BasisBibel (BB)
128

Gottes Segen zur Hochzeit

1281EIN LIED FÜR DIE PILGERREISE.

Glücklich zu preisen sind alle Menschen,

die dem Herrn128,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. mit Ehrfurcht128,1 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. begegnen –

die gerne auf seinen Wegen gehen.

2Was deine Hände erarbeiten, darfst du genießen.

Sei glücklich, du hast es doch gut!

3Deine Frau gleicht einer edlen Weinrebe128,3 Rebe: Einzelner Zweig, der aus dem Weinstock hervorgeht und an dem sich Blätter, Blüten und anschließend die Früchte bilden..

Sie trägt Früchte im Innern deines Hauses128,3 im Innern deines Hauses: Der hintere Teil des Hauses gehört im Alten Orient zum Wirkungsbereich der Hausfrau. Dort werden auch die Kinder geboren..

Deine Kinder sind wie junge Wurzeltriebe.

Um den Olivenbaum128,3 Olivenbaum: Hier Bild für den Vater und Ehemann. herum wachsen sie auf,

um deinen Tisch herum werden sie groß.

4Seht den jungen Mann, er wird gesegnet sein!

Denn er begegnet dem Herrn mit Ehrfurcht.

5So segne128,5 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. dich der Herr vom Zion128,5 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. her!

Dann wirst du das Glück Jerusalems128,5 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. sehen

alle Tage deines Lebens.

6Dann wirst du die Kinder sehen,

die deinen Kindern geboren werden.

Friede128,6 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. breite sich aus über Israel128,6 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.!

129

Wie das Gras auf den Dächern

1291EIN LIED FÜR DIE PILGERREISE.

»Hart haben sie mich geschunden von Jugend an«,

so soll Israel129,1 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. sprechen!

2»Hart haben sie mich geschunden von Jugend an,

aber sie konnten mich nicht in die Knie zwingen.

3Statt den Pflug129,3 Pflug: Landwirtschaftliches Gerät zum Lockern des Ackerbodens. Wer im übertragenen Sinn auf dem Rücken eines anderen Menschen »pflügt«, beutet ihn aus. über ihren eigenen Acker zu ziehen,

haben sie auf meinem Rücken gepflügt.

Ja, lange Furchen haben sie gezogen.

4Doch der Herr129,4 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. verhalf mir zum Recht.

Die Stricke am Jochbalken129,4 Jochbalken: Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen. Hier Bild für die Ausbeutung durch andere Menschen. hat er durchtrennt

und mich so von den Unterdrückern befreit.«

5Sie sollen scheitern und zurückweichen,

sie alle, die den Zion129,5 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. hassen!

6Ihnen soll es gehen wie dem Gras auf den Dächern:

Bevor man es ausreißt, ist es schon verdorrt.

7Wer es schneidet, hält kaum etwas in seiner Hand.

Wer es sammelt, macht seine Tasche nicht voll.

8Und wer vorbeikommt, geht ohne Gruß vorüber.

Keiner sagt: »Der Segen129,8 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. des Herrn sei mit euch.«

Doch wir segnen euch im Namen des Herrn129,8 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum.!

130

Tief aus dem Abgrund

Der sechste Bußpsalm130,0 Bußpsalm: Seit frühester Zeit werden Psalm 6; 32; 38; 51; 102; 130 und Psalm 143 von Christen als persönliche Schuldbekenntnisse gebetet.

1301EIN LIED FÜR DIE PILGERREISE.

Tief aus dem Abgrund130,1 Abgrund: Bild für das Totenreich, das unter der Erde liegt., Herr130,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., rufe ich dich:

2Mein Herr, höre meinen Hilfeschrei!

Deine Ohren sollen aufhorchen,

mein Flehen um Gnade130,2 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. sollen sie hören!

3Wenn du, Herr, die Sünden130,3 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. zählen würdest:

Mein Herr, wer könnte vor dir bestehen?

4Doch bei dir liegt die Kraft der Vergebung.

Dafür begegnet man dir mit Ehrfurcht130,4 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt..

5Ich hoffe auf den Herrn.

Voller Sehnsucht hoffe ich auf ihn

und warte auf sein befreiendes Wort.

6Voller Sehnsucht warte ich auf den Herrn,

mehr als die Wächter130,6 Wächter: Hatte die Aufgabe, bei Nacht auf der Stadtmauer nach Gefahren Ausschau zu halten und die Bewohner zu warnen. auf den Morgen –

ja, mehr als die Wächter auf den Morgen.

7So soll auch Israel130,7 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. auf den Herrn warten!

Denn beim Herrn ist Gnade130,7 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. zu finden,

und er befreit von aller Schuld130,7 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können..

8Ja, er wird Israel von Schuld befreien

und ihm alle seine Sünden130,8 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. vergeben.