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Jesus wird in Nazaret abgelehnt

Matthäus 13,54-58; Lukas 4,16-30
61Jesus6,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ging von dort6,1 dort: Markus 5,21-43 erzählt, dass Jesus im Haus des Jairus war und dort dessen Tochter vom Tod auferweckt hat. wegund kam in seine Heimatstadt Nazaret6,1 Nazaret: Ortschaft 30 km westlich des See Gennesaret. Hier wuchs Jesus auf..Seine Jünger6,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. begleiteten ihn.2Am Sabbat6,2 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. lehrte Jesus in der Synagoge6,2 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde..Viele, die ihn hörten, waren tief beeindruckt.Sie fragten: »Wo hat er das her?Was ist das für eine Weisheit, die er bekommen hat?Und wieso geschehen durch ihn solche Wunder6,2 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.?3Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn von Maria?Ist er nicht der Bruder vonJakobus, Joses, Judas und Simon?Leben nicht auch seine Schwestern hier bei uns?«Deshalb lehnten sie Jesus ab.4Aber Jesus sagte zu ihnen:»Nirgendwo gilt ein Prophet6,4 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. so wenigwie in seiner Heimatstadt,bei seinen Verwandten und bei seiner Familie.«5Deshalb konnte er dort auch keine Wunder tun.Er legte nur einigen Kranken die Hände aufund heilte sie.6Und Jesus wunderte sichüber den Unglauben der Leute dort.

Jesus sendet seine Jünger aus

Matthäus 10,5-14; Lukas 9,1-6
Jesus6,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zog durch die Dörfer in der Umgebung und lehrte.7Er rief die Zwölf6,7 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zu sich.Dann sandte er sie jeweils zu zweit ausund gab ihnen die Vollmacht über böse Geister6,7 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz..8Er forderte sie auf:»Nehmt außer einem Wanderstock nichts mit auf den Weg:kein Brot, keine Vorratstascheund auch kein Geld im Gürtel.9Ihr dürft Sandalen6,9 Sandalen: Wurden in der Antike auf Reisen oder bei der Feldarbeit getragen. Im Alltag ging man oft barfuß. anziehen,aber nehmt kein zusätzliches Hemd6,9 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd. mit.«10Außerdem sagte er:»Wenn ihr in einem Haus aufgenommen werdet,bleibt so lange dort, bis ihr den Ort wieder verlasst.11Wenn euch die Leute in einem Ort nicht aufnehmenund euch nicht zuhören wollen:Zieht gleich weiterund schüttelt den Staub6,11 Staub abschütteln: Zeichenhafte Handlung, die den Abbruch aller Beziehungen zum Ausdruck bringt. Noch nicht einmal den Staub der anderen will man behalten. von euren Füßen.Dadurch sollen die Leute erkennen,dass ihr Verhalten Folgen haben wird.«12Und die Jünger6,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zogen los.Sie verkündeten den Menschen:»Ändert euer Leben!«13Sie trieben viele Dämonen6,13 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. aus,salbten viele Kranke mit Öl6,13 Öl: In der Antike Grundheilmittel bei vielen Krankheiten. und heilten sie.

Der Tod von Johannes dem Täufer

Matthäus 14,1-12; Lukas 3,19-20; 9,7-9
14Der König Herodes6,14 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). hörte von Jesus,denn sein Name war überall bekannt geworden.Die Leute sagten: »Er ist Johannes der Täufer6,14 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.,der von den Toten auferstanden ist.Deshalb hat er solche Wunderkräfte6,14 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.15Andere sagten: »Er ist Elija6,15 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23.Wieder andere behaupteten: »Er ist ein Prophet6,15 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.wie einer der Propheten aus vergangener Zeit.«16Als Herodes das hörte, sagte er:»Es ist Johannes, dem ich den Kopf abschlagen ließ.Er ist auferstanden.«

