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Jesus macht 4000 Menschen satt

Matthäus 15,32-39
81Zu dieser Zeit war wieder eine große Volksmengebei Jesus8,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zusammengekommen.Da die Menschen nichts zu essen hatten,rief Jesus die Jünger8,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu sich.Er sagte zu ihnen:2»Ich habe großes Mitleid mit den Menschen.Sie sind nun schon drei Tage bei mirund haben nichts zu essen.3Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke,werden sie unterwegs zusammenbrechen –denn einige sind von weit her gekommen.«4Seine Jünger antworteten:»Wo soll in dieser einsamen Gegend das Brot8,4 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. herkommen,um diese Leute satt zu machen?«5Und er fragte sie: »Wie viele Brote habt ihr?«Sie antworteten: »Sieben.«

6Jesus8,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. forderte die Volksmenge auf,sich auf dem Boden niederzulassen.Dann nahm er die sieben Brote8,6 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung..Er dankte Gott, brach sie in Stückeund gab sie seinen Jüngern8,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zum Verteilen.Und die Jünger teilten das Brot an die Volksmenge aus.7Sie hatten auch noch einige kleine Fische8,7 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln..Jesus dankte Gott dafürund ließ sie ebenfalls austeilen.8Die Menschen aßen und wurden satt.Danach sammelten sie die Resteund füllten damit sieben Körbe.9Es waren etwa 4000, die Jesus heimschickte.10Gleich darauf stieg Jesusmit seinen Jüngern in ein Boot.Sie fuhren in die Gegend von Dalmanuta.

Jesus soll seine Vollmacht beweisen

Matthäus 16,1-4
11Da kamen die Pharisäer8,11 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte..Sie fingen an, mit ihm zu streitenund forderten von ihm ein Zeichen8,11 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.seiner göttlichen Vollmacht.Damit wollten sie ihn auf die Probe stellen.12Jesus8,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seufzte und sagte: »Warum verlangendie Menschen dieser Generation ein Zeichen?Amen8,12 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Ich werde den Menschen dieser Generationganz bestimmt kein Zeichen geben.«13Damit ließ er sie stehen,stieg wieder ins Boot und fuhr ans andere Ufer.

Die Jünger verstehen Jesus nicht

Matthäus 16,5-12
14Die Jünger8,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. hatten vergessen, Brot8,14 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. zu besorgen.Deshalb hatten sie nur ein einziges Brotbei sich im Boot.15Jesus8,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. schärfte ihnen ein: »Nehmt euch in Acht!Hütet euch vor dem Sauerteig8,15 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird, damit er aufgeht und mehr wird. Hier Bild für die Lehre der Pharisäer und des Herodes, die sich nicht verbreiten soll. der Pharisäer8,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.und vor dem Sauerteig des Herodes8,15 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.).16Sie aber waren noch in Gedanken,dass sie kein Brot hatten.17Jesus merkte das und sagte zu ihnen:»Warum macht ihr euch darüber Gedanken,dass ihr kein Brot habt?Versteht ihr immer noch nicht?Begreift ihr denn gar nichts?Sind eure Herzen so fest verschlossen?188,18 Vers 18: In Vers 18 wird aus Jeremia 5,21 zitiert. Ihr habt doch Augen – seht ihr denn nichts?Ihr habt doch Ohren – hört ihr denn nichts?Erinnert ihr euch nicht daran,19wie ich fünf Broteunter 5000 Menschen ausgeteilt habe?Wie viele Körbe habt ihr mit Resten gefüllt?«Sie antworteten: »Zwölf.«20»Und als ich sieben Broteunter 4000 ausgeteilt habe?Wie viele Körbe habt ihr da mit Resten gefüllt?«Sie antworteten: »Sieben.«21Da sagte Jesus zu ihnen:»Begreift ihr denn immer noch nichts?«

Jesus heilt einen Blinden

Johannes 9,1-7
22Jesus8,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger8,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. kamen nach Betsaida8,22 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus..Dort brachten die Leute einen Blinden zu ihm.Sie baten Jesus: »Berühre ihn!«23Er nahm den Blinden bei der Handund führte ihn aus dem Dorf heraus.Dann spuckte8,23 spucken: Dem Speichel wurde eine heilende Wirkung zugeschrieben. Jesus ihm auf die Augen,legte ihm die Hände aufund fragte ihn: »Was siehst du?«24Er blickte auf und antwortete: »Ich sehe Menschen.Sie sehen aus wie Bäume, die umhergehen.«25Noch einmal legte Jesus ihm die Hände auf seine Augen.Da konnte er klar sehen.Er war geheilt und konnte alles deutlich erkennen.

