Gute Nachricht Bibel (GNB)
1

Das Buch Jeremia

11In diesem Buch ist aufgeschrieben, was Jeremia verkündet und erlebt hat. Er war der Sohn von Hilkija und gehörte zur Priesterschaft von Anatot, einem Dorf im Gebiet des Stammes Benjamin.

1,1
11,21-22
2Das Wort des Herrn erging zum ersten Mal an ihn im 13. Regierungsjahr des Königs Joschija von Juda, des Sohnes Amons,
1,2
2 Kön 22,1–23,30
3und es erging an ihn weiterhin während der Regierungszeit von Joschijas Sohn Jojakim und dann bis zum Ende der Regierungszeit von Joschijas Sohn Zidkija, als im 5. Monat von dessen elftem Regierungsjahr die Bevölkerung Jerusalems in die Verbannung geführt wurde.
1,3
2 Kön 23,36–25,21

DAS GERICHT GOTTES ÜBER JERUSALEM UND JUDA

(1,4–25,14)

Jeremia wird zum Propheten berufen

4Das Wort des Herrn erging an mich, er sagte zu mir: 5»Noch bevor ich dich im Leib deiner Mutter entstehen ließ, hatte ich schon meinen Plan mit dir. Noch ehe du aus dem Mutterschoß kamst, hatte ich bereits die Hand auf dich gelegt. Denn zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.«

1,5
Jes 49,1

6Ich wehrte ab: »Ach, Herr, du mächtiger Gott! Ich kann doch nicht reden, ich bin noch zu jung!«

1,6-7
Ex 4,10-12
Ri 6,15-16

7Aber der Herr antwortete mir: »Sag nicht: ›Ich bin zu jung!‹ Geh, wohin ich dich sende, und verkünde, was ich dir auftrage! 8Hab keine Angst vor Menschen, denn ich bin bei dir und schütze dich. Das sage ich, der Herr

1,8
15,20
30,11
42,11

9Dann streckte der Herr seine Hand aus, berührte meine Lippen und sagte: »Ich lege meine Worte in deinen Mund.

1,9
Jes 6,7
Ez 2,8–3,3
Dan 10,16
10Von heute an hast du Macht über Völker und Königreiche. Reiße aus und zerstöre, vernichte und verheere, baue auf und pflanze an!«
1,10
1,5
25,15-38
46,1–51,64
Jes 42,1

11Wieder erging das Wort des Herrn an mich, er sagte: »Was siehst du, Jeremia?«

Ich antwortete: »Einen Wacholderzweig1,11 Im Hebräischen liegt in Vers 11-12 ein Wortspiel zwischen schaked (Mandelbaum) und schoked (wachend sein) vor. Der Mandelbaum blüht im Frühjahr als Erster und scheint im Winter sozusagen gar nicht »geschlafen« zu haben. Die Übersetzung versucht, das Wortspiel wiederzugeben.

1,11
24,3
Am 7,8
8,2
Sach 4,2
5,2

12»Du hast richtig gesehen«, sagte der Herr, »ich wache darüber, dass geschieht, was ich dir sage.«

13Und noch einmal erging das Wort des Herrn an mich, er sagte: »Was siehst du?«

Ich antwortete: »Einen dampfenden Kessel, dessen Rand sich von Norden her gegen mich neigt.«

14»Du hast richtig gesehen«, sagte der Herr, »so ergießt sich von Norden her Unheil über alle Bewohner dieses Landes.

1,14 (Norden)
4,6
6,122
10,22
25,9
46,2024
47,2
50,341
Ez 38,15
15Hör, was ich dir sage: Ich rufe alle Völker des Nordens! Ihre Könige sollen kommen und ihre Throne rings um die Mauern Jerusalems und um die Mauern aller anderen Städte in Juda aufstellen. 16Dann will ich mein Urteil über die Leute von Juda sprechen und sie strafen für alles Böse, das sie getan haben. Denn sie haben mich verlassen und haben anderen Göttern geopfert; sie haben sich Götzenbilder gemacht und sie angebetet.
1,16
2,13

17Du aber mach dich bereit, tritt vor sie hin und verkünde ihnen alles, was ich dir auftrage! Erschrick nicht vor ihnen, sonst sorge ich dafür, dass du wirklich vor ihnen erschrecken musst! 18Ich gebe dir Kraft, damit du dastehst wie eine Festung, wie eine eiserne Säule, wie eine stahlharte Mauer. Das ganze Land wirst du gegen dich haben, die Könige, die Beamten, die Priester und die Männer von Juda.

