Gute Nachricht Bibel (GNB)
11

Petrus rechtfertigt sich vor der Gemeinde in Jerusalem

111Die Apostel und die Brüder in Judäa hörten, dass auch die Nichtjuden die Botschaft Gottes angenommen hatten. 2Als nun Petrus nach Jerusalem zurückkehrte, machten sie ihm Vorwürfe: 3»Du bist zu Leuten gegangen, die nicht zu unserem Volk gehören! Du hast sogar mit ihnen gegessen!«

11,3
10,28

4Da erzählte ihnen Petrus ausführlich, was geschehen war:

5»Als ich eines Tages in Joppe betete, hatte ich eine Vision. Ich sah etwas vom Himmel herabkommen, das sah aus wie ein großes Tuch, das an den vier Ecken gehalten wird. Es kam bis zu mir herunter. 6Als ich genau hinschaute, sah ich darin alle Arten von vierfüßigen und wilden Tieren, von Kriechtieren und Vögeln. 7Dann hörte ich auch eine Stimme, die sagte: ›Auf, Petrus, schlachte und iss!‹ 8Aber ich sagte: ›Auf gar keinen Fall, Herr! Ich habe noch nie in meinem Leben etwas Verbotenes oder Unreines gegessen.‹ 9Doch die Stimme von oben forderte mich ein zweites Mal auf und sagte: ›Was Gott für rein erklärt, das erkläre du nicht für unrein!‹ 10Und noch ein drittes Mal erging an mich dieselbe Aufforderung. Danach wurde alles wieder in den Himmel hinaufgezogen.

11In diesem Augenblick kamen drei Männer vor dem Haus an, in dem wir waren, Boten, die man aus Cäsarea zu mir geschickt hatte. 12Der Geist Gottes befahl mir, ihnen ohne Widerrede zu folgen. So ging ich mit. Die sechs Brüder, die ich hierher mitgebracht habe, begleiteten mich. Wir kamen nach Cäsarea und betraten das Haus des Mannes, der nach mir geschickt hatte.

13Er erzählte uns, er habe den Engel in seinem Haus stehen gesehen, der ihm sagte: ›Schick jemand nach Joppe und lass Simon zu dir bitten, den mit dem Beinamen Petrus! 14Was er dir zu sagen hat, wird dir die Rettung bringen, dir und deiner ganzen Hausgemeinschaft.‹

11,14
16,31

15Ich hatte aber noch kaum begonnen, zu ihnen zu sprechen, da kam der Heilige Geist auf sie herab, genauso wie damals am Anfang auf uns.

11,15
2,4
16Mir fiel sofort das Wort ein, das der Herr gesagt hatte: ›Johannes hat mit Wasser getauft, aber ihr werdet mit dem Geist Gottes getauft werden.‹
11,16
Lk 3,16

17Da war mir klar: Gott hatte ihnen das gleiche Geschenk gegeben wie damals uns, als wir zum Glauben an Jesus Christus, den Herrn, gekommen waren. Wie hätte ich mich da Gott in den Weg stellen können?«

18Als die Apostel und die anderen das hörten, gaben sie ihren Widerstand auf. Sie priesen Gott und sagten: »Also hat Gott auch den Nichtjuden den Weg eröffnet, zu ihm umzukehren und das wahre Leben zu gewinnen.«

11,18 (Nichtjuden)
13,48
14,1527
15,41222-29
17,12
18,5-11
19,8-10
20,21
21,19
26,20

Die Gemeinde in Antiochia

19Die von der Gemeinde, die in der Verfolgungszeit nach der Ermordung von Stephanus aus Jerusalem geflohen waren, kamen zum Teil bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia. Sie verkündeten die Botschaft Gottes zunächst nur unter den Juden.

11,19
8,1-4
20Aber einige von ihnen, die aus Zypern und Kyrene stammten, kamen nach Antiochia und verkündeten dort auch den Nichtjuden die Gute Nachricht von Jesus, dem Herrn. 21Gott stand ihnen zur Seite, sodass viele Menschen zum Glauben kamen und Jesus als den Herrn annahmen.
11,21
2,41

22Die Gemeinde in Jerusalem hörte davon, und die Apostel schickten Barnabas nach Antiochia.