26Jesus8,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. schickte ihn nach Hause und sagte:»Geh aber nicht in das Dorf hinein.«

Jesus auf dem Weg nach Jerusalem

Markus 8,27–10,52

Nachfolge auf dem Weg des Leidens

Markus 8,27–9,32

Petrus spricht aus, wer Jesus ist

Matthäus 16,13-20; Lukas 9,18-21; Johannes 6,67-69
27Jesus8,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zog mit seinen Jüngern8,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. weiterin die Dörfer bei Cäsarea Philippi8,27 Cäsarea Philippi: Stadt am südlichen Abhang des Hermongebirges, nördlich des See Gennesaret. Sie hatte einen hohen Anteil nicht-jüdischer Bevölkerung..Unterwegs fragte er sie:»Für wen halten mich eigentlich die Leute?«28Sie antworteten:»Manche halten dich für Johannes den Täufer8,28 Johannes der Täufer: Bereitete die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Er wurde von Herodes getötet, vgl. Markus 6,17-29.,andere für Elija8,28 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23..Wieder andere meinen,dass du sonst einer der alten Propheten8,28 alte Propheten: Meint die Propheten, von denen das Alte Testament erzählt. bist.«29Da fragte er sie: »Und ihr, für wen haltet ihr mich?«Petrus antwortete: »Du bist der Christus8,29 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.30Jesus schärfte ihnen ein:»Sagt niemandem, wer ich bin!«

Jesus kündigt zum ersten Mal seinen Tod an

Matthäus 16,21-23; Lukas 9,22
31Danach begann Jesus8,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seinen Jüngern8,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu erklären,was Gott mit ihm vorhatte:»Der Menschensohn8,31 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird viel leiden müssen.Die Ratsältesten8,31 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten., die führenden Priester8,31 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und die Schriftgelehrten8,31 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.werden ihn wie einen Verbrecher behandeln.Sie werden ihn hinrichten lassen,aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen8,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.32Das sagte er ihnen ganz offen.Da nahm Petrus8,32 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. ihn zur Seiteund fing an, ihm das auszureden.33Aber Jesus drehte sich um, sah seine Jünger anund wies Petrus streng zurecht:»Weg mit dir, Satan8,33 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht., hinter mich!Dir geht es nicht um das, was Gott will,sondern um das, was Menschen wollen.«

Das Kreuz auf sich nehmen

Matthäus 10,39; 16,24-28; Lukas 9,23-27; 17,33; Johannes 12,25
34Dann rief Jesus8,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das Volk und seine Jünger8,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu sich.Er sagte: »Wer mir folgen8,34 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. will,darf nicht an seinem Leben hängen.Er muss sein Kreuz auf sich nehmen8,34 sein Kreuz auf sich nehmen: Wer sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, muss bereit sein, Schweres auf sich zu nehmen – bis hin zum Verlust des Lebens.und mir auf meinem Weg folgen.35Wer sein Leben retten will, wird es verlieren.Wer sich aber zu mir und der Guten Nachricht8,35 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. bekenntund deshalb sein Leben verliert, wird es erhalten.36Was nützt es einem Menschen,wenn er die ganze Welt gewinnt,aber sein Leben dabei verliert?37Was kann ein Mensch einsetzen,um sein Leben dafür einzutauschen?38Denn wer sich nicht zu mir und meinen Worten bekenntvor dieser treulosen und schuldbeladenen Generation,der muss wissen:Der Menschensohn8,38 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird sich auch nicht zu ihm bekennen,wenn er wiederkommt –in der Herrlichkeit seines Vaters8,38 Herrlichkeit seines Vaters: Als Sohn Gottes hat Jesus Anteil am Ansehen und der Macht Gottes. Wenn er wiederkommt, wird er mit Gottes Vollmacht auftreten.und mit den heiligen Engeln8,38 Engel: Hier Diener im Gericht Gottes. Als Herrscher über die ganze Welt ist Christus der Richter, der am Ende der Zeit im Namen Gottes ein Urteil über sie spricht.
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91Schließlich sagte er zu ihnen:

