BasisBibel (BB)
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Jesus wendet sich den Völkern zu

Markus 7,1–8,26

Gottes Gebote und menschliche Vorschriften

Matthäus 15,1-9
71Einmal kamen aus Jerusalem7,1 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. die Pharisäer7,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. zu Jesus7,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.,zusammen mit einigen Schriftgelehrten7,1 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist..2Sie sahen, dass einige seiner Jünger7,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.ihr Brot mit unreinen7,2 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. Händen aßen.Sie hatten also die Hände vor dem Essennicht nach den religiösen Vorschriften gewaschen.

3Wie alle Juden7,3 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. essen die Pharisäer7,3 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. nicht,wenn sie nicht vorherihre Hände gründlich gewaschen haben.So halten sie die Vorschriften der Vorfahren7,3 Vorschriften der Vorfahren: Neben hygienischen Gründen spielen beim Händewaschen vor allem religiöse Vorstellungen eine Rolle. ein.4Und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht,ohne sich nach den religiösen Vorschriftengewaschen zu haben.Es gibt noch viele andere Vorschriften,an denen sie festhalten.So reinigen sie auch ihre Becher, Krüge,Kupferschüsseln und Matten7,4 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht..

5Die Pharisäer7,5 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und die Schriftgelehrten7,5 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. fragten Jesus7,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Warum halten sich deine Jünger7,5 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. nichtan die Vorschriften der Vorfahren7,5 Vorschriften der Vorfahren: Neben hygienischen Gründen spielen beim Händewaschen vor allem religiöse Vorstellungen eine Rolle.?Warum essen sie das Brot mit unreinen7,5 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. Händen?«6Aber Jesus sagte zu ihnen:»Was der Prophet Jesaja über euch Heuchler gesagt hat,stimmt genau!In seinem Buch steht7,6 in seinem Buch steht: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 29,13.:›Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen,aber im Herzen ist es weit weg von mir.7Ihre ganze Verehrung ist sinnlos.Denn die Lehren, die sie verbreiten,sind Gebote von Menschen.‹8Gottes Gebote7,8 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. schiebt ihr beiseiteund haltet an Vorschriften von Menschen fest.«

9Weiter sagte er zu ihnen:»Ihr seid sehr geschickt darin,Gottes Gebote7,9 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. für ungültig zu erklären.So setzt ihr eure eigenen Vorschriften in Kraft.10Denn Mose hat gesagt7,10 Mose hat gesagt: Es folgt ein Zitat aus den Zehn Geboten, vgl. 2. Mose/Exodus 20,12.:›Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehrenund für sie sorgen!‹Weiter heißt es7,10 heißt es: Zitat aus 2. Mose/Exodus 21,17.:›Wer Vater oder Mutter verflucht,soll mit dem Tod bestraft werden.‹11Ihr dagegen behauptet:Wenn jemand zu Vater und Mutter sagt:›Korban‹7,11 ›Korban‹: Bezeichnet im Hebräischen ein Opfer, das Gott dargebracht wurde. – das bedeutet:›Die Unterstützung, die ich euch schulde,soll dem Tempelschatz zugutekommen‹ –,12dann braucht er für seine Eltern nichts mehr zu tun.13So setzt ihr das Wort Gottes außer Kraftdurch eure eigenen Vorschriften, die ihr weitergebt.Und so macht ihr es immer wieder.«

Was unrein macht

Matthäus 15,10-20
14Dann rief Jesus7,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. die ganze Volksmenge wieder zu sich.Er sagte zu ihnen:»Hört mir alle zu und versteht mich richtig!15Nicht das, was von außen in den Menschen hineinkommt,kann ihn unrein7,15 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. machen.Vielmehr macht ihn das unrein,was aus dem Menschen herauskommt.«16[...]7,16 [...]: Einige spätere Handschriften fügen hinzu: »Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«