17Herodes6,17 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). hatte Johannes6,17 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. festnehmen,in Fesseln legen und ins Gefängnis werfen lassen.Der Grund war: Herodes hatte Herodias geheiratet,die Frau seines Bruders Philippus6,17 Herodes Philippus: Sohn von Herodes dem Großen, der von 4 v. Chr.–34 n. Chr. über Gebiete nordöstlich des See Gennesaret herrschte..18Daraufhin hatte Johannes zu Herodes gesagt:»Es war dir nicht erlaubt,die Frau deines Bruders6,18 Frau deines Bruders: 3. Mose/Levitikus 18,16 verbietet Geschlechtsverkehr mit der Frau des eigenen Bruders. zu heiraten!«19Deshalb war Herodias voller Hass auf Johannes.Sie wollte ihn töten lassen,hatte aber keine Möglichkeit dazu.20Denn Herodes scheute sich,Johannes etwas anzutun.Er wusste, dass Johannes gerecht vor Gott lebteund ein heiliger Mann6,20 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. war.Daher hielt er seine schützende Hand über ihn.Was er von Johannes zu hören bekam,versetzte ihn oft in große Unruhe.Dennoch hörte er ihm gerne zu.

21Aber eines Tages war die Gelegenheit für Herodias günstig:Herodes6,21 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). hatte Geburtstag und veranstaltete ein Festessen.Er lud seine hohen Regierungsbeamten, die Befehlshaberund die angesehensten Bürger von Galiläa6,21 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. dazu ein.22Da kam die Tochter von Herodias herein und tanzte.Herodes und seine Gäste waren begeistert.Der König sagte zu dem Mädchen:»Wünsch dir, was du willst – ich werde es dir geben.«23Er schwor ihr sogar:»Um was du mich auch bittest, ich werde es dir geben –und wenn es die Hälfte meines Königreichs ist.«

24Da ging das Mädchen hinaus und fragte seine Mutter:»Was soll ich mir wünschen?«Die Mutter sagte: »Den Kopf von Johannes dem Täufer6,24 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.25Eilig ging sie wieder zum Königund sagte ihm ihren Wunsch:»Ich will, dass du mir sofortden Kopf von Johannes dem Täuferauf einer Schale bringst.«26Der König war bestürzt.Aber weil er es vor seinen Gästenfeierlich versprochen hatte,wollte er ihr die Bitte nicht abschlagen.27Sofort schickte der König den Henker los.Er befahl ihm, den Kopf von Johannes zu bringen.Der Henker ging ins Gefängnisund schlug ihm den Kopf ab.28Dann brachte er den Kopf von Johannes auf einer Schale.Er gab ihn dem Mädchen,und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.

29Als die Jünger6,29 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. von Johannes6,29 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. davon erfuhren,kamen sie, holten seine Leicheund legten sie in eine Grabkammer6,29 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde..

Die Rückkehr der Jünger

Matthäus 14,13; Lukas 9,10
30Die Apostel6,30 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. kamen zu Jesus6,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zurück.Sie berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.31Er sagte zu ihnen:»Kommt mit an einen ruhigen Ort, nur ihr allein,und ruht euch ein wenig aus.«Denn ständig kamen und gingen die Leute.Sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen.32Also fuhren sie mit dem Bootan eine abgelegene Stelle, um für sich allein zu sein.

Jesus macht 5000 Menschen satt

Matthäus 14,14-21; Lukas 9,11-17; Johannes 6,1-13
33Die Leute sahen sie abfahren,und viele erkannten, wo sie hinwollten.So strömten sie auf dem Landwegaus allen umliegenden Orten herbeiund kamen noch vor ihnen dorthin.34Als Jesus ausstieg, sah er die große Volksmenge.Da bekam er Mitleid mit den Menschen,denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten6,34 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. haben.Darum lehrte er sie lange.

