BasisBibel (BB)
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Prüfe mich auf Herz und Nieren

261VON DAVID26,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete..

Verhilf mir zu meinem Recht, Herr26,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr.!

Denn ich ging vorbildlich durchs Leben.

Ich habe auf den Herrn vertraut.

Nichts konnte mich davon abbringen.

2Prüfe mich nur, Herr, erforsche mein Tun!

Untersuche mich auf Herz und Nieren!

3Ja, deine Güte hatte ich stets vor Augen.

Und ich lebte nach deiner Wahrheit:

4Ich saß nicht mit denen beisammen,

die ein falsches Spiel trieben.

Und mit heimtückischen Leuten

ließ ich mich schon gar nicht ein.

5Ich hasste die Gesellschaft von Übeltätern

und hielt mich von den Frevlern26,5 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. fern.

6In Unschuld wasche ich meine Hände

und schreite feierlich um deinen Altar26,6 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden., Herr.

7Dazu singe ich ein Danklied mit lauter Stimme

und erzähle von deinen wunderbaren Taten.

8Herr, ich liebe dein Haus, in dem du wohnst,

und den Raum, den deine Herrlichkeit26,8 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. erfüllt.

9Vernichte mich nicht zusammen mit den Sündern26,9 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten.

und mit den Menschen, die Blut26,9 Blut: Gilt bei Mensch und Tier als Sitz der Lebenskraft. Wer Blut vergießt, nimmt das Leben, das Gott gegeben hat. vergießen!

10An ihren Händen klebt ja schändliches Tun26,10 schändliches Tun: Meint besonders sexuelle Übergriffe.,

und Bestechungsgelder füllen ihre Hände.

11Ich aber gehe vorbildlich durchs Leben.

Befreie mich und schenk mir Gnade26,11 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.!

12Jetzt habe ich festen Boden unter den Füßen.

Dafür will ich den Herrn preisen im Gottesdienst.