17Danach zog sich Jesus7,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. von der Volksmengein ein Haus zurück.Dort fragten ihn seine Jünger7,17 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.nach dem Sinn dieser Worte.18Da sagte er zu ihnen:»Also habt auch ihr noch nichts begriffen?Versteht ihr denn nicht:Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt,kann ihn unrein7,18 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. machen.19Denn es kommt nicht in sein Herz,sondern in seinen Magen.Dann wird es vom Körper wieder ausgeschieden.«Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein7,19 rein: Tiere, Pflanzen und Lebensmittel, die den religiösen Vorschriften des Alten Testaments zufolge gegessen werden dürfen..20Weiter sagte er:»Das, was aus dem Menschen herauskommt,das macht den Menschen unrein.21Denn alle bösen Gedanken kommen von innen,aus dem Herzen des Menschen:sexuelles Fehlverhalten, Diebstahl, Mord,22Ehebruch, Habgier, Bosheit,Betrug, Zügellosigkeit, Neid,Verleumdung, Überheblichkeit und Unvernunft.23Alle diese bösen Dingekommen aus dem Inneren des Menschenund machen ihn unrein.«

Eine nicht-jüdische Frau vertraut Jesus

Matthäus 15,21-28
24Von Gennesaret7,24 Gennesaret: Ortschaft am Westufer des See Gennesaret. brach Jesus7,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. aufund ging in das Gebiet von Tyros7,24 Tyros: Bedeutende Hafenstadt, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatte sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil..Er zog sich in ein Haus zurückund wollte nicht, dass es bekannt wird.Aber es war nicht möglich, es geheim zu halten.25Im Gegenteil: Sogleich hörte eine Frau von ihm.Sie hatte eine kleine Tochter,die von einem bösen Geist7,25 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. beherrscht wurde.Sie kam und warf sich vor ihm nieder.26Die Frau war eine Griechin,die in Syrophönizien7,26 Syrophönizien: Bezeichnung, die hervorhebt, dass die Frau nicht zum Volk Israel gehört. zu Hause war.Sie bat ihn: »Treib den Dämon7,26 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. aus meiner Tochter aus!«27Jesus antwortete:»Zuerst sollen die Kinder7,27 Kinder: Bild für das Volk Israel, in dem die enge Beziehung zwischen Gott und seinem Volk zum Ausdruck kommt. satt werden.Es ist nicht richtig, den Kindern das Brot wegzunehmenund es den Hunden7,27 Hunde: Schimpfwort für Nicht-Juden. vorzuwerfen.«28Darauf antwortete sie: »Herr!Aber unter dem Tisch fressen sogar die Hundevon den Krümeln der Kinder.«29Da sagte Jesus zu ihr:»Wegen dieser Antwort sage ich dir: Geh nach Hause!Der Dämon hat deine Tochter verlassen.«30Sie kehrte nach Hause zurück und fand das Kind.Es lag auf dem Bett, und der Dämon hatte es verlassen.

Jesus heilt einen Taubstummen

Matthäus 15,29-31
31Danach verließ Jesus7,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das Gebiet von Tyros7,31 Tyros: Bedeutende Hafenstadt, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatte sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil. wieder.Er kam über Sidon7,31 Sidon: Bedeutende Hafenstadt, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatte sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil. zum See von Galiläa7,31 See von Galiläa: Anderer Name für den See Gennesaret.,mitten ins Gebiet der Zehn Städte7,31 Zehn Städte: Zusammenschluss von zehn Städten östlich und südlich des See Gennesaret, der eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber den jeweiligen Herrschern behauptete..32Da brachten Leute einen Taubstummen zu ihm.Sie baten Jesus: »Leg ihm deine Hand auf!«33Jesus führte ihn ein Stück von der Volksmenge weg.Er legte seine Finger in die Ohren des Taubstummenund berührte dessen Zunge mit Speichel7,33 Speichel: Dem Speichel wurde eine heilende Wirkung zugeschrieben..34Dann blickte er zum Himmel auf,seufzte und sagte: »Effata!7,34 Effata: Jesus redet den Mann mit aramäischen Worten an. Das ist die Sprache, die von den Menschen in Galiläa, östlich des See Gennesaret, gesprochen wurde.«,das heißt: Öffne dich!35Sofort öffneten sich seine Ohren,seine Zunge löste sich, und er konnte normal sprechen.36Jesus schärfte ihnen ein,nichts davon weiterzuerzählen.Aber je mehr er darauf bestand,desto mehr verkündeten sie, was Jesus getan hatte.