35So vergingen viele Stunden.Da kamen seine Jünger6,35 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu ihm und sagten:»Es ist eine einsame Gegend hier,und es ist schon sehr spät.36Schick doch die Leute weg.Dann können siein die umliegenden Höfe und Dörfer gehenund sich etwas zu essen kaufen.«37Aber Jesus6,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete:»Gebt doch ihr ihnen etwas zu essen.«Da sagten sie zu ihm: »Sollen wir etwa losgehenund für 200 Silberstücke6,37 200 Silberstücke: Wörtlich »200 Denare«. Ein Denar ist eine Silbermünze mit einem Gewicht von etwa 4 g Silber. Brot kaufenund es ihnen zu essen geben?«38Jesus fragte sie: »Wie viele Brote6,38 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. habt ihr dabei?Geht und seht nach.«Als sie es herausgefunden hatten,sagten sie: »Fünf, und zwei Fische6,38 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln.39Dann ordnete Jesus an: »Alle sollen sichin Gruppen zum Essen im grünen Gras niederlassen.«40So setzten sich die Leutein Gruppen zu hundert oder zu fünfzig.41Dann nahm Jesus die fünf Brote und die zwei Fische.Er blickte zum Himmel auf und dankte Gott.Dann brach er die Brote in Stückeund gab sie seinen Jüngern, die sie verteilen sollten.Auch die zwei Fische ließ er an alle austeilen.42Die Leute aßen, und alle wurden satt.43Danach sammelten sie die Reste von Brot und Fisch,die sie übrig gelassen hatten – zwölf Körbe voll.44Es waren 5000 Männer6,44 Männer: Gezählt wurden offensichtlich nur die Männer. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend waren.,die von den Broten gegessen hatten.

Jesus geht über das Wasser

Matthäus 14,22-33; Johannes 6,16-21
45Sofort danach drängte Jesus6,45 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seine Jünger6,45 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.,in das Boot zu steigen.Sie sollten an die andere Seite des Sees6,45 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.nach Betsaida6,45 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus. vorausfahren.Er selbst wollte zuerst nochdie Volksmenge verabschieden.46Nachdem er sich von der Menge getrennt hatte,stieg er auf einen Berg, um zu beten.

47Es war schon Abend geworden.Das Boot war mitten auf dem See6,47 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.,und Jesus6,47 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war allein an Land.48Da sah er,wie sich die Jünger6,48 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. beim Rudern abquälten,denn der Wind blies ihnen direkt entgegen.Um die vierte Nachtwache6,48 vierte Nachtwache: Nach römischem Brauch war die Nacht in vier »Nachtwachen« aufgeteilt. Die vierte ging von 3 bis 6 Uhr morgens. kam er zu ihnen.Er lief über den See und wollte an ihnen vorübergehen.49Als die Jünger ihn über den See laufen sahen,hielten ihn für ein Gespenst.Da schrien sie laut auf.50Denn sie sahen ihn alle und erschraken.Aber sofort sagte Jesus zu ihnen:»Habt keine Angst. Ich bin es.Fürchtet euch nicht!«51Er stieg zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich.Da waren die Jünger völlig fassungslos.52Denn trotz des Wunders mit den Broten6,52 Wunder mit den Broten: In Markus 6,33-44 wird erzählt, wie Jesus mehr als 5000 Menschen satt gemacht hat.hatten sie nichts verstanden.Ihre Herzen waren wie verschlossen.

Jesus heilt Kranke in Gennesaret

Matthäus 14,34-36
53Jesus6,53 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und die Jünger6,53 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. setzten die Überfahrt fortund legten in Gennesaret6,53 Gennesaret: Ortschaft am Westufer des See Gennesaret. an.54Als sie aus dem Boot stiegen,erkannten ihn die Leute sofort.55Sie liefen in der ganzen Gegend überall hin,um die Kranken zu holen.Die Leute brachten sie auf ihren Matten6,55 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht. dorthin,wo sie hörten, dass Jesus war.56Wo Jesus auch hinkam, in Dörfer, Städte oder Höfe:Sie legten die Kranken auf den Plätzen nieder.Dort flehten sie ihn an:»Lass uns nur die Quasten6,56 Quaste: An den Ecken des Gebetsmantels sind Quasten angebracht, die an die Gebote Gottes erinnern sollen; vgl. 4. Mose/Numeri 15,37-41. deines Mantels berühren!«Und wer immer ihn berührte, wurde gesund.
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Jesus wendet sich den Völkern zu

Markus 7,1–8,26

Gottes Gebote und menschliche Vorschriften

Matthäus 15,1-9
71Einmal kamen aus Jerusalem7,1 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. die Pharisäer7,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. zu Jesus7,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.,zusammen mit einigen Schriftgelehrten7,1 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist..2Sie sahen, dass einige seiner Jünger7,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.ihr Brot mit unreinen7,2 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. Händen aßen.Sie hatten also die Hände vor dem Essennicht nach den religiösen Vorschriften gewaschen.

