BasisBibel (BB)
4

Jesus lehrt in Gleichnissen

Markus 4,1-34

Jesus spricht zu dem Volk in Gleichnissen

Matthäus 13,1-3; Lukas 8,4
41Wieder einmal war Jesus4,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. am See4,1 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.und begann, die Menschen zu lehren.Es versammelte sich eine so große Volksmenge um ihn,dass er in ein Boot stieg.Dort setzte er sich hin.So war er auf dem See,und die Volksmenge blieb am Ufer.2Jesus erklärte ihnen vieles von seiner Lehrein Form von Gleichnissen4,2 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt..

Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,3-9; Lukas 8,5-8
3Jesus4,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu den Menschen: »Hört mir zu!Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen.4Während er die Körner auswarf,fiel ein Teil davon auf den Weg.Da kamen die Vögel und pickten sie auf.5Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,wo es nicht viel Erde gab.Die Körner gingen schnell auf,weil sie nicht tief im Boden lagen.6Aber als die Sonne hoch stand,wurden die Pflanzen verbrannt.Sie vertrockneten,weil sie keine tiefen Wurzeln hatten.7Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln4,7 Distel: Meist stachelige Pflanze, die zum Unkraut gezählt wird..Die Disteln schossen hochund erstickten die junge Saat.Deshalb brachten sie keinen Ertrag.8Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden.Die Körner gingen auf, wuchsen heranund brachten Ertrag:manche dreißigfach, andere sechzigfach,andere sogar hundertfach.«9Und Jesus sagte:»Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«

Warum Jesus in Gleichnissen redet

Matthäus 13,10-17; Lukas 8,9-10
10Als Jesus allein mit ihnen war,fragten die Zwölf4,10 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. und seine anderen Begleiterihn nach den Gleichnissen4,10 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt..11Er antwortete:»Euch ist das Geheimnis vom Reich Gottes4,11 das Geheimnis vom Reich Gottes: In dem, was Jesus sagt und tut, können die Menschen bereits hier und jetzt das Reich Gottes erfahren. anvertraut.Aber die anderen Menschenerfahren das alles nur in Gleichnissen.124,12 Vers 12: In Vers 12 werden Worte aus Jesaja 6,9 aufgenommen. Sie sehen nämlich mit offenen Augenund erkennen nichtsund hören mit offen Ohren und verstehen nichts –es sei denn, sie ändern ihr Lebenund ihre Sünden4,12 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. werden ihnen vergeben.«

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,18-23; Lukas 8,11-15
13Und Jesus4,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu seinen Jüngern4,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Wenn ihr dieses Gleichnis4,13 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. schon nicht versteht,wie wollt ihr dannall die anderen Gleichnisse verstehen?14Der Bauer sät das Wort Gottes4,14 Wort Gottes: Meint die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. aus.15Ein Teil davon fällt auf den Weg.Er steht für die Menschen,die das Wort hören, wenn es gesät wird.Aber sofort kommt der Satan4,15 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht.und nimmt das Wort wieder weg,das in sie hineingesät wurde.16Ein anderer Teil fällt auf felsigen Boden.Er steht für die Menschen, die das Wort hörenund es sofort mit Freude annehmen.17Aber es schlägt keine Wurzeln in ihnen,weil sie ihre Meinung schnell wieder ändern.Wenn ihnen das Wort Schwierigkeitenoder Verfolgung bringt,lassen sie sich sofort davon abbringen.18Noch ein anderer Teil fällt zwischen die Disteln4,18 Distel: Meist stachelige Pflanze, die zum Unkraut gezählt wird..Er steht für die Menschen,die das Wort zunächst hören.19Aber dann kommen die Alltagssorgen,der Reiz des Geldesoder die Gier nach irgendetwas anderem.Sie ersticken das Wort, und es bringt keinen Ertrag.20Aber ein Teil wird auch auf guten Boden gesät.Er steht für die Menschen,die das Wort hören und aufnehmen.Bei ihnen bringt es viel Ertrag:Manche Pflanzen bringen dreißig, andere sechzig,andere sogar hundert Körner.«