37Die Leute gerieten völlig außer sich vor Staunenund sagten: »Wie gut ist alles, was er getan hat!Durch ihn können die Tauben hörenund die Stummen reden!«
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Jesus macht 4000 Menschen satt

Matthäus 15,32-39
81Zu dieser Zeit war wieder eine große Volksmengebei Jesus8,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zusammengekommen.Da die Menschen nichts zu essen hatten,rief Jesus die Jünger8,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu sich.Er sagte zu ihnen:2»Ich habe großes Mitleid mit den Menschen.Sie sind nun schon drei Tage bei mirund haben nichts zu essen.3Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke,werden sie unterwegs zusammenbrechen –denn einige sind von weit her gekommen.«4Seine Jünger antworteten:»Wo soll in dieser einsamen Gegend das Brot8,4 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. herkommen,um diese Leute satt zu machen?«5Und er fragte sie: »Wie viele Brote habt ihr?«Sie antworteten: »Sieben.«

6Jesus8,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. forderte die Volksmenge auf,sich auf dem Boden niederzulassen.Dann nahm er die sieben Brote8,6 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung..Er dankte Gott, brach sie in Stückeund gab sie seinen Jüngern8,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zum Verteilen.Und die Jünger teilten das Brot an die Volksmenge aus.7Sie hatten auch noch einige kleine Fische8,7 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln..Jesus dankte Gott dafürund ließ sie ebenfalls austeilen.8Die Menschen aßen und wurden satt.Danach sammelten sie die Resteund füllten damit sieben Körbe.9Es waren etwa 4000, die Jesus heimschickte.10Gleich darauf stieg Jesusmit seinen Jüngern in ein Boot.Sie fuhren in die Gegend von Dalmanuta.

Jesus soll seine Vollmacht beweisen

Matthäus 16,1-4
11Da kamen die Pharisäer8,11 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte..Sie fingen an, mit ihm zu streitenund forderten von ihm ein Zeichen8,11 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.seiner göttlichen Vollmacht.Damit wollten sie ihn auf die Probe stellen.12Jesus8,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seufzte und sagte: »Warum verlangendie Menschen dieser Generation ein Zeichen?Amen8,12 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Ich werde den Menschen dieser Generationganz bestimmt kein Zeichen geben.«13Damit ließ er sie stehen,stieg wieder ins Boot und fuhr ans andere Ufer.

Die Jünger verstehen Jesus nicht

Matthäus 16,5-12
14Die Jünger8,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. hatten vergessen, Brot8,14 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. zu besorgen.Deshalb hatten sie nur ein einziges Brotbei sich im Boot.15Jesus8,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. schärfte ihnen ein: »Nehmt euch in Acht!Hütet euch vor dem Sauerteig8,15 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird, damit er aufgeht und mehr wird. Hier Bild für die Lehre der Pharisäer und des Herodes, die sich nicht verbreiten soll. der Pharisäer8,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.und vor dem Sauerteig des Herodes8,15 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.).16Sie aber waren noch in Gedanken,dass sie kein Brot hatten.17Jesus merkte das und sagte zu ihnen:»Warum macht ihr euch darüber Gedanken,dass ihr kein Brot habt?Versteht ihr immer noch nicht?Begreift ihr denn gar nichts?Sind eure Herzen so fest verschlossen?188,18 Vers 18: In Vers 18 wird aus Jeremia 5,21 zitiert. Ihr habt doch Augen – seht ihr denn nichts?Ihr habt doch Ohren – hört ihr denn nichts?Erinnert ihr euch nicht daran,19wie ich fünf Broteunter 5000 Menschen ausgeteilt habe?Wie viele Körbe habt ihr mit Resten gefüllt?«Sie antworteten: »Zwölf.«20»Und als ich sieben Broteunter 4000 ausgeteilt habe?Wie viele Körbe habt ihr da mit Resten gefüllt?«Sie antworteten: »Sieben.«21Da sagte Jesus zu ihnen:»Begreift ihr denn immer noch nichts?«

