BasisBibel (BB)
125

Unerschütterlich wie der Zion

1251EIN LIED FÜR DIE PILGERREISE.

Wer auf den Herrn125,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. vertraut,

der gleicht dem Berg Zion125,1 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt.:

Er wird nicht ins Wanken geraten,

für immer bleibt er bestehen.

2Wie die Berge, die Jerusalem125,2 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. umgeben,

so schützt der Herr sein Volk ringsum –

von heute an bis in alle Zukunft.

3Ja, der Herrscherstab der Bosheit125,3 Herrscherstab der Bosheit: Anspielung auf fremde Herrscher. Sie besetzten das Land, das eigentlich Gott gehört, und hielten sich nicht an seine Gebote. Das gilt beispielsweise für die Landverteilung in der Zeit, in der die Perser herrschten; vgl. Nehemia 9,36-37. darf nicht regieren

über den Erbbesitz125,3 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. der Gerechten125,3 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt..

Sonst strecken auch noch die Gerechten ihre Hand aus,

um sich am Unrecht zu beteiligen.

4Herr, tu Gutes den guten Menschen

und denen, die ein ehrliches Herz haben.

5Aber die anderen, die krumme Wege gehen,

lasse der Herr in ihr Unglück rennen –

zusammen mit denen, die Unheil stiften.

Friede125,5 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. breite sich aus über Israel125,5 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.!

126

Wie in einem Traum

1261EIN LIED FÜR DIE PILGERREISE.

Wir waren wie in einem Traum,

als der Herr126,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. das Schicksal Zions126,1 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. zum Guten wendete:

2Da füllte Lachen unseren Mund,

und Jubel löste uns die Zunge.

Da sagte man unter den Völkern:

»Der Herr hat Großes an ihnen getan!«

3Ja, der Herr hat Großes an uns getan!

Wir waren in einem Freudentaumel.

4Herr, wende unser Schicksal zum Guten,

so wie du die Bäche in der Wüste füllst

nach langer Trockenzeit.

5Wer unter Tränen mit der Saat beginnt,

wird unter Jubel die Ernte einbringen.

6Noch geht er, geht weinend aufs Feld,

wenn er den Beutel zur Aussaat trägt.

Dann kommt er, kommt jubelnd zurück,

wenn er seine Garben126,6 Garben: Bei der Ernte gebündelte und zum Aufstellen zusammengebundene Getreidehalme. nach Hause trägt.

127

Gottes Wirken und Segen

1271EIN LIED FÜR DIE PILGERREISE.

VON SALOMO127,1 Salomo: König von Israel (etwa 970–930 v. Chr.), der den Tempel in Jerusalem baute..

Wenn nicht der Herr127,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. das Haus baut,

nützt es nichts,

dass sich die Bauleute anstrengen.

Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht,

nützt es nichts,

dass der Wächter wachsam bleibt.

2Es nützt euch nichts,

dass ihr früh am Morgen aufsteht

und euch erst spät wieder hinsetzt.

Ihr esst doch nur das Brot,

für das ihr unermüdlich arbeitet.

Doch seinen Freunden schenkt

der Herr einen ruhigen Schlaf127,2 einen ruhigen Schlaf: Die Übersetzung folgt der griechischen Überlieferung. Andere übersetzen »seinen Freunden gibt er es im Schlaf«..

3Seht, Kinder sind eine Gabe des Herrn.

Ein Lohn ist die Frucht,

die er dem Mutterleib schenkt.

4Wie Pfeile in der Hand des Kämpfers –

so hilfreich sind die Söhne,

die ihm in frühen Jahren geboren wurden.

5Glücklich zu preisen ist der junge Mann,

der seinen Köcher127,5 Köcher: Behältnis für das Mitführen von Pfeilen. mit ihnen gefüllt hat.

Zusammen127,5 zusammen: Gemeinsam mit seinen Söhnen kann der von Gott gesegnete Mann seine Rechtsangelegenheiten im Stadttor erfolgreich regeln. werden sie nicht scheitern,

wenn sie im Tor127,5 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. mit Feinden verhandeln.