Das Gleichnis von der Lampe

Matthäus 13,12; Lukas 8,16-18
21Dann sagte Jesus4,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu seinen Jüngern4,21 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Bringt man etwa eine Öllampe4,21 Öllampe: Lampe, in der mit einem Docht Öl verbrannt wurde. Sie war lange Zeit die wichtigste künstliche Lichtquelle. in einen Raum,um sie dann unter einen Tontopf zu stellen?Natürlich nicht!Vielmehr stellt man sie auf einen Lampenständer.22Es gibt nichts Verborgenes,das nicht zutage kommen soll.Und nichts geschieht im Geheimen,das nicht ans Licht kommen soll.23Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«

24Weiter sagte er zu ihnen: »Beachtet das, was ihr hört.Der Maßstab, den ihr an andere anlegt,wird auch für euch gelten.Wenn ihr großzügig messt,werdet ihr noch dazubekommen.25Denn wer etwas hat, dem wird noch mehr gegeben.Doch wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen, was er hat.«

Das Gleichnis von der Saat, die ganz von selbst wächst

26Danach sagte Jesus4,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Mit dem Reich Gottes4,26 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. ist es wie bei einem Bauern.Er streut die Körner auf das Land,27dann legt er sich schlafen und steht wieder auf –tagaus, tagein.Die Saat geht auf und wächst –aber der Bauer weiß nicht, wie das geschieht.28Ganz von selbst bringt die Erde die Frucht hervor.Zuerst den Halm, dann die Ähre4,28 Ähre: Oberer Teil des Getreidehalms, an dem die Körner sitzen.und zuletzt den reifen Weizen in der Ähre.29Wenn das Getreide reif ist,schickt er sofort die Erntearbeiter los,denn die Erntezeit4,29 Erntezeit: Bild für das Ende der Zeit, in der Gott Gericht hält und sein Reich anbricht. ist da.«

Das Gleichnis vom Senfkorn

Matthäus 13,31-35; Lukas 13,18-19
30Dann fragte Jesus4,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Womit sollen wir das Reich Gottes4,30 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. vergleichen?Mit welchem Gleichnis4,30 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. können wir es beschreiben?31Es ist wie bei einem Senfkorn4,31 Senfkorn: Ein Senfkorn hat einen Durchmesser von 1–2 mm.:Wenn es in die Erde gesät wird,ist es das kleinste aller Samenkörner,die ausgesät werden.32Aber wenn es ausgesät ist,geht es auf und wird größer als alle Sträucher.Es bringt so große Zweige hervor,dass die Vögel in seinem Schatten ihr Nest bauen können.«

33Jesus4,33 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. verkündete seine Botschaftin vielen solchen Gleichnissen4,33 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.,wie die Menschen sie verstehen konnten.34Ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen.Aber wenn er mit seinen Jüngern4,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. allein war,erklärte er ihnen alles.

Jesus vollbringt Wunder und sendet seine Jünger aus

Markus 4,35–6,56

Im Sturm auf die Probe gestellt

Matthäus 8,23-27; Lukas 8,22-25
35Am Abend dieses Tages sagte Jesus4,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu seinen Jüngern4,35 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Wir wollen ans andere Ufer fahren.«36Sie ließen die Volksmenge zurückund fuhren mit dem Boot los, in dem er saß.Auch andere Boote fuhren mit.37Da kam ein starker Sturm auf.Die Wellen schlugen ins Boot hinein,sodass es schon volllief.38Jesus schlief hinten im Boot auf einem Kissen.Seine Jünger weckten ihn und riefen: »Lehrer4,38 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.!Macht es dir nichts aus, dass wir untergehen?«39Jesus stand auf, bedrohte den Windund sagte zum See4,39 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.: »Werde ruhig! Sei still!«Da legte sich der Wind, und es wurde ganz still.40Jesus fragte die Jünger:»Warum habt ihr solche Angst?Habt ihr immer noch keinen Glauben4,40 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.41Aber die Jünger überkam große Furcht.Sie fragten sich: »Wer ist er eigentlich?Sogar der Wind und die Wellen gehorchen ihm!«
5