11,22
9,27
23Als er hinkam und sah, was Gott dort gewirkt hatte, freute er sich. Er machte allen Mut und bestärkte sie in ihrem Vorsatz, dem Herrn treu zu bleiben.
11,23 (machte Mut)
13,43
14,22
15,32
16,40
18,23
20,128-31
24Denn Barnabas war ein tüchtiger Mann, erfüllt mit dem Heiligen Geist und mit lebendigem Glauben.

Gott führte der Gemeinde immer mehr Menschen zu. 25Barnabas aber ging nach Tarsus, um Saulus zu suchen;

11,25
9,30
26und als er ihn gefunden hatte, nahm er ihn mit nach Antiochia. Ein ganzes Jahr lang wirkten beide gemeinsam in der Gemeinde und unterwiesen viele Menschen im Glauben.

Hier in Antiochia kam für die Jünger und Jüngerinnen11,26 Wörtlich für die Jünger; siehe Anmerkung zu 6,1. zum ersten Mal die Bezeichnung »Christen« auf.11,26 Christen (wörtlich Christianer) ist zunächst Bezeichnung im Mund von Außenstehenden (vgl. 26,28), dann auch im Mund der Betroffenen selbst (1 Petr 4,16). Zur gängigen Selbstbezeichnung der Christen wurde es erst in nachneutestamentlicher Zeit.

Ihre Fürsorge für die Gemeinde in Jerusalem

27Während dieser Zeit kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia.

11,27 (Propheten)
13,1
15,32
21,9-10
28Einer von ihnen, Agabus, trat vor die versammelte Gemeinde und sagte auf Eingebung des Heiligen Geistes voraus, dass eine große Hungersnot über die ganze Erde kommen werde – wie sie dann auch tatsächlich unter der Regierung des Kaisers Klaudius eintraf.

29Da beschloss die Gemeinde in Antiochia,11,29 Wörtlich beschlossen die Jünger; siehe Anmerkung zu 6,1. den Brüdern und Schwestern11,29 Wörtlich den Brüdern. in Judäa nach Kräften zu helfen – entsprechend dem, was die Einzelnen in der Gemeinde erübrigen konnten. 30Sie schickten ihre Spende durch Barnabas und Saulus an die Gemeindeältesten in Jerusalem.

11,30
12,25
Röm 15,26

12

Jakobus wird hingerichtet, Petrus gefangen genommen

121Um diese Zeit ließ König Herodes12,1 Agrippa I., genannt Herodes, ein Enkel von Herodes dem Großen; siehe Sacherklärung »Herodes (5)«. verschiedene Mitglieder der Gemeinde von Jerusalem festnehmen und schwer misshandeln. 2Jakobus, den Bruder von Johannes, ließ er enthaupten.

12,2
Mk 10,35-40
3Als er merkte, dass dies den Juden gefiel, ging er noch einen Schritt weiter und ließ auch Petrus gefangen nehmen – gerade in den Tagen des Passafestes.

4Petrus wurde ins Gefängnis gebracht; zu seiner Bewachung wurden vier Gruppen zu je vier Soldaten abgestellt, die einander ablösen sollten. Herodes wollte ihm nach dem Fest vor allem Volk den Prozess machen.

12,4
4,3
5,18

5So saß Petrus also streng bewacht im Gefängnis. Die Gemeinde aber betete Tag und Nacht inständig für ihn zu Gott.

12,5
1,14
2,42
6,4
Jak 5,16

Petrus wird aus dem Gefängnis befreit

6In der Nacht, bevor Herodes ihn vor Gericht stellen wollte, schlief Petrus zwischen zwei der Wachsoldaten, mit Ketten an sie gefesselt. Vor der Tür der Zelle waren die zwei anderen als Wachtposten aufgestellt.

7Plötzlich stand da der Engel des Herrn, und die ganze Zelle war von strahlendem Licht erfüllt. Der Engel weckte Petrus durch einen Stoß in die Seite und sagte: »Schnell, steh auf!« Da fielen Petrus die Ketten von den Händen.

12,7-10
5,19
8Der Engel sagte: »Leg den Gürtel um und zieh die Sandalen an!« Petrus tat es, und der Engel sagte: »Wirf dir den Mantel um und komm mit!«

9Petrus folgte ihm nach draußen. Er wusste nicht, dass es Wirklichkeit war, was er da mit dem Engel erlebte; er meinte, er hätte eine Vision. 10Sie kamen ungehindert am ersten der Wachtposten vorbei, ebenso am zweiten, und standen schließlich vor dem eisernen Tor, das in die Stadt führte. Das Tor öffnete sich von selbst. Sie traten hinaus und gingen die Straße entlang, doch als Petrus in die nächste einbog, war der Engel plötzlich verschwunden.

