Gute Nachricht Bibel (GNB)
15

Vorbereitungen für den Transport der Bundeslade

151David ließ in der Davidsstadt für sich Häuser bauen. Er bestimmte auch einen Platz für die Bundeslade und ließ ein Zelt für sie aufschlagen.

15,1
2 Sam 6,17
2Damals ordnete er auch an: »Nur die Leviten dürfen die Lade Gottes tragen, weil der Herr selbst sie dazu erwählt hat, seine Lade zu tragen und ihm allezeit zu dienen.«
15,2
Dtn 10,8

3Dann ließ David ganz Israel nach Jerusalem zusammenrufen, um die Lade des Herrn an den Platz zu bringen, den er für sie vorbereitet hatte. 4Besonders die Priester als die Nachkommen Aarons und die Leviten ließ er laden. 5-10Darauf fanden sich die Oberhäupter der levitischen Sippen mit ihren Verwandten ein:

von den Nachkommen Kehats:

Uriël mit 120 Mann;

von den Nachkommen Meraris:

Asaja mit 220 Mann;

von den Nachkommen Gerschons:

Joël mit 130 Mann;

von den Nachkommen Elizafans:

Schemaja mit 200 Mann;

von den Nachkommen Hebrons:

Eliël mit 80 Mann;

von den Nachkommen Usiëls:

Amminadab mit 112 Mann.

11David ließ die Priester Zadok und Abjatar und die sechs führenden Leviten zu sich kommen
15,11
2 Sam 8,17
1 Sam 22,20
12und sagte zu ihnen: »Ihr seid die Oberhäupter des Stammes Levi. Zusammen mit euren Stammesbrüdern müsst ihr euch jetzt vorbereiten, damit ihr rein seid; denn ihr sollt die Bundeslade des Herrn, unseres Gottes, zu dem Platz bringen, den ich für sie vorgesehen habe. 13Das vorige Mal seid ihr nicht dabei gewesen, und der Herr, unser Gott, hat uns einen schweren Schlag versetzt, weil wir ihn nicht vorher befragt haben, wie es sich gehört hätte.«

14Da reinigten sich die Priester und Leviten für diesen Dienst. 15Dann hoben die Leviten die Bundeslade mit den Tragstangen auf ihre Schultern, wie es Mose nach der Weisung des Herrn angeordnet hatte.

15,15
Ex 25,14
Num 7,9

16David befahl den Oberhäuptern der Leviten, einige ihrer Stammesbrüder als Sänger und Spielleute zu bestimmen. Sie sollten den Herrn mit frohen Liedern preisen und den Gesang mit Harfen, Lauten und Becken begleiten.

15,16
16,5-6
25,1
2 Chr 5,12
7,6
29,25-26
Esra 3,10
Neh 12,2733-36

17Sie beauftragten damit Heman, den Sohn von Joël, sowie Asaf, den Sohn von Berechja, und Etan, den Sohn von Kuschaja, der zu den Nachkommen von Merari gehörte.

15,17
6,18
6,24
6,29

18Hinzu kamen folgende Leviten im zweiten Dienstrang: Secharja,15,18 Hier folgt noch Sohn. Jaasiël, Schemiramot, Jehiël, Unni, Eliab, Benaja, Maaseja, Mattitja, Elifelehu, Mikneja, Obed-Edom und Jëiël.15,18 Es folgt noch die Torwächter; aber nach Vers 21 sind alle Genannten Sänger und Spielleute.

19Die Sänger Heman, Asaf und Etan schlugen die bronzenen Becken. 20Secharja, Jaasiël, Schemiramot, Jehiël, Unni, Eliab, Maaseja und Benaja spielten Harfe in der hohen Tonlage;15,20 Die musikalischen Ausdrücke in den Versen 20-21 sind nicht sicher zu deuten. Andere übersetzen in Vers 20 auf elamitische Weise und in Vers 21 auf schimjanitische Weise. 21Mattitja, Elifelehu, Mikneja, Obed-Edom, Jëiël und Asasja spielten Laute in der tiefen Tonlage. Damit begleiteten sie den Gesang.

22Kenanja war unter den Leviten der Verantwortliche für Transportarbeiten.15,22 Andere Übersetzungsmöglichkeit der Leiter des Vortrags; ebenso in Vers 27. Weil er sich darauf verstand, gab er auch die Anweisungen für den Transport der Bundeslade. 23Berechja und Elkana gingen als Wächter voraus. 24Vor der Lade gingen die Priester Schebanja, Joschafat, Netanel, Amasai, Secharja, Benanja und Eliëser und bliesen auf ihren Trompeten, und hinter ihr folgten Obed-Edom und Jehija als Wächter.

