Gute Nachricht Bibel (GNB)
14

König Asa und seine Erfolge

(1 Kön 15,9-12)

141Asa tat, was vor dem Herrn, seinem Gott, gut und recht ist. 2Er ließ die Altäre und Opferstätten der fremden Götter zerstören, die geweihten Steinmale in Stücke schlagen und die geweihten Pfähle umhauen. 3Er forderte das Volk von Juda auf, dem Herrn, dem Gott ihrer Vorfahren, zu gehorchen und sein Gesetz mit allen seinen Geboten zu befolgen. 4Auch in den anderen Städten Judas beseitigte er die Opferstätten der fremden Götter und die Räucheraltäre.

In diesen Jahren hatte das Land Frieden, 5weil der Herr dafür sorgte, dass Asa von keiner Seite angegriffen wurde. Er nutzte diese Zeit, um eine Reihe von Städten in Juda zu befestigen. 6Er sagte zu den Leuten von Juda: »Lasst uns diese Städte ausbauen und sie durch Mauern mit Türmen und durch Tore mit starken Riegeln sichern. Noch haben wir freie Hand in unserem Land. Wir haben uns bemüht, nach dem Willen des Herrn, unseres Gottes, zu leben; darum hat er uns Frieden an allen unseren Grenzen gegeben.« Sie fingen an zu bauen und konnten die Arbeit auch glücklich vollenden.

7Das Heer von Asa bestand aus 300000 Mann vom Stamm Juda, die mit Speeren und großen Schilden ausgerüstet waren, und 280000 Mann vom Stamm Benjamin, bewaffnet mit Rundschilden und Bogen. Sie alle waren tüchtige Krieger.

8Der Äthiopier14,8 Äthiopier: wörtlich Kuschiter; einige Ausleger verstehen darunter einen äthiopischen General mit einer Armee aus verschiedenen Völkern, andere denken an einen Überfall von Stämmen aus der arabischen Gegend Kuschan (vgl. Anmerkung zu Num 12,1). Serach rückte mit einem Heer von tausendmal tausend Mann und dreihundert Streitwagen gegen Juda vor und kam bis Marescha. 9Asa zog ihm entgegen und die beiden Heere stellten sich im Zefata-Tal14,9 Ein Zefata-Tal ist unbekannt. Vielleicht hat G den ursprünglichen Text bewahrt: im Tal nördlich von Marescha. bei Marescha zum Kampf auf.

10Asa rief zum Herrn, seinem Gott: »Herr, wenn ein Schwacher mit einem Starken kämpfen muss, kann niemand ihm so beistehen wie du. Hilf uns, Herr, unser Gott, denn wir verlassen uns ganz auf dich! Im Vertrauen auf dich sind wir doch gegen diese Übermacht angetreten. Du, Herr, bist unser Gott! Gegen dich kann kein Mensch etwas ausrichten!«

14,10
13,18

11Da griff der Herr selbst für Asa und die Leute von Juda ein und schlug die Äthiopier zurück, sodass sie fliehen mussten. 12Asa verfolgte sie mit seinen Männern bis nach Gerar. Dabei fielen von den Äthiopiern so viele, dass sie sich nicht mehr zu einem Gegenangriff sammeln konnten. Sie erlitten eine vernichtende Niederlage durch den Herrn und sein Heer.

Die Leute von Juda machten überaus reiche Beute. 13Sie konnten auch alle Ortschaften rings um Gerar erobern, denn der Herr hatte einen gewaltigen Schrecken über die Bewohner kommen lassen. Sie plünderten diese Orte aus, denn es gab dort reiche Beute. 14Sie überwältigten auch die Zeltlager der Hirten, die sich dort in der Gegend mit ihren Herden aufhielten, und nahmen eine große Menge Schafe, Ziegen und Kamele als Beute mit. Danach kehrten sie wieder nach Jerusalem zurück.