Jesus heilt einen Blinden

Johannes 9,1-7
22Jesus8,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger8,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. kamen nach Betsaida8,22 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus..Dort brachten die Leute einen Blinden zu ihm.Sie baten Jesus: »Berühre ihn!«23Er nahm den Blinden bei der Handund führte ihn aus dem Dorf heraus.Dann spuckte8,23 spucken: Dem Speichel wurde eine heilende Wirkung zugeschrieben. Jesus ihm auf die Augen,legte ihm die Hände aufund fragte ihn: »Was siehst du?«24Er blickte auf und antwortete: »Ich sehe Menschen.Sie sehen aus wie Bäume, die umhergehen.«25Noch einmal legte Jesus ihm die Hände auf seine Augen.Da konnte er klar sehen.Er war geheilt und konnte alles deutlich erkennen.

26Jesus8,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. schickte ihn nach Hause und sagte:»Geh aber nicht in das Dorf hinein.«

Jesus auf dem Weg nach Jerusalem

Markus 8,27–10,52

Nachfolge auf dem Weg des Leidens

Markus 8,27–9,32

Petrus spricht aus, wer Jesus ist

Matthäus 16,13-20; Lukas 9,18-21; Johannes 6,67-69
27Jesus8,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zog mit seinen Jüngern8,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. weiterin die Dörfer bei Cäsarea Philippi8,27 Cäsarea Philippi: Stadt am südlichen Abhang des Hermongebirges, nördlich des See Gennesaret. Sie hatte einen hohen Anteil nicht-jüdischer Bevölkerung..Unterwegs fragte er sie:»Für wen halten mich eigentlich die Leute?«28Sie antworteten:»Manche halten dich für Johannes den Täufer8,28 Johannes der Täufer: Bereitete die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Er wurde von Herodes getötet, vgl. Markus 6,17-29.,andere für Elija8,28 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23..Wieder andere meinen,dass du sonst einer der alten Propheten8,28 alte Propheten: Meint die Propheten, von denen das Alte Testament erzählt. bist.«29Da fragte er sie: »Und ihr, für wen haltet ihr mich?«Petrus antwortete: »Du bist der Christus8,29 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.30Jesus schärfte ihnen ein:»Sagt niemandem, wer ich bin!«

Jesus kündigt zum ersten Mal seinen Tod an

Matthäus 16,21-23; Lukas 9,22
31Danach begann Jesus8,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seinen Jüngern8,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu erklären,was Gott mit ihm vorhatte:»Der Menschensohn8,31 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird viel leiden müssen.Die Ratsältesten8,31 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten., die führenden Priester8,31 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und die Schriftgelehrten8,31 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.werden ihn wie einen Verbrecher behandeln.Sie werden ihn hinrichten lassen,aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen8,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.32Das sagte er ihnen ganz offen.Da nahm Petrus8,32 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. ihn zur Seiteund fing an, ihm das auszureden.33Aber Jesus drehte sich um, sah seine Jünger anund wies Petrus streng zurecht:»Weg mit dir, Satan8,33 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht., hinter mich!Dir geht es nicht um das, was Gott will,sondern um das, was Menschen wollen.«