11Als Petrus zu sich kam, sagte er: »Es ist also wirklich wahr! Der Herr hat seinen Engel geschickt, um mich vor Herodes zu retten und vor dem zu bewahren, was das jüdische Volk sich erhofft hat!«

12Als ihm das klar geworden war, ging er zu dem Haus, das Maria gehörte, der Mutter von Johannes mit dem Beinamen Markus. Dort waren viele Christen versammelt und beteten immer noch für seine Freilassung.

12,12 (Markus)
12,25
13,513
15,37
Kol 4,10
2 Tim 4,11
Phlm 24
1 Petr 5,13
13Petrus klopfte an das Hoftor, und die Dienerin Rhode kam, um zu hören, wer draußen sei. 14Als sie Petrus an der Stimme erkannte, vergaß sie vor Freude, das Tor zu öffnen; sie rannte ins Haus und meldete, Petrus stehe draußen. 15»Du bist nicht ganz bei Verstand!«, sagten die im Haus. Und als Rhode darauf bestand, meinten sie: »Das ist sein Schutzengel!«

16Petrus aber klopfte und klopfte, bis sie schließlich aufmachten. Als sie ihn sahen, gerieten sie außer sich. 17Er bat mit einer Handbewegung um Ruhe und erklärte ihnen, wie ihn Gott aus dem Gefängnis befreit hatte. »Berichtet das Jakobus12,17 Gemeint ist Jakobus, der »Bruder des Herrn«, dem von jetzt an die führende Rolle in der Gemeinde von Jerusalem zufällt (vgl. 15,13; 21,18; Gal 1,19; 2,9.12). und allen anderen Brüdern und Schwestern!«,12,17 Wörtlich den Brüdern. sagte er. Dann verließ er Jerusalem.

18Als es Tag wurde, gab es bei der Wachmannschaft eine große Aufregung, weil Petrus verschwunden war.

12,18-19
5,22-24
19Herodes ließ überall nach ihm suchen, aber vergeblich. Darauf verhörte er die Soldaten. Er befand sie für schuldig und ließ sie hinrichten.

Danach begab sich Herodes von Jerusalem hinab nach Cäsarea in seine Hauptresidenz.

Der Tod von Herodes Agrippa I.

20König Herodes lag im Streit mit den Bürgern von Tyrus und Sidon, und sein Zorn über sie war groß. Nun hatten sie eine Abordnung geschickt und um eine friedliche Beilegung des Konflikts gebeten. Den königlichen Palastverwalter Blastus hatten sie dafür gewonnen, beim König ein Wort für sie einzulegen. Die Bürger von Tyrus und Sidon waren nämlich für ihre Lebensmittelversorgung auf Lieferungen aus dem Gebiet des Königs angewiesen.

21An dem Tag, an dem die Beilegung des Streits feierlich verkündet werden sollte, nahm Herodes in der Pracht seiner königlichen Gewänder auf der Tribüne Platz und hielt in öffentlicher Volksversammlung eine Rede an die Abordnung aus Tyrus und Sidon. 22Das Volk von Cäsarea aber rief laut: »So redet ein Gott, nicht ein Mensch!«

12,22
Ez 28,2

23Im selben Augenblick schlug ihn der Engel des Herrn – weil er sich als einen Gott feiern ließ, anstatt dem wahren Gott die Ehre zu geben. Der König wurde von Würmern zerfressen und starb.

12,23
2 Makk 9,5-12

24Die Botschaft Gottes aber breitete sich aus und die Zahl der Glaubenden nahm immer mehr zu.

12,24
2,41

Die erste Missionsreise von Paulus

(Kapitel 12,25–14,28)

Barnabas und Saulus von der Gemeinde in Antiochia ausgesandt

25Nachdem Barnabas und Saulus die Geldspende in Jerusalem übergeben hatten, kehrten sie nach Antiochia zurück. Sie brachten Johannes mit dem Beinamen Markus aus Jerusalem mit.

12,25
9,27
11,29-30
12,12

13

131In der Gemeinde von Antiochia gab es eine Reihe von Propheten und Lehrern; es waren Barnabas, Simeon, genannt »der Schwarze«, Luzius von Kyrene, Manaën, der zusammen mit dem Fürsten Herodes13,1 Herodes Antipas; siehe Sacherklärung »Herodes (3)«. erzogen worden war, und Saulus.