1,18-19
15,20
19Sie werden gegen dich kämpfen, aber sie werden dich nicht bezwingen, denn ich bin bei dir und schütze dich. Das sage ich, der Herr

2

Israel, das treulose Volk

21Das Wort des Herrn erging an mich, er sagte zu mir: 2»Geh und verkünde vor allen Leuten in Jerusalem: ›So spricht der Herr: Ich erinnere mich, Israel, wie vertrauensvoll du mir zugetan warst in deiner Jugend, wie du mich liebtest in deiner Brautzeit. Du bist mir gefolgt in der Wüste, im Land, wo nichts wächst.

2,2
Dtn 2,7
Hos 2,17
13,5
3Damals hast du mir allein gehört, wie die erste Frucht des Ackers. Wer sich an dir vergriff, machte sich schuldig und wurde bestraft!‹«
2,3
Ex 23,19

4Hört das Wort des Herrn, ihr Nachkommen Jakobs, all ihr Sippen Israels! 5So spricht der Herr: »Was hatten eure Vorfahren an mir auszusetzen, dass sie sich von mir abwandten, nichtigen Götzen nachliefen und so selbst zunichtewurden? 6Sie fragten nicht: ›Wo ist der Herr zu finden? Er hat uns doch aus Ägypten herausgeführt und hat uns in der Wüste sicher den Weg gewiesen, in dürren Steppen und finsteren Schluchten, in einem Land, das niemand bewohnt und niemand durchwandert.‹

7Ja, ich war es, ich brachte euch in ein fruchtbares Land, um euch mit all den Köstlichkeiten zu speisen, die es hervorbringt. Aber kaum wart ihr dort, habt ihr mein Land verdorben und mir mein Eigentum zum Abscheu gemacht.

8Eure Priester fragten nicht nach mir; die Leute, die Weisungen gaben, kannten mich nicht. Die Führer des Volkes lehnten sich gegen mich auf und die Propheten redeten im Namen Baals. Alle beteten zu Göttern, die nicht helfen können.

2,8
5,31
18,18
Klgl 4,13
9Darum muss ich, der Herr, euch anklagen und auch gegen eure Kinder und Enkel werde ich Klage erheben.

10Fahrt doch übers Meer zu den Inseln im Westen und seht euch dort um! Oder schickt eure Abgesandten zu den Völkern des Ostens2,10 zu den Inseln im Westen ... zu den Völkern des Ostens: wörtlich zu den Inseln der Kittäer ... nach Kedar (vgl. Jes 42,11; Ez 27,21). und erkundigt euch, ob irgendwo etwas Ähnliches geschehen ist! 11Hat je ein Volk seine Götter ausgewechselt? Und die sind nicht einmal Götter! Mein Volk aber hat mich ausgetauscht gegen Götter, die ihm nicht helfen können; und dabei hatte es doch meine ganze Herrlichkeit gesehen.

2,11
Röm 1,23

12Himmel, erschrick darüber«, sagt der Herr, »schaudere, bebe vor Entsetzen! 13Mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich, die Quelle frischen Wassers, hat es verlassen und stattdessen gräbt es sich Löcher für Regenwasser, die auch noch rissig sind und das Wasser nicht halten.«

2,13
1,16
2,1719
5,719
16,11
17,13

Selbst verschuldeter Sturz

14Der Herr sagt: »Israel, du bist doch kein Sklave. Und schon gar nicht ein geborener Sklave, für den es keine Befreiung gibt! Wie konnte es dann so weit kommen? Warum haben deine Feinde dich niedergeworfen? 15Brüllend wie hungrige Löwen fielen sie über dich her. Dein Land ist verwüstet, deine Städte sind verbrannt und menschenleer.

2,15
4,7
16Und nun werden auch noch die Ägypter, die Männer von Memfis und Tachpanhes, kommen und dir den Kopf kahl scheren!

17Das hast du dir selbst zuzuschreiben, Volk Israel! Ich, der Herr, dein Gott, ging dir voraus und wollte dich führen, doch du hast dich von mir abgewandt. 18Was nützt es dir jetzt, nach Ägypten zu laufen, um das Wasser des Nils zu trinken? Was nützt es dir jetzt, nach Assyrien zu laufen, um das Wasser des Eufrats zu trinken?