Jesus befreit einen Mann, der von Dämonen beherrscht wird

Matthäus 8,28-34; Lukas 8,26-39
51Jesus5,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger5,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.kamen auf die andere Seite des Sees5,1 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.in das Gebiet der Stadt Gerasa5,1 Gerasa: Blühende Stadt etwa 60 km südöstlich des See Gennesaret auf nicht-jüdischem Gebiet..2Sofort als Jesus aus dem Boot stieg,kam ihm aus den Grabkammern5,2 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde. ein Mann entgegen.Der war von einem bösen Geist5,2 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. besessen.3Der Mann hatte sein Zuhause in den Grabkammern.Niemand konnte ihn bändigen, nicht einmal mit Ketten.4Schon oft hatte man ihm die Füße gefesseltund Ketten angelegt.Aber er hatte die Ketten und Fußfesselnimmer wieder zerrissen.Keiner wurde mit ihm fertig.5Tag und Nacht war er in den Gräbernoder auf den Bergen.Dabei schrie er und verletzte sich selbst mit Steinen.6Als der Mann Jesus von Weitem sah,lief er herbei und warf sich vor ihm nieder.7Mit lauter Stimme schrie er: »Was willst du von mir,Jesus, Sohn des höchsten Gottes5,7 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.?Ich beschwöre dich bei Gott: Quäl mich nicht!«8Denn Jesus hatte zu ihm gesagt:»Du böser Geist, gib diesen Menschen frei!«9Jesus fragte ihn: »Wie heißt du?«Er antwortete:»Ich heiße Legion5,9 Legion: Größte Abteilung des römischen Heeres mit 4000–6000 Mann., denn wir sind viele.«10Und er bat Jesus:»Vertreibe uns nicht aus dieser Gegend!«11Auf einem Berghang in der Näheweidete eine große Schweineherde.12Die bösen Geister baten Jesus:»Schick uns doch in die Schweine5,12 Schwein: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Es darf nicht gegessen werden oder in den Bereich Gottes kommen.,damit wir in sie hineinfahren können.«13Und er erlaubte es ihnen.Da verließen die bösen Geister den Mannund fuhren in die Schweine.Die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den Seeund ertrank.Es waren etwa 2000 Tiere.

14Die Schweinehirten ergriffen die Fluchtund erzählten davon in der Stadt und in den Dörfern.Die Leute kamen herbei,um selbst zu sehen, was geschehen war.15Sie kamen zu Jesus5,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und sahen den Mann,in dem die Legion5,15 Legion: Größte Abteilung des römischen Heeres, 4000–6000 Mann. böser Geister5,15 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. gewesen war.Er saß ruhig da, war angezogen und ganz vernünftig.Da fürchteten sich die Leute.16Diejenigen, die es mit angesehen hatten,berichteten ihnen alles:Was mit dem Mann geschehen war,den die Dämonen5,16 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. beherrscht hatten,und wie es den Schweinen5,16 Schwein: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Es darf nicht gegessen werden oder in den Bereich Gottes kommen. ergangen war.17Da forderten sie Jesus auf,aus ihrer Gegend wegzugehen.

18Als Jesus5,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in das Boot steigen wollte,bat ihn der Mann, den die Dämonen5,18 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. beherrscht hatten:»Ich möchte bei dir bleiben.«19Aber er erlaubte es ihm nicht, sondern sagte zu ihm:»Geh nach Hause zu deiner Familie.Erzähl ihnen, was Gott für dich getan hatund wie er dir seine Barmherzigkeit gezeigt hat.«20Da zog der Mann los.Er verkündete in dem Gebiet der Zehn Städte5,20 Zehn Städte: Zusammenschluss von zehn Städten östlich und südlich des See Gennesaret, der eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber den jeweiligen Herrschern behauptete.,was Jesus für ihn getan hatte.Und alle staunten darüber.

