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Briefanfang

Römer 1,1-17

Absender und Empfänger

11Paulus1,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte., Diener von Christus Jesus1,1 Diener von Christus: Bezeichnung für eine Person, die Christus als ihren Herrn anerkennt. In seinem Auftrag und mit seiner Vollmacht verkündet sie das Wort Gottes.,zum Apostel1,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. berufen und dazu bestimmt,Gottes Gute Nachricht1,1 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. zu verkünden.2Gott hat sie ja durch seine Propheten1,2 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.in der Heiligen Schrift1,2 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. schon im Voraus angekündigt.3Es ist die Gute Nachricht von seinem Sohn1,3 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet..Der war seiner leiblichen Herkunft nachein Nachkomme Davids1,3 Nachkomme Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16..4Gott hat ihm durch die Auferstehung1,4 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. von den Totendie Vollmacht verliehen, als sein Sohn zu herrschen.Das steht ihm zu aufgrund seiner Herkunftaus dem Geist des heiligen Gottes.Was ich verkünde, ist also die Gute Nachrichtvon Jesus Christus, unserem Herrn1,4 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt.!5Durch ihn haben wir1,5 wir: Wenn Paulus von »wir« spricht, meint er sich und die Mitarbeitenden, die ihn auf seinen Reisen begleiten. die Befähigungund Beauftragung bekommen,als Apostel unter den Völkern zu wirken.Sie sollen Christus1,5 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. gehorsam sein,den Glauben1,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. annehmenund so seinem Namen1,5 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. Ehre machen.6Auch ihr gehört zu diesen Völkernund seid von Jesus Christus berufen.

7An alle in Rom1,7 Rom: Hauptstadt des Römischen Reiches, im heutigen Italien gelegen., die von Gott geliebt werdenund zu Heiligen1,7 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. berufen sind.Ich wünsche euch Gnade1,7 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. und Frieden1,7 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht.von Gott, unserem Vater,und von dem Herrn1,7 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Jesus Christus1,7 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..

Dank für den Glauben der Gemeinde

8Zunächst einmal danke ich meinem Gottdurch Jesus Christus1,8 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. für euch alle:In der ganzen Welt spricht man über euren Glauben1,8 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt..9Gott selbst,dem ich durch die Verkündigung seines Sohnes1,9 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.mit all meiner Kraft diene, ist mein Zeuge:Ich denke unaufhörlich an euch.10In jedem Gebet1,10 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. bitte ich darum,dass ich nach Gottes Willenendlich zu euch kommen kann.11Denn ich möchte euch so gerne einmal treffen.Ich möchte euch etwas von der Gabe weitergeben,die mir vom Heiligen Geist1,11 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. geschenkt wurde.So sollt ihr gestärkt werden.12Oder besser gesagt:Ich möchte, dass wir uns bei meinem Besuchgegenseitig ermutigen durch den Glauben,der uns verbindet.Durch diesen Glauben ermutigt ihr michund ebenso ich euch.13Ich will euch eines nicht verschweigen,Brüder und Schwestern1,13 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.:Ich habe mir schon oft vorgenommen,zu euch zu kommen.Aber bis jetzt wurde ich immer daran gehindert.Denn ich wollte,dass meine Arbeit auch bei euch Frucht trägtwie bei den anderen Völkern.14Das bin ich allen schuldig –ganz gleich, ob sie Griechen1,14 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache. sind oder nicht,gebildet oder ungebildet.15Wenn es nach mir geht – ich bin bereit,auch bei euch in Rom1,15 Rom: Hauptstadt des Römischen Reiches, im heutigen Italien gelegen. die Gute Nachricht1,15 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. zu verkünden.

Das Thema des Briefes: Die Kraft der Guten Nachricht

16Denn ich schäme mich nicht für die Gute Nachricht1,16 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind..Sie ist eine Kraft Gottes,die jeden rettet, der glaubt1,16 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.an erster Stelle die Juden1,16 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.,dann auch die Griechen1,16 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache..17Denn durch die Gute Nachricht1,17 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind.wird Gottes Gerechtigkeit1,17 Gottes Gerechtigkeit: Sie zeigt sich darin, dass er den Menschen trotz seiner Sünde als gerecht annimmt. offenbar.Das geschieht aufgrund des Glaubensund führt zum Glauben.So steht es schon in der Heiligen Schrift1,17 in der Heiligen Schrift: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Habakuk 2,4.:»Aufgrund des Glaubens1,17 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.wird der Gerechte1,17 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. das Leben1,17 Leben, neues Leben: Durch den Glauben an Gott von ihm bereits in dieser Welt geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm. erlangen.«