»Amen9,1 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Hier stehen einige, die nicht sterben werden,sondern die Ankunft von Gottes Reich9,1 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. erleben.Sie werden sehen, wie es machtvoll in diese Welt kommt.«

Die Jünger sehen Jesus in der Herrlichkeit Gottes

Matthäus 17,1-9; Lukas 9,28-36
2Sechs Tage später nahm Jesus9,2 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.Petrus9,2 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus., Jakobus und Johannes mit sich.Er führte sie auf einen hohen Berg9,2 Berg: Die Szene erinnert an Mose, der den Berg Sinai bestieg und dort von Gott die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20.,wo sie ganz für sich waren.Da veränderte sich sein Aussehen vor ihren Augen:3Seine Kleider wurden strahlend weiß –kein Tuchhersteller dieser Weltkann Stoff so leuchtend weiß machen.4Da erschien Elija9,4 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23. zusammen mit Mose9,4 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. vor ihnen.Sie redeten mit Jesus.5Petrus sagte zu Jesus:»Rabbi9,5 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer., es ist gut, dass wir hier sind.Wir wollen drei Zelte aufschlagen:eins für dich, eins für Mose und eins für Elija.«6Denn Petrus wusste nicht, was er sagen sollte –so sehr waren sie von Furcht erfüllt.7Dann zog eine Wolke auf,und ihr Schatten legte sich über sie.Und eine Stimme erklang aus der Wolke:»Das ist mein geliebter Sohn9,7 mein geliebter Sohn: Mit diesen Worten wird Jesus bei seiner Taufe von einer Stimme aus dem Himmel angeredet, vgl. Markus 1,11.,an ihm habe ich Freude.Hört auf ihn!«

8Plötzlich waren sie mit Jesus9,8 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. allein.Als sie sich umsahen,konnten sie niemanden mehr erblicken.9Während sie vom Berg9,9 Berg: Die Szene erinnert an Mose, der den Berg Sinai bestieg und dort von Gott die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. herabstiegen,schärfte Jesus ihnen ein:»Erzählt keinem, was ihr gesehen habt,bis der Menschensohn9,9 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. von den Toten auferstanden9,9 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. ist.«10Diese Worte beschäftigten sie,und sie überlegten miteinander:»Was bedeutet: von den Toten auferstehen?«

Elija und Johannes der Täufer

Matthäus 17,10-13
11Die drei Jünger9,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. fragten Jesus9,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Warum sagen die Schriftgelehrten9,11 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.,dass vor dem Ende9,11 vor dem Ende: Maleachi 3,23 kündigt das Wiederkommen Elijas als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes an. Elija9,11 Elija: Prophet im Nordreich Israel. Sein Name bedeutet »Mein Gott ist der Herr wiederkommen muss?«12Jesus antwortete: »Es stimmt zwar,dass Elija vor dem Ende kommtund alles für Gott bereit macht.Aber wieso heißt es dann in der Heiligen Schrift9,12 heißt es in der Heiligen Schrift: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12.vom Menschensohn9,12 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde.:›Er muss viel leiden und wird verachtet werden‹?13Aber ich sage euch: Elija ist schon gekommen9,13 Elija ist schon gekommen: Jesus spricht von Johannes dem Täufer, der in Markus 1,2-8 als sein Wegbereiter vorgestellt wird.,und sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten.So steht es auch in der Heiligen Schrift.«

Jesus heilt ein Kind und fordert zum Vertrauen auf

Matthäus 17,14-20; Lukas 9,37-43
14Jesus9,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kam mit den drei Jüngern9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu den anderen zurück.Er fand eine große Volksmenge um sie versammelt.Darunter waren auch einige Schriftgelehrte9,14 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.,die mit den Jüngern stritten.15Die Volksmenge sah ihn sofortund wurde ganz aufgeregt.Die Leute liefen zu ihm hin und begrüßten ihn.16Er fragte sie:»Worüber hattet ihr Streit mit meinen Jüngern?«17Ein Mann aus der Volksmenge antwortete:»Lehrer9,17 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., ich habe meinen Sohn zu dir gebracht.Er ist von einem bösen Geist9,17 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. besessen,der ihn stumm gemacht hat.18Wenn der Geist ihn packt, wirft er ihn zu Boden.Er bekommt Schaum vor den Mund,knirscht mit den Zähnen,und sein ganzer Körper verkrampft sich.Ich habe deine Jünger gebeten,den Geist auszutreiben,aber sie konnten es nicht.«19Da antwortete er ihnen:»Was seid ihr nur für eine ungläubige Generation?Wie lange soll ich noch bei euch bleiben?Wie lange soll ich euch noch ertragen?Bringt ihn zu mir!«