3Wie alle Juden7,3 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. essen die Pharisäer7,3 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. nicht,wenn sie nicht vorherihre Hände gründlich gewaschen haben.So halten sie die Vorschriften der Vorfahren7,3 Vorschriften der Vorfahren: Neben hygienischen Gründen spielen beim Händewaschen vor allem religiöse Vorstellungen eine Rolle. ein.4Und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht,ohne sich nach den religiösen Vorschriftengewaschen zu haben.Es gibt noch viele andere Vorschriften,an denen sie festhalten.So reinigen sie auch ihre Becher, Krüge,Kupferschüsseln und Matten7,4 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht..

5Die Pharisäer7,5 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und die Schriftgelehrten7,5 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. fragten Jesus7,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Warum halten sich deine Jünger7,5 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. nichtan die Vorschriften der Vorfahren7,5 Vorschriften der Vorfahren: Neben hygienischen Gründen spielen beim Händewaschen vor allem religiöse Vorstellungen eine Rolle.?Warum essen sie das Brot mit unreinen7,5 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. Händen?«6Aber Jesus sagte zu ihnen:»Was der Prophet Jesaja über euch Heuchler gesagt hat,stimmt genau!In seinem Buch steht7,6 in seinem Buch steht: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 29,13.:›Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen,aber im Herzen ist es weit weg von mir.7Ihre ganze Verehrung ist sinnlos.Denn die Lehren, die sie verbreiten,sind Gebote von Menschen.‹8Gottes Gebote7,8 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. schiebt ihr beiseiteund haltet an Vorschriften von Menschen fest.«

9Weiter sagte er zu ihnen:»Ihr seid sehr geschickt darin,Gottes Gebote7,9 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. für ungültig zu erklären.So setzt ihr eure eigenen Vorschriften in Kraft.10Denn Mose hat gesagt7,10 Mose hat gesagt: Es folgt ein Zitat aus den Zehn Geboten, vgl. 2. Mose/Exodus 20,12.:›Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehrenund für sie sorgen!‹Weiter heißt es7,10 heißt es: Zitat aus 2. Mose/Exodus 21,17.:›Wer Vater oder Mutter verflucht,soll mit dem Tod bestraft werden.‹11Ihr dagegen behauptet:Wenn jemand zu Vater und Mutter sagt:›Korban‹7,11 ›Korban‹: Bezeichnet im Hebräischen ein Opfer, das Gott dargebracht wurde. – das bedeutet:›Die Unterstützung, die ich euch schulde,soll dem Tempelschatz zugutekommen‹ –,12dann braucht er für seine Eltern nichts mehr zu tun.13So setzt ihr das Wort Gottes außer Kraftdurch eure eigenen Vorschriften, die ihr weitergebt.Und so macht ihr es immer wieder.«

Was unrein macht

Matthäus 15,10-20
14Dann rief Jesus7,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. die ganze Volksmenge wieder zu sich.Er sagte zu ihnen:»Hört mir alle zu und versteht mich richtig!15Nicht das, was von außen in den Menschen hineinkommt,kann ihn unrein7,15 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. machen.Vielmehr macht ihn das unrein,was aus dem Menschen herauskommt.«16[...]7,16 [...]: Einige spätere Handschriften fügen hinzu: »Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«

17Danach zog sich Jesus7,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. von der Volksmengein ein Haus zurück.Dort fragten ihn seine Jünger7,17 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.nach dem Sinn dieser Worte.18Da sagte er zu ihnen:»Also habt auch ihr noch nichts begriffen?Versteht ihr denn nicht:Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt,kann ihn unrein7,18 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. machen.19Denn es kommt nicht in sein Herz,sondern in seinen Magen.Dann wird es vom Körper wieder ausgeschieden.«Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein7,19 rein: Tiere, Pflanzen und Lebensmittel, die den religiösen Vorschriften des Alten Testaments zufolge gegessen werden dürfen..20Weiter sagte er:»Das, was aus dem Menschen herauskommt,das macht den Menschen unrein.21Denn alle bösen Gedanken kommen von innen,aus dem Herzen des Menschen:sexuelles Fehlverhalten, Diebstahl, Mord,22Ehebruch, Habgier, Bosheit,Betrug, Zügellosigkeit, Neid,Verleumdung, Überheblichkeit und Unvernunft.23Alle diese bösen Dingekommen aus dem Inneren des Menschenund machen ihn unrein.«