Kein Mensch wird gerecht durch das Gesetz

Römer 1,18–3,20

Das Gericht Gottes über das Unrecht der Menschen

18Zugleich wird nämlich auch der Zorn Gottes1,18 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. offenbar.Er bricht vom Himmel1,18 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. her hereinüber alle Gottlosigkeit und alles Unrecht der Menschen.Denn durch dieses Unrechtunterdrücken sie die Wahrheit1,18 Wahrheit: Gottes Wahrheit zeigt sich in der Ordnung der Welt, die von den Menschen missachtet wird..19Schließlich wissen sie ganz genau,was Menschen von Gott bekannt sein kann.Er selbst hat es ihnen ja vor Augen geführt.20Denn sein unsichtbares Wesenist seit der Erschaffung der Welt erkennbar geworden –und zwar an dem, was er geschaffen hat.Es ist seine ewige Macht und seine Göttlichkeit.Deshalb haben die Menschen keine Entschuldigung.21Sie kennen Gott.Trotzdem ließen sie ihm nichtdie Ehre und den Dank zuteilwerden, die Gott zustehen.Stattdessen verloren sie sich in Gedankenspielen,und ihr uneinsichtiges Herz1,21 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. hat sich verfinstert.

22Während sie vorgaben, weise zu sein,machten sie sich zum Narren.23Die Herrlichkeit1,23 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. des unvergänglichen Gottesgaben sie preis.An seine Stelle setzten sie Standbildervon vergänglichen Menschenoder von Vögeln, Vierbeinern und Kriechtieren.24Deshalb hat Gott sieihren innersten Begierden ausgeliefert.Er überließ sie der Unsittlichkeit,sodass sie ihren eigenen Körper entwürdigten.25Die Menschen tauschten die Wahrheit Gottes1,25 Wahrheit Gottes: Meint die Versöhnung mit Gott, die den Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus geschenkt ist.gegen die Lüge.Sie verehrten die Schöpfungund beteten sie statt des Schöpfers an.Der sei in Ewigkeit gelobt! Amen1,25 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«.26Deshalb hat Gott sieschändlichen Leidenschaften ausgeliefert.Denn ihre Frauen vertauschtenden natürlichen Geschlechtsverkehrmit dem widernatürlichen.27Ebenso gaben die Männerden natürlichen Geschlechtsverkehrmit ihren Frauen auf.Dafür entbrannten sie in wildem Verlangen zueinander.Männer treiben es schamlos mit Männern.So empfangen sie am eigenen Leibden gebührenden Lohn für ihre Verirrung.

28Sie hielten es nicht für wichtig,Gott anzuerkennen.Deshalb hat Gott sieihrer schändlichen Gesinnung ausgeliefert.Daher tun sie, was sich nicht gehört:29Sie strotzen vor Unrecht,Bosheit, Habgier und Schlechtigkeit.Sie sind voller Neid, Mordlust, Streitsucht,Hinterhältigkeit, Heimtücke, Verleumdung30und übler Nachrede.Sie verachten Gott,sind gewalttätig, hochmütig und prahlerisch.Im Bösen sind sie erfinderischund ihren Eltern gegenüber ungehorsam.31Sie sind uneinsichtig, unzuverlässig,lieblos und unbarmherzig.32Dabei kennen sie Gottes Rechtsordnung1,32 Gottes Rechtsordnung: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll.und wissen:Wer so handelt, verdient den Tod.Trotzdem tun sie esund spenden darüber hinaus auch noch denen Beifall,die genauso handeln.
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Für alle gilt der gleiche Maßstab

21Deshalb hast du auch keine Entschuldigung,du Mensch, der du dich zum Richter aufspielst.Das gilt für jeden, der so handelt.Wenn du jemand anderen verurteilst,sprichst du damit selbst das Urteil über dich.Denn du verurteilst zwar andere,handelst aber genauso.2Wir wissen aber:Wer so handelt, über den spricht Gott das Urteil.Und dieses Urteil entspricht der Wahrheit.3Du Mensch,du tust doch genau dasselbe wie die anderen,die du verurteilst.Rechnest du wirklich damit,dem Urteil Gottes entgehen zu können?4Oder missachtest du Gottes große Güte,Nachsicht und Geduld?Erkennst du denn nicht,dass Gottes Güte dich dazu bewegen will,dein Leben zu ändern2,4 das Leben ändern: In anderen Übersetzungen oft »Buße«. Meint die eigene Schuld gegenüber Gott anzuerkennen und das Leben auf Gott auszurichten.?5Du bist starrsinnigund im tiefsten Herzen nicht bereit,dich zu ändern.Und so ziehst du dir selbstmehr und mehr den Zorn Gottes2,5 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. zubis zum Tag des Zorns2,5 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an..Das ist der Tag,an dem Gott sich als gerechter Richter offenbart.