20Sie brachten den Jungen zu Jesus9,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Sobald der Geist9,20 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Jesus sah,zerrte er den Jungen hin und her.Er fiel zu Bodenund wälzte sich mit Schaum vor dem Mund auf der Erde.21Da fragte Jesus den Vater:»Wie lange hat er das schon?«Er antwortete: »Von klein auf.22Der böse Geist9,22 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. hat ihn auch schon oftins Feuer oder ins Wasser geworfen,um ihn umzubringen.Wenn du kannst, dann hilf uns!Hab doch Mitleid mit uns!«23Jesus sagte zu ihm:»Was heißt hier: ›Wenn du kannst‹?Alles ist möglich für den, der glaubt9,23 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.24Da schrie der Vater des Jungen auf:»Ich glaube ja – und brauche doch,dass du mir in meinem Unglauben hilfst!«

25Immer mehr Menschen kamen zu der Volksmenge.Als Jesus9,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das sah, bedrohte er den bösen Geist9,25 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz.:»Du stummer und tauber Geist, ich befehle dir:Verlass den Jungenund kehr nie wieder in ihn zurück!«26Da schrie der böse Geist aufund zerrte den Jungen heftig hin und her.Dann verließ er ihn.Der Junge lag da wie tot.Deshalb meinten viele: »Er ist gestorben.«27Aber Jesus nahm seine Handund zog den Jungen hoch.Da stand er auf.28Dann gingen Jesus und seine Jünger nach Hause9,28 nach Hause: Vermutlich das Haus von Simon Petrus und Andreas in Kapernaum, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31..Als sie allein waren, fragten die Jünger9,28 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. ihn:»Warum konnten wirden bösen Geist nicht austreiben?«29Er antwortete:»Solche bösen Geister können nurdurch Gebet9,29 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. ausgetrieben werden.«

Jesus kündigt zum zweiten Mal seinen Tod an

Matthäus 17,22-23; Lukas 9,43-45
30Jesus9,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger9,30 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. verließen die Gegendund zogen durch Galiläa9,30 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene..Aber Jesus wollte nicht, dass es jemand erfährt.31Denn er wollte seine Jünger lehrenund ihnen erklären, was ihm bevorstand:»Der Menschensohn9,31 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird ausgeliefert werdenin die Hände der Menschen.Sie werden ihn töten.Aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen9,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.32Doch die Jünger verstanden nicht,was Jesus sagen wollte.Und sie scheuten sich, ihn danach zu fragen.

Anweisungen für die Gemeinschaft der Jünger

Markus 9,33–10,52

Wer ist bei Gott wichtig?

Matthäus 18,1-5; Lukas 9,46-48
33Jesus9,33 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger9,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. gingen nach Kapernaum9,33 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret..Als sie zu Hause9,33 zu Hause: Vermutlich das Haus von Simon und Andreas, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31. angekommen waren, fragte er sie:»Worüber habt ihr euch unterwegs gestritten?«34Die Jünger schwiegen.Sie hatten unterwegs darüber gestritten,wer von ihnen der Wichtigste war.35Jesus setzte sich, rief die Zwölf9,35 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zu sichund sagte zu ihnen: »Wer der Erste sein will,muss der Letzte von allen werdenund allen anderen dienen.«36Dann nahm Jesus ein Kind und stellte es in ihre Mitte.Er schloss es in seine Arme und sagte zu den Jüngern:37»Wer ein Kind wie dieses aufnimmtund sich dabei auf mich beruft,der nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt, nimmt nicht nur mich auf,sondern auch den, der mich gesandt hat.«

Wer nicht gegen uns ist, ist für uns

Matthäus 10,42; Lukas 9,49-50
38Johannes sagte zu Jesus9,38 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Lehrer9,38 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir haben gesehen,wie jemand deinen Namen dazu benutzt hat,Dämonen9,38 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. auszutreiben.Wir wollten ihn davon abhalten,denn er gehört nicht zu uns.«39Aber Jesus antwortete: »Hindert ihn nicht daran!Denn niemand benutzt meinen Namen dazu,Wunder9,39 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. zu tun,und redet kurz darauf schlecht über mich.40Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.41Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt,weil ihr zu Christus9,41 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. gehört –Amen9,41 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Ein solcher Mensch wird ganz bestimmtseine Belohnung dafür erhalten.«

