BasisBibel (BB)
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Jesus heilt einen Mann am Sabbat

Matthäus 12,9-14; Lukas 6,6-11
31Wieder ging Jesus3,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in die Synagoge3,1 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde..Dort war ein Mann mit einer gelähmten Hand.2Die Gegner3,2 die Gegner: Markus 2,23-28 erzählt, dass Jesus einen Streit mit den Pharisäern hat, weil seine Jünger am Sabbat Getreide sammeln. von Jesus beobachteten genau,ob Jesus den Mann am Sabbat3,2 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. heilen würde.Dann wollten sie ihn anklagen.3Jesus sagte zu dem Mann mit der gelähmten Hand:»Steh auf und stell dich in die Mitte.«4Dann fragte er sie: »Was ist am Sabbat erlaubt? –Gutes tun oder Böses?Soll man einem Menschen das Leben rettenoder ihn umkommen lassen?«Keiner sagte etwas.5Jesus blickte sie zornig an.Er war traurig, dass sie so unbarmherzig waren.Zu dem Mann sagte er: »Streck deine Hand aus!«Da streckte der Mann die Hand aus,und sie wurde geheilt.

6Die Pharisäer3,6 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. gingen hinausund trafen sich sofort mit den Anhängern des Herodes3,6 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.)..Gemeinsam überlegten sie,wie sie Jesus3,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. loswerden konnten.

Wer Jesus ist und wer zu ihm gehört

Markus 3,7-35

Viele Menschen kommen zu Jesus an den See Gennesaret

Lukas 6,17-19
7Jesus3,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ging mit seinen Jüngern3,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zurück zum See3,7 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen..Viele Menschen folgten ihm:Leute aus Galiläa3,7 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene., aus Judäa3,7 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.,8aus Jerusalem3,8 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes., aus Idumäa3,8 Idumäa: Gebiet südlich von Jerusalem und westlich des Toten Meers.,aus dem Gebiet jenseits des Jordan3,8 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt.und aus der Gegend von Tyros und Sidon3,8 Tyros, Sidon: Bedeutende Hafenstädte, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatten sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil..Sie hatten gehört, was Jesus tat.Deshalb kamen sie zu ihm.

9Jesus3,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu seinen Jüngern3,9 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Haltet ein Boot bereit,falls mich die Volksmenge zu sehr bedrängt.«10Denn Jesus heilte viele Kranke.Deshalb drängten sich alle um ihn,die ein Leiden hatten, und wollten ihn berühren.11Menschen, die von bösen Geistern3,11 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. besessen waren,warfen sich vor ihm nieder, sobald sie ihn sahen.Sie schrien: »Du bist der Sohn Gottes3,11 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.12Aber Jesus schärfte ihnen nachdrücklich ein,niemandem zu erzählen, wer er war.

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

Matthäus 10,1-4; Lukas 6,12-16
13Dann stieg Jesus3,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. auf einen Berg.Dort rief er die zu sich, die er bei sich haben wollte.Sie kamen zu ihm, 14und er bestimmte zwölf,die er Apostel3,14 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. nannte.Sie sollten ständig bei ihm sein.Er wollte sie aber auch aussenden,um die Gute Nachricht3,14 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. zu verkünden.15Außerdem gab er ihnen die Vollmacht,Dämonen3,15 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. auszutreiben.

16Das waren die zwölf, die er einsetzte:Simon, dem er den Namen Petrus3,16 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. gab;17Jakobus, der Sohn des Zebedäus,und Johannes, der Bruder des Jakobus,denen er den Namen »Donnersöhne« gab.18Dazu kamen Andreas, Philippus, Bartholomäus,Matthäus, Thomas,Jakobus, der Sohn von Alphäus;Thaddäus, Simon, der Kananäer3,18 Kananäer: Aramäischer Name für die Gruppe der Zeloten. Die Angehörigen dieser jüdischen Glaubensgruppe legten die biblischen Vorschriften sehr streng aus. Für ihre Durchsetzung setzten sie auch Gewalt ein.,19und Judas Iskariot –er war es, der Jesus später3,19 später: Markus 14,43-47 erzählt, wie Judas Jesus seinen Gegnern ausliefert. verriet.

Gefährliche Vorwürfe gegen Jesus

Matthäus 12,22-32; Lukas 11,14-23
20Dann ging Jesus3,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nach Hause3,20 nach Hause: Vermutlich das Haus von Simon Petrus und Andreas in Kapernaum, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31..Wieder strömte die Volksmenge zusammen,sodass Jesus und seine Jünger3,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.noch nicht einmal zum Essen kamen.21Als seine Verwandten das hörten,machten sie sich auf den Weg zu ihm.Sie wollten ihn mit Gewalt dort wegholen,denn sie sagten: »Er ist verrückt geworden.«22Aus Jerusalem3,22 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. waren Schriftgelehrte3,22 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. gekommen.Sie sagten: »Er ist von Beelzebul3,22 Beelzebul: Bezeichnung für den Anführer der Dämonen und bösen Geister. besessen.«Und: »Der Oberste der Dämonen3,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. hilft ihm,andere Dämonen auszutreiben.«23Jesus rief sie zu sichund redete zu ihnen in Form von Gleichnissen:»Wie kann der Satan3,23 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. den Satan austreiben?24Wenn die Machthaber eines Staatesmiteinander im Streit liegen,kann dieser Staat nicht bestehen.25Und wenn eine Familie miteinander im Streit liegt,kann diese Familie nicht bestehen.26Wenn sich also der Satan gegen sich selbst erhebtund mit sich im Streit liegt,kann er nicht bestehen. Es ist aus mit ihm.27Ebenso kann kein Einbrechereinem starken Mann seinen Besitz rauben,ohne ihn vorher zu fesseln.Dann kann er ihm das ganze Haus ausrauben.

28Amen3,28 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Alles kann den Menschen vergeben werden –jede Schuld3,28 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. und jede Gotteslästerung3,28 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott.,wie viel auch immer sie lästern.29Wenn aber jemand den Heiligen Geist3,29 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. lästert,dem kann in Ewigkeit nicht vergeben werden.Er ist für immer schuldig geworden.«30Das sagte Jesus, weil sie behauptet hatten:»Er ist von einem bösen Geist3,30 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. besessen.«

Wer zur Familie von Jesus gehört

Matthäus 12,46-50; Lukas 8,19-21
31Inzwischen waren die Mutterund die Brüder von Jesus3,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gekommen.Sie blieben draußen stehenund schickten jemand, der ihn rufen sollte.32Aber die Volksmenge saß um Jesus.Sie sagten zu ihm: »Sieh doch, deine Mutter,deine Brüder und deine Schwestern stehen draußen.Sie suchen nach dir.«33Aber Jesus antwortete:»Wer ist meine Mutter? Und wer sind meine Brüder?«34Er blickte die Leute an, die rings um ihn saßen,und sagte: »Das sind meine Mutter und meine Brüder!35Wer tut, was Gott will,der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.«