6Gott wird allen das geben,was sie für ihre Taten verdienen:7Es gibt Menschen,die sich nicht davon abbringen lassen,Gutes zu tun.Es geht ihnen um Herrlichkeit2,7 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor.,Ehre2,7 Ehre, ehren: Einen Menschen oder Gott ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es seiner Stellung entspricht. und Unvergänglichkeit.Ihnen wird Gott das ewige Leben2,7 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. schenken.8Aber andere handeln aus Eigennutz.Sie folgen nicht der Wahrheit Gottes,sondern setzen auf das Unrecht.Gottes grimmiger Zorn wird sie treffen.9Über jeden Menschen, der Böses tut,lässt er Not und Verzweiflung hereinbrechen.Das gilt an erster Stelle für die Juden2,9 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.und dann auch für die Griechen2,9 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache..10Aber jedem, der Gutes tut,schenkt Gott Herrlichkeit, Ehre und Frieden2,10 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht..Das gilt ebenso an erster Stelle für die Judenund dann auch für die Griechen.11Denn Gott richtet ohne Ansehen der Person.12Es gibt Menschen, die das Gesetz2,12 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. übertreten haben,ohne es zu kennen.Sie werden auch ohne das Gesetz zugrunde gehen.Andere kennen das Gesetz, übertreten es aber trotzdem.Sie werden mithilfe des Gesetzes verurteilt werden.13Denn es genügt nicht, das Gesetz zu hören,um vor Gott als gerecht2,13 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. zu bestehen.Nur wer das Gesetz auch befolgt,wird als gerecht gelten.

14Die Völker kennen das Gesetz2,14 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. zwar nicht.Trotzdem tun sie von sich aus,was das Gesetz verlangt.Obwohl sie das Gesetz nicht kennen,tragen sie es offensichtlich in sich.15Sie zeigen damit,dass das vom Gesetz geforderte Handelnin ihr Herz geschrieben ist.Ihr Gewissen bestätigt das.So streiten ja auch in ihren GedankenAnklage und Verteidigung miteinander.16Das wird an dem Tag sichtbar,an dem Gott durch Christus Jesus2,16 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Gericht2,16 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. hält.Dann urteilt er über das,was im Menschen verborgen ist.So entspricht es der Guten Nachricht2,16 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind.,die ich verkünde.

Es gibt keine Ausnahme für die Juden

17Also, du bezeichnest dich als Jude2,17 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten..Du verlässt dich auf das Gesetzund bist stolz, dass du zu Gott gehörst.18Du kennst seinen Willen.Du kannst beurteilen, worauf es ankommt,denn das hat dich das Gesetz2,18 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. gelehrt.19Du meinst, du bist ein Blindenführer,ein Licht für alle, die im Dunkel leben.20Du hältst dich für einen Erzieher der Unverständigenund einen Lehrer der Unmündigen.Du bist überzeugt, dass du im Gesetzdie Verkörperung der Erkenntnis und der Wahrheit besitzt.21Doch wieso belehrst du andere,aber dich selbst belehrst du nicht?Wieso verkündest du, nicht zu stehlen,und stiehlst selbst?22Wieso forderst du, die Ehe nicht zu brechen2,22 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.,und du selbst brichst sie?Wieso verachtest du die Götzenbilder2,22 Götzenbild: Abfällige Bezeichnung für ein aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten.und bereicherst dich trotzdem an ihnen?23Du bist stolz auf das Gesetz.Aber du verstößt dagegenund raubst damit Gott die Ehre2,23 Ehre, ehren: Einen Menschen oder Gott ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es seiner Stellung entspricht.!24So steht es schon in der Heiligen Schrift2,24 in der Heiligen Schrift (Vers 24): Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 52,5.:»Euretwegen wird unter den Völkernder Name Gottes2,24 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. in den Schmutz gezogen.«

