BasisBibel (BB)
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Morgens im Tempel

51FÜR DEN CHORLEITER, ZUR BEGLEITUNG MIT FLÖTEN5,1 Flöte: Musikinstrument aus Holz, Rohr oder Knochen, das mit dem Mund geblasen wird..

EIN PSALM, VON DAVID5,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete..

2Hör meine Worte, Herr5,2 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr.!

Versteh, warum ich so seufze!

3Gib acht auf meinen Hilfeschrei,

mein König5,3 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt. und mein Gott!

Wenn ich am Morgen zu dir bete5,3 Gebet: Reden des Menschen mit Gott., Herr,

4dann höre meine Stimme.

Am Morgen bereite ich im Tempel5,4 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte.

meine Opfergabe5,4 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. für dich vor.

Dann halte ich Ausschau nach dir.

5Ja, du bist ein Gott, dem Unrecht missfällt.

Wer Böses im Sinn hat, ist nicht dein Gast5,5 Gast: Besucher im Tempel von Jerusalem..

6Heuchler kommen dir nicht unter die Augen.

Ausnahmslos sind Übeltäter dir verhasst.

7Wer die Unwahrheit sagt, den vernichtest du.

Mörder und Verräter verabscheut der Herr.

8Ich aber darf in dein Haus5,8 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. kommen,

dank deiner großen Güte.

Vor deinem heiligen Tempel5,8 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. falle ich auf die Knie,

voller Ehrfurcht5,8 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. vor dir.

9Herr, lass mich ein gerechtes5,9 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Leben führen!

Dann haben meine Verleumder das Nachsehen.

Ebne den Weg, damit ich dir folgen kann!

10Doch wenn diese Leute den Mund aufmachen,

dann kommt nichts Wahres heraus.

In ihrem Inneren tut sich ein Abgrund auf.

Ihr Rachen ist ein offenes Grab5,10 offenes Grab: Bild für die Feinde des Beters, die ihn verschlingen wollen wie ein Raubtier seine Beute.,

ihre Zunge eine scharf geschliffene Waffe.

11Gott, lass sie doch büßen für ihre Schuld5,11 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.!

Bring sie durch ihre gemeinen Pläne zu Fall!

So viel Unrecht haben sie getan, jag sie davon!

Denn dir haben sie frech die Stirn geboten.

12Doch alle, die bei dir Zuflucht5,12 Zuflucht: Ort, der Schutz bietet. Oft werden Gott oder sein Tempel als Zufluchtsort genannt. suchen,

dürfen sich von Herzen freuen.

Unaufhörlich sollen sie jubeln,

dass du sie unter deinen Schutz stellst.

Vor Freude über dich sollen sie jauchzen –

sie alle, die deinen Namen5,12 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. lieben.

13Denn du, Herr, segnest den Gerechten5,13 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt..

Du umgibst ihn mit Wohlgefallen

wie mit einem schützenden Schild5,13 Schild: Abwehrwaffe in der Schlacht und Bild für Gottes Schutz..