BasisBibel (BB)
24

Der König der Herrlichkeit

Frage und Antwort24,0 Frage und Antwort: Im Hintergrund des Psalms stehen Fragen für Pilger, die von den Torwächtern gestellt und nach einer vorgegebenen Form beantwortet werden. am Eingang zum Tempelhof

241VON DAVID24,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete., EIN PSALM.

Dem Herrn24,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. gehört die Erde mit allem, was sie erfüllt.

Ihm gehört das Festland mit seinen Bewohnern.

2Denn über dem Meer24,2 über dem Meer: Im Alten Orient gab es die Vorstellung, dass die Erde auf Pfeilern ruht, die im unterirdischen Meer verankert sind. hat er die Erde verankert,

über den Fluten der Urzeit macht er sie fest.

3Wer darf hinaufziehen zum Berg des Herrn24,3 Berg des Herrn: Der Berg Zion mit dem Tempel in Jerusalem.

und wer darf seinen heiligen Ort24,3 seinen heiliger Ort: Andere Bezeichnung für den Tempel in Jerusalem. betreten?

4Jeder, der mit schuldlosen Händen

und ehrlichem Herzen dort erscheint!

Jeder, der keine Verlogenheit kennt

und keinen Meineid24,4 Meineid: Eine Lüge, die mit einem Schwur bekräftigt wird. schwört.

5Wer das tut, wird Segen24,5 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. empfangen vom Herrn

und gerecht gesprochen von Gott, der ihm hilft.

6Dies ist die Generation, die nach ihm fragt:

Sie suchen dein Angesicht24,6 Angesicht suchen: Wer mit einem Anliegen vor Gott treten darf, kann auf seine Hilfe hoffen., Gott Jakobs24,6 Gott Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie steht für das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und dem Stammvater seines Volkes.. Sela24,6 Sela: Zeichen zum Atemholen..

7Ihr Tore des Tempels24,7 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte., seid hocherfreut!

Ihr Türen der Urzeit24,7 Türen der Urzeit: Nach dieser Vorstellung wurden die Tore des Jerusalemer Tempels bereits geschaffen, als Gott die Welt gegründet hat., öffnet euch weit!

Es kommt der König24,7 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt. der Herrlichkeit24,7 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor.!

8Wer ist der König der Herrlichkeit?

Es ist der Herr – er ist stark und mächtig!

Es ist der Herr – er ist machtvoll im Kampf!

9Ihr Tore des Tempels24,9 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte., seid hocherfreut!

Ihr Türen der Urzeit24,9 Türen der Urzeit: Nach dieser Vorstellung wurden die Tore des Jerusalemer Tempels bereits geschaffen, als Gott die Welt gegründet hat., öffnet euch weit!

Es kommt der König24,9 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt. der Herrlichkeit24,9 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor.!

10Wer ist der König der Herrlichkeit?

Es ist der Herr der himmlischen Heere24,10 himmlische Heere: Hebräisch Zebaot. Der Beiname bringt die ganze Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck..

Er ist der König der Herrlichkeit! Sela24,10 Sela: Zeichen zum Atemholen..

25

Leben nach Gottes Wahrheit

Alphabetpsalm25,0 Alphabetpsalm: Poetische Kunstform, bei der die Anfangsbuchstaben der Verse oder Abschnitte in ihrer Reihenfolge dem hebräischen Alphabet entsprechen.

251VON DAVID25,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete..

א Zu dir, Herr25,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., trage ich,

was mir auf der Seele25,1 Seele: Ausdruck für die Empfindsamkeit, Sehnsucht und Lebendigkeit des Menschen. liegt.

ב 2Mein Gott, auf dich vertraue ich.

Lass mich keine Enttäuschung erfahren!

Sonst triumphieren meine Feinde über mich.

ג 3Es wird ja keiner enttäuscht, der auf dich hofft.

Enttäuscht wird nur, wer dich treulos verlässt.

ד 4Zeige mir deine Wege, Herr,

und lehre mich, deinen Pfaden zu folgen!

ה 5Lass mich nach deiner Wahrheit leben und lehre mich!

Denn du bist es, Gott, der mir hilft!

ו Auf dich hoffe ich den ganzen Tag!

ז 6Denk an deine Barmherzigkeit und Güte, Herr!

Denn schon seit Urzeiten25,6 seit Urzeiten: Poetischer Ausdruck für den Beginn der Welt, als sie von Gott erschaffen wurde. bestehen sie.

ח 7Aber an meine Vergehen sollst du nicht denken –

auch nicht an die Sünden25,7 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. aus meinen Jugendtagen!