13,1
11,27

2Als sie einmal für einige Zeit fasteten und sich ganz dem Gebet widmeten,13,2 Wörtlich dem Herrn (gottesdienstlich) dienten. sagte ihnen der Heilige Geist: »Gebt mir Barnabas und Saulus für die besondere Aufgabe frei, zu der ich sie berufen habe!«

13,2
10,19
9,15
Gal 1,15-16

3Nach einer weiteren Zeit des Fastens und Betens legten sie den beiden die Hände auf und ließen sie ziehen.

13,3
Mt 6,16-17
Apg 6,6

Barnabas und Saulus auf Zypern

4So wurden Barnabas und Saulus vom Heiligen Geist ausgesandt und auf den Weg geschickt. Sie gingen hinab nach Seleukia und reisten von dort mit dem Schiff zur Insel Zypern.

13,4
10,19
5Als sie in die Stadt Salamis kamen, verkündeten sie die Botschaft Gottes in den jüdischen Synagogen. Als Helfer hatten sie noch Johannes Markus bei sich.
13,5
17,2
12,12

6Dann durchzogen sie die ganze Insel und kamen nach Paphos. Dort trafen sie einen Juden namens Barjesus, der war ein Magier und falscher Prophet. 7Er gehörte zum Gefolge des römischen Statthalters der Insel, Sergius Paulus, einem gebildeten Mann. Der Statthalter hatte Barnabas und Saulus rufen lassen und wollte die Botschaft Gottes hören. 8Aber Elymas, wie Barjesus sich auch nannte – das bedeutet »Magier« –, trat ihnen entgegen und suchte mit allen Mitteln zu verhindern, dass der Statthalter der Botschaft glaubte.

13,8
2 Tim 3,8

9Saulus – mit seinem römischen Namen heißt er übrigens Paulus13,9 Wörtlich Saulus, auch Paulus. Von hier an wird in der Apostelgeschichte nur noch der Name Paulus verwendet; siehe Sacherklärung »Saulus«. – sah den Magier scharf an; erfüllt vom Heiligen Geist, 10sagte er zu ihm: »Du Sohn des Teufels, du bist voll List und Tücke und kämpfst gegen alles Gute. Willst du nicht endlich aufhören, die klaren Absichten Gottes zu durchkreuzen? 11Der Herr wird dich dafür bestrafen: Du sollst blind sein und für einige Zeit das Sonnenlicht nicht mehr sehen!«

Im selben Augenblick fand sich der Magier in die tiefste Dunkelheit getaucht. Er tappte umher und suchte einen, der ihn an der Hand führte.

13,11
9,8

12Als der Statthalter sah, was geschehen war, kam er zum Glauben; denn er war tief beeindruckt davon, wie mächtig sich die Lehre von Jesus, dem Herrn, erwiesen hatte.

Die Predigt in der Synagoge von Antiochia in Pisidien

13Paulus und seine Begleiter bestiegen in Paphos ein Schiff und fuhren nach Perge in Pamphylien. Dort trennte sich Johannes Markus von ihnen und kehrte nach Jerusalem zurück.

13,13
12,12
14Die beiden anderen zogen von Perge weiter nach Antiochia in Pisidien.

Am Sabbat gingen sie dort in die Synagoge und setzten sich unter die Zuhörer. 15Nach der Lesung aus dem Gesetz und den Schriften der Propheten ließen die Synagogenvorsteher den Gästen sagen: »Brüder, wenn ihr dem Volk ein ermutigendes Wort zu sagen habt, dann sprecht!«

13,15
15,21

16Da stand Paulus auf, bat mit einer Handbewegung um Ruhe und begann:

»Ihr Männer aus dem Volk Israel und ihr anderen, die ihr den Glauben Israels teilt,13,16 Wörtlich und ihr Gottesfürchtigen; ebenso in Vers 26. hört mich an! 17Der Gott unseres Volkes, der Gott Israels, hat unsere Vorfahren erwählt und hat sie zu einem großen Volk gemacht, während sie als Fremde in Ägypten lebten. Mit hocherhobenem Arm führte er sie aus Ägypten heraus,

13,17
Ex 1,7
Dtn 5,15
18und vierzig Jahre lang ertrug er sie13,18 Nach anderen Handschriften ernährte er sie. in der Wüste.
13,18
Ex 16,35
Dtn 29,4
19Er vernichtete vor ihnen sieben Völker im Land Kanaan und gab ihnen ihr Land zum Besitz.
13,19
Dtn 7,1
Jos 14,1
20Das war etwa 450 Jahre nachdem unsere Vorfahren nach Ägypten gekommen waren.