2,18
2,36-37
17,5
Jes 30,1-7
Ez 29,6-7
Hos 5,13
19Dich trifft die Strafe für deine eigene Bosheit; es rächt sich, dass du mir den Rücken gekehrt hast. Sieh doch ein, wie viel Leid und Unglück es bringt, dem Herrn, deinem Gott, davonzulaufen und ihn nicht mehr ernst zu nehmen!« Das sagt der Herr, der Herrscher über die ganze Welt.2,19 Wörtlich der Herr, der Herr Zebaot.

Juda ist dem Baals-Dienst verfallen

20Der Herr sagt: »Von jeher wolltest du mir nicht dienen; es war dir eine Plage und lästige Pflicht. ›Ich will endlich frei sein‹, sagtest du – und legtest dich hin wie eine Hure auf jeder Anhöhe, unter jedem grünen Baum.

2,20 (Hurerei = Götzendienst)
2,23-25
3,1-26913
13,27
Jes 1,21
57,5-8
Ez 16,23
Hos 1,2

21Ich hatte dich als edle Rebe gepflanzt; du warst ein gutes, erlesenes Gewächs. Aber was ist nun aus dir geworden? Ich sehe nur noch die wuchernden Ranken eines verwilderten Weinstocks, den ich nicht mehr wiedererkenne.

2,21 (Weinstock)
5,10
6,9
12,10
Ps 80,9
Ez 15,1-8
Hos 10,1

22Du kannst dich waschen, soviel du willst, selbst mit der schärfsten Lauge – der Schmutz deiner Schuld bleibt mir immer vor Augen«, sagt der Herr, der mächtige Gott.

2,22
17,1

23»Wie kannst du behaupten: ›Ich bin doch nicht schmutzig; mit den Baalen hatte ich nichts zu schaffen!‹ Sieh doch dein Treiben im Tal; mach dir klar, was du getan hast! Wie eine flinke junge Kamelstute in der Brunstzeit läufst du hierhin und dorthin.

2,23
7,31
24Du bist wie eine Wildeselin, die alle Fährten in der Wüste kennt; vor lauter Gier schnappt sie nach Luft und ist von niemand festzuhalten. Die Hengste brauchen nicht lange nach ihr zu suchen; zur Brunstzeit lässt sie sich gerne von ihnen finden.

25Israel, gib acht, du läufst dir noch die Schuhsohlen durch und vom vielen Umherrennen trocknet dir die Kehle aus! Aber du sagst: ›Halt mich nicht auf, es hat keinen Zweck! Ich liebe die Fremden und muss ihnen nach!‹«

Der Gott Israels ist kein Lückenbüßer

26Der Herr sagt: »Wie ein ertappter Dieb sich schämen muss und von allen verachtet wird, so ergeht es jetzt euch Leuten von Israel samt euren Königen und hohen Beamten, Priestern und Propheten! 27Von mir habt ihr euch völlig abgewandt; aber zu Holzfiguren sagt ihr: ›Du bist mein Vater‹, zu Bildern aus Stein: ›Du bist die Mutter, die mich geboren hat.‹

Wenn euch jetzt das Unglück trifft, schreit ihr: ›Herr, komm und rette uns!‹

2,27
3,4
3,9
28Wo sind denn eure Götter, die ihr euch zurechtgemacht habt? Sie sollen kommen und zusehen, ob sie euch retten können! Sie sind ja so zahlreich; es gibt davon ebenso viele wie Städte in Juda!
2,28
11,12-13
Dtn 32,37-38

29Warum – sagt der Herr – klagt ihr mich an? Ihr wolltet doch von mir nichts mehr wissen! 30Vergeblich habe ich euch geschlagen; ihr habt keine Lehre angenommen. Euer Schwert wütete unter den Propheten, die ich zu euch schickte, als wäre es ein hungriger Löwe!«

2,30
5,3

Juda hat seinen Gott vergessen

31Der Herr sagt: »Volk Israel, achte auf das, was ich dir sage! Bin ich für dich denn eine Wüste gewesen oder ein Land, in dem es nie Tag wird? Warum sagst du: ›Wir wollen mit dir nichts mehr zu tun haben, wir kommen nicht wieder zu dir zurück‹?