Das Kreuz auf sich nehmen

Matthäus 10,39; 16,24-28; Lukas 9,23-27; 17,33; Johannes 12,25
34Dann rief Jesus8,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das Volk und seine Jünger8,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu sich.Er sagte: »Wer mir folgen8,34 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. will,darf nicht an seinem Leben hängen.Er muss sein Kreuz auf sich nehmen8,34 sein Kreuz auf sich nehmen: Wer sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, muss bereit sein, Schweres auf sich zu nehmen – bis hin zum Verlust des Lebens.und mir auf meinem Weg folgen.35Wer sein Leben retten will, wird es verlieren.Wer sich aber zu mir und der Guten Nachricht8,35 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. bekenntund deshalb sein Leben verliert, wird es erhalten.36Was nützt es einem Menschen,wenn er die ganze Welt gewinnt,aber sein Leben dabei verliert?37Was kann ein Mensch einsetzen,um sein Leben dafür einzutauschen?38Denn wer sich nicht zu mir und meinen Worten bekenntvor dieser treulosen und schuldbeladenen Generation,der muss wissen:Der Menschensohn8,38 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird sich auch nicht zu ihm bekennen,wenn er wiederkommt –in der Herrlichkeit seines Vaters8,38 Herrlichkeit seines Vaters: Als Sohn Gottes hat Jesus Anteil am Ansehen und der Macht Gottes. Wenn er wiederkommt, wird er mit Gottes Vollmacht auftreten.und mit den heiligen Engeln8,38 Engel: Hier Diener im Gericht Gottes. Als Herrscher über die ganze Welt ist Christus der Richter, der am Ende der Zeit im Namen Gottes ein Urteil über sie spricht.
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91Schließlich sagte er zu ihnen:

»Amen9,1 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Hier stehen einige, die nicht sterben werden,sondern die Ankunft von Gottes Reich9,1 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. erleben.Sie werden sehen, wie es machtvoll in diese Welt kommt.«

Die Jünger sehen Jesus in der Herrlichkeit Gottes

Matthäus 17,1-9; Lukas 9,28-36
2Sechs Tage später nahm Jesus9,2 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.Petrus9,2 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus., Jakobus und Johannes mit sich.Er führte sie auf einen hohen Berg9,2 Berg: Die Szene erinnert an Mose, der den Berg Sinai bestieg und dort von Gott die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20.,wo sie ganz für sich waren.Da veränderte sich sein Aussehen vor ihren Augen:3Seine Kleider wurden strahlend weiß –kein Tuchhersteller dieser Weltkann Stoff so leuchtend weiß machen.4Da erschien Elija9,4 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23. zusammen mit Mose9,4 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. vor ihnen.Sie redeten mit Jesus.5Petrus sagte zu Jesus:»Rabbi9,5 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer., es ist gut, dass wir hier sind.Wir wollen drei Zelte aufschlagen:eins für dich, eins für Mose und eins für Elija.«6Denn Petrus wusste nicht, was er sagen sollte –so sehr waren sie von Furcht erfüllt.7Dann zog eine Wolke auf,und ihr Schatten legte sich über sie.Und eine Stimme erklang aus der Wolke:»Das ist mein geliebter Sohn9,7 mein geliebter Sohn: Mit diesen Worten wird Jesus bei seiner Taufe von einer Stimme aus dem Himmel angeredet, vgl. Markus 1,11.,an ihm habe ich Freude.Hört auf ihn!«

8Plötzlich waren sie mit Jesus9,8 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. allein.Als sie sich umsahen,konnten sie niemanden mehr erblicken.9Während sie vom Berg9,9 Berg: Die Szene erinnert an Mose, der den Berg Sinai bestieg und dort von Gott die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. herabstiegen,schärfte Jesus ihnen ein:»Erzählt keinem, was ihr gesehen habt,bis der Menschensohn9,9 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. von den Toten auferstanden9,9 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. ist.«10Diese Worte beschäftigten sie,und sie überlegten miteinander:»Was bedeutet: von den Toten auferstehen?«

Elija und Johannes der Täufer

Matthäus 17,10-13
11Die drei Jünger9,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. fragten Jesus9,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Warum sagen die Schriftgelehrten9,11 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.,dass vor dem Ende9,11 vor dem Ende: Maleachi 3,23 kündigt das Wiederkommen Elijas als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes an. Elija9,11 Elija: Prophet im Nordreich Israel. Sein Name bedeutet »Mein Gott ist der Herr wiederkommen muss?«12Jesus antwortete: »Es stimmt zwar,dass Elija vor dem Ende kommtund alles für Gott bereit macht.Aber wieso heißt es dann in der Heiligen Schrift9,12 heißt es in der Heiligen Schrift: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12.vom Menschensohn9,12 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde.:›Er muss viel leiden und wird verachtet werden‹?13Aber ich sage euch: Elija ist schon gekommen9,13 Elija ist schon gekommen: Jesus spricht von Johannes dem Täufer, der in Markus 1,2-8 als sein Wegbereiter vorgestellt wird.,und sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten.So steht es auch in der Heiligen Schrift.«