Eine nicht-jüdische Frau vertraut Jesus

Matthäus 15,21-28
24Von Gennesaret7,24 Gennesaret: Ortschaft am Westufer des See Gennesaret. brach Jesus7,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. aufund ging in das Gebiet von Tyros7,24 Tyros: Bedeutende Hafenstadt, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatte sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil..Er zog sich in ein Haus zurückund wollte nicht, dass es bekannt wird.Aber es war nicht möglich, es geheim zu halten.25Im Gegenteil: Sogleich hörte eine Frau von ihm.Sie hatte eine kleine Tochter,die von einem bösen Geist7,25 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. beherrscht wurde.Sie kam und warf sich vor ihm nieder.26Die Frau war eine Griechin,die in Syrophönizien7,26 Syrophönizien: Bezeichnung, die hervorhebt, dass die Frau nicht zum Volk Israel gehört. zu Hause war.Sie bat ihn: »Treib den Dämon7,26 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. aus meiner Tochter aus!«27Jesus antwortete:»Zuerst sollen die Kinder7,27 Kinder: Bild für das Volk Israel, in dem die enge Beziehung zwischen Gott und seinem Volk zum Ausdruck kommt. satt werden.Es ist nicht richtig, den Kindern das Brot wegzunehmenund es den Hunden7,27 Hunde: Schimpfwort für Nicht-Juden. vorzuwerfen.«28Darauf antwortete sie: »Herr!Aber unter dem Tisch fressen sogar die Hundevon den Krümeln der Kinder.«29Da sagte Jesus zu ihr:»Wegen dieser Antwort sage ich dir: Geh nach Hause!Der Dämon hat deine Tochter verlassen.«30Sie kehrte nach Hause zurück und fand das Kind.Es lag auf dem Bett, und der Dämon hatte es verlassen.

Jesus heilt einen Taubstummen

Matthäus 15,29-31
31Danach verließ Jesus7,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das Gebiet von Tyros7,31 Tyros: Bedeutende Hafenstadt, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatte sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil. wieder.Er kam über Sidon7,31 Sidon: Bedeutende Hafenstadt, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatte sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil. zum See von Galiläa7,31 See von Galiläa: Anderer Name für den See Gennesaret.,mitten ins Gebiet der Zehn Städte7,31 Zehn Städte: Zusammenschluss von zehn Städten östlich und südlich des See Gennesaret, der eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber den jeweiligen Herrschern behauptete..32Da brachten Leute einen Taubstummen zu ihm.Sie baten Jesus: »Leg ihm deine Hand auf!«33Jesus führte ihn ein Stück von der Volksmenge weg.Er legte seine Finger in die Ohren des Taubstummenund berührte dessen Zunge mit Speichel7,33 Speichel: Dem Speichel wurde eine heilende Wirkung zugeschrieben..34Dann blickte er zum Himmel auf,seufzte und sagte: »Effata!7,34 Effata: Jesus redet den Mann mit aramäischen Worten an. Das ist die Sprache, die von den Menschen in Galiläa, östlich des See Gennesaret, gesprochen wurde.«,das heißt: Öffne dich!35Sofort öffneten sich seine Ohren,seine Zunge löste sich, und er konnte normal sprechen.36Jesus schärfte ihnen ein,nichts davon weiterzuerzählen.Aber je mehr er darauf bestand,desto mehr verkündeten sie, was Jesus getan hatte.

