BasisBibel (BB)
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Heiliger Gott – gerechter König

991Der Herr99,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. herrscht als König99,1 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt.! –

Die Völkerwelt gerät ins Wanken.

Er thront über den Kerubim99,1 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes.! –

Die Fundamente99,1 Fundamente: Im Alten Orient gab es die Vorstellung, dass die Erde auf Pfeilern ruht, die im unterirdischen Meer verankert sind. der Erde schwanken.

2Groß ist der Herr auf dem Zion99,2 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt..

Hoch steht er über allen Völkern.

3Darum sollen sie deinen Namen99,3 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. preisen.

Man bewundert und man fürchtet ihn.

Heilig ist er!

4Der König99,4 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt. entfaltet seine Macht.

Sie beruht auf seiner Liebe zum Recht:

Ja, du hast Recht und Ordnung festgesetzt.

Du hast im Land Jakobs99,4 Land Jakobs: Bezeichnung für das Land, in dem die Nachkommen Jakobs leben. Er wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt und gilt als Stammvater des Volks Israel. dafür gesorgt,

dass Recht und Gerechtigkeit99,4 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. herrschen.

5Lasst den Herrn hochleben, unseren Gott!

Fallt auf die Knie vor dem Schemel99,5 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht.seiner Füße!

Heilig ist er!

6Mose99,6 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. und Aaron99,6 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. waren seine Priester99,6 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes..

Und Samuel99,6 Samuel: Prophet und Richter um 1000 v. Chr., in der Übergangszeit zum Königtum. war einer von denen,

die im Gebet99,6 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. seinen Namen99,6 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. riefen.

Immer wieder riefen sie zum Herrn,

und der gab ihnen Antwort.

7Aus der Wolkensäule99,7 Wolkensäule: Senkrecht stehende Wolke in Form einer Säule. Durch sie zeigte Gott seinem Volk tagsüber den Weg durch die Wüste. redete er mit ihnen.

So hielten sie seine Gebote99,7 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. ein

und die Ordnung, die er festgesetzt hat.

8Herr, unser Gott, du gabst ihnen Antwort.

Du hast dich ihnen als ein Gott gezeigt,

der Schuld99,8 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. vergeben kann und will.

Doch für die Taten, die sie begangen haben,

hast du sie zur Verantwortung gezogen.

9Lasst den Herrn hochleben, unseren Gott!

Fallt auf die Knie vor seinem heiligen Berg99,9 Berg: Meint den Berg Zion mit dem Tempel in Jerusalem.!

Ja, heilig ist der Herr, unser Gott!

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Einladung zum Danken

1001EIN PSALM ZUM DANKOPFER.

Heißt den Herrn100,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. willkommen, alle Länder!

2Stellt euch fröhlich in den Dienst des Herrn!

Kommt mit Jubel vor sein Angesicht100,2 Angesicht: Bezeichnet im übertragenen Sinn die Zuwendung Gottes zu den Menschen.!

3Erkennt: Der Herr allein ist Gott!

Er hat uns geschaffen100,3 uns geschaffen: Von der Erschaffung der Menschen durch Gott erzählt 1. Mose/Genesis 1,26-27. und wir gehören ihm.

Wir sind sein Volk und die Schafe,

die er auf sein Weideland führt.

4Tretet ein durch seine Tore mit Dank!

Kommt in seine Höfe100,4 Höfe: Der Tempel in Jerusalem war von einem inneren und äußeren Vorhof umgeben. mit Lobgesang!

Dankt ihm, preist seinen Namen100,4 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum.!

5Der Herr ist gut, für immer bleibt seine Güte

und seine Treue von Generation zu Generation.

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Grundlagen einer guten Politik

1011VON DAVID101,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete., EIN PSALM.

Von Gnade101,1 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. und Recht will ich singen!

Für dich, Herr101,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., musiziere ich!

2Ich will einen vorbildlichen Weg gehen.

Wann kommst du zu mir?

Ich will mich so in meinem Haus101,2 Haus: Bezeichnet hier nicht nur den Palast des Königs, sondern auch seine Familie und seine Regierungsbeamten. verhalten,

wie es mein ehrliches Herz verlangt.

3Ich fasse keine Vorhaben ins Auge,

die Verderben mit sich bringen.

Ich hasse es, wenn Gebote101,3 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. übertreten werden.

Damit will ich nichts zu tun haben.

4Verkehrte Gedanken lasse ich nicht zu.

Böses kommt mir gar nicht erst in den Sinn.

5Wer seinen Freund heimlich verleumdet,

den bringe ich zum Schweigen.

Wer stolz dreinblickt und überheblich ist,

den kann ich nicht ertragen.

6Meine Augen suchen die Treuen101,6 Treue: Menschen, die sich zu Gott und zu seiner Gemeinschaft halten. im Land.

Sie sollen in meiner Nähe wohnen.

Wer einen vorbildlichen Weg einschlägt,

den will ich in meinen Dienst nehmen.

7Doch wer betrügerisch handelt,

den dulde ich nicht in meinem Haus.

Und wer sich aufs Lügen verlegt,

darf mir nicht unter die Augen treten.

8Alle Frevler101,8 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen., die es im Land gibt,

bringe ich jeden Morgen zum Schweigen.

So sollen alle Übeltäter entfernt werden,

aus der Stadt101,8 Stadt: Meint die Stadt Jerusalem mit dem Tempel., die dem Herrn gehört.