Warnung vor jeder Art von Verführung

Matthäus 18,6-9; Lukas 17,1-2
42Jesus9,42 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte:»Wer einen von diesen Geringsten, die an mich glauben9,42 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.,von mir abbringt, für den gilt:Es wäre besser für ihn,mit einem Mühlstein9,42 Mühlstein: Schwerer Stein, der beim Mahlen von Getreide von einem Esel bewegt wurde. um den Halsins Meer geworfen zu werden.43Wenn dich deine Hand von mir abbringt, schlag sie ab!Es ist besser für dich,verstümmelt bei Gott zu leben –besser als mit beiden Händen in der Hölle9,43 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht.,in der das Feuer nie ausgeht.44[...]9,44 [...]: Einige spätere Handschriften fügen in Vers 44 und 46 hinzu: »Dort nehmen die Qualen kein Ende, und das Feuer erlischt nie.«45Wenn dich dein Fuß von mir abbringt, schlag ihn ab!Es ist besser für dich, lahm bei Gott zu leben –besser, als mit beiden Füßenin die Hölle geworfen zu werden.46[...]9,46 [...]: Einige spätere Handschriften fügen in Vers 44 und 46 hinzu: »Dort nehmen die Qualen kein Ende, und das Feuer erlischt nie.«47Wenn dich dein Auge von mir abbringt, reiß es aus!Es ist besser für dich,mit nur einem Auge in das Reich Gottes9,47 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. zu kommen –besser, als mit beiden Augenin die Hölle geworfen zu werden.489,48 Vers 48: Vers 48 nimmt Worte aus Jesaja 66,24 auf. Dort nehmen die Qualen kein Ende,und das Feuer erlischt nie.«

Von der Kraft des Salzes

Matthäus 5,13; Lukas 14,34-35
49»Denn jeder bekommt durch Feuer des Leidensetwas von der Kraft des Salzes9,49 Kraft des Salzes: Salz hat eine reinigende Kraft und macht Lebensmittel haltbar. In 3. Mose/Levitikus 2,13 steht es daher für den Bund Gottes mit seinem Volk..50Salz ist etwas Gutes.Aber wenn das Salz seine Kraft verliert,wie kann man es wieder salzig machen?Bewahrt also die Kraft des Salzes in euch:Haltet Frieden untereinander!«
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Über die Ehescheidung

Matthäus 19,1-12
101Jesus10,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. brach von dort10,1 dort: Jesus befand sich mit seinen Jüngern in Galiläa, im Norden des Landes. auf.Er kam in das Gebiet von Judäa10,1 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.auf der anderen Jordanseite10,1 auf der anderen Jordanseite: Jesus geht nicht auf direktem Weg nach Jerusalem. Er reist durch das Gebiet östlich des Jordan und vermeidet so den Kontakt mit den Samaritern, einer jüdischen Glaubensgruppe, die den Tempel in Jerusalem nicht anerkannte..Wieder versammelte sich eine große Volksmenge bei ihm,und wie immer lehrte er die Menschen.2Da kamen Pharisäer10,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und fragten ihn:»Darf sich ein Mann von seiner Frau scheiden lassen?«Damit wollten sie Jesus auf die Probe stellen.3Jesus antwortete:»Was hat euch Mose vorgeschrieben10,3 Mose vorgeschrieben: Die Bestimmungen über Scheidung und Wiederheirat finden sich in 5. Mose/Deuteronomium 24,1-4.4Da sagten die Pharisäer: »Mose hat erlaubt,dass ein Mann seiner Fraueine Scheidungsurkunde10,4 Scheidungsurkunde: Dokument, das ein Mann seiner Frau geben musste, wenn er die Ehe auflösen wollte. ausstellt und sie wegschickt.«5Jesus erwiderte:»Nur weil ihr euer Herz gegen Gott verschlossen habt,hat Mose euch dieses Gebot gegeben.6Aber vom Anfang der Welt10,6 Anfang der Welt: Von der Erschaffung der ersten beiden Menschen erzählt 1. Mose/Genesis 1,27. anhat Gott die Menschen als Mann und Frau geschaffen.710,7 Vers 7-8: Die Verse 7-8 zitieren aus der griechischen Übersetzung von 1. Mose/Genesis 2,24. Deshalb verlässt ein Mannseinen Vater und seine Mutterund verbindet sich mit seiner Frau.8Die zwei sind dann eins mit Leib und Seele.Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ganz eins.9Was Gott so verbunden hat,das soll der Mensch nicht trennen.«10Zu Hause10,10 zu Hause: Vermutlich das Haus von Simon und Andreas, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31. fragten ihn die Jünger10,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. noch einmal danach.11Jesus sagte zu ihnen:»Wer sich von seiner Frau scheiden lässtund eine andere heiratet,der begeht Ehebruch10,11 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. gegenüber der ersten.12Ebenso gilt:Wenn sich eine Frau von ihrem Mann scheiden lässtund einen anderen heiratet, begeht sie Ehebruch.«