37Die Leute gerieten völlig außer sich vor Staunenund sagten: »Wie gut ist alles, was er getan hat!Durch ihn können die Tauben hörenund die Stummen reden!«
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Jesus macht 4000 Menschen satt

Matthäus 15,32-39
81Zu dieser Zeit war wieder eine große Volksmengebei Jesus8,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zusammengekommen.Da die Menschen nichts zu essen hatten,rief Jesus die Jünger8,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu sich.Er sagte zu ihnen:2»Ich habe großes Mitleid mit den Menschen.Sie sind nun schon drei Tage bei mirund haben nichts zu essen.3Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke,werden sie unterwegs zusammenbrechen –denn einige sind von weit her gekommen.«4Seine Jünger antworteten:»Wo soll in dieser einsamen Gegend das Brot8,4 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. herkommen,um diese Leute satt zu machen?«5Und er fragte sie: »Wie viele Brote habt ihr?«Sie antworteten: »Sieben.«

6Jesus8,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. forderte die Volksmenge auf,sich auf dem Boden niederzulassen.Dann nahm er die sieben Brote8,6 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung..Er dankte Gott, brach sie in Stückeund gab sie seinen Jüngern8,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zum Verteilen.Und die Jünger teilten das Brot an die Volksmenge aus.7Sie hatten auch noch einige kleine Fische8,7 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln..Jesus dankte Gott dafürund ließ sie ebenfalls austeilen.8Die Menschen aßen und wurden satt.Danach sammelten sie die Resteund füllten damit sieben Körbe.9Es waren etwa 4000, die Jesus heimschickte.10Gleich darauf stieg Jesusmit seinen Jüngern in ein Boot.Sie fuhren in die Gegend von Dalmanuta.

Jesus soll seine Vollmacht beweisen

Matthäus 16,1-4
11Da kamen die Pharisäer8,11 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte..Sie fingen an, mit ihm zu streitenund forderten von ihm ein Zeichen8,11 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.seiner göttlichen Vollmacht.Damit wollten sie ihn auf die Probe stellen.12Jesus8,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seufzte und sagte: »Warum verlangendie Menschen dieser Generation ein Zeichen?Amen8,12 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Ich werde den Menschen dieser Generationganz bestimmt kein Zeichen geben.«13Damit ließ er sie stehen,stieg wieder ins Boot und fuhr ans andere Ufer.

Die Jünger verstehen Jesus nicht

Matthäus 16,5-12
14Die Jünger8,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. hatten vergessen, Brot8,14 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. zu besorgen.Deshalb hatten sie nur ein einziges Brotbei sich im Boot.15Jesus8,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. schärfte ihnen ein: »Nehmt euch in Acht!Hütet euch vor dem Sauerteig8,15 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird, damit er aufgeht und mehr wird. Hier Bild für die Lehre der Pharisäer und des Herodes, die sich nicht verbreiten soll. der Pharisäer8,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.und vor dem Sauerteig des Herodes8,15 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.).16Sie aber waren noch in Gedanken,dass sie kein Brot hatten.17Jesus merkte das und sagte zu ihnen:»Warum macht ihr euch darüber Gedanken,dass ihr kein Brot habt?Versteht ihr immer noch nicht?Begreift ihr denn gar nichts?Sind eure Herzen so fest verschlossen?188,18 Vers 18: In Vers 18 wird aus Jeremia 5,21 zitiert. Ihr habt doch Augen – seht ihr denn nichts?Ihr habt doch Ohren – hört ihr denn nichts?Erinnert ihr euch nicht daran,19wie ich fünf Broteunter 5000 Menschen ausgeteilt habe?Wie viele Körbe habt ihr mit Resten gefüllt?«Sie antworteten: »Zwölf.«20»Und als ich sieben Broteunter 4000 ausgeteilt habe?Wie viele Körbe habt ihr da mit Resten gefüllt?«Sie antworteten: »Sieben.«21Da sagte Jesus zu ihnen:»Begreift ihr denn immer noch nichts?«

Jesus heilt einen Blinden

Johannes 9,1-7
22Jesus8,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger8,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. kamen nach Betsaida8,22 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus..Dort brachten die Leute einen Blinden zu ihm.Sie baten Jesus: »Berühre ihn!«23Er nahm den Blinden bei der Handund führte ihn aus dem Dorf heraus.Dann spuckte8,23 spucken: Dem Speichel wurde eine heilende Wirkung zugeschrieben. Jesus ihm auf die Augen,legte ihm die Hände aufund fragte ihn: »Was siehst du?«24Er blickte auf und antwortete: »Ich sehe Menschen.Sie sehen aus wie Bäume, die umhergehen.«25Noch einmal legte Jesus ihm die Hände auf seine Augen.Da konnte er klar sehen.Er war geheilt und konnte alles deutlich erkennen.

