BasisBibel (BB)
115

Der lebendige Gott

1151Es geht nicht um uns, Herr115,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., –

nicht um uns, sondern um deinen Namen115,1 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum..

Lass uns deinen Namen in Ehren halten,

wegen deiner Güte und deiner Treue.

2Warum sollen die Völker sagen:

»Wo ist er denn nur, ihr Gott?«

3Unser Gott herrscht doch im Himmel115,3 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.!

Alles, was ihm gefällt, das tut er auch.

4Ihre Götterbilder115,4 Götterbild: Aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes kleines Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. sind nur Silber und Gold –

ein Werk, von Menschenhand gemacht:

5Sie haben einen Mund, aber sie können nicht reden.

Sie haben Augen, aber sie können nicht sehen.

6Sie haben Ohren, aber sie hören nichts.

Sie haben eine Nase, aber sie riechen nichts.

7Ihre Hände, die können nicht tasten.

Ihre Füße, die können nicht gehen.

Keinen Laut bringen sie aus ihrer Kehle hervor.

8Genauso sollen auch die Handwerker sein,

die diese Götterbilder geschaffen haben,

ja alle, die auf ihre Macht vertrauen.

9Du Israel115,9 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen., vertraue dem Herrn!

Er allein bietet Hilfe und Schutz.

10Ihr Nachkommen Aarons115,10 Nachkommen Aarons: Bezeichnet die Priester in Israel, die sich alle auf ihren Stammvater Aaron zurückführen., vertraut dem Herrn!

Er allein bietet Hilfe und Schutz.

11Ihr, die ihr zum Herrn gehört, vertraut dem Herrn!

Er allein bietet Hilfe und Schutz.

12Der Herr hat sich an uns erinnert.

Er will uns seinen Segen115,12 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. geben:

Er segne die Nachkommen Israels115,12 Nachkommen Israels: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt.!

Er segne die Nachkommen Aarons115,12 Nachkommen Aarons: Bezeichnet die Priester in Israel, die sich alle auf ihren Stammvater Aaron zurückführen.!

13Er segne alle, die zum Herrn gehören,

die kleinen und die großen Leute!

14Der Herr schenke euch Nachwuchs,

euch und euren Kindern!

15Gesegnet seid ihr vom Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat115,15 der Himmel und Erde gemacht hat: Von der Erschaffung der Welt durch Gott erzählt 1. Mose/Genesis 1,1–2,4..

16Der Himmel115,16 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. gehört dem Herrn allein.

Doch die Erde hat er den Menschen anvertraut.

17Die Toten können den Herrn nicht mehr loben.

Sie sind schon in die Totenstille115,17 Totenstille: Steht hier für das Totenreich unter der Erde. hinabgestiegen.

18Doch wir, wir preisen den Herrn,

von heute an bis in alle Zukunft.

Halleluja115,18 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den Herrn«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde damit zum Gotteslob aufgefordert.!

116

Dank für die Rettung vor dem Tod

1161Ich liebe den Herrn116,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., weil er mich hört.

Er hört mich, wenn ich um Gnade116,1 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. flehe.

2Ja, er hat ein offenes Ohr für mich,

zu ihm will ich rufen mein Leben lang.

3Stricke, die den Tod bringen, haben mich umschlungen.

Ängste, die im Totenreich116,3 Totenreich: Aufenthaltsort der Verstorbenen, der unter der Erde liegt. herrschen, packten mich.

In Not und Kummer stecke ich fest.

4Den Namen des Herrn will ich anrufen:

»Ach, Herr, rette doch mein Leben!«

5Reich an Gnade116,5 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. ist der Herr und gerecht.

Unser Gott begegnet uns mit Erbarmen.

6Der Herr beschützt die Unerfahrenen.

Ich brauchte seine Hilfe, und er half mir.

7Komm wieder zur Ruhe, meine Seele116,7 Seele: Ausdruck für die Empfindsamkeit, Sehnsucht und Lebendigkeit des Menschen.!

Denn der Herr hat dir Gutes getan.

8Ja, du hast mein Leben dem Tod entrissen.

Mein Auge muss nicht mehr weinen,

mein Fuß kommt nicht ins Stolpern.

9Ich darf mein Leben vor dem Herrn führen,

hier im Land der Lebenden116,9 Land der Lebenden: Lebenswelt des Beters im Gegensatz zum Totenreich..

10Ich vertraue, auch wenn ich sagen muss:

»Mir ist es wirklich schlecht ergangen!«

11In meiner Angst dachte ich:

»Alle Menschen lügen nur!«

12Wie kann ich nun dem Herrn danken

für alles, was er mir Gutes getan hat?

13Den Becher116,13 Becher: Zum Abschluss einer Gerichtsverhandlung wird dem Angeklagten ein Becher gereicht, zusammen mit seinem Freispruch oder seinem Schuldspruch., der meine Rettung bestätigt,

will ich zum Dank erheben

und dabei den Namen des Herrn anrufen.

14Was ich dem Herrn versprochen habe,

will ich in aller Öffentlichkeit erfüllen.

15Denn für den Herrn ist es ein teurer Verlust,

wenn einer von seinen Frommen116,15 Fromme: Menschen, die ihr ganzes Leben auf Gott ausrichten und sich für die Befolgung seiner Gebote einsetzen. stirbt.

16Ach, Herr, ich gehöre dir!

Ich bin doch dein Knecht116,16 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt..

Ich bin dein Knecht, der Sohn deiner Magd.

Du hast meine Fesseln gelöst, ich bin frei.

17Dir will ich ein Dankopfer116,17 Dankopfer: Eine Opfergabe, die Gott zum Dank für die erfahrene Rettung im Tempel dargebracht wird. darbringen

und dabei den Namen des Herrn anrufen.

18Was ich dem Herrn versprochen habe,

will ich in aller Öffentlichkeit erfüllen –

19in den Höfen116,19 Höfe: Der Tempel in Jerusalem war von einem inneren und äußeren Vorhof umgeben. vor dem Haus des Herrn116,19 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem.,

in deiner Mitte, Jerusalem116,19 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört.! Halleluja116,19 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den Herrn«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde damit zum Gotteslob aufgefordert.!

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Kurzer Lobgesang

1171Lobt den Herrn117,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., ihr Völker alle!

Preist ihn, ihr Menschen aus allen Nationen!

2Ja, machtvoll breitet er seine Güte über uns aus.

Und die Treue des Herrn besteht für alle Zeit!

Halleluja117,2 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den Herrn«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde damit zum Gotteslob aufgefordert.!