Dann gab er ihnen Richter bis zur Zeit des Propheten Samuel.

13,20
Ri 2,16
1 Sam 3,20
21Von da an wollten sie einen König haben, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn von Kisch aus dem Stamm Benjamin. Nach vierzigjähriger Herrschaft aber
13,21
1 Sam 8,519
10,21-24
11,15
22verstieß er Saul und erhob David zu ihrem König. Ihm stellte er das Zeugnis aus: ›David, den Sohn von Isai, habe ich erwählt, einen Mann, der mir gefällt. Er wird alles ausführen, was ich will.‹
13,22
1 Sam 16,112
23Und einen der Nachkommen von ebendiesem David hat Gott nun seinem Volk Israel als Retter gesandt, wie er es versprochen hatte, nämlich Jesus.
13,23
Jer 23,5
Mt 1,1
Lk 2,11

24Vor ihm her hatte Johannes alle im Volk Israel dazu aufgerufen, sie sollten umkehren und sich taufen lassen.

13,24
Lk 3,3
25Als Johannes am Ende seines Wirkens stand, sagte er zu den Leuten: ›Ich bin nicht der, für den ihr mich haltet. Aber nach mir kommt der Erwartete; ich bin nicht einmal gut genug, ihm die Schuhe aufzubinden.‹
13,25
Lk 3,15-1619-20

26Liebe Brüder,13,26 Wörtlich Männer, Brüder; ebenso in Vers 38. ihr Nachkommen Abrahams, und ihr anderen hier, die ihr den Glauben Israels teilt: Jetzt hat Gott uns, die wir hier versammelt sind, die Botschaft von dieser Rettung gesandt! 27Denn die Bewohner Jerusalems und ihre führenden Männer haben Jesus nicht erkannt. Sie haben ihn verurteilt, aber mit diesem Urteil haben sie nur die Ankündigungen der Propheten in Erfüllung gehen lassen, die jeden Sabbat vorgelesen werden.

13,27
3,17-18
28Sie forderten nämlich von Pilatus seine Hinrichtung, obwohl sie kein todeswürdiges Verbrechen an ihm gefunden hatten.
13,28
Lk 23,414-1521-23
23,47
29Und nachdem sie alles getan hatten, was in den Heiligen Schriften über Jesus vorhergesagt ist, nahmen sie ihn vom Kreuz und legten ihn ins Grab.
13,29
Lk 23,50-5624,44
30Aber Gott hat ihn vom Tod auferweckt,
13,30
4,2
31und als Auferstandener zeigte er sich während vieler Tage den Männern, die mit ihm von Galiläa nach Jerusalem gekommen waren. Diese sind heute seine Zeugen vor dem Volk Israel.
13,31
1,8

32Und wir verkünden euch nun also die gute Nachricht, dass Gott seine Zusagen eingelöst hat! Was er unseren Vorfahren versprochen hatte, 33das hat er für uns, die Nachkommen, in Erfüllung gehen lassen. Er hat Jesus vom Tod auferweckt, und damit ist eingetreten, was beispielsweise im zweiten Psalm geschrieben steht, wo Gott sagt: ›Du bist mein Sohn, heute habe ich dich dazu gemacht!‹

13,33
nach

34Dass er ihn mit der Auferweckung aber für immer dem Tod und der Verwesung entrissen hat – und mit ihm auch uns13,34 und mit ihm ...: verdeutlichender Zusatz im Blick auf das euch im folgenden Zitat. –, das stellt er klar mit den Worten: ›Ich gebe euch die heiligen und unvergänglichen Gaben, die ich David versprochen habe.‹

13,34
nach
35Darum sagt auch David in einem anderen Psalm: ›Du gibst deinen Heiligen nicht der Verwesung preis.‹
13,35
nach

36David selbst hatte nur eine Aufgabe an seiner eigenen Generation zu erfüllen. Dann ist er nach Gottes Willen gestorben, wurde neben seinen Vorfahren beigesetzt und fiel der Verwesung anheim.

