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Segenswünsche zur Krönung des Königs

721Von SALOMO72,1 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte..

Gott, gib dem König72,1 König: Der von Gott eingesetzte Herrscher, der im Staat für Gerechtigkeit und Ordnung zu sorgen hat. deine Rechtsvorschriften!

Schenk dem Thronfolger deine Gerechtigkeit!

2Er soll dein Volk gerecht regieren

und den Armen zum Recht verhelfen.

3Die Berge mögen dem Volk Frieden bringen

und die Hügel sich in Gerechtigkeit hüllen.

4Den Armen im Volk soll der König Recht schaffen.

Die Kinder der Besitzlosen soll er retten,

aber die Unterdrücker zermalmen.

5Lange soll er leben im Schein der Sonne

und des Mondes von Generation zu Generation!

6Wie ein Regen72,6 Regen: Der König soll für sein Land so gut sein wie Regen, der die Erde fruchtbar macht. soll er über die Wiesen niedergehen

und wie ein Regenschauer den Boden befeuchten.

7Die Gerechtigkeit soll aufblühen in seinen Tagen.

Und Frieden soll herrschen weit und breit,

so lange, bis es den Mond nicht mehr gibt.

8Er wird herrschen von einem Meer bis zum andern,

vom Strom72,8 Strom: Meint den Paradiesstrom, der in der Mitte der Erde entspringt und bis zu ihrem äußersten Rand fließt; vgl. 1. Mose/Genesis 2,10. bis zum äußersten Rand der Welt.

9Die Bewohner der Wüste72,9 Bewohner der Wüste: Meint alle Lebewesen, die in der Wüste leben, darunter auch wilde Tiere und böse Geister. sollen vor ihm niederknien

und seine Feinde den Staub vom Boden essen.

10Die Könige von Tarschisch72,10 Tarschisch: Landschaft und Hafenstadt an der Südküste Spaniens, zur Zeit des Alten Testaments das westliche Ende der bekannten Welt. und den Inseln72,10 Inseln: Bezeichnen den westlichen Rand der damals bekannten Welt.

sollen ihm Geschenke bringen.

Die Könige von Saba und Seba72,10 Saba, Seba: Weit entfernte Königreiche in Südarabien und im heutigen Äthiopien. zahlen Tribut72,10 Tribut: Geld- oder Sachleistungen, die ein unterworfenes Volk an die Großmacht zahlen muss..

11Alle Könige sollen sich ihm unterwerfen.

Alle Völker stellen sich in seinen Dienst.

12Ja, er rettet den Besitzlosen, der um Hilfe schreit,

und den Armen, der keinen Beistand hat.

13Er hat Mitleid mit Schwachen und Besitzlosen

und sorgt dafür, dass sie am Leben bleiben.

14Er befreit ihr Leben aus Bedrückung und Gewalt.

So wertvoll ist ihr Blut72,14 Blut: Bild für das Leben der Armen, um das sich Gott sorgt. in seinen Augen.

15Hoch soll er leben!

Das Gold aus Saba72,15 Saba: Land und Volk in Südarabien, durch seinen Handel mit Gold und Weihrauch bekannt. soll man ihm geben!

Ständig soll man für ihn beten,

jeden Tag soll man ihm Segen72,15 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. wünschen!

16Im Land soll es Getreide im Überfluss geben,

auf den Bergen wiegen sich die Felder im Wind.

Die Feldfrüchte sollen gedeihen wie auf dem Libanon72,16 Libanon: Gebirgszug nördlich von Israel mit bis zu 3000 m hohen, dicht bewaldeten Bergen.,

die Ähren72,16 Ähre: Oberer Teil des Getreidehalms, an dem die Körner sitzen. sprießen wie Gras aus dem Boden.

17Sein Name soll für immer in Erinnerung bleiben,

im Schein der Sonne wächst sein Ruhm.

Die Völker sollen Segen empfangen durch ihn,

sie alle wünschen ihm Glück.

18Gepriesen sei Gott, der Herr72,18 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: HERR., der Gott Israels.

Er allein tut Wunder72,18 Zeichen, Wunder: Gottes Eingreifen in die Welt wird an seinen Wundertaten und Schöpfungswerken sichtbar..

19Gepriesen sei sein herrlicher Name72,19 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. alle Zeit,

seine Herrlichkeit72,19 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. erfülle die ganze Erde.

Amen72,19 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«! Und nochmals: Amen!

20HIER ENDEN DIE GEBETE VON DAVID72,20 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete., DEM SOHN ISAIS.