David holt die Bundeslade nach Jerusalem

(2 Sam 6,12-19)

25David, die Ältesten von Israel und die Anführer der Truppenverbände gingen mit, als die Bundeslade aus dem Haus Obed-Edoms geholt wurde; und alle waren voller Freude. 26Weil Gott es den Leviten gelingen ließ, die diesmal die Lade trugen, opferte man ihm zum Dank sieben Stiere und sieben Schafböcke.

27David trug ein Obergewand aus feinem weißen Leinen. Ebenso waren auch die Leviten gekleidet, die die Lade trugen, wie auch die Sänger und Kenanja, der den Transport beaufsichtigte. David selbst trug darunter auch den leinenen Priesterschurz. 28Ganz Israel stimmte jubelnd in den Klang der Hörner, Trompeten, Becken, Harfen und Lauten mit ein. So geleiteten sie die Lade des Herrn zu ihrem neuen Platz.

29Als die Bundeslade in die Davidsstadt getragen wurde, stand Davids Frau Michal, die Tochter Sauls, am Fenster. Sie fand es unpassend, dass David als König vor Freude umhersprang und tanzte, und verachtete ihn in ihrem Herzen.

16

161Die Lade Gottes wurde in das Zelt gebracht, das David für sie errichtet hatte. David opferte Gott Brandopfer und schlachtete Tiere für das Opfermahl. 2Nach dem Mahl segnete er das Volk im Namen des Herrn. 3Alle Israeliten, die dabei gewesen waren, Männer wie Frauen, bekamen einen Laib Brot und je eine Portion zusammengepresste Datteln und Rosinen mit auf den Heimweg.

4Einigen Leviten, die bei der Einholung der Bundeslade als Sänger mitgewirkt hatten, gab David den Auftrag, diesen Dienst auch weiterhin vor der Lade zu versehen und den Herrn, den Gott Israels, mit ihren Liedern zu rühmen, zu loben und zu preisen. 5Er setzte Asaf als ihren Leiter ein und Secharja als dessen Stellvertreter. Weiter bestimmte er zu diesem Dienst: Jaasiël,16,5 Jaasiël: mit 15,18.20; H Jëiël. Schemiramot, Jehiël, Mattitja, Eliab, Benaja, Obed-Edom und Jëiël. Sie alle sollten zu ihrem Gesang auf Harfen und Lauten spielen und Asaf sollte die Becken schlagen.

16,5-6
15,16
16,5
6,24
6Die Priester Benaja und Jahasiël erhielten den ständigen Auftrag, vor der Bundeslade die Trompeten zu blasen.

Ein Danklied

(Ps 105,1-15; 96; 106,1.47-48)

7An jenem Tag ließ David zum ersten Mal von Asaf und seinen Stammesbrüdern dieses Lied zu Ehren des Herrn vortragen:

16,7
6,24

8»Dankt dem Herrn!

Macht seinen Namen überall bekannt;

verkündet allen Völkern, was er getan hat!

9Singt und spielt zu seiner Ehre,

ruft euch seine Wunder ins Gedächtnis!

10Seid stolz auf ihn, den heiligen Gott!

Seid voller Freude über ihn,

ihr, die ihr nach ihm fragt!

11Geht zum Herrn, denn er ist mächtig;

sucht seine Nähe zu aller Zeit!

12Erinnert euch an seine machtvollen Taten,

an seine Wunder und Gerichtsurteile,

13ihr Nachfahren seines Dieners Israel,

ihr Nachkommen Jakobs, seine Erwählten!

14Er ist unser Gott, er, der Herr,

seine Herrschaft umschließt die ganze Welt.

15Denkt an seinen Bund mit uns!

Sein Versprechen gilt tausend Generationen.

16So hat er es Abraham zugesagt

und Isaak mit einem Schwur bestätigt.

16,16
Gen 12,2
26,3

17So hat er es Jakob fest versprochen,

als ewigen Bund mit Israel.

16,17-18
Gen 28,13

18Er hat gesagt: ›Ich gebe euch ganz Kanaan,

ich teile es euch zu als Erbbesitz.‹

19Sie waren damals leicht zu zählen,

nur eine Handvoll Leute waren sie,

eingewanderte Fremde im Land.

20Sie zogen von einem Volk zum andern,

auf Wanderschaft in vieler Herren Länder.

21Doch Gott ließ sie von niemand unterdrücken,

ihretwegen warnte er die Herrscher:

22›Hände weg von meinen berufenen Dienern!

