BasisBibel (BB)

Das Gleichnis von den Pächtern des Weinbergs

Matthäus 21,33-46; Lukas 20,9-19
121Jesus begann, ihnen Gleichnisse12,1 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. zu erzählen:»Ein Mann legte einen Weinberg12,1 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In der Bibel wird er auch als Bild für das Volk Israel verwendet, vgl. Jesaja 5,1-7. an.Er baute eine Mauer darum,hob eine Grube als Kelter12,1 Kelter: Eine aus dem Fels gehauene Grube, die zum Auspressen von reifen Trauben diente. Die Trauben wurden dazu mit den bloßen Füßen zertreten. ausund errichtete einen Wachturm.Dann verpachtete er ihn und ging auf Reisen.2Als es an der Zeit war,schickte der Besitzer einen Knecht zu den Pächtern.Der sollte bei ihnen seinen Anteilvom Ertrag des Weinbergs abholen.3Aber sie packten den Knecht, verprügelten ihnund jagten ihn mit leeren Händen davon.4Daraufhin schickte der Besitzer noch einen Knecht.Dem schlugen sie den Kopf blutigund beschimpften ihn.5Der Besitzer schickte noch einen weiteren Knecht.Den töteten sie sogar.Er schickte noch viele andere.Die einen verprügelten sie,die anderen töteten sie.

6Da blieb nur noch einer übrig: sein geliebter Sohn.Ihn schickte er als Letzten.Er sagte sich:›Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.‹7Aber die Pächter sagten zueinander: ›Er ist der Erbe.Kommt, wir töten ihn, dann gehört sein Erbe uns.‹8Sie packten ihn, töteten ihnund warfen seine Leiche hinaus vor den Weinberg12,8 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In der Bibel wird er oft als Bild für das Volk Israel verwendet, vgl. Jesaja 5,1-7..9Was wird der Weinbergbesitzer jetzt tun?Er wird selbst kommen, die Pächter tötenund den Weinberg anderen anvertrauen.10Ihr kennt doch die Stelle in der Heiligen Schrift12,10 Stelle in der Heiligen Schrift: Zitat aus Psalm 118,22-23.:›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben12,10 verwerfen: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus.,ist zum Grundstein12,10 Grundstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist. geworden.11Der Herr hat ihn dazu gemacht.Es ist ein Wunder in unseren Augen.‹«

12Die führenden Priester12,12 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht., Schriftgelehrten12,12 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und Ratsältesten12,12 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.hätten Jesus12,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. am liebsten verhaften lassen.Aber sie fürchteten sich vor der Menge.Sie hatten verstanden,dass er in dem Gleichnis12,12 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. von ihnen gesprochen hatte.Sie ließen ihn in Ruhe und gingen weg.

Steuern für den Kaiser?

Matthäus 22,15-22; Lukas 20,20-26
13Danach schickten die führenden Priester12,13 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.,Schriftgelehrten12,13 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und Ratsältesten12,13 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.einige Pharisäer12,13 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und Anhänger des Herodes12,13 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). zu Jesus12,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Die sollten ihn mit einer Frage in Bedrängnis bringen.14Sie gingen zu ihm und sagten: »Lehrer12,14 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wissen:Dir geht es nur um die Wahrheit.Dabei nimmst du auf niemanden Rücksicht,denn du siehst nicht auf die Person.Vielmehr sagst du die Wahrheit und lehrst,wie wir nach Gottes Willen leben sollen.Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht?Sollen wir sie nun zahlen oder nicht?«15Jesus durchschaute ihr falsches Spielund sagte zu ihnen:»Wollt ihr mich auf die Probe stellen?Gebt mir eine Silbermünze12,15 Silbermünze: Die römischen Kaiser ließen Münzen mit einem Bild ihres Kopfes und einer entsprechenden Inschrift prägen., ich will sie mir ansehen.«16Sie gaben ihm eine, und er fragte sie:»Wer ist auf dem Bild zu sehen,und wer wird in der Inschrift genannt?«Sie antworteten: »Der Kaiser.«17Da sagte Jesus zu ihnen:»Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,und Gott, was Gott gehört!«Über diese Antwort waren sie sehr erstaunt.

Werden die Toten auferstehen?

