BasisBibel (BB)
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In höchster Not

281VON DAVID28,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete..

Zu dir, Herr28,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., rufe ich.

Mein Fels28,1 Fels: Ehrenvolle Bezeichnung für Gott, in der seine Stärke zum Ausdruck kommt., stell dich nicht taub!

Wenn du nämlich mir gegenüber schweigst,

dann gleiche ich den Menschen,

die ins Grab28,1 Grab: Wörtlich »Zisterne«, ein aus dem Felsen gehauener, unterirdischer Hohlraum zur Wasserspeicherung, hier Bild für das Totenreich. hinabmüssen.

2Hör doch mein lautes Flehen,

wenn ich zu dir um Hilfe schreie –

wenn ich im Gebet28,2 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. meine Hände erhebe

zum Allerheiligsten28,2 Allerheiligstes: Ort der Gegenwart Gottes im hinteren Teil der Haupthalle des Jerusalemer Tempels. in deinem Heiligtum:

3Vernichte mich nicht zusammen mit den Frevlern28,3 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen.

und mit denen, die nichts als Unheil anrichten!

Die reden zwar freundlich mit ihren Nachbarn,

haben aber dabei nur Böses im Sinn.

4Gib ihnen, was sie verdienen!

Bestrafe sie für ihre bösen Taten!

Zieh sie zur Verantwortung für das,

was sie mit eigenen Händen getan haben!

Und lass ihr Tun auf sie zurückfallen28,4 zurückfallen auf jemanden: Ein Mensch wird von seiner bösen Tat eingeholt und muss die Verantwortung dafür tragen.!

5Denn sie wollen nicht sehen, was der Herr tut,

und nicht anerkennen, was er vollbringt.

Darum wird er sie niederwerfen

und niemals wieder aufrichten.

6Gepriesen sei der Herr!

Denn er hat mein lautes Flehen gehört.

7Der Herr ist mein Schutz und mein Schild28,7 Schild: Abwehrwaffe in der Schlacht und Bild für Gottes Schutz..

Ihm vertraute ich in meinem Herzen –

und mir wurde geholfen.

Jetzt jubelt mein Herz vor Freude.

Mit meinem Lied will ich ihm danken.

8Der Herr ist eine Zuflucht28,8 Zuflucht: Ort, der Schutz bietet. Oft werden Gott oder sein Tempel als Zufluchtsort genannt. für sein Volk,

eine rettende Burg für seinen Gesalbten28,8 Gesalbter: Hebräisch Messias. Bezeichnet den im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, später auch den zum Herrscher der Welt bestimmten Retter..

9Hilf deinem Volk und segne dein Eigentum28,9 Eigentum: Bezeichnung für das Volk Israel und Ausdruck des engen Verhältnisses zwischen Gott, dem Land und seinem Volk.!

Weide sie wie ein Hirte28,9 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. seine Herde

und bring sie sicher durch alle Zeit!

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Gottes machtvolle Stimme

291EIN PSALM, VON DAVID29,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete..

Gebt dem Herrn29,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. die Ehre29,1 Ehre, ehren: Einen Menschen oder Gott ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es seiner Stellung entspricht., ihr himmlischen Wesen29,1 himmlische Wesen: Wörtlich »Gottessöhne«. Sie gehören zum himmlischen Hofstaat Gottes.!

Gebt sie dem Herrn und erkennt seine Macht an!

2Gebt dem Herrn die Ehre, die seinem Namen29,2 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. gebührt!

Fallt auf die Knie vor dem Herrn,

wenn er in heiliger Pracht erscheint.

3Die Stimme29,3 Stimme: Leitwort des Psalms. Siebenmal demonstriert die Stimme Gottes ihre gewaltige Macht. des Herrn erschallt über den Meeren.

Der Gott, dem Ehre29,3 Ehre, ehren: Einen Menschen oder Gott ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es seiner Stellung entspricht. gebührt, lässt es donnern:

Der Herr thront über gewaltigen Meeren!

4Die Stimme des Herrn dröhnt mit aller Kraft.

Die Stimme des Herrn tönt voller Majestät.

5Die Stimme des Herrn zerschmettert Zedern29,5 Zeder: Bis zu 30 m hoher Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst..