Jesus und die Kinder

Matthäus 19,13-15; Lukas 18,15-17
13Einige Leute brachten Kinder zu Jesus10,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Sie wollten, dass er ihnen die Hände auflegte10,13 die Hände auflegen: Durch das Auflegen der Hände schenkt Jesus den Kindern den Segen Gottes..Aber die Jünger10,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. wiesen sie schroff zurück.14Als Jesus das merkte,wurde er zornig und sagte zu ihnen:»Lasst doch die Kinder zu mir kommen,hindert sie nicht daran!Denn für Menschen wie sie ist das Reich Gottes10,14 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. da.15Amen10,15 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Wer sich das Reich Gottes nichtwie ein Kind schenken lässt,wird nie hineinkommen.«16Dann nahm er die Kinder in die Arme,legte ihnen die Hände auf und segnete10,16 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. sie.

Die Gefahr des Reichtums

Matthäus 19,16-26; Lukas 18,18-27
17Jesus10,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. machte sich wieder auf den Weg.Da kam ein Mann angelaufen.Er fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn:»Guter Lehrer10,17 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., was muss ich tun,damit ich das ewige Leben10,17 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. bekomme?«18Jesus antwortete: »Warum nennst du mich gut?Niemand ist gut außer dem Einen: Gott.19Du kennst doch die Gebote10,19 die Gebote: Die folgenden Gebote gehören zu den Zehn Geboten, vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-17.:›Du sollst nicht töten!Du sollst nicht ehebrechen10,19 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.!Du sollst nicht stehlen!Du sollst keine falschen Aussagen machen!Du sollst niemanden um das bringen, was ihm zusteht!Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren10,19 ehren: Die Eltern mit Respekt und Würde behandeln und auch bei Krankheit oder im Alter für sie sorgen.und für sie sorgen!‹«20Aber der Mann sagte: »Lehrer,das alles habe ich seit meiner Jugend befolgt.«21Jesus sah ihn an.Er gewann ihn lieb und sagte zu ihm:»Eins fehlt dir noch: Geh los,verkaufe alles, was du hast,und gib das Geld den Armen.So wirst du einen Schatz im Himmel haben.Dann komm und folge10,21 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«22Der Mann war betroffen von dem, was Jesus sagte,und ging traurig weg.Denn er hatte ein großes Vermögen.

23Jesus10,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sah seine Jünger10,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. an und sagte:»Wie schwer ist es doch für die Menschen,die viel besitzen,in das Reich Gottes10,23 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. hineinzukommen.«24Die Jünger waren bestürzt über seine Worte.Aber Jesus sagte noch einmal zu ihnen:»Ja, Kinder, wie schwer ist es doch,in das Reich Gottes hineinzukommen.25Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.«26Da gerieten die Jünger völlig außer sichund fragten einander:»Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«27Jesus sah sie an und sagte:»Für Menschen ist es unmöglich, aber nicht für Gott.Denn für Gott ist alles möglich.«

Der Lohn für die, die alles aufgegeben haben

Matthäus 19,27-30; Lukas 18,28-30
28Da sagte Petrus10,28 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. zu Jesus10,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Du weißt:Wir haben alles zurückgelassen und sind dir gefolgt10,28 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.29Jesus antwortete:»Amen10,29 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Jeder, der etwas zurückgelassen hat– Haus, Brüder, Schwestern,Mutter, Vater, Kinder oder Felder –,um mir zu folgenund um die Gute Nachricht10,29 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. weiterzusagen,30wird es hundertfach neu bekommen:Haus, Brüder, Schwestern, Mutter, Kinder und Felder.Das gilt schon jetzt in dieser Zeit –wenn auch unter Verfolgungen.Und dann, wenn Gottes Reich10,30 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. kommt,bekommt er das ewige Leben10,30 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod..31Viele, die jetzt bei den Ersten sind,werden dann die Letzten sein.Und viele, die jetzt bei den Letzten sind,werden dann die Ersten sein.«