32Kann ein Mädchen seinen Schmuck vergessen oder die Braut den prächtigen Gürtel ihres Hochzeitskleides? Aber du hast mich vergessen, schon seit vielen, vielen Jahren!«

Baals-Dienst und verwilderte Rechtspflege

33Der Herr sagt: »In der Jagd nach Liebhabern bist du unübertrefflich. Deshalb merkst du es gar nicht mehr, wenn du Verbrechen begehst. 34Sogar das Blut unschuldiger Menschen klebt am Saum deiner Kleider, das Blut armer Leute – und du kannst dich nicht damit herausreden, dass du sie beim Einbruch ertappt hast!

Der Fluch all dieser Taten wird dich treffen!

2,34
Ex 22,1
35Und da wagst du noch zu sagen: ›Ich bin frei von Schuld; der Herr ist ja gar nicht mehr zornig auf mich!‹ Darum mache ich dir den Prozess!«

Kein Bündnis kann Juda retten

36Warum hast du es so eilig, den Bündnispartner zu wechseln? Ägypten hilft dir so wenig wie Assyrien!

2,36-37
2,18
37Auch von dort kommst du enttäuscht und ratlos zurück! Denn der Herr hat die Mächte verworfen, auf die du deine Hoffnung setzt. Du wirst mit ihnen kein Glück haben!

3

Juda begreift nicht die Schwere seines Vergehens

31Der Herr sagt: »Wenn ein Mann seine Frau verstoßen hat und sie ist die Frau eines anderen geworden, dann darf er sie später nicht wieder als seine Frau annehmen. Das Land, in dem so etwas geschieht, würde dadurch entweiht. Du aber hast dich mit zahllosen Liebhabern abgegeben und willst zu mir zurück?

3,1-2
2,20
3,1
Dtn 24,1-4
2Auf welchem der Berge ringsum hast du nicht schon mit Männern gelegen? An den Wegen hast du gesessen und auf sie gewartet, wie die Araber an den Wüstenstraßen auf Beute lauern.

Du hast das Land entweiht durch deine Hurerei.

3,2
3,9
2,7
Jes 24,5
3Darum fiel auch kein Regen, im Herbst nicht und auch nicht im Frühjahr. Aber wie eine richtige Hure hast du dich geweigert, deine Schande einzugestehen.
3,3
5,24-25
14,4
Dtn 28,23-24
4Ja, du wagtest es sogar, mir zu sagen: ›Du bist mein Vater; solange ich lebe, liebst du mich schon;
3,4
2,27
3,19
31,9
Jes 63,16
5du wirst mir doch nicht für immer böse sein?‹

Das sagtest du und bliebst bei deinem verkommenen Treiben und brachtest es darin zur Meisterschaft.«

Die beiden ehebrecherischen Schwestern

6Während der Zeit, als König Joschija regierte, sagte der Herr zu mir: »Hast du gesehen, was Israel,3,6 Mit Israel ist hier und in den Versen 10 und 11 das Nordreich gemeint. diese treulose Frau, getan hat? Sie hat sich von mir abgewandt, ist auf jede Anhöhe gestiegen und hat sich unter jeden grünen Baum gelegt, um Unzucht zu treiben.

3,6
1,2
2,20
7Da dachte ich: ›Wenn sie genug davon hat, kehrt sie bestimmt wieder zu mir zurück.‹ Aber sie kehrte nicht zurück.

Ihre treulose Schwester Juda sah das mit an 8und sie sah3,8 sie sah: vermutlicher Text; H ich sah. auch, wie ich ihrer Schwester Israel als Strafe für ihr ehebrecherisches Treiben die Scheidungsurkunde gab und sie wegschickte. Aber das schreckte sie nicht ab. Im Gegenteil, sie fing selber an, Unzucht zu treiben.

3,8
2 Kön 17,5-6
Dtn 24,1
9Durch ihre schamlose Hurerei hat sie das Land entweiht. Steine und Holz hat sie angebetet und so Ehebruch getrieben.
3,9
2,27

10Und nach all dem ist Juda, die treulose Schwester Israels, nicht wieder zu mir zurückgekehrt – mit dem Herzen nicht, nur mit leeren Worten.« Das sagt der Herr.