Krümmt keinem meiner Boten ein Haar!‹

23Singt dem Herrn, ihr Bewohner der ganzen Erde,

verkündet Tag für Tag, wie gern er hilft!

24Erzählt allen Menschen von seiner Herrlichkeit,

berichtet allen Völkern von seinen großen Taten!

25Der Herr ist mächtig, groß ist sein Ruhm;

mehr als alle Götter ist er zu fürchten.

26Die Götter der Völker sind nur tote Götzen,

der Herr aber hat den Himmel geschaffen.

27Pracht und Hoheit umgeben ihn,

Macht und Freude erfüllen seine Wohnung.

28Auf zu ihm, ihr Völker!

Erweist dem Herrn Ehre,

unterwerft euch seiner Macht!

29Erweist ihm die Ehre, die ihm zusteht:

Bringt ihm eure Opfergaben!

Werft euch vor ihm nieder,

wenn er in seiner Heiligkeit erscheint!

30Die ganze Welt soll vor ihm erzittern!

Die Erde ist fest gegründet,

sie stürzt nicht zusammen.

31Der Himmel soll sich freuen, die Erde jauchzen!

Sagt es allen Menschen: ›Der Herr ist König!‹

32Das Meer soll tosen mit allem, was darin lebt!

Der Ackerboden soll fröhlich sein

samt allem, was darauf wächst!

33Die Bäume im Wald sollen jubeln;

denn der Herr kommt,

er kommt und sorgt für Recht auf der Erde.

34Dankt dem Herrn, denn er ist gut zu uns,

seine Liebe hört niemals auf!

16,34
16,41
2 Chr 5,13
7,36
20,21
Esra 3,11
Ps 118,1
Jer 33,11
1 Makk 4,24

35Sagt zu ihm: ›Rette uns doch!

Du, Gott, bist unser Befreier!

Hol uns heraus aus den fremden Völkern

und führe uns wieder zusammen!

Dann werden wir dich preisen,

dich, unseren heiligen Gott;

und dir zu danken wird unsere größte Freude sein!‹

36Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels,

vom Anfang der Zeiten bis in alle Zukunft!«

Auf dieses Lied antwortete das ganze Volk:»Amen! Preist den Herrn

Ordnung des Gottesdienstes in Jerusalem und Gibeon

37Auf Befehl Davids blieben Asaf und die anderen Männer seiner Sippe bei der Bundeslade des Herrn, um den täglich nötigen Dienst vor ihr zu tun.

16,37
6,24

38Auch Obed-Edom, der Sohn Jedutuns, und die Angehörigen seiner Sippe nahmen ihren Dienst als Torwächter auf. Zu ihnen gehörte auch Hosa. Insgesamt waren es 68 Männer.

39Die Priester aber, Zadok und seine Verwandten, versahen auf Anweisung Davids ihren Dienst weiterhin am Heiligen Zelt, das an der Opferstätte in Gibeon stand. 40Sie sollten dort nach wie vor jeden Morgen und Abend auf dem Altar die Brandopfer darbringen und alles tun, was in dem Gesetz vorgeschrieben ist, das der Herr den Israeliten gegeben hat.

16,40
Ex 29,38-39

41Von den Sängern blieben Heman, Jedutun und andere, die dazu ausgewählt und namentlich bestimmt worden waren, ebenfalls in Gibeon, um auch dort regelmäßig mit Gesang den Herrn zu preisen: »Seine Liebe hört niemals auf!«

16,41
25,1
16,34
42Sie begleiteten die Lieder, die sie zur Ehre Gottes vortrugen, mit Trompeten, Becken und anderen Musikinstrumenten. Als Torwächter waren die Söhne Jedutuns dort tätig.

43Schließlich kehrte das ganze Volk wieder in seine Wohnorte zurück; auch David ging nach Hause, um seine Familie zu begrüßen.

16,43
2 Sam 6,19-20

17

Die Zusage eines ewigen Königtums

(2 Sam 7,1-16)

171Nachdem David in seinen Palast eingezogen war, sagte er eines Tages zu dem Propheten Natan: »Ich wohne hier in einem Palast aus Zedernholz und die Bundeslade des Herrn steht in einem Zelt. Ist das in Ordnung?«

2Natan sagte: »Tu, was du vorhast; Gott wird dir beistehen.«

3Aber in der folgenden Nacht sagte Gott zu Natan: 4»Geh zu meinem Diener David und richte ihm aus: ›So spricht der Herr: Nicht du sollst mir das Haus bauen, in dem ich wohnen kann! 5Seit ich die Israeliten aus Ägypten herausgeführt habe, habe ich noch nie in einem Haus gewohnt, ich hatte immer nur ein Zelt und wanderte von Ort zu Ort. 6Zu keinem der Männer, die ich als Richter und Anführer meines Volkes berief, habe ich je gesagt: Warum baust du mir kein Haus aus Zedernholz?‹

