BasisBibel (BB)

Jesus befreit einen Mann, der von Dämonen beherrscht wird

Matthäus 8,28-34; Lukas 8,26-39
51Jesus5,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger5,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.kamen auf die andere Seite des Sees5,1 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.in das Gebiet der Stadt Gerasa5,1 Gerasa: Blühende Stadt etwa 60 km südöstlich des See Gennesaret auf nicht-jüdischem Gebiet..2Sofort als Jesus aus dem Boot stieg,kam ihm aus den Grabkammern5,2 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde. ein Mann entgegen.Der war von einem bösen Geist5,2 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. besessen.3Der Mann hatte sein Zuhause in den Grabkammern.Niemand konnte ihn bändigen, nicht einmal mit Ketten.4Schon oft hatte man ihm die Füße gefesseltund Ketten angelegt.Aber er hatte die Ketten und Fußfesselnimmer wieder zerrissen.Keiner wurde mit ihm fertig.5Tag und Nacht war er in den Gräbernoder auf den Bergen.Dabei schrie er und verletzte sich selbst mit Steinen.6Als der Mann Jesus von Weitem sah,lief er herbei und warf sich vor ihm nieder.7Mit lauter Stimme schrie er: »Was willst du von mir,Jesus, Sohn des höchsten Gottes5,7 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.?Ich beschwöre dich bei Gott: Quäl mich nicht!«8Denn Jesus hatte zu ihm gesagt:»Du böser Geist, gib diesen Menschen frei!«9Jesus fragte ihn: »Wie heißt du?«Er antwortete:»Ich heiße Legion5,9 Legion: Größte Abteilung des römischen Heeres mit 4000–6000 Mann., denn wir sind viele.«10Und er bat Jesus:»Vertreibe uns nicht aus dieser Gegend!«11Auf einem Berghang in der Näheweidete eine große Schweineherde.12Die bösen Geister baten Jesus:»Schick uns doch in die Schweine5,12 Schwein: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Es darf nicht gegessen werden oder in den Bereich Gottes kommen.,damit wir in sie hineinfahren können.«13Und er erlaubte es ihnen.Da verließen die bösen Geister den Mannund fuhren in die Schweine.Die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den Seeund ertrank.Es waren etwa 2000 Tiere.

14Die Schweinehirten ergriffen die Fluchtund erzählten davon in der Stadt und in den Dörfern.Die Leute kamen herbei,um selbst zu sehen, was geschehen war.15Sie kamen zu Jesus5,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und sahen den Mann,in dem die Legion5,15 Legion: Größte Abteilung des römischen Heeres, 4000–6000 Mann. böser Geister5,15 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. gewesen war.Er saß ruhig da, war angezogen und ganz vernünftig.Da fürchteten sich die Leute.16Diejenigen, die es mit angesehen hatten,berichteten ihnen alles:Was mit dem Mann geschehen war,den die Dämonen5,16 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. beherrscht hatten,und wie es den Schweinen5,16 Schwein: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Es darf nicht gegessen werden oder in den Bereich Gottes kommen. ergangen war.17Da forderten sie Jesus auf,aus ihrer Gegend wegzugehen.

18Als Jesus5,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in das Boot steigen wollte,bat ihn der Mann, den die Dämonen5,18 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. beherrscht hatten:»Ich möchte bei dir bleiben.«19Aber er erlaubte es ihm nicht, sondern sagte zu ihm:»Geh nach Hause zu deiner Familie.Erzähl ihnen, was Gott für dich getan hatund wie er dir seine Barmherzigkeit gezeigt hat.«20Da zog der Mann los.Er verkündete in dem Gebiet der Zehn Städte5,20 Zehn Städte: Zusammenschluss von zehn Städten östlich und südlich des See Gennesaret, der eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber den jeweiligen Herrschern behauptete.,was Jesus für ihn getan hatte.Und alle staunten darüber.

