Gute Nachricht Bibel (GNB)

Mein Gewissen ist rein!

271Ijob setzte seine Rede fort, er sagte:

2»Beim Leben Gottes, des Gewaltigen,

der mir mein Recht noch immer vorenthält

und mir das Leben bitter macht! Ich schwöre:

3Solange ich noch Atem in mir habe

und Gottes Hauch in meiner Nase ist,

27,3
33,4
Gen 2,7

4kommt niemals Unrecht über meine Lippen

und keine Lüge über meine Zunge!

5Ich denke nicht daran, euch recht zu geben;

bei meiner Unschuld bleib ich, bis ich sterbe!

6Dass ich im Recht bin, geb ich niemals auf;

denn mein Gewissen weiß von keiner Schuld!

27,6
11,4
13,18
17,9
Apg 24,16

So straft Gott alle, die ihn verlassen

7Wer mich bekämpft und mir mit Hass begegnet,

den soll die Strafe des Verbrechers treffen!

8Sein Leben ist dahin, wenn Gott es fordert

und sich entschließt, den Faden abzuschneiden.

27,8
6,9

9Wenn er in Not gerät und beten will,

wird Gott auf seinen Hilfeschrei nicht achten.

10Er hätte immer bei Gott27,10 Wörtlich bei dem Gewaltigen. Freude suchen

und zu ihm beten sollen, nicht erst jetzt!

11Ich will euch nun von Gottes Macht berichten

und nicht verschweigen, was er wirklich plant.

12Ihr habt doch selber alles miterlebt!

Was tragt ihr dann noch solchen Unsinn vor?

13Seht, welche Strafe Gott27,13 Wörtlich der Gewaltige. dem Menschen sendet,

der ihn verlässt und andere unterdrückt:

27,13-17
Koh 2,26
27,13
20,29

14Ein solcher Mensch mag viele Söhne haben,

doch alle werden sie im Krieg getötet;

die Enkel kriegen nie genug zu essen.

27,14
21,19

15Was überlebt, das rafft die Pest hinweg;

die Witwen halten keine Totenklage.

16Er mag auch haufenweise Silber haben,

mehr Kleider, als er jemals brauchen kann.

17Was soll’s? Ein Frommer wird die Kleider tragen,

ein guter Mensch das ganze Silber erben.

18Sein Haus hat er gebaut wie eine Motte,

so wie das Laubgeflecht des Weinbergwächters:

19Reich legt er sich in seinem Haus zu Bett;

doch wenn er aufwacht, ist es nicht mehr da.

20Wie eine Flut holt ihn der Schrecken ein.

Ein Wirbelsturm kommt nachts und trägt ihn fort.

21Der Ostwind hebt ihn hoch und reißt ihn mit,

er fegt ihn mit Gewalt von seinem Wohnplatz.

22Der Sturm stürzt mitleidslos auf ihn herab,

er müht sich, was er kann, um zu entfliehen.

23In seinem Rücken heult und pfeift der Sturm

und macht ihm Angst mit seinen harten Schlägen.27,23 Der Vers ist nicht sicher zu deuten; wörtlich Man klatscht über ihn in die Hände und pfeift/zischt ihm nach von seiner Stätte her.