15

Asa erneuert den Bund mit Gott

(1 Kön 15,13-15)

151Der Geist Gottes nahm Besitz von Asarja, dem Sohn Odeds,

15,1-2
12,5
2sodass er Asa entgegenging und zu ihm sagte: »Hört mir zu, König Asa und alle Leute von Juda und Benjamin! Der Herr hält zu euch, solange ihr euch zu ihm haltet. Wenn ihr seine Nähe sucht, wird er sich von euch finden lassen. Wenn ihr euch aber von ihm abwendet, wird auch er sich von euch abwenden.

3Es gab eine lange Zeit, in der die Israeliten ohne den wahren Gott lebten. Da hatten sie auch keine Priester, die sie unterwiesen, und sie kannten Gottes Gesetz nicht mehr.

15,3-6
Ri 2,10-18
4Jedes Mal, wenn es dann den Israeliten schlecht ging, wandten sie sich wieder zum Herrn, ihrem Gott; sie suchten seine Nähe und er ließ sich finden. 5Damals konnte niemand ungefährdet reisen, es war eine Zeit der Unsicherheit und Unordnung in allen Ländern. 6Die Völker bedrängten sich gegenseitig und Städte lagen miteinander im Streit, weil Gott sie durch alle Arten von Unglück verwirrte. 7Darum seid jetzt stark und legt die Hände nicht in den Schoß! Der Herr wird euer Tun belohnen!«
15,7
1 Kor 15,58

8Als Asa diese prophetischen Worte Asarjas15,8 Es folgen noch die schwer deutbaren Worte und die Weissagung, Oded, der Prophet (oder des Propheten Oded; vgl. Vers 1). hörte, ging er entschlossen ans Werk und ließ im ganzen Gebiet von Juda und Benjamin die verabscheuenswürdigen Götterbilder entfernen, ebenso in den Städten, die er im Bergland Efraïm erobert hatte. Den Altar des Herrn vor der Vorhalle des Tempels ließ er erneuern.

9Dann rief er die Männer aus Juda und Benjamin zusammen, dazu auch alle aus den Stämmen Efraïm, Manasse und Simeon, die sich in seinem Land aufhielten. Es waren nämlich viele zu ihm übergelaufen, als sie sahen, dass der Herr, sein Gott, auf seiner Seite stand.

10Im 15. Regierungsjahr von Asa, im dritten Monat, versammelten sich alle in Jerusalem. 11Sie opferten dem Herrn 700 Rinder und 7000 Schafe aus der Beute, die sie heimgebracht hatten. 12Sie erneuerten den Bund, den Gott mit ihren Vorfahren geschlossen hatte, und verpflichteten sich, dem Herrn mit ganzem Herzen und allen Kräften zu gehorchen.

15,12
Jos 24,25
Dtn 6,4-5
13Wer sich nicht nach dem Willen des Herrn richten würde, sollte mit dem Tod bestraft werden, gleichgültig ob solch ein Mensch vornehm oder gering, Mann oder Frau war.

14Dies alles gelobten sie dem Herrn unter Jubelrufen und dem Schall der Trompeten und Widderhörner. 15Alle in Juda freuten sich darüber, denn sie hatten aus voller Überzeugung in den Schwur eingestimmt. Weil sie sich mit ganzer Hingabe dem Herrn zugewandt hatten, wandte auch er sich ihnen zu und gab ihnen Frieden an allen ihren Grenzen.

16König Asa setzte auch seine Mutter15,16 Nach 11,20 und 1 Kön 15,2 war sie seine Großmutter. Maacha als Königsmutter ab, weil sie ein verabscheuenswürdiges Götzenbild der Göttin Aschera aufgestellt hatte. Das Götzenbild ließ er umhauen, in Stücke schlagen und im Kidrontal verbrennen.