25Die Beschneidung2,25 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. nützt dir nur dann etwas,wenn du das Gesetz2,25 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. befolgst.Wenn du gegen das Gesetz verstößt,giltst du trotz Beschneidung als Unbeschnittener.26Umgekehrt könnte es doch sein,dass ein Unbeschnittener sichan die Vorschriften des Gesetzes hält.Dann zählt er zu den Beschnittenen,obwohl er nicht beschnitten ist.27Es wird also der über dich Gericht halten,der das Gesetz befolgt –und das, obwohl er körperlich nicht beschnitten ist.Denn du verstößt gegen das Gesetz –und das, obwohl es dir schriftlich vorliegtund du beschnitten bist.28Wirklich Jude2,28 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. ist man nicht,weil man es nach außen hin ist.Und die Beschneidung,die nur äußerlich am Körper vollzogen wird,ist nicht die wahre Beschneidung.29Nein, wirklich Jude ist man, wenn man es im Innern ist.Und die wahre Beschneidung ist eine Sache des Herzens.Sie geschieht durch den Geist,nicht durch das Festhalten an Buchstaben2,29 Buchstaben: Meint die Buchstaben des Gesetzes..Dafür gibt es keine Anerkennung durch Menschen,sondern nur durch Gott.
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Gott ist gerecht und treu

31Was haben dann die Juden3,1 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.den anderen Völkern voraus?Und was nützt ihnen die Beschneidung3,1 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk.?2Viel – und zwar in jeder Hinsicht!Zunächst einmal:Ihnen hat Gott seine Botschaft anvertraut.3Was hat das für Folgen?Wenn einige von ihnendieser Botschaft untreu geworden sind,hebt dann ihre Treulosigkeit Gottes Treue auf?4Auf gar keinen Fall!Vielmehr wird sich zeigen, dass Gott wahrhaftig ist,während der Mensch sein Wort immer bricht.So steht es schon in der Heiligen Schrift3,4 in der Heiligen Schrift (Vers 4): Zitat aus der griechischen Übersetzung von Psalm 51,6.:»Du, Gott, sollst recht behalten mit deinen Wortenund als Sieger dastehen, wenn man dich anklagt.«5Wenn aber unsere UngerechtigkeitGottes Gerechtigkeit überhaupt erst beweist,was heißt das?Ist Gott etwa ungerecht,wenn er seinen Zorn über uns walten lässt?– Ich rede hier, wie Menschen eben reden. –6Auf gar keinen Fall!Denn wie könnte Gott dann nochüber die Welt Gericht3,6 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. halten?7Aber kommt Gottes Wahrhaftigkeitnicht erst durch meine Wortbrüchigkeitvoll zur Geltung?Und wird dadurch seine Herrlichkeit3,7 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. nicht umso größer?Warum werde ich dann noch wie ein Sünder3,7 Sünder: Mensch, der sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet. verurteilt?8Warum sagen wir dann nicht gleich:»Lasst uns das Böse tun,damit das Gute dabei herauskommt!«?Einige, die uns schlechtmachen,behaupten ja, dass wir so reden!Aber wer einen solchen Standpunkt vertritt,den trifft zu Recht das Urteil Gottes.

Kein Mensch ist vor Gott gerecht

9Was heißt das?Sind wir dann im Vorteil? Keineswegs!Wir hatten doch zuvor die Anschuldigung vorgebracht:Juden3,9 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. und Griechen3,9 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache. befinden sich gleichermaßenin der Gewalt der Sünde3,9 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann..10So steht es auch in der Heiligen Schrift3,10 in der Heiligen Schrift (Vers 10): Das Zitat in den Versen 10-18 setzt sich zusammen aus Psalm 5,10; Psalm 10,7; Psalm 14,2-3; Psalm 36,2; Psalm 140,4; Sprichwörter 1,16 und Jesaja 59,7-8.:»Keiner ist gerecht3,10 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. – nicht ein Einziger.113,11 Vers 10-12: In den Versen 10-12 wird aus Psalm 14,2-3 zitiert. Keiner ist einsichtig, keiner fragt nach Gott.12Alle sind sie von ihm abgefallen,allesamt sind sie verdorben.Es gibt keinen, der etwas Gutes tut!Auch nicht einen Einzigen!133,13 Vers 13: In Vers 13 wird aus Psalm 5,10 und Psalm 140,4 zitiert. Ihr Rachen ist ein offenes Grab,ihre Zunge gebrauchen sie zum Betrug.Schlangengift steckt unter ihren Lippen.143,14 Vers 14: In Vers 14 wird aus Psalm 10,7 zitiert. Aus ihrem Mund kommen lauter Flüche und bittere Worte.153,15 Vers 15-17: In den Versen 15-17 wird aus Sprichwörter 1,16 und Jesaja 59,7-8 zitiert. Schnell sind sie dabei, Blut zu vergießen.16Verwüstung und Elend begleiten ihre Wege.17Und den Weg, der zum Frieden3,17 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. führt,kennen sie nicht.183,18 Vers 18: In Vers 18 wird aus Psalm 36,2 zitiert. Sie kennen kein Erschrecken vor Gott.«

