Sieg über den König von Arad
Arad war eine Stadt der Kanaaniter in der Wüste.
Der König von Arad erfuhr,
dass die Israeliten auf dem Weg von Atarim herankamen.
Daraufhin griff er sie an
und nahm einige von ihnen gefangen.
Da schworen die Israeliten einen Eid vor dem Herrn:
»Wenn du die Kanaaniter in unsere Gewalt gibst,
werden wir ihre Städte dem Untergang weihen.«
Der Herr hörte den Schwur
und gab die Kanaaniter in die Gewalt der Israeliten.
Die Israeliten weihten die Kanaaniter
und ihre Städte dem Untergang.
Deswegen gab man dem Ort den Namen Horma,
das heißt: Untergang.
Die Schlange aus Bronze
Die Israeliten zogen vom Berg Hor
weiter in Richtung Schilfmeer.
Dabei nahmen sie einen Umweg um das Land Edom herum.
Das Volk aber wurde auf dem langen Weg ungeduldig.
Die Israeliten beklagten sich bei Gott und bei Mose:
»Wozu hast du uns aus Ägypten herausgeführt?
Sollen wir in der Wüste sterben?
Nicht einmal Brot und Wasser gibt es hier.
Wir ekeln uns vor dem schlechten Essen!«
Darauf schickte der Herr Giftschlangen zum Volk.
Viele Israeliten wurden gebissen und starben.
Das Volk kam zu Mose und bat:
»Wir haben Unrecht getan,
als wir so mit dem Herrn und mit dir geredet haben.
Bete zum Herrn, dass er die Schlangen von uns fortschafft!«
Daraufhin betete Mose für das Volk.
Der Herr antwortete Mose:
»Fertige eine Schlange aus Bronze an
und stecke sie auf ein Feldzeichen.
Jeder, der gebissen wurde, soll sie ansehen.
Dann wird er am Leben bleiben.«
Da machte Mose eine Schlange aus Bronze
und steckte sie auf ein Feldzeichen.
Und tatsächlich: Wer gebissen worden war
und die Bronzeschlange ansah,
blieb am Leben.
Der Weg bis zur Grenze des Landes Kanaan
Die Israeliten brachen auf
und schlugen ihr Lager in Obot auf.
Von dort zogen sie weiter nach Ije-Abarim.
Das liegt in der Wüste östlich von Moab.
Das nächste Lager schlugen sie am Bach Sered auf.
Dann zogen sie weiter zum Nordufer des Arnon,
der durch die Wüste fließt.
Er entspringt im Gebiet der Amoriter
und ist die Grenze zwischen Moabitern und Amoritern.
Dort blieben sie.
Im Buch von den »Kriegen des Herrn« heißt es darüber:
Gekommen ist der Herr im Sturm
bis zu den Bächen, bis zum Arnon.
Er ließ die Bäche hinter sich
und bog ab zur Siedlung Ar.
So kam er zur Grenze von Moab.
Vom Ufer des Arnon zogen die Israeliten nach Beer.
Das ist der Brunnen, an dem der Herr zu Mose gesagt hat:
»Ruf das Volk zusammen, ich will ihnen Wasser geben!«
Dort sang Israel dieses Lied:
Brunnen, lass das Wasser fließen!
Von diesem Brunnen singt ein Lied!
Herrscher haben ihn gegraben,
Große des Volkes ihn gebaut.
Sie hoben ihre Herrscherstäbe –
und für Wasser war gesorgt.
Aus der Wüste zogen die Israeliten nach Mattana.
Von dort ging es weiter nach Nahaliel und Bamot-Baal.
Von Bamot-Baal aus gelangten sie in ein Tal,
das im Gebiet von Moab liegt.
Sie waren nun unter dem Gipfel des Pisga angekommen,
der auf das Jordantal hinabsieht.
Siege über die Könige Sihon und Og
Die Israeliten schickten Boten zu Sihon,
dem König der Amoriter.
Sie ließen ihm sagen:
»Wir möchten durch dein Land ziehen!
Wir gehen auch nicht über die Felder oder Weinberge.
Wir trinken kein Wasser aus einer deiner Quellen
und bleiben auf dem königlichen Weg.
Wir weichen nicht nach rechts oder links davon ab,
bis wir durch dein Gebiet gezogen sind!«
Aber Sihon erlaubte es den Israeliten nicht,
durch sein Gebiet zu ziehen.
Stattdessen rief er sein ganzes Heer zusammen
und zog den Israeliten in der Wüste entgegen.
Als er bei Jahaz angekommen war, griff er sie an.
Aber die Israeliten besiegten Sihon mit dem Schwert.
Sie nahmen sein Land in Besitz
vom Fluss Arnon bis zum Fluss Jabbok.
Der Jabbok bildete die Grenze zu Ammon,
und die Ammoniter hatten die Grenze stark befestigt.
So nahmen die Israeliten die Städte der Amoriter ein.
Die Israeliten ließen sich darin nieder,
in Heschbon und allen umliegenden Orten.
Heschbon war die Stadt von Sihon,
dem König der Amoriter.
Sihon hatte den früheren König von Moab angegriffen
und dessen Land bis zum Arnon unterworfen.
Darum schreiben die Dichter:
Kommt nach Heschbon! Es wird neu gebaut!
Die Stadt des Sihon wird befestigt!
Denn Feuer brach hervor aus Heschbon,
Flammen schlugen aus der Stadt des Sihon.
Sie fraßen die Stadt Ar in Moab,
und die Kultplätze am Arnon verzehrten sie auch.
Wehe dir, Moab!
Du liegst am Boden, Volk des Kemosch!
Dessen Söhne mussten fliehen,
und Sihon fing die Töchter ein –
Sihon, der König der Amoriter!
Doch nun ging Sihons Herrschaft unter,
von Heschbon bis Dibon herrscht er nicht mehr.
Wir verwüsteten das Land bis Nofach
und weiter bis nach Medeba.
So ließen sich die Israeliten
im Land der Amoriter nieder.
Mose schickte Kundschafter nach Jaser.
Die Israeliten eroberten die Stadt
und das umliegende Gebiet
und vertrieben die Amoriter, die dort waren.
Dann schlugen die Israeliten eine andere Richtung ein.
Sie stiegen hinauf nach Baschan.
Og, der König von Baschan, zog ihnen
mit seinem ganzen Volk zum Kampf nach Edrei entgegen.
Aber der Herr sagte zu Mose:
»Fürchte dich nicht vor ihm!
Ich werde ihn, sein ganzes Volk und sein Land
in deine Gewalt gegeben!
Du wirst ihn genau so besiegen
wie Sihon, den König der Amoriter aus Heschbon.«
Die Israeliten schlugen Og,
samt seinen Söhnen und seinem ganzen Heer.
Es gab keine Überlebenden.
So nahmen die Israeliten das Land von Og in Besitz.