BasisBibel (BB)
136

Der große Lobpreis – Gottes Güte

1361Dankt dem Herrn136,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., denn er ist gut!

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.136,1 Ja, für immer ...: Diese Zeile wird als Antwort der Gemeinde im Wechsel mit den Worten des Vorbeters wiederholt.

2Dankt dem Gott, der über allen Göttern136,2 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. steht!

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

3Dankt dem Herrn, der über allen Herren steht!

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

4Er allein tut große Wunder136,4 Wunder: In den Versen 4-9 wird Gottes Handeln als Schöpfer gepriesen. Von der Erschaffung der Welt erzählt 1. Mose/Genesis 1,1–2,4..

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

5Er hat den Himmel kunstvoll ausgespannt.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

6Er hat die Erde über dem Wasser festgemacht136,6 festgemacht: Man stellte sich vor, dass die Erdscheibe auf Säulen ruht, die im unterirdischen Meer verankert sind. Sie bilden die Fundamente der Welt..

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

7Er hat die großen Lichter136,7 Lichter: Bezeichnung für Sonne, Mond und Sterne, vgl. 1. Mose/Genesis 1,14-19. geschaffen.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

8Die Sonne – sie herrscht über den Tag.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

9Mond und Sterne – sie herrschen über die Nacht.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

10In Ägypten ließ er die Erstgeburt erschlagen136,10 die Erstgeburt erschlagen: Anspielung auf die zehnte Plage, von der in 2. Mose/Exodus 12,29-42 erzählt wird. Mit den Plagen bewegte Gott den Pharao dazu, die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten zu entlassen..

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

11Er führte Israel136,11 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. mitten aus Ägypten heraus136,11 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

12Mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

13Er spaltete das Schilfmeer136,13 Schilfmeer: Beim Auszug aus Ägypten rettete Gott sein Volk, indem er es durch das Schilfmeer führte; vgl. 2. Mose/Exodus 13,17–15,21. in zwei Teile.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

14Mitten hindurch ließ er die Israeliten ziehen.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

15Doch den Pharao136,15 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten. und sein Heer trieb er ins Meer.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

16Er leitete sein Volk durch die Wüste136,16 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35..

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

17Er besiegte große Könige.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

18Und er tötete mächtige Könige:

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

19Sihon136,19 Sihon, Og: Vom Sieg Israels über die beiden Könige erzählt 4. Mose/Numeri 21,21-35., den König der Amoriter.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

20Und Og136,20 Og: Vom Sieg Israels über den König erzählt 4. Mose/Numeri 21,33-35., den König von Baschan136,20 Baschan: Fruchtbare Hochebene bei den Golanhöhen, östlich des See Gennesaret..

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

21Doch ihr Land erklärte er zum Erbbesitz136,21 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott..

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

22Zum Erbbesitz für Israel136,22 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen., seinen Knecht136,22 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt..

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

23Als wir am Boden lagen, dachte er an uns.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

24Er befreite uns von unseren Feinden.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

25Mensch und Tier versorgt er mit Nahrung.

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

26Dankt ihm, dem Gott des Himmels136,26 Gott des Himmels: Seit der persischen Zeit Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt zum Ausdruck, dass er der Gott der ganzen Welt ist.!

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

137

Im fernen Babylon

1371An den Kanälen137,1 Kanäle: Künstlich angelegte Flüsse, durch die Wasser aus dem Eufrat in die Stadt geleitet wurde. von Babylon137,1 Babylon: Hauptstadt Babyloniens. Nach der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. wurden viele Bewohner dorthin verschleppt.

da saßen wir und weinten,

als wir an den Zion137,1 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. dachten.

2Unsere Leiern137,2 Leier: Musikinstrument mit bis zu 10 Saiten, die gezupft wurden. hatten wir weggehängt

an die Pappeln mitten in der Stadt.

3Denn dort verlangten unsere Bewacher:

Wir Kriegsgefangenen sollten singen.

Unsere Peiniger zwangen uns zur Fröhlichkeit:

»Singt uns eines von euren Zionsliedern!«

4Doch wie könnten wir für den Herrn137,4 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. singen

in einem Land, das fremden Göttern dient?

5Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem137,5 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört.,

soll meine Hand das Saitenspiel137,5 Saitenspiel: Musik, die auf Saiteninstrumenten wie Harfe oder Leier gespielt wird. verlernen!

6Meine Zunge soll am Gaumen kleben,

wenn ich mich nicht an dich erinnere –

wenn ich nicht in mir wachrufe,

dass Jerusalem der Gipfel meiner Freude ist!

7Erinnere dich, Herr, was die Edomiter137,7 Edom: Nachbarstaat Israels im Süden. taten

an dem Tag, als Jerusalem137,7 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. erobert wurde!

Sie riefen: »Reißt sie nieder, die Stadt!

Reißt sie nieder, bis auf die Grundmauern!«

8Tochter Babylon137,8 Tochter Babylon: Poetischer Ausdruck für die Stadt Babylon, der an die Bezeichnung Jerusalems als Tochter Zion erinnert., du Zerstörerin!

Glücklich sei137,8 glücklich sei: Die Betenden wünschen sich, dass den Babyloniern die Grausamkeiten heimgezahlt werden, die die Bewohner Jerusalems im Krieg erleiden mussten., wer dir heimzahlt,

was du uns angetan hast.

9Glücklich sei, wer deine Kinder packt

und sie am Felsen zerschmettert.

138

Dank für Gottes Verheißung

1381VON DAVID138,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete..

Ich danke dir von ganzem Herzen.

Ich will dich mit Liedern preisen

vor der versammelten Götterschar138,1 Götterschar: Man stellte sich vor, dass Gott im Himmel thront und von anderen Göttern umgeben war, die zur himmlischen Versammlung gehören..

2Ich bete in Richtung deines heiligen Tempels138,2 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..

Ich will dir danken für deinen Namen138,2 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum.,

der für deine Güte und Treue steht.

Denn du hast eine große Verheißung gegeben,

wie es deinem Namen entspricht.

3Als ich zu dir rief, gabst du mir Antwort

und hast meinem Leben neue Kraft gegeben.

4Es danken dir, Herr138,4 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., alle Könige der Welt.

Denn sie hören die Worte aus deinem Mund.

5Sie sollen singen von den Wegen des Herrn:

»Groß ist der Herr in seiner Herrlichkeit138,5 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor..

6Hoch ist der Herr, aber er sieht den Geringen.

Er thront in der Höhe, doch er nimmt alles wahr.«

7Wenn ich mitten durch Gefahren gehen muss,

erhältst du mich am Leben.

Wenn meine Feinde vor Zorn toben,

streckst du deine Hand aus und rettest mich.

8Der Herr bringt meine Sache zum guten Ende.

Deine Güte, Herr, bleibt für immer bestehen.

Lass nicht ab von allem, was deine Hände tun.