17Die vielen Opferstätten in Israel blieben allerdings weiterhin bestehen, aber in allem anderen gehorchte Asa dem Herrn mit ungeteiltem Herzen sein Leben lang. 18Er brachte die goldenen und silbernen Geräte, die sein Vater dem Herrn geweiht hatte, in den Tempel und weihte dem Herrn noch weitere Gold- und Silbergeräte.

19Bis zum 35. Regierungsjahr von Asa gab es keinen Krieg mehr.

16

Asa führt Krieg mit Bascha von Israel

(1 Kön 15,17-22)

161Im 36. Regierungsjahr von Asa rückte Bascha, der König von Israel, nach Süden gegen Juda vor und baute die Stadt Rama zur Festung aus, um die Wege von und nach Juda kontrollieren zu können.

2Da schickte König Asa Boten nach Damaskus zu Ben-Hadad, dem König von Syrien. Er gab den Boten alles Silber und Gold mit, das in den königlichen Schatzkammern und in den Schatzkammern des Tempels noch übrig war, und ließ dem Syrerkönig sagen: 3»Ich möchte ein Bündnis mit dir schließen, wie es schon zwischen unseren Vätern bestanden hat. Ich schicke dir Silber und Gold; kündige dafür dein Bündnis mit König Bascha von Israel und falle in sein Land ein,16,3 und falle ...: verdeutlichender Zusatz. damit er von meiner Grenze abziehen muss.«

4Ben-Hadad ging darauf ein und schickte seine Truppen gegen das Reich Israel. Sie verwüsteten die Städte Ijon, Dan und Abel-Majim sowie alle Vorratslager der Städte im Stammesgebiet Naftali. 5Daraufhin brach Bascha den Ausbau von Rama ab und stellte die Arbeiten ein.

6König Asa bot nun alle Männer von Juda auf. Sie mussten die Steine und das Holz, die Bascha für den Festungsbau bereitgelegt hatte, abtransportieren. Asa ließ damit die Städte Geba und Mizpa befestigen.

Der Prophet Hanani

7Um diese Zeit kam der Prophet Hanani zu König Asa von Juda und hielt ihm vor: »Du hast beim König von Syrien Hilfe gesucht statt beim Herrn, deinem Gott. Damit hast du dich um die Möglichkeit gebracht, auch noch die Syrer zu besiegen!

16,7-8
13,18
8Hatten die Äthiopier und die Libyer nicht auch ein gewaltiges Heer mit einer großen Zahl von Streitwagen und Wagenkämpfern? Damals hast du dich auf den Herrn verlassen und darum gab er sie in deine Hand.
16,8
14,7-14
9Der Herr behält die ganze Erde im Auge, damit er denen beistehen kann, die ihm mit ungeteiltem Herzen vertrauen. Du hast dich diesmal verhalten wie jemand, der keine Einsicht hat. Von jetzt ab wirst du ständig Krieg haben.«
16,9
Ps 33,13-19
Sach 4,10b

10Da wurde Asa so wütend auf den Propheten, dass er ihn ins Gefängnis werfen ließ. Er fing damals auch an, einige aus dem Volk zu misshandeln.

16,10
18,25-26
Jer 20,2

Das Ende der Regierung Asas

(1 Kön 15,23-24)

11Die Geschichte der Regierung von Asa, vom Anfang bis zum Ende, ist nachzulesen im Buch der Könige von Juda und Israel. 12In seinem 39. Regierungsjahr erkrankte Asa an einem Fußleiden. Obwohl die Krankheit sehr ernst wurde, suchte er auch damals seine Hilfe nicht beim Herrn, sondern bei den Ärzten.

13In seinem 41. Regierungsjahr starb Asa. 14Er wurde in der Gruft beigesetzt, die er sich in der Davidsstadt hatte aushauen lassen. Man bettete ihn darin auf ein Lager, das bedeckt war mit Balsam und anderen wohlriechenden Stoffen, die von Salbenmischern sachkundig zusammengestellt waren. Auch ein gewaltiges Feuer wurde zu seinen Ehren angezündet.