Jesus kündigt zum dritten Mal seinen Tod an

Matthäus 20,17-19; Lukas 18,31-34
32Auf dem Weg nach Jerusalem10,32 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.ging Jesus10,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. vor den anderen her.Alle, die dabei waren, wunderten sich.Aber die Jünger10,32 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten., die ihm folgten10,32 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen., hatten Angst.Da nahm Jesus die Zwölf10,32 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. noch einmal beiseite.Er kündigte ihnen an, was mit ihm geschehen sollte:33»Wir ziehen jetzt nach Jerusalem.Dort wird der Menschensohn10,33 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. den führenden Priestern10,33 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und Schriftgelehrten10,33 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. ausgeliefert.Sie werden ihn zum Tod verurteilenund an die Heiden10,33 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben. Hier sind die Römer gemeint, die das Land seit 63 v. Chr. beherrschten. ausliefern,die unser Land besetzen.34Die werden ihn verspotten und anspucken,ihn auspeitschen und töten.Aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen10,34 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.

Nicht herrschen, sondern dienen

Matthäus 20,20-28; Lukas 22,24-27
35Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus,traten zu Jesus10,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und sagten zu ihm:»Lehrer10,35 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst.«36Jesus fragte sie:»Was möchtet ihr denn? Was soll ich für euch tun?«37Sie antworteten:»Lass uns neben dir sitzen,wenn du in deiner Herrlichkeit10,37 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. regieren wirst –einen rechts10,37 rechts, links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze. von dir, den anderen links10,37 links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze.38Aber Jesus sagte zu ihnen:»Ihr wisst nicht, um was ihr da bittet!Könnt ihr den Becher10,38 Becher: Bei den Propheten des Alten Testaments Bild für das Gericht Gottes, das Menschen wie Betrunkene wanken lässt; vgl. Jeremia 25,15-29. Mit diesem Bild verweist Jesus auf seinen gewaltsamen Tod am Kreuz. austrinken, den ich austrinke?Oder könnt ihr die Taufe10,38 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Hier Bild für den Leidensweg von Jesus, der in seiner Kreuzigung endet. auf euch nehmen,mit der ich getauft werde?«39Sie erwiderten: »Das können wir!«Da sagte Jesus zu ihnen:»Ihr werdet tatsächlich den Becher austrinken,den ich austrinke.Und ihr werdet die Taufe auf euch nehmen,mit der ich getauft werde.40Aber ich habe nicht zu entscheiden,wer rechts und links von mir sitzt.Dort werden die sitzen, die Gott dafür bestimmt hat.«

41Die anderen zehn hörten das Gespräch mit anund ärgerten sich über Jakobus und Johannes.42Da rief Jesus10,42 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. auch sie herbei und sagte zu ihnen:»Ihr wisst:Diejenigen, die als Herrscher der Völker gelten,unterdrücken die Menschen, über die sie herrschen.Und ihre Machthaber missbrauchen ihre Macht.43Aber bei euch ist das nicht so:Sondern wer von euch groß sein will,soll den anderen dienen.44Und wer von euch der Erste sein will,soll der Diener von allen sein.45Denn auch der Menschensohn10,45 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. ist nicht gekommen,um sich dienen zu lassen.Im Gegenteil:Er ist gekommen, um anderen zu dienenund sein Leben hinzugeben10,45 sein Leben hingeben: Der Text nimmt ein Bild aus dem Alten Testament auf. Jesaja 52,13–53,12 erzählt vom leidenden Knecht Gottes, der für sein Volk stirbt. Christen lesen den Text als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus.als Lösegeld für viele Menschen.«

Jesus heilt einen Blinden

Matthäus 20,29-34; Lukas 18,35-43
46Dann kam Jesus10,46 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nach Jericho.Als er mit seinen Jüngern10,46 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. und einer großen Volksmengedie Stadt verließ, saß ein blinder Bettler am Weg.Es war Bartimäus, der Sohn von Timäus.47Als er hörte, dass Jesus aus Nazaret10,47 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf. da war,fing er an, laut zu rufen:»Jesus, du Sohn Davids10,47 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl.