BasisBibel (BB)
83

Völker erklären Gott den Krieg

831EIN LIED, EIN PSALM, VON ASAF83,1 Asaf: Sänger und Leiter einer Gruppe von Musikern am Tempel in Jerusalem..

2Gott, zieh dich nicht untätig zurück!

Schweig nicht und bleib nicht still, Gott!

3Sieh doch, wie deine Feinde83,3 deine Feinde: In den Versen 7-8 werden verschiedene Nachbarvölker Israels aufgezählt, mit denen es immer wieder zum Krieg kam. toben,

wie sie den Kopf hoch tragen,

wenn sie dich mit Hass verfolgen!

4Sie planen Anschläge gegen dein Volk

und verschwören sich gegen alle,

die unter deinem Schutz stehen.

5Sie sagen: »Kommt, wir wollen sie auslöschen!

Dann wird sich keiner mehr an ein Volk

mit dem Namen Israel83,5 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. erinnern!«

6Ja, sie haben sich gegen dich verbündet

und erklären dir vereint den Krieg:

7die Zelte Edoms83,7 Edom: Nachbarstaat Israels im Süden. und die Ismaeliter83,7 Ismael: Sohn Abrahams mit der Magd Hagar und Stammvater der Nomadengruppe der Ismaeliter.,

die Moabiter83,7 Moabiter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland. und die Hagariter83,7 Hagariter: Nomadengruppen der syrisch-arabischen Wüste, die auf Hagar zurückgeführt wird, die Nebenfrau von Israels Stammvater Jakob (Person)..

8Das Gebirge Seir83,8 Gebirge Seir: Wörtlich »Gebal«. Meint die Gebirgsgegend im Südosten des Toten Meeres., die Ammoniter83,8 Ammoniter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland. und Amalekiter,

die Philister83,8 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. samt den Bewohnern von Tyros83,8 Bewohner von Tyros: Nachbarvolk Israels im Norden..

9Sogar die Assyrer83,9 Assyrer: Militärische Großmacht, deren Kerngebiet im heutigen Irak lag. haben sich ihnen angeschlossen,

sie verstärken die Nachkommen Lots83,9 Nachkommen Lots: Die zuvor genannten Moabiter und Ammoniter gelten als Nachkommen von Abrahams Neffen Lot, vgl. 1. Mose/Genesis 19,36-38.. Sela83,9 Sela: Zeichen zum Atemholen..

10Mach sie nieder wie damals die Midianiter83,10 wie damals die Midianiter: Anspielung auf den Sieg Gideons über die Midianiter, vgl. Richter 7,9-25.,

wie Sisera83,10 Sisera, Jabin: Anspielung auf den Sieg Deboras über König Jabin und seinen Feldherrn Sisera, vgl. Richter 4,12-24., wie Jabin83,10 Jabin: Anspielung auf den Sieg Deboras über König Jabin und seinen Feldherrn Sisera, vgl. Richter 4,12-24. am Bach Kischon!

11Bei En-Dor wurden sie geschlagen.

Sie blieben liegen als Dünger für das Feld.

12Behandle ihre Fürsten wie Oreb und Seeb83,12 Oreb, Seeb: Namen der Anführer Midians, gegen die Gideon kämpfte, vgl. Richter 7,9-25.,

alle ihre Anführer wie Sebach und Zalmunna83,12 Sebach, Zalmunna: Könige Midians, die Gideon gefangen nahm; vgl. Richter 8,4-17.!

13Die haben gesagt: »Lasst uns das Gebiet erobern,

das Gott ihnen zum Wohnen gegeben hat!«

14Mein Gott, wirble sie im Kreis umher

wie Strohbüschel vor dem Wind.

15Zerstöre sie wie Feuer, das Wälder verbrennt,

wie eine Flamme, die Berghänge versengt.

16So jage sie auseinander durch deinen Wirbelwind!

Versetze sie in Schrecken durch deinen Sturm!

17Treib ihnen die Schamesröte ins Gesicht!

Herr83,17 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., nach deinem Namen sollen sie fragen!

18Enttäuscht und voller Angst müssen sie davon,

für immer in Schimpf und Schande untergehen.

19Dann werden sie erkennen: Herr ist dein Name,

du allein bist der Höchste83,19 der Höchste: Titel für Gott, der eng mit dem Tempel in Jerusalem verbunden ist. über die ganze Erde.

84

In Gedanken auf Pilgerreise

841FÜR DEN CHORLEITER,

ZU SPIELEN AUF DEM MUSIKINSTRUMENT AUS GAT.

EIN PSALM DER KORACHITER84,1 Korachiter: Eine Gruppe von Sängern am Tempel in Jerusalem..

2Wie lieb sind mir deine Wohnungen, Herr84,2 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. Zebaot84,2 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck..