Jesus heilt eine Frau und weckt ein Mädchen vom Tod auf

Matthäus 9,18-26; Lukas 8,40-56
21Jesus5,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. fuhr in dem Bootzur anderen Seite des Sees5,21 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen. zurück.Dort versammelte sich eine große Volksmenge um ihn.Als er noch am See war,22kam einer der Synagogenleiter5,22 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig. dazu –ein Mann namens Jairus.Als er Jesus sah, warf er sich vor ihm nieder.23Er flehte ihn an:»Meine kleine Tochter liegt im Sterben.Bitte komm! Leg ihr die Hände auf,damit sie gerettet wird und am Leben bleibt.«24Da ging Jesus mit Jairus.Eine große Volksmenge folgte ihm und umdrängte ihn.

25Unter den Leuten war auch eine Frau,die seit zwölf Jahren an Blutungen litt.26Sie hatte bei vielen Ärzten viel durchgemachtund alles dafür ausgegeben, was sie besaß.Aber es hatte nichts genützt –die Blutungen waren nur noch schlimmer geworden.27Die Frau hatte von Jesus5,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gehört.Sie drängte sich in der Volksmengevon hinten an ihn heran und berührte seinen Mantel5,27 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..28Denn sie sagte sich:»Wenn ich nur seinen Mantel berühre,werde ich gesund.«29Im selben Augenblick hörte die Blutung auf.Sie spürte, dass sie von ihrem Leiden geheilt war.30Jesus merkte sofort,dass Kraft von ihm ausgegangen war.Er drehte sich in der Volksmenge um und fragte:»Wer hat meinen Mantel berührt?«31Seine Jünger5,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. antworteten: »Du siehst doch,wie die Volksmenge sich um dich drängt.Und da fragst du: ›Wer hat mich berührt?‹«32Doch Jesus blickte sich um,um zu sehen, wer ihn berührt hatte.33Aber die Frau fürchtete sich und zitterte.Sie wusste ja, was mit ihr geschehen war.Sie trat vor, warf sich vor ihm niederund erzählte ihm alles.34Er aber sagte zu ihr:»Tochter, dein Glaube5,34 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. hat dich gerettet.Geh in Frieden.Du bist endgültig von deinem Leiden befreit.«

35Während er noch redete,kamen einige Leute aus dem Haus des Synagogenleiters5,35 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig..Sie sagten: »Deine Tochter ist gestorben.Wozu bemühst du den Lehrer5,35 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. noch?«36Aber Jesus5,36 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. hörte, was sie redeten.Er sagte zu dem Synagogenleiter:»Hab keine Angst! Glaube5,36 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. nur.«37Jesus ließ sonst niemanden mitkommen,außer Petrus, Jakobus und Johannes,den Bruder von Jakobus.38Als sie zum Haus des Synagogenleiters kamen,sah Jesus die aufgeregten Menschen.Sie weinten und klagten laut.39Jesus ging hinein und sagte zu ihnen:»Warum seid ihr so aufgeregt? Warum weint ihr?Das Kind ist nicht tot, es schläft nur.«40Da lachten sie ihn aus.Aber er warf alle hinaus.Er nahm nur den Vater des Kindes,die Mutter und seine Jünger5,40 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. mit sich.Sie gingen in den Raum, in dem das Kind lag.41Jesus nahm die Hand des Kindesund sagte zu ihm: »Talita kum5,41 Talita kum: Jesus redet das Mädchen mit aramäischen Worten an. Das ist die Sprache, die von den Menschen in Galiläa, westlich des See Gennesaret, gesprochen wurde.!«,das heißt: Mädchen, ich sage dir: Steh auf!42Sofort stand das Mädchen aufund ging einige Schritte umher.Es war zwölf Jahre alt.Da gerieten alle vor Staunen außer sich.43Jesus schärfte ihnen ein:»Erzählt niemandem etwas davon.«Dann sagte er: »Gebt dem Mädchen etwas zu essen.«
6

