BasisBibel (BB)

Warnung vor gegenseitiger Verurteilung

141Nehmt gerade den Menschen an,der im Glauben14,1 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. unsicher ist!Streitet nicht mit ihmüber eure unterschiedlichen Auffassungen!2Der eine glaubt, alles essen zu dürfen.Aber wer unsicher ist, isst nur noch Gemüse.3Wer alles isst,soll den nicht verachten, der nicht alles isst.Und wer nicht alles isst,soll den nicht verurteilen, der alles isst.Gott hat ihn doch angenommen.4Wer bist du denn,dass du den Diener14,4 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. eines anderen verurteilst?Es liegt allein im Ermessen seines Herrn,ob er mit seinem Tun besteht oder nicht.Aber er wird gewiss bestehen.Denn der Herr14,4 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. sorgt dafür, dass er es tut.5Der eine unterscheidet bestimmte Tage.Der andere macht zwischen den Tagen keinen Unterschied.Jeder soll fest zu seiner eigenen Auffassung stehen!6Wer einen bestimmten Tag besonders beachtet,tut dies, um den Herrn zu ehren14,6 Ehre, ehren: Einen Menschen oder Gott ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es seiner Stellung entspricht..Wer alles isst,tut dies ebenso, um den Herrn zu ehren.Und er dankt Gott bei seinem Mahl.Wer nicht alles isst,tut das, um den Herrn zu ehren.Und auch er dankt Gott bei seinem Mahl.

7Keiner von uns lebt nur für sich selbstund keiner stirbt nur für sich selbst.8Denn wenn wir leben, leben wir für den Herrn14,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt..Und wenn wir sterben, sterben wir für den Herrn.Ob wir nun leben oder ob wir sterben –immer gehören wir dem Herrn!9Denn dafür ist Christus14,9 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. gestorbenund wieder lebendig geworden:Er sollte der Herr seinüber die Toten und die Lebenden.

10Du Mensch, was bringt dich nur dazu,deinen Bruder oder deine Schwester14,10 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. zu verurteilen?Und du Mensch, was bringt dich dazu,deinen Bruder oder deine Schwester zu verachten?Wir werden doch alle vor dem Richterstuhl Gottes14,10 Richterstuhl Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. stehen!11Denn in der Heiligen Schrift14,11 in der Heiligen Schrift (Vers 11): Das Zitat ist eine freie Wiedergabe von Jesaja 49,18 in Verbindung mit der griechischen Übersetzung von Jesaja 45,23. steht:»›Bei meinem Leben‹, spricht der Herr14,11 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht.:›Vor mir wird jedes Knie sich beugen,und jede Zunge wird sich zu Gott bekennen.‹«12So wird jeder von unsvor Gott Rechenschaft über sich selbst geben müssen.

Ermahnung zu gegenseitiger Rücksichtnahme

13Lasst uns aufhören, uns gegenseitig zu verurteilen!Achtet vielmehr darauf,den Bruder oder die Schwester14,13 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. nicht zu Fall zu bringen.Werdet auch nicht zum Stolperstein für sie.14Denn das eine weiß ich sicher,und dabei kann ich mich auf den Herrn14,14 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Jesus berufen:Nichts ist von sich aus unrein14,14 unrein: Tiere, Pflanzen und Lebensmittel, die den religiösen Vorschriften des Alten Testaments zufolge nicht gegessen werden dürfen..Unrein ist es nur für den, der es dafür hält.15Stell dir vor,dein Bruder oder deine Schwester gerät durch das,was du isst, innerlich in Not.Dann entspricht das Leben, das du führst,nicht mehr dem Gebot der Liebe.Du darfst durch deine Speiseniemanden ins Verderben stürzen,für den Christus14,15 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. gestorben ist.16Bringt doch das nicht in Verruf, was bei euch gut ist14,16 was bei euch gut ist: Meint den Verzicht auf die Einhaltung der jüdischen Speisevorschriften..17Beim Reich Gottes14,17 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. geht es schließlich nichtum Essen und Trinken.Es geht um Gerechtigkeit14,17 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes., Frieden14,17 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. und Freude,die der Heilige Geist14,17 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. schenkt.18Wer Christus auf diese Weise dient,der findet Gottes Wohlgefallenund Achtung bei den Menschen.

19Wir wollen uns für das einsetzen, was dem Friedenund dem Aufbau unserer Gemeinschaft dient.20Du darfst doch Gottes Werk nichtwegen einer Frage des Essens zerstören!Es ist ja alles rein14,20 rein: Tiere, Pflanzen und Lebensmittel, die den religiösen Vorschriften des Alten Testaments zufolge gegessen werden dürfen..Schlecht ist es nur für jemand,der mit dem Essen gegen sein Gewissen handelt.21Es ist gut, kein Fleisch zu essenund keinen Wein14,21 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. zu trinken.Und ebenso, alles zu unterlassen,wodurch dein Bruder oder deine Schwester14,21 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. zu Fall kommt.22Behandle das, was du im Glauben für richtig hältst,als eine Sache zwischen dir und Gott.Glückselig ist,wer sich wegen seiner Einstellung dazunicht selbst verurteilt.23Wer aber Bedenken hat, wenn er etwas isst,hat sich schon verurteilt.Denn sein Handeln entspricht nicht dem Glauben14,23 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt..Und alles ist Sünde14,23 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann.,was nicht aus dem Glauben heraus geschieht.