3Meine Seele sehnt sich danach und wünscht sich nur:

Ich möchte so gerne beim Herrn sein,

in den Höfen84,3 Höfe: Der Tempel in Jerusalem war von einem inneren und äußeren Vorhof umgeben., die seinen Tempel84,3 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. umgeben.

Mit Leib und Seele schreie ich nach dir,

nach dem Gott meines Lebens.

4Sogar der Sperling hat ein Zuhause gefunden

und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen.

So ist es auch bei deinen Altären, Herr Zebaot,

mein König84,4 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt. und mein Gott:

5Glücklich sind, die in deinem Haus84,5 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. wohnen

und dich dort für immer preisen! Sela84,5 Sela: Zeichen zum Atemholen..

6Glücklich sind die Menschen,

die einen sicheren Platz bei dir finden.

Sie gehen schon in Gedanken

auf Pilgerreise zu deinem Haus84,6 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem..

7Müssen sie durch ein dürres Tal,

stellen sie sich eine Quelle vor Augen.

Segensreich füllt der erste Regen den Teich.

8So wandern sie dahin mit wachsender Kraft,

bis ihnen Gott auf dem Zion84,8 Zion: Ziel der Pilgerreise ist Zion, der Tempelberg von Jerusalem, auf dem Gott seinen Wohnsitz hat. erscheint.

9Herr, Gott Zebaot, hör meine sehnsuchtsvolle Bitte!

Hab ein offenes Ohr, Gott Jakobs84,9 Gott Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie steht für das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und dem Stammvater seines Volkes.! Sela84,9 Sela: Zeichen zum Atemholen..

10Bewahre den König84,10 König: Der von Gott eingesetzte Herrscher, der im Staat für Gerechtigkeit und Ordnung zu sorgen hat., Gott, er ist unser Schild84,10 Schild: Abwehrwaffe in der Schlacht und Bild für Gottes Schutz.!

Begegne ihm freundlich, du hast ihn gesalbt84,10 Salbung, salben: Handlung, die eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen.!

11Einen Tag in deinen Höfen84,11 Höfe: Der Tempel in Jerusalem war von einem inneren und äußeren Vorhof umgeben. zu verbringen

ist besser als tausend, die ich selbst erwählt habe.

Im Haus meines Gottes84,11 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. auf der Schwelle zu stehen

ist besser, als in den Zelten der Frevler zu sitzen.

12Ja, Gott, der Herr, ist Sonne und Schild.

Gnade und Würde verleiht uns der Herr.

Er verwehrt keinem das Glück,

der ein vorbildliches Leben führt.

13Glücklich sind die Menschen, Herr Zebaot84,13 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck.,

die sich ganz auf dich verlassen.

85

Gott macht einen Neuanfang

851FÜR DEN CHORLEITER.

EIN PSALM DER KORACHITER85,1 Korachiter: Eine Gruppe von Sängern am Tempel in Jerusalem..

2Herr85,2 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., du hast dein Land wieder lieb gewonnen

und das Schicksal Jakobs85,2 Jakob: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. zum Guten gewendet.

3Du hast deinem Volk die Schuld85,3 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. vergeben

und alle Sünden85,3 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. hast du ihm verziehen. Sela85,3 Sela: Zeichen zum Atemholen..

4Du hast deinen ganzen Ärger aufgegeben

und deinen glühenden Zorn85,4 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. verrauchen lassen.

5Gott, du bist unsere Hilfe, stell uns wieder her!

Sei nicht länger so aufgebracht gegen uns!

6Willst du denn für immer auf uns zornig sein?

Soll sich dein Zorn85,6 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. noch ausdehnen

von der einen Generation auf die andere?

7Willst du uns nicht wieder neues Leben schenken?

Dann wird sich dein Volk über dich freuen.

8Herr, lass uns doch deine Güte erfahren!

Wir brauchen deine Hilfe, gib sie uns!

9Ich will hören, was Gott zu sagen hat.

Der Herr redet vom Frieden85,9 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht..

Er verspricht ihn seinem Volk und seinen Frommen85,9 Fromme: Menschen, die ihr ganzes Leben auf Gott ausrichten und sich für die Befolgung seiner Gebote einsetzen..

Doch sie sollen nicht mehr zurückkehren

zu den Dummheiten der Vergangenheit!

10Ja, seine Hilfe ist denen nahe, die zu ihm gehören.

Dann wohnt seine Herrlichkeit85,10 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. wieder in unserem Land:

11Güte und Treue finden zueinander.

Gerechtigkeit85,11 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. und Frieden85,11 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. küssen sich.

12Treue wächst aus der Erde empor.

Gerechtigkeit scheint vom Himmel herab.

13Auch schenkt uns der Herr viel Gutes,

und unser Land gibt seinen Ertrag dazu.

14Gerechtigkeit zieht vor ihm her

und bestimmt die Richtung seiner Schritte.