Jesus heilt eine Frau und weckt ein Mädchen vom Tod auf

Matthäus 9,18-26; Lukas 8,40-56
21Jesus5,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. fuhr in dem Bootzur anderen Seite des Sees5,21 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen. zurück.Dort versammelte sich eine große Volksmenge um ihn.Als er noch am See war,22kam einer der Synagogenleiter5,22 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig. dazu –ein Mann namens Jairus.Als er Jesus sah, warf er sich vor ihm nieder.23Er flehte ihn an:»Meine kleine Tochter liegt im Sterben.Bitte komm! Leg ihr die Hände auf,damit sie gerettet wird und am Leben bleibt.«24Da ging Jesus mit Jairus.Eine große Volksmenge folgte ihm und umdrängte ihn.

25Unter den Leuten war auch eine Frau,die seit zwölf Jahren an Blutungen litt.26Sie hatte bei vielen Ärzten viel durchgemachtund alles dafür ausgegeben, was sie besaß.Aber es hatte nichts genützt –die Blutungen waren nur noch schlimmer geworden.27Die Frau hatte von Jesus5,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gehört.Sie drängte sich in der Volksmengevon hinten an ihn heran und berührte seinen Mantel5,27 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..28Denn sie sagte sich:»Wenn ich nur seinen Mantel berühre,werde ich gesund.«29Im selben Augenblick hörte die Blutung auf.Sie spürte, dass sie von ihrem Leiden geheilt war.30Jesus merkte sofort,dass Kraft von ihm ausgegangen war.Er drehte sich in der Volksmenge um und fragte:»Wer hat meinen Mantel berührt?«31Seine Jünger5,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. antworteten: »Du siehst doch,wie die Volksmenge sich um dich drängt.Und da fragst du: ›Wer hat mich berührt?‹«32Doch Jesus blickte sich um,um zu sehen, wer ihn berührt hatte.33Aber die Frau fürchtete sich und zitterte.Sie wusste ja, was mit ihr geschehen war.Sie trat vor, warf sich vor ihm niederund erzählte ihm alles.34Er aber sagte zu ihr:»Tochter, dein Glaube5,34 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. hat dich gerettet.Geh in Frieden.Du bist endgültig von deinem Leiden befreit.«

35Während er noch redete,kamen einige Leute aus dem Haus des Synagogenleiters5,35 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig..Sie sagten: »Deine Tochter ist gestorben.Wozu bemühst du den Lehrer5,35 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. noch?«36Aber Jesus5,36 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. hörte, was sie redeten.Er sagte zu dem Synagogenleiter:»Hab keine Angst! Glaube5,36 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. nur.«37Jesus ließ sonst niemanden mitkommen,außer Petrus, Jakobus und Johannes,den Bruder von Jakobus.38Als sie zum Haus des Synagogenleiters kamen,sah Jesus die aufgeregten Menschen.Sie weinten und klagten laut.39Jesus ging hinein und sagte zu ihnen:»Warum seid ihr so aufgeregt? Warum weint ihr?Das Kind ist nicht tot, es schläft nur.«40Da lachten sie ihn aus.Aber er warf alle hinaus.Er nahm nur den Vater des Kindes,die Mutter und seine Jünger5,40 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. mit sich.Sie gingen in den Raum, in dem das Kind lag.41Jesus nahm die Hand des Kindesund sagte zu ihm: »Talita kum5,41 Talita kum: Jesus redet das Mädchen mit aramäischen Worten an. Das ist die Sprache, die von den Menschen in Galiläa, westlich des See Gennesaret, gesprochen wurde.!«,das heißt: Mädchen, ich sage dir: Steh auf!42Sofort stand das Mädchen aufund ging einige Schritte umher.Es war zwölf Jahre alt.Da gerieten alle vor Staunen außer sich.43Jesus schärfte ihnen ein:»Erzählt niemandem etwas davon.«Dann sagte er: »Gebt dem Mädchen etwas zu essen.«