Jesus wird in Nazaret abgelehnt

Matthäus 13,54-58; Lukas 4,16-30
61Jesus6,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ging von dort6,1 dort: Markus 5,21-43 erzählt, dass Jesus im Haus des Jairus war und dort dessen Tochter vom Tod auferweckt hat. wegund kam in seine Heimatstadt Nazaret6,1 Nazaret: Ortschaft 30 km westlich des See Gennesaret. Hier wuchs Jesus auf..Seine Jünger6,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. begleiteten ihn.2Am Sabbat6,2 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. lehrte Jesus in der Synagoge6,2 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde..Viele, die ihn hörten, waren tief beeindruckt.Sie fragten: »Wo hat er das her?Was ist das für eine Weisheit, die er bekommen hat?Und wieso geschehen durch ihn solche Wunder6,2 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.?3Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn von Maria?Ist er nicht der Bruder vonJakobus, Joses, Judas und Simon?Leben nicht auch seine Schwestern hier bei uns?«Deshalb lehnten sie Jesus ab.4Aber Jesus sagte zu ihnen:»Nirgendwo gilt ein Prophet6,4 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. so wenigwie in seiner Heimatstadt,bei seinen Verwandten und bei seiner Familie.«5Deshalb konnte er dort auch keine Wunder tun.Er legte nur einigen Kranken die Hände aufund heilte sie.6Und Jesus wunderte sichüber den Unglauben der Leute dort.

Jesus sendet seine Jünger aus

Matthäus 10,5-14; Lukas 9,1-6
Jesus6,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zog durch die Dörfer in der Umgebung und lehrte.7Er rief die Zwölf6,7 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zu sich.Dann sandte er sie jeweils zu zweit ausund gab ihnen die Vollmacht über böse Geister6,7 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz..8Er forderte sie auf:»Nehmt außer einem Wanderstock nichts mit auf den Weg:kein Brot, keine Vorratstascheund auch kein Geld im Gürtel.9Ihr dürft Sandalen6,9 Sandalen: Wurden in der Antike auf Reisen oder bei der Feldarbeit getragen. Im Alltag ging man oft barfuß. anziehen,aber nehmt kein zusätzliches Hemd6,9 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd. mit.«10Außerdem sagte er:»Wenn ihr in einem Haus aufgenommen werdet,bleibt so lange dort, bis ihr den Ort wieder verlasst.11Wenn euch die Leute in einem Ort nicht aufnehmenund euch nicht zuhören wollen:Zieht gleich weiterund schüttelt den Staub6,11 Staub abschütteln: Zeichenhafte Handlung, die den Abbruch aller Beziehungen zum Ausdruck bringt. Noch nicht einmal den Staub der anderen will man behalten. von euren Füßen.Dadurch sollen die Leute erkennen,dass ihr Verhalten Folgen haben wird.«12Und die Jünger6,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zogen los.Sie verkündeten den Menschen:»Ändert euer Leben!«13Sie trieben viele Dämonen6,13 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. aus,salbten viele Kranke mit Öl6,13 Öl: In der Antike Grundheilmittel bei vielen Krankheiten. und heilten sie.

Der Tod von Johannes dem Täufer

Matthäus 14,1-12; Lukas 3,19-20; 9,7-9
14Der König Herodes6,14 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). hörte von Jesus,denn sein Name war überall bekannt geworden.Die Leute sagten: »Er ist Johannes der Täufer6,14 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.,der von den Toten auferstanden ist.Deshalb hat er solche Wunderkräfte6,14 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.15Andere sagten: »Er ist Elija6,15 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23.Wieder andere behaupteten: »Er ist ein Prophet6,15 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.wie einer der Propheten aus vergangener Zeit.«16Als Herodes das hörte, sagte er:»Es ist Johannes, dem ich den Kopf abschlagen ließ.Er ist auferstanden.«