13,36
2,29
37Doch der, den Gott vom Tod auferweckt hat, der fiel nicht der Verwesung anheim.

38Und durch diesen Jesus – das sollt ihr wissen, Brüder – wird euch die Vergebung eurer Schuld angeboten! Das Gesetz Moses hatte nicht die Kraft, eure Schuld wegzunehmen;

13,38
10,43
39aber wer von euch Jesus vertraut, wird vor Gott als gerecht bestehen können.
13,39
Röm 4,25
10,4

40Gebt also acht, dass nicht eintrifft, was im Buch der zwölf Propheten13,40 Wörtlich bei den Propheten; vgl. Anmerkung zu 7,42. Das Zitat aus Hab 1,5 (nach G) deutet die Möglichkeit an, dass das jüdische Volk das in Jesus angebotene Heil abweisen könnte, während Menschen aus den anderen Völkern danach greifen; vgl. hier Verse 44-48 und 28,23-28. gesagt wird: 41›Schaut her, ihr Verächter, wundert euch und geht zugrunde! Denn in euren Tagen werde ich etwas tun – wenn es euch jemand erzählte, ihr würdet es ihm nicht glauben!‹«

42Als Paulus und Barnabas aus der Synagoge gingen, wurden sie gebeten, am folgenden Sabbat weiter über diese Sache zu sprechen. 43Doch schon gleich nach dem Gottesdienst kamen viele mit Paulus und Barnabas mit, Juden und Leute, die zum Judentum übergetreten waren.13,43 Leute, die ...: wörtlich gottesfürchtige Proselyten. In Vers 26 war nur von Gottesfürchtigen die Rede; vielleicht sind jetzt beide Gruppen gemeint. Die beiden sprachen zu ihnen und redeten ihnen zu, die angebotene Gnade Gottes zu ergreifen und an ihr festzuhalten.

13,43
2,41
11,23

Konflikt mit den Juden, Hinwendung zu den Nichtjuden

44Am nächsten Sabbat war fast die ganze Stadt in der Synagoge versammelt, um die Botschaft Gottes zu hören.

13,44
17,2
45Als die Juden den großen Andrang sahen, wurden sie eifersüchtig.13,45 Möglicherweise ist zu übersetzen packte sie (heiliger) Eifer; vgl. 21,20; 22,3; Gal 1,14. Ständig widersprachen sie dem, was Paulus sagte, und stießen Lästerungen gegen Jesus aus.

46Schließlich erklärten Paulus und Barnabas frei und offen: »Euch musste als Ersten die Botschaft Gottes verkündet werden. Aber weil ihr nichts davon wissen wollt und euch damit als unwürdig erweist, das ewige Leben zu empfangen, wenden wir uns jetzt an die Nichtjuden.

13,46 (als Ersten)
3,26
18,6
Röm 1,16
2,9
47Dazu haben wir vom Herrn den Auftrag erhalten; denn er hat gesagt: ›Ich mache dich zum Licht für die anderen Völker, damit alle bis ans Ende der Erde durch dich meine rettende Hilfe erfahren.‹«13,47 Das Wort aus Jes 49,6 gilt zunächst für Jesus (vgl. Lk 2,32), wird aber hier auf seine Boten, speziell auf Paulus bezogen (vgl. Apg 22,21; 26,17-18).

48Als die Nichtjuden das hörten, brachen sie in Jubel aus. Sie wollten gar nicht mehr aufhören, Gott für seine rettende Botschaft zu preisen. Und alle, die für das ewige Leben bestimmt waren, kamen zum Glauben.

13,48
11,18

49Die Botschaft Gottes verbreitete sich in der ganzen Gegend. 50Aber die Juden hetzten vornehme Frauen, die sich zur jüdischen Gemeinde hielten,13,50 Wörtlich die gottesfürchtigen (Frauen). und die führenden Männer der Stadt gegen Paulus und Barnabas auf. Die beiden wurden festgenommen, aus der Stadt ausgewiesen und mussten die Gegend verlassen.

51Vor der Stadt schüttelten sie den Staub von ihren Füßen, ihnen zur Warnung, und gingen nach Ikonion.

13,51
18,6
Lk 9,5
52Die neu gewonnenen Jünger und Jüngerinnen13,52 Wörtlich Jünger; siehe Anmerkung zu 6,1. in Antiochia aber wurden von Freude und vom Heiligen Geist erfüllt.