BasisBibel (BB)
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Dritte Lehrrede: Vertraue Gott und seinen Geboten

31Mein Sohn3,1 mein Sohn: Damals die übliche Anrede für Schüler im Unterricht., vergiss meine Weisung nicht!

Und nimm dir meine Gebote zu Herzen!

2Denn sie sind dazu da, dass es dir gut geht

und du ein langes und glückliches Leben führst.

3Liebe und Treue werden dir nicht fehlen.

Binde meine Weisung und meine Gebote um deinen Hals!

Schreib sie auf die Tafel, die du im Herzen trägst!

4Dann findest du Zustimmung und Anerkennung

bei Gott und bei den Menschen.

5Vertraue dem Herrn3,5 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. von ganzem Herzen!

Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand!

6Erkenne seinen Willen auf allen deinen Wegen,

so wird er dir den Weg bahnen.

7Halte dich nicht selbst für klug!

Begegne dem Herrn mit Ehrfurcht3,7 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. und meide das Böse!

8Das hält dich gesund

und ist eine Arznei für deinen Körper.

9Ehre den Herrn mit deinem Besitz

und gib ihm das Beste vom Ertrag deiner Ernte!

10So füllen sich deine Scheunen mit Getreide,

und deine Fässer laufen über von Wein.

11Mein Sohn, verachte nicht die Maßnahmen,

mit denen der Herr dich erzieht!

Widersetz dich nicht, wenn er dich zurechtweist!

12Denn so geht der Herr mit einem Menschen um,

den er liebt.

Er erzieht ihn wie ein Vater seinen Sohn,

den er gern hat.

Die Bedeutung der Weisheit für Mensch und Gott

13Glücklich zu preisen ist der Mensch,

der Weisheit gefunden hat und Einsicht gewinnt.

14Denn die Weisheit bringt mehr ein als Silber

und ist wertvoller als reines Gold.

15Kostbarer ist sie als Korallen3,15 Korallen: Korallen aus dem Meer galten als Kostbarkeit. Wegen ihrer rötlich schimmernden Farbe wurden sie zu Schmuck verarbeitet..

Und all dein Schmuck ist nichts wert

im Vergleich mit ihr.

16Ihre rechte Hand schenkt dir langes Leben,

ihre linke Hand gibt dir Reichtum und Ehre.

17Ihre Wege sind mühelos zu gehen

und führen zu einem erfüllten Leben.

18Weisheit ist für den, der sie ergreift,

ein Baum des Lebens3,18 Baum des Lebens: Steht für die Leben spendende Kraft der Weisheit und lässt sich auch als Sinnbild des Glücks betrachten..

Wer sie nicht mehr loslässt,

ist glücklich zu preisen.

19Mit Weisheit hat der Herr3,19 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. die Erde gegründet,

mit Einsicht hat er das Dach3,19 Dach: Meint eine Art Platte, die auf den Bergen am äußeren Rand der Erde aufliegt; vgl. 1. Mose/Genesis 1,6-8. des Himmels gebaut.

20Durch sein Wissen sprudelt das Wasser aus der Tiefe,

und die Wolken laufen über von Tau.

Vierte Lehrrede: Sicheres Leben und soziale Verantwortung

21Mein Sohn3,21 mein Sohn: Damals die übliche Anrede für Schüler im Unterricht., du kennst meine Weisung und Gebote,

verlier sie nicht aus den Augen!

Lass dich von Verstand und Besonnenheit leiten!

22Sie verhelfen dir zu einem guten Leben

und liegen wie Schmuck um deinen Hals.

23Dann wirst du deinen Weg sicher gehen,

und dein Fuß wird nirgends anstoßen.

24Legst du dich ins Bett, hast du keine Angst.

Bist du eingeschlafen, schläfst du ruhig und fest.

25Ein plötzliches Unglück musst du nicht fürchten,

kein Unwetter, das über die Frevler3,25 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. hereinbricht.

26Denn der Herr3,26 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. ist deine Zuversicht.

Er behütet deinen Fuß vor allen Gefahren.

27Wenn jemand deine Hilfe braucht, verweigere sie nicht!

Kannst du ihm helfen, dann tu es auch!

28Sag nicht zu deinem Nächsten:

»Geh und komm ein anderes Mal wieder!«

Wenn du etwas für ihn hast, sag nicht:

»Morgen will ich es dir geben.«

29Plane nichts Böses gegen deinen Nächsten!

Er wohnt doch friedlich in deiner Nachbarschaft.

30Fang niemals einen Streit mit jemandem an,

wenn es keinen Grund dafür gibt –

wenn er dir nichts Böses getan hat!

31Sei nicht neidisch auf einen Menschen,

der sich durch Unrecht einen Vorteil verschafft!

Zieh niemals einen seiner Wege in Betracht!

32Denn der Herr verabscheut Menschen,

die auf verkehrten Wegen gehen.

Aber denen, die aufrecht durchs Leben gehen,

schenkt er seine Freundschaft.

33Der Fluch3,33 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll. des Herrn lastet auf dem Haus des Frevlers3,33 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen..

Doch auf der Wohnung des Gerechten3,33 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. ruht sein Segen3,33 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen..

34Für die Spötter hat er nichts übrig als Spott.

Den Bedürftigen aber wendet er sich liebevoll zu.

35Wer Weisheit erwirbt, kommt zu Ehren.

Aber die Dummen tragen Schande davon.