Vogel in der Wüste,

der Eule, die in Ruinen haust.

8Ich liege wach,

ich bin wie ein Vogel,

einsam und allein auf dem Dach.

9Ständig beschimpfen mich meine Feinde.

Wenn sie jemand verwünschen wollen,

nennen sie meinen Namen und sagen:

»So wie den soll dich das Unglück treffen!«

10Staub und Asche habe ich als Brot,

und Tränen mischen sich in mein Getränk.

11In deinem Unmut und Zorn über mich

hast du mich gepackt und zu Boden geschleudert.

12Mein Leben gleicht dem sinkenden Tag:

Bald wird die Nacht die Schatten verschlingen.

Wie Gras auf der Wiese verwelke ich.

102,12
90,5-6

13Doch du, Herr, regierst für alle Zeiten,

deinen Namen wird man nennen

in allen kommenden Generationen.

102,13
135,13

14Du wirst eingreifen

und Erbarmen haben mit der Zionsstadt.

Es ist Zeit, dass du dich um sie kümmerst;

die festgesetzte Stunde ist gekommen!

102,14-15
Jes 64,8-10

15Wir, deine Diener, lieben auch noch ihre Steine;

es tut uns weh, dass sie in Trümmern liegt.

16Den Herrn sollen alle Völker anerkennen,

alle Herrscher der Erde sollen sich beugen

vor seiner Hoheit und Macht!

102,16
96,7-10

17Denn der Herr baut die Zionsstadt wieder auf,

er zeigt sich in seiner Macht und Hoheit.

102,17
147,2

18Das Gebet der Unterdrückten weist er nicht ab,

sondern nimmt es freundlich an.

19Diese Worte soll man aufschreiben

für eine kommende Generation.

Dann wird ein neu erschaffenes Volk den Herrn preisen.

102,19
Jes 43,21
Ez 37,1-14

20Von seiner heiligen Wohnung im Himmel

blickt der Herr herab auf die Erde,

102,20-21
9,13
Jes 57,15
61,1-3

21um das Stöhnen der Gefangenen zu hören

und die zum Tod Verurteilten freizulassen.

22Sie werden den Herrn auf dem Zionsberg rühmen,

in ganz Jerusalem werden sie ihn preisen,

23wenn die Völker dort zusammenkommen

und alle Königreiche ihm Ehre erweisen.

24Der Herr hat meine Kraft zerbrochen

mitten in meinem Lauf,

er hat mein Leben abgekürzt.

25Darum sage ich zu ihm: »Mein Gott!

Lass mich doch nicht im besten Alter sterben!«

Du selber überdauerst die Generationen.

26Du hast die Erde gegründet vor langer Zeit,

den Himmel hast du gemacht mit eigener Hand.

102,26-28
90,2
Jes 51,6
Hebr 1,10-12

27Sie werden vergehen, du aber bleibst.

Sie werden alt und zerfallen wie Kleider,

du wechselst sie aus wie ein Gewand,

und sie müssen verschwinden.

28Du aber bleibst derselbe

und deine Jahre werden nicht enden.

29Unsere Kinder werden in Sicherheit wohnen

und auch ihre Kinder werden sicher sein

unter deinem Schutz.