17Herodes6,17 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). hatte Johannes6,17 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. festnehmen,in Fesseln legen und ins Gefängnis werfen lassen.Der Grund war: Herodes hatte Herodias geheiratet,die Frau seines Bruders Philippus6,17 Herodes Philippus: Sohn von Herodes dem Großen, der von 4 v. Chr.–34 n. Chr. über Gebiete nordöstlich des See Gennesaret herrschte..18Daraufhin hatte Johannes zu Herodes gesagt:»Es war dir nicht erlaubt,die Frau deines Bruders6,18 Frau deines Bruders: 3. Mose/Levitikus 18,16 verbietet Geschlechtsverkehr mit der Frau des eigenen Bruders. zu heiraten!«19Deshalb war Herodias voller Hass auf Johannes.Sie wollte ihn töten lassen,hatte aber keine Möglichkeit dazu.20Denn Herodes scheute sich,Johannes etwas anzutun.Er wusste, dass Johannes gerecht vor Gott lebteund ein heiliger Mann6,20 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. war.Daher hielt er seine schützende Hand über ihn.Was er von Johannes zu hören bekam,versetzte ihn oft in große Unruhe.Dennoch hörte er ihm gerne zu.

21Aber eines Tages war die Gelegenheit für Herodias günstig:Herodes6,21 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). hatte Geburtstag und veranstaltete ein Festessen.Er lud seine hohen Regierungsbeamten, die Befehlshaberund die angesehensten Bürger von Galiläa6,21 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. dazu ein.22Da kam die Tochter von Herodias herein und tanzte.Herodes und seine Gäste waren begeistert.Der König sagte zu dem Mädchen:»Wünsch dir, was du willst – ich werde es dir geben.«23Er schwor ihr sogar:»Um was du mich auch bittest, ich werde es dir geben –und wenn es die Hälfte meines Königreichs ist.«

24Da ging das Mädchen hinaus und fragte seine Mutter:»Was soll ich mir wünschen?«Die Mutter sagte: »Den Kopf von Johannes dem Täufer6,24 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.25Eilig ging sie wieder zum Königund sagte ihm ihren Wunsch:»Ich will, dass du mir sofortden Kopf von Johannes dem Täuferauf einer Schale bringst.«26Der König war bestürzt.Aber weil er es vor seinen Gästenfeierlich versprochen hatte,wollte er ihr die Bitte nicht abschlagen.27Sofort schickte der König den Henker los.Er befahl ihm, den Kopf von Johannes zu bringen.Der Henker ging ins Gefängnisund schlug ihm den Kopf ab.28Dann brachte er den Kopf von Johannes auf einer Schale.Er gab ihn dem Mädchen,und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.

29Als die Jünger6,29 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. von Johannes6,29 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. davon erfuhren,kamen sie, holten seine Leicheund legten sie in eine Grabkammer6,29 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde..

Die Rückkehr der Jünger

Matthäus 14,13; Lukas 9,10
30Die Apostel6,30 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. kamen zu Jesus6,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zurück.Sie berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.31Er sagte zu ihnen:»Kommt mit an einen ruhigen Ort, nur ihr allein,und ruht euch ein wenig aus.«Denn ständig kamen und gingen die Leute.Sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen.32Also fuhren sie mit dem Bootan eine abgelegene Stelle, um für sich allein zu sein.

Jesus macht 5000 Menschen satt

Matthäus 14,14-21; Lukas 9,11-17; Johannes 6,1-13
33Die Leute sahen sie abfahren,und viele erkannten, wo sie hinwollten.So strömten sie auf dem Landwegaus allen umliegenden Orten herbeiund kamen noch vor ihnen dorthin.34Als Jesus ausstieg, sah er die große Volksmenge.Da bekam er Mitleid mit den Menschen,denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten6,34 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. haben.Darum lehrte er sie lange.