19Wir aber wissen: Was im Gesetz3,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. steht, das gilt für die,denen das Gesetz gegeben wurde3,19 denen das Gesetz gegeben wurde: Paulus meint Juden, die nach den Lebensvorschriften des Alten Testaments, vor allem der fünf Bücher Mose, leben..Damit soll jeder Einwand zum Schweigen gebracht werden.Denn die ganze Welt ist vor Gott schuldig.20Schließlich verhält es sich doch so:Kein Mensch ist vor Gott gerecht,weil er das Gesetz befolgt.Vielmehr erkennen wir erst durch das Gesetz,was Sünde ist.

Der Mensch wird gerecht durch den Glauben

Römer 3,21–5,21

Die Gerechtigkeit kommt durch den Glauben an Jesus Christus

21Aber jetzt ist Gottes Gerechtigkeit3,21 Gerechtigkeit Gottes: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. offenbar geworden,und zwar unabhängig vom Gesetz3,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose..Das bezeugen das Gesetz und die Propheten3,21 Gesetz und Propheten: Im Neuen Testament eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift..22Es ist der Glaube3,22 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. an Jesus Christus3,22 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.,der uns die Gerechtigkeit Gottes zugänglich macht.Der Weg zu ihr steht allen Glaubenden offen.Denn in dieser Hinsicht gibt es keinen Unterschied:23Alle sind schuldig3,23 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. gewordenund haben keinen Anteil mehran der Herrlichkeit3,23 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Gottes.24Sie verdanken es also allein seiner Gnade3,24 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.,dass sie von Gott als gerecht angenommen werden.Er schenkt es ihnen aufgrund der Erlösung,die durch Christus Jesus geschehen ist.25Durch dessen Blut3,25 dessen Blut: Anspielung auf den Tod von Jesus Christus am Kreuz. Es steht für Gottes Zuwendung zu den Menschen, für die Jesus sein Leben am Kreuz opferte, um die Sünden der Menschen wegzunehmen. hat Gott ihnals Zeichen der endgültigen Versöhnung3,25 Zeichen der endgültigen Versöhnung: Der griechische Ausdruck bezeichnet ursprünglich die Deckplatte der Bundeslade, die im Allerheiligsten des Tempels stand. Beim Gottesdienst am Versöhnungstag wurde das Blut eines Opfertieres auf die Deckplatte gesprengt. Mit dieser religiösen Handlung wurden Sünde und Schuld aufgehoben und die Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt, vgl. 3. Mose/Levitikus 16,11-22. Für Paulus bewirkt der Tod von Jesus am Kreuz dasselbe für alle, die an ihn glauben. eingesetzt.Und durch den Glauben erhalten wir Anteil daran.So hat Gott seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt.Lange hat er die Verfehlungen ungestraft gelassen,die früher begangen wurden.26Gott hat sie in Geduld ertragen.Doch jetzt, zu diesem besonderen Zeitpunkt,will er beweisen, dass er wirklich gerecht ist.Ja, er ist gerecht.Und er nimmt diejenigen als gerecht3,26 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. an,die aus dem Glauben an Jesus leben.

27Gibt es irgendeinen Grund, auf etwas stolz zu sein?Nein, das ist ausgeschlossen!Welches Gesetz schließt das aus?Etwa das Gesetz der Werke?Nein, sondern das Gesetz des Glaubens3,27 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.!28Denn wir sind der Überzeugung,dass der Mensch allein aufgrund des Glaubensgerecht3,28 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. ist –unabhängig davon, ob er das Gesetz befolgt.29Oder ist Gott nur für die Juden3,29 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. da?Und nicht auch für die anderen Völker?Natürlich ist er auch für die anderen Völker da!30Denn es ist ein und derselbe Gott,der beide als gerecht annehmen wird:die Juden aufgrund des Glaubensund genauso die anderen mithilfe des Glaubens.31Bedeutet das, dass wir durch den Glaubendas Gesetz außer Kraft setzen?Im Gegenteil!So bringen wir das Gesetz erst richtig zur Geltung.