Jesus heilt ein Kind und fordert zum Vertrauen auf

Matthäus 17,14-20; Lukas 9,37-43
14Jesus9,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kam mit den drei Jüngern9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu den anderen zurück.Er fand eine große Volksmenge um sie versammelt.Darunter waren auch einige Schriftgelehrte9,14 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.,die mit den Jüngern stritten.15Die Volksmenge sah ihn sofortund wurde ganz aufgeregt.Die Leute liefen zu ihm hin und begrüßten ihn.16Er fragte sie:»Worüber hattet ihr Streit mit meinen Jüngern?«17Ein Mann aus der Volksmenge antwortete:»Lehrer9,17 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., ich habe meinen Sohn zu dir gebracht.Er ist von einem bösen Geist9,17 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. besessen,der ihn stumm gemacht hat.18Wenn der Geist ihn packt, wirft er ihn zu Boden.Er bekommt Schaum vor den Mund,knirscht mit den Zähnen,und sein ganzer Körper verkrampft sich.Ich habe deine Jünger gebeten,den Geist auszutreiben,aber sie konnten es nicht.«19Da antwortete er ihnen:»Was seid ihr nur für eine ungläubige Generation?Wie lange soll ich noch bei euch bleiben?Wie lange soll ich euch noch ertragen?Bringt ihn zu mir!«

20Sie brachten den Jungen zu Jesus9,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Sobald der Geist9,20 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Jesus sah,zerrte er den Jungen hin und her.Er fiel zu Bodenund wälzte sich mit Schaum vor dem Mund auf der Erde.21Da fragte Jesus den Vater:»Wie lange hat er das schon?«Er antwortete: »Von klein auf.22Der böse Geist9,22 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. hat ihn auch schon oftins Feuer oder ins Wasser geworfen,um ihn umzubringen.Wenn du kannst, dann hilf uns!Hab doch Mitleid mit uns!«23Jesus sagte zu ihm:»Was heißt hier: ›Wenn du kannst‹?Alles ist möglich für den, der glaubt9,23 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.24Da schrie der Vater des Jungen auf:»Ich glaube ja – und brauche doch,dass du mir in meinem Unglauben hilfst!«

25Immer mehr Menschen kamen zu der Volksmenge.Als Jesus9,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das sah, bedrohte er den bösen Geist9,25 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz.:»Du stummer und tauber Geist, ich befehle dir:Verlass den Jungenund kehr nie wieder in ihn zurück!«26Da schrie der böse Geist aufund zerrte den Jungen heftig hin und her.Dann verließ er ihn.Der Junge lag da wie tot.Deshalb meinten viele: »Er ist gestorben.«27Aber Jesus nahm seine Handund zog den Jungen hoch.Da stand er auf.28Dann gingen Jesus und seine Jünger nach Hause9,28 nach Hause: Vermutlich das Haus von Simon Petrus und Andreas in Kapernaum, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31..Als sie allein waren, fragten die Jünger9,28 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. ihn:»Warum konnten wirden bösen Geist nicht austreiben?«29Er antwortete:»Solche bösen Geister können nurdurch Gebet9,29 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. ausgetrieben werden.«

Jesus kündigt zum zweiten Mal seinen Tod an

Matthäus 17,22-23; Lukas 9,43-45
30Jesus9,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger9,30 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. verließen die Gegendund zogen durch Galiläa9,30 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene..Aber Jesus wollte nicht, dass es jemand erfährt.31Denn er wollte seine Jünger lehrenund ihnen erklären, was ihm bevorstand:»Der Menschensohn9,31 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird ausgeliefert werdenin die Hände der Menschen.Sie werden ihn töten.Aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen9,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.32Doch die Jünger verstanden nicht,was Jesus sagen wollte.Und sie scheuten sich, ihn danach zu fragen.

Anweisungen für die Gemeinschaft der Jünger

Markus 9,33–10,52

Wer ist bei Gott wichtig?