Denk so an mich, wie es deiner Güte entspricht!

Du meinst es doch gut mit mir, Herr.

ט 8Gut und gerecht ist der Herr.

Darum weist er den Sündern25,8 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. den Weg.

י 9Er hilft den Armen zu tun, was recht ist.

Er lehrt die Unterdrückten seinen Weg.

כ 10Alle Wege, die der Herr bestimmt,

sind geprägt von Güte und Wahrheit.

So hilft er denen, die seinen Bund25,10 Bund: Gott verpflichtet sich, für sein Volk Israel zu sorgen. Die Menschen entsprechen seinem Bund dadurch, dass sie nach seinen Geboten leben. halten

und seine Gebote befolgen.

ל 11Bleib deinem Namen25,11 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. treu, Herr,

und vergib mir meine Schuld25,11 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. – sie ist so groß!

מ 12Und wie steht es mit dem Menschen,

der dem Herrn mit Ehrfurcht25,12 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. begegnet?

Ihm zeigt er den Weg, den er nehmen soll.

נ 13So wird er über Nacht sein Glück finden,

und seine Kinder werden das Land erben.

ס 14Der Herr zieht die Menschen ins Vertrauen,

die ihm mit Ehrfurcht begegnen.

Seinen Bund25,14 Bund: Gott verpflichtet sich, für sein Volk Israel zu sorgen. Die Menschen entsprechen seinem Bund dadurch, dass sie nach seinen Geboten leben. macht er ihnen bekannt.

ע 15Meine Augen blicken stets auf den Herrn.

Denn er selbst zieht meine Füße aus dem Netz25,15 Netz: Wird bei der Jagd eingesetzt, um Tiere darin zu fangen..

פ 16Wende dich zu mir und hab Erbarmen mit mir!

Denn ich fühle mich einsam und unglücklich.

צ 17Befreie mich von der Angst,

die mir das Herz zusammenschnürt.

Führe mich aus meiner Bedrängnis!

ק 18Nimm mein Unglück und Leid von mir!

Schaff alle meine Sünden25,18 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. aus der Welt!

ר 19Sieh nur, wie zahlreich meine Feinde sind

und wie abgrundtief sie mich hassen!

ש 20Schütze mein Leben und rette mich!

Lass mich keine Enttäuschung erfahren!

Denn bei dir suche ich Zuflucht25,20 Zuflucht: Ort, der Schutz bietet. Oft werden Gott oder sein Tempel als Zufluchtsort genannt..

ת 21Vorbildlich und ehrlich will ich leben.

Behüte mich in meinem Tun!

Denn auf dich hoffe ich.

22Ach Gott, befreie Israel25,22 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. aus all seiner Not!

26

Prüfe mich auf Herz und Nieren

261VON DAVID26,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete..

Verhilf mir zu meinem Recht, Herr26,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr.!

Denn ich ging vorbildlich durchs Leben.

Ich habe auf den Herrn vertraut.

Nichts konnte mich davon abbringen.

2Prüfe mich nur, Herr, erforsche mein Tun!

Untersuche mich auf Herz und Nieren!

3Ja, deine Güte hatte ich stets vor Augen.

Und ich lebte nach deiner Wahrheit:

4Ich saß nicht mit denen beisammen,

die ein falsches Spiel trieben.

Und mit heimtückischen Leuten

ließ ich mich schon gar nicht ein.

5Ich hasste die Gesellschaft von Übeltätern

und hielt mich von den Frevlern26,5 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. fern.

6In Unschuld wasche ich meine Hände

und schreite feierlich um deinen Altar26,6 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden., Herr.

7Dazu singe ich ein Danklied mit lauter Stimme

und erzähle von deinen wunderbaren Taten.

8Herr, ich liebe dein Haus, in dem du wohnst,

und den Raum, den deine Herrlichkeit26,8 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. erfüllt.

9Vernichte mich nicht zusammen mit den Sündern26,9 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten.

und mit den Menschen, die Blut26,9 Blut: Gilt bei Mensch und Tier als Sitz der Lebenskraft. Wer Blut vergießt, nimmt das Leben, das Gott gegeben hat. vergießen!

10An ihren Händen klebt ja schändliches Tun26,10 schändliches Tun: Meint besonders sexuelle Übergriffe.,

und Bestechungsgelder füllen ihre Hände.

11Ich aber gehe vorbildlich durchs Leben.

Befreie mich und schenk mir Gnade26,11 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.!

12Jetzt habe ich festen Boden unter den Füßen.

Dafür will ich den Herrn preisen im Gottesdienst.