Für die Verbannten aus dem Reich Israel steht die Rückkehr offen

11Der Herr sagte zu mir: »Das abtrünnige Israel3,11 Gemeint ist das damals schon untergegangene Nordreich Israel, dessen Oberschicht nach Assyrien (Vers 12: in Richtung Norden) ins Exil geführt worden war. kann noch eher vor mir bestehen als das treulose Juda.«

3,11
23,13-14

12Deshalb befahl er mir, in Richtung Norden zu rufen: »Der Herr sagt: ›Kehre wieder zurück, Israel, ich will nicht mehr zornig auf dich sein! Denn ich bin gütig und trage nicht ewig nach.

3,12
Ps 103,9
Klgl 3,31-32
13Doch sieh ein, dass du dich schuldig gemacht hast. Du bist mir untreu geworden, mir dem Herrn, deinem Gott, und bist den fremden Göttern nachgelaufen; unter jedem grünen Baum hast du dich ihnen hingegeben. Aber auf mich hast du nicht mehr gehört.‹«
3,13
2,20
17,2-3
1 Kön 14,23
2 Kön 16,4
17,10
Ez 6,13

Hoffnung für Juda über die Katastrophe hinaus

14Der Herr sagt: »Kommt zurück, ihr davongelaufenen Kinder, denn nach wie vor gehört ihr mir! Aus jeder eurer Städte und Sippen werde ich einen oder zwei nehmen und sie zum Zionsberg bringen. 15Da werde ich euch Hirten geben, wie ich sie haben will, die euch mit Einsicht und Verstand regieren.«

3,15
10,21

16Und weiter sagt der Herr: »Wenn ihr euch dann wieder vermehrt und das ganze Land besiedelt, wird kein Mensch mehr fragen: ›Wo ist die Bundeslade des Herrn?‹ Keinem kommt sie mehr in den Sinn. Niemand denkt mehr an sie, niemand vermisst sie und niemand macht eine neue.

3,16
2 Makk 2,5-7
17Denn ganz Jerusalem ist dann mein Thron. Alle Völker kommen und versammeln sich dort bei mir. Sie werden nicht mehr tun, was ihr eigensinniges und böses Herz ihnen eingibt.
3,17 (Thron)
14,21
17,12
Ez 43,7
Offb 22,3

18Ihr Leute von Juda werdet euch dann den Leuten von Israel anschließen und zusammen mit ihnen aus dem Land im Norden zurückkehren in das Land, das ich euren Vorfahren als bleibenden Besitz gegeben habe.«

3,18
16,15
50,4
Jes 11,11-12
Ez 37,15-28
Sach 10,6

Judas Undank und Untreue

19Der Herr sagte: »Ich war entschlossen, dir eine Ehrenstellung unter den Völkern zu geben. Ein herrliches Land, das herrlichste, das die Völker kennen, sollte für immer dir gehören. Und ich dachte, du würdest mich Vater nennen und dich nie von mir abwenden.

3,19
3,4
Ez 20,6
20Aber wie eine Frau, die einen Liebhaber findet und ihrem Mann untreu wird, so hast du, Israel, mir die Treue gebrochen.«

Klage Judas und Gottes Aufruf zur Umkehr

21Auf den kahlen Höhen der Berge hört man klagende Stimmen. Die Leute von Israel weinen und flehen um Erbarmen. Sie haben den Herrn, ihren Gott, vergessen und sind vom rechten Weg abgeirrt. 22Der Herr aber sagt: »Kommt zu mir zurück, ihr davongelaufenen Kinder, ich bringe alles zwischen euch und mir wieder in Ordnung!«

Ja, Herr, wir kommen zu dir zurück, denn du bist unser Gott! 23Das Rufen und Schreien zu den Götzen auf den Bergen und Hügeln kann uns nicht helfen; nur du, unser Gott, bringst Israel Hilfe.

3,23
14,8
Jes 43,3
24Der schändliche Baal hat alles gefressen, was unsere Vorfahren erworben hatten. So weit wir zurückdenken können, frisst er unsere Schafe und Rinder und unsere Söhne und Töchter.
3,24
7,31
25In Schande liegen wir da und Schmach bedeckt uns. Wir haben uns gegen dich, unseren Gott, vergangen. So war es von jeher und so ist es bis heute geblieben. Wir haben nicht auf dich gehört.
3,25
Esra 9,6-7