Matthäus 18,1-5; Lukas 9,46-48
33Jesus9,33 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger9,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. gingen nach Kapernaum9,33 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret..Als sie zu Hause9,33 zu Hause: Vermutlich das Haus von Simon und Andreas, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31. angekommen waren, fragte er sie:»Worüber habt ihr euch unterwegs gestritten?«34Die Jünger schwiegen.Sie hatten unterwegs darüber gestritten,wer von ihnen der Wichtigste war.35Jesus setzte sich, rief die Zwölf9,35 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zu sichund sagte zu ihnen: »Wer der Erste sein will,muss der Letzte von allen werdenund allen anderen dienen.«36Dann nahm Jesus ein Kind und stellte es in ihre Mitte.Er schloss es in seine Arme und sagte zu den Jüngern:37»Wer ein Kind wie dieses aufnimmtund sich dabei auf mich beruft,der nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt, nimmt nicht nur mich auf,sondern auch den, der mich gesandt hat.«

Wer nicht gegen uns ist, ist für uns

Matthäus 10,42; Lukas 9,49-50
38Johannes sagte zu Jesus9,38 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Lehrer9,38 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir haben gesehen,wie jemand deinen Namen dazu benutzt hat,Dämonen9,38 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. auszutreiben.Wir wollten ihn davon abhalten,denn er gehört nicht zu uns.«39Aber Jesus antwortete: »Hindert ihn nicht daran!Denn niemand benutzt meinen Namen dazu,Wunder9,39 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. zu tun,und redet kurz darauf schlecht über mich.40Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.41Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt,weil ihr zu Christus9,41 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. gehört –Amen9,41 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Ein solcher Mensch wird ganz bestimmtseine Belohnung dafür erhalten.«

Warnung vor jeder Art von Verführung

Matthäus 18,6-9; Lukas 17,1-2
42Jesus9,42 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte:»Wer einen von diesen Geringsten, die an mich glauben9,42 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.,von mir abbringt, für den gilt:Es wäre besser für ihn,mit einem Mühlstein9,42 Mühlstein: Schwerer Stein, der beim Mahlen von Getreide von einem Esel bewegt wurde. um den Halsins Meer geworfen zu werden.43Wenn dich deine Hand von mir abbringt, schlag sie ab!Es ist besser für dich,verstümmelt bei Gott zu leben –besser als mit beiden Händen in der Hölle9,43 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht.,in der das Feuer nie ausgeht.44[...]9,44 [...]: Einige spätere Handschriften fügen in Vers 44 und 46 hinzu: »Dort nehmen die Qualen kein Ende, und das Feuer erlischt nie.«45Wenn dich dein Fuß von mir abbringt, schlag ihn ab!Es ist besser für dich, lahm bei Gott zu leben –besser, als mit beiden Füßenin die Hölle geworfen zu werden.46[...]9,46 [...]: Einige spätere Handschriften fügen in Vers 44 und 46 hinzu: »Dort nehmen die Qualen kein Ende, und das Feuer erlischt nie.«47Wenn dich dein Auge von mir abbringt, reiß es aus!Es ist besser für dich,mit nur einem Auge in das Reich Gottes9,47 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. zu kommen –besser, als mit beiden Augenin die Hölle geworfen zu werden.489,48 Vers 48: Vers 48 nimmt Worte aus Jesaja 66,24 auf. Dort nehmen die Qualen kein Ende,und das Feuer erlischt nie.«

Von der Kraft des Salzes

Matthäus 5,13; Lukas 14,34-35
49»Denn jeder bekommt durch Feuer des Leidensetwas von der Kraft des Salzes9,49 Kraft des Salzes: Salz hat eine reinigende Kraft und macht Lebensmittel haltbar. In 3. Mose/Levitikus 2,13 steht es daher für den Bund Gottes mit seinem Volk..50Salz ist etwas Gutes.Aber wenn das Salz seine Kraft verliert,wie kann man es wieder salzig machen?Bewahrt also die Kraft des Salzes in euch:Haltet Frieden untereinander!«