7Darum sollst du meinem Diener David ausrichten: ›So spricht der Herr, der Herrscher der Welt:17,7 Wörtlich der Herr Zebaot. Ich habe dich von der Schafherde weggeholt und zum Herrscher über mein Volk Israel gemacht. 8Bei allem, was du unternommen hast, habe ich dir geholfen und habe alle deine Feinde vernichtet. Ich habe dich berühmt gemacht und du wirst zu den Großen der Erde gezählt. 9Meinem Volk Israel habe ich eine Heimat gegeben, ein Land, in dem es sicher leben kann. Es soll sich nicht mehr vor Unterdrückern fürchten müssen wie früher, 10auch noch zu der Zeit, als ich Richter über mein Volk berief. Vielmehr will ich alle deine Feinde in die Knie zwingen.

Und nun kündige ich, der Herr, dir an, dass ich dir ein Haus bauen werde, nicht du mir!17,10 nicht du mir: verdeutlichender Zusatz. 11Wenn deine Zeit abgelaufen ist und du stirbst, werde ich dafür sorgen, dass einer deiner Söhne dir auf dem Königsthron folgt, und ich will seiner Herrschaft festen Bestand geben. 12Er soll dann ein Haus für mich bauen, und ich werde seine Herrschaft und die seiner Nachkommen für alle Zeiten fest begründen.

13Ich will sein Vater sein und er soll mein Sohn sein. Ich will ihm niemals meine Liebe entziehen, wie ich sie deinem Vorgänger entzogen habe,

17,13
22,10
28,6
2 Kor 6,18
Hebr 1,5
14sondern ich werde ihn für immer in meinem Haus und in meiner Königsherrschaft bestätigen. Sein Thron wird für alle Zeiten bestehen.‹«

Davids Dankgebet

(2 Sam 7,17-29)

15Natan sagte David alles, was der Herr ihm offenbart und für David aufgetragen hatte. 16Da ging der König in das Zelt des Herrn,17,16 in das Zelt ...: verdeutlichender Zusatz. kniete vor dem Herrn nieder und betete:

»Herr, mein Gott, ich bin es nicht wert, dass du mich und meine Familie so weit gebracht hast! 17Aber das war in deinen Augen noch zu wenig, mein Gott: Du hast Zusagen gemacht, die noch meinen fernsten Nachkommen gelten. Du hast mich angeschaut wie einen besonders würdigen Menschen, Herr, mein Gott!

18Was soll ich dir noch mehr sagen, nachdem du mich, deinen Diener, so hoch geehrt hast! Du kennst meine innersten Gedanken. 19Herr, weil du mich liebst und weil es dein Wille war, hast du all dies Große getan, damit deine großen Taten bekannt werden.

20Herr, niemand ist dir gleich! Alles, was wir je gehört haben, bestätigt: Es gibt keinen Gott außer dir! 21Und welches andere Volk auf der Erde gleicht deinem Volk Israel? Wo hat je ein Gott so viel für ein Volk getan und es aus der Sklaverei befreit und zu seinem Eigentum gemacht? Du hast mächtige, furchterregende Taten getan, sodass dein Name in aller Welt bekannt geworden ist. Aus Ägypten hast du es herausgeholt und hast andere Völker vor ihm vertrieben. 22Du hast Israel auf ewig zu deinem Volk gemacht, Herr, und bist sein Gott geworden.

23Lass nun wahr werden, Herr, was du mir und meinen Nachkommen für alle Zeiten zugesagt hast! Erfülle, was du versprochen hast! 24Dann wird dein Name als zuverlässig gelten und zu allen Zeiten gerühmt werden und die Menschen werden sagen: ›Der Herr, der Herrscher der Welt,17,24 Wörtlich der Herr Zebaot. ist der Gott Israels!‹ Und auch das Königshaus deines ergebenen Dieners wird vor dir Bestand haben.

25Du, mein Gott, hast mir ja das Ohr geöffnet und mir zugesagt: ›Ich will dir ein Haus bauen.‹ Darum wage ich, so zu dir zu beten. 26Herr, du bist der wahre Gott und du hast mir, deinem Diener, diese herrliche Zusage gemacht. 27Du hast beschlossen, mein Königshaus zu segnen, damit immer einer meiner Nachkommen auf meinem Thron sitzt. Und weil du es gesegnet hast, Herr, bleibt es für immer gesegnet.«