26Jesus8,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. schickte ihn nach Hause und sagte:»Geh aber nicht in das Dorf hinein.«

Jesus auf dem Weg nach Jerusalem

Markus 8,27–10,52

Nachfolge auf dem Weg des Leidens

Markus 8,27–9,32

Petrus spricht aus, wer Jesus ist

Matthäus 16,13-20; Lukas 9,18-21; Johannes 6,67-69
27Jesus8,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zog mit seinen Jüngern8,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. weiterin die Dörfer bei Cäsarea Philippi8,27 Cäsarea Philippi: Stadt am südlichen Abhang des Hermongebirges, nördlich des See Gennesaret. Sie hatte einen hohen Anteil nicht-jüdischer Bevölkerung..Unterwegs fragte er sie:»Für wen halten mich eigentlich die Leute?«28Sie antworteten:»Manche halten dich für Johannes den Täufer8,28 Johannes der Täufer: Bereitete die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Er wurde von Herodes getötet, vgl. Markus 6,17-29.,andere für Elija8,28 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23..Wieder andere meinen,dass du sonst einer der alten Propheten8,28 alte Propheten: Meint die Propheten, von denen das Alte Testament erzählt. bist.«29Da fragte er sie: »Und ihr, für wen haltet ihr mich?«Petrus antwortete: »Du bist der Christus8,29 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.30Jesus schärfte ihnen ein:»Sagt niemandem, wer ich bin!«

Jesus kündigt zum ersten Mal seinen Tod an

Matthäus 16,21-23; Lukas 9,22
31Danach begann Jesus8,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seinen Jüngern8,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu erklären,was Gott mit ihm vorhatte:»Der Menschensohn8,31 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird viel leiden müssen.Die Ratsältesten8,31 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten., die führenden Priester8,31 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und die Schriftgelehrten8,31 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.werden ihn wie einen Verbrecher behandeln.Sie werden ihn hinrichten lassen,aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen8,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.32Das sagte er ihnen ganz offen.Da nahm Petrus8,32 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. ihn zur Seiteund fing an, ihm das auszureden.33Aber Jesus drehte sich um, sah seine Jünger anund wies Petrus streng zurecht:»Weg mit dir, Satan8,33 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht., hinter mich!Dir geht es nicht um das, was Gott will,sondern um das, was Menschen wollen.«

Das Kreuz auf sich nehmen

Matthäus 10,39; 16,24-28; Lukas 9,23-27; 17,33; Johannes 12,25
34Dann rief Jesus8,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das Volk und seine Jünger8,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu sich.Er sagte: »Wer mir folgen8,34 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. will,darf nicht an seinem Leben hängen.Er muss sein Kreuz auf sich nehmen8,34 sein Kreuz auf sich nehmen: Wer sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, muss bereit sein, Schweres auf sich zu nehmen – bis hin zum Verlust des Lebens.und mir auf meinem Weg folgen.35Wer sein Leben retten will, wird es verlieren.Wer sich aber zu mir und der Guten Nachricht8,35 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. bekenntund deshalb sein Leben verliert, wird es erhalten.36Was nützt es einem Menschen,wenn er die ganze Welt gewinnt,aber sein Leben dabei verliert?37Was kann ein Mensch einsetzen,um sein Leben dafür einzutauschen?38Denn wer sich nicht zu mir und meinen Worten bekenntvor dieser treulosen und schuldbeladenen Generation,der muss wissen:Der Menschensohn8,38 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird sich auch nicht zu ihm bekennen,wenn er wiederkommt –in der Herrlichkeit seines Vaters8,38 Herrlichkeit seines Vaters: Als Sohn Gottes hat Jesus Anteil am Ansehen und der Macht Gottes. Wenn er wiederkommt, wird er mit Gottes Vollmacht auftreten.und mit den heiligen Engeln8,38 Engel: Hier Diener im Gericht Gottes. Als Herrscher über die ganze Welt ist Christus der Richter, der am Ende der Zeit im Namen Gottes ein Urteil über sie spricht.