So zerbrach der Herr die Zedern im Libanon29,5 Libanon: Gebirgszug nördlich von Israel mit bis zu 3000 m hohen, dicht bewaldeten Bergen.:

6Da hüpfte29,6 hüpfte: Dahinter steht die Vorstellung von einem Erdbeben. der Libanon vor ihm wie ein Kalb,

das Hermongebirge29,6 Hermon: Bis zu 2814 m hohes Bergmassiv etwa 60 km nördlich des See Gennesaret. wie ein junger Wildstier.

7Die Stimme des Herrn spuckt Feuerflammen29,7 Feuerflammen: Eine Machtdemonstration Gottes, die an einen Vulkanausbruch denken lässt..

8Die Stimme des Herrn lässt Wüsten beben:

Da bebte die Wüste Kadesch29,8 Kadesch: Wüstenregion auf der Sinaihalbinsel, die nach der Oase Kadesch benannt ist. vor dem Herrn.

9Die Stimme des Herrn wirbelt Bäume29,9 Bäume: Das hebräische Wort lässt sich auch als »Hirschkühe« deuten. Entsprechend übersetzen andere im Sinn von »Er lässt Hirschkühe gebären«. umher:

Da waren die Wälder wie kahl geschlagen.

Und alle in seinem Palast rufen aus: »Ehre sei ihm!«

10Der Herr thront über der großen Flut29,10 große Flut: Wasser, das am Anfang die ganze Erde bedeckte..

Der Herr herrscht als König29,10 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt. für alle Zeit!

11Der Herr schenke seinem Volk Kraft!

Der Herr segne29,11 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. sein Volk mit Frieden29,11 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht.!

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Gottes Güte bedeutet Leben

301EIN PSALM, EIN LIED ZUR TEMPELEINWEIHUNG30,1 Tempeleinweihung: Der Psalm wird mit dem jüdischen Lichterfest »Chanukka« in Verbindung gebracht. Es erinnert an die Wiedereinweihung des Tempels 164 v. Chr..

VON DAVID30,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete..

2Hoch über alles will ich dich loben, Herr30,2 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr.!

Denn du hast mich aus der Tiefe gezogen.

Du hast meine Feinde nicht über mich triumphieren lassen.

3Herr, mein Gott, ich schrie zu dir um Hilfe,

und du hast mich wieder gesund gemacht.

4Herr, aus dem Totenreich30,4 Totenreich: Aufenthaltsort der Verstorbenen, der unter der Erde liegt. hast du mich geholt

und mir ein neues Leben geschenkt.

Dabei zählte ich schon zu den Menschen,

die hinabmussten ins Grab.

5Singt für den Herrn, ihr Frommen30,5 Fromme: Menschen, die ihr ganzes Leben auf Gott ausrichten und sich für die Befolgung seiner Gebote einsetzen.!

Dankt ihm und denkt daran: Heilig ist er!

6Nur einen Augenblick dauert sein Zorn30,6 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten.,

doch seine Güte umfasst das ganze Leben.

Am Abend fließen die Tränen,

doch am Morgen herrscht wieder Freude.

7Ich aber dachte in meiner Sorglosigkeit:

Nichts kann mich umwerfen, nichts in der Welt!

8Denn du, Herr, hast in deiner Güte dafür gesorgt,

dass ich fest wie ein Berg dastand.

Doch dann hast du dein Angesicht verborgen30,8 Angesicht verbergen: Wenn Gott sein Gesicht verbirgt, nimmt er die Bitten des Beters nicht an..

Da verlor ich vor Schreck jeden Halt.

9Zu dir, Herr, rief ich

und flehte zu dir, meinem Gott:

10»Was hast du denn davon,

wenn ich ins Grab hinabmuss?

Kann etwa der Staub30,10 Staub: Bild für die Verstorbenen, die unten im Totenreich in staubtrockener Erde ruhen. dir danken?

Oder kann er deine Treue verkünden?

11Hör mich, Herr, und hab Erbarmen mit mir!

Du, Herr kannst mir doch helfen.«

12Du hast meine Klage in einen Freudentanz verwandelt.

Das Trauergewand30,12 Trauergewand: Kleidungsstück aus rauem Leinen, das zum Zeichen von Trauer oder Buße auf bloßer Haut getragen wurde. Es wird auch »Sack« genannt. hast du mir ausgezogen

und mir ein Festkleid angelegt.

13Mit Liedern will ich dich loben und nicht schweigen.

Herr, mein Gott, für immer will ich dir danken.