35So vergingen viele Stunden.Da kamen seine Jünger6,35 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu ihm und sagten:»Es ist eine einsame Gegend hier,und es ist schon sehr spät.36Schick doch die Leute weg.Dann können siein die umliegenden Höfe und Dörfer gehenund sich etwas zu essen kaufen.«37Aber Jesus6,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete:»Gebt doch ihr ihnen etwas zu essen.«Da sagten sie zu ihm: »Sollen wir etwa losgehenund für 200 Silberstücke6,37 200 Silberstücke: Wörtlich »200 Denare«. Ein Denar ist eine Silbermünze mit einem Gewicht von etwa 4 g Silber. Brot kaufenund es ihnen zu essen geben?«38Jesus fragte sie: »Wie viele Brote6,38 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. habt ihr dabei?Geht und seht nach.«Als sie es herausgefunden hatten,sagten sie: »Fünf, und zwei Fische6,38 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln.39Dann ordnete Jesus an: »Alle sollen sichin Gruppen zum Essen im grünen Gras niederlassen.«40So setzten sich die Leutein Gruppen zu hundert oder zu fünfzig.41Dann nahm Jesus die fünf Brote und die zwei Fische.Er blickte zum Himmel auf und dankte Gott.Dann brach er die Brote in Stückeund gab sie seinen Jüngern, die sie verteilen sollten.Auch die zwei Fische ließ er an alle austeilen.42Die Leute aßen, und alle wurden satt.43Danach sammelten sie die Reste von Brot und Fisch,die sie übrig gelassen hatten – zwölf Körbe voll.44Es waren 5000 Männer6,44 Männer: Gezählt wurden offensichtlich nur die Männer. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend waren.,die von den Broten gegessen hatten.

Jesus geht über das Wasser

Matthäus 14,22-33; Johannes 6,16-21
45Sofort danach drängte Jesus6,45 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seine Jünger6,45 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.,in das Boot zu steigen.Sie sollten an die andere Seite des Sees6,45 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.nach Betsaida6,45 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus. vorausfahren.Er selbst wollte zuerst nochdie Volksmenge verabschieden.46Nachdem er sich von der Menge getrennt hatte,stieg er auf einen Berg, um zu beten.

47Es war schon Abend geworden.Das Boot war mitten auf dem See6,47 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.,und Jesus6,47 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war allein an Land.48Da sah er,wie sich die Jünger6,48 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. beim Rudern abquälten,denn der Wind blies ihnen direkt entgegen.Um die vierte Nachtwache6,48 vierte Nachtwache: Nach römischem Brauch war die Nacht in vier »Nachtwachen« aufgeteilt. Die vierte ging von 3 bis 6 Uhr morgens. kam er zu ihnen.Er lief über den See und wollte an ihnen vorübergehen.49Als die Jünger ihn über den See laufen sahen,hielten ihn für ein Gespenst.Da schrien sie laut auf.50Denn sie sahen ihn alle und erschraken.Aber sofort sagte Jesus zu ihnen:»Habt keine Angst. Ich bin es.Fürchtet euch nicht!«51Er stieg zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich.Da waren die Jünger völlig fassungslos.52Denn trotz des Wunders mit den Broten6,52 Wunder mit den Broten: In Markus 6,33-44 wird erzählt, wie Jesus mehr als 5000 Menschen satt gemacht hat.hatten sie nichts verstanden.Ihre Herzen waren wie verschlossen.

Jesus heilt Kranke in Gennesaret

Matthäus 14,34-36
53Jesus6,53 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und die Jünger6,53 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. setzten die Überfahrt fortund legten in Gennesaret6,53 Gennesaret: Ortschaft am Westufer des See Gennesaret. an.54Als sie aus dem Boot stiegen,erkannten ihn die Leute sofort.55Sie liefen in der ganzen Gegend überall hin,um die Kranken zu holen.Die Leute brachten sie auf ihren Matten6,55 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht. dorthin,wo sie hörten, dass Jesus war.56Wo Jesus auch hinkam, in Dörfer, Städte oder Höfe:Sie legten die Kranken auf den Plätzen nieder.Dort flehten sie ihn an:»Lass uns nur die Quasten6,56 Quaste: An den Ecken des Gebetsmantels sind Quasten angebracht, die an die Gebote Gottes erinnern sollen; vgl. 4. Mose/Numeri 15,37-41. deines Mantels berühren!«Und wer immer ihn berührte, wurde gesund.