Matthäus 22,23-33; Lukas 20,27-40
18Dann kamen Sadduzäer12,18 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. zu Jesus12,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Diese Leute behaupten,dass es keine Auferstehung12,18 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten gibt.Sie fragten Jesus:19»Lehrer12,19 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., Mose hat uns folgende Vorschrift12,19 folgende Vorschrift: Die folgenden Worte beziehen sich auf 5. Mose/Deuteronomium 25,5-6. gegeben:›Wenn ein Mann stirbt und eine Frau hinterlässt,aber keine Kinder,dann soll sein Bruder die Frau heiraten.So kann er dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹20Nun gab es einmal sieben Brüder.Der erste heiratete eine Frau und starb kinderlos.21Dann heiratete sie der zweite.Aber auch er starb kinderlos und ebenso der dritte.22Alle sieben blieben kinderlos.Als Letzte von allen starb auch die Frau.23Wie wird es bei der Auferstehung der Toten sein?Wenn sie tatsächlich auferstehen:Mit wem wird die Frau dann verheiratet sein?Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.«

24Da sagte Jesus12,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu ihnen: »Ihr irrt euch!Ihr kennt weder die Heilige Schrift12,24 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. noch Gottes Macht.25Wenn die Menschen von den Toten auferstehen,werden sie weder heiraten noch geheiratet werden.Vielmehr werden sie leben wie die Engel12,25 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. im Himmel.26Was aber die Auferstehung12,26 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten angeht:Habt ihr nie im Buch des Mose12,26 Buch des Mose: In 2. Mose/Exodus 3,1-12 wird von der Begegnung Gottes mit Mose erzählt. Gott beruft Mose, sein Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten zu führen.die Geschichte vom brennenden Dornbusch gelesen?Dort sagt Gott zu Mose12,26 Gott sagt zu Mose: Zitat aus 2. Mose/Exodus 3,6.:›Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs12,26 Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und den Stammvätern seines Volkes zum Ausdruck..‹27Gott ist doch nicht ein Gott der Toten,sondern der Lebenden.Ihr seid völlig im Irrtum.«

Was ist das wichtigste Gebot?

Matthäus 22,34-40; Lukas 10,25-28
28Ein Schriftgelehrter12,28 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. war dazugekommenund hatte die Auseinandersetzung mit angehört.Als er merkte, wie treffend Jesus12,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.den Sadduzäern12,28 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. geantwortet hatte,fragte er ihn:»Welches Gebot12,28 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. ist das wichtigste von allen?«29Jesus antwortete12,29 Jesus antwortete: Jesus zitiert aus 5. Mose/Deuteronomium 6,4-5 und 3. Mose/Levitikus 19,18.: »Das wichtigste Gebot ist dieses:Höre, Israel12,29 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.: Der Herr12,29 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. ist unser Gott, der Herr allein!30Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebenmit deinem ganzen Herzen12,30 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens.,mit deiner ganzen Seele12,30 deine ganze Seele: Der Mensch soll sich mit seiner ganzen Lebenskraft für Gott einsetzen.,mit deinem ganzen Denkenund mit deiner ganzen Kraft.31Und als Zweites kommt dieses dazu:Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.Kein anderes Gebot ist wichtiger als diese beiden.«

32Da antwortete der Schriftgelehrte12,32 der Schriftgelehrte antwortete: Der Schriftgelehrte nimmt das Zitat aus 5. Mose/Deuteronomium 6,4-5 und 3. Mose/Levitikus 19,18 auf.:»Ja, Lehrer12,32 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., du sagst die Wahrheit:Einer ist Gott,und es gibt keinen anderen Gott außer ihm.33Ihn zu lieben mit ganzem Herzen,mit ganzem Verstand und mit ganzer Kraft –und seinen Mitmenschen zu lieben wie sich selbst,das ist viel wichtigerals alle Brandopfer12,33 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. und anderen Opfer12,33 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt.34Als Jesus12,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. merkte,mit wie viel Einsichtder Schriftgelehrte12,34 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. geantwortet hatte,sagte er zu ihm:»Du bist nicht weit weg vom Reich Gottes12,34 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt.Von da an wagte es niemand mehr, Jesus etwas zu fragen.

Davids Sohn oder Davids Herr?

Matthäus 22,41-46; Lukas 20,41-44
35Dann fing Jesus12,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wieder an, im Tempel12,35 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. zu lehren.Er fragte die Leute:»Wie können die Schriftgelehrten12,35 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. behaupten:›Der Christus12,35 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. ist ein Sohn Davids12,35 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.‹?36David selbst hat doch gesagt12,36 David hat gesagt: David gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Im Folgenden wird aus Psalm 110,1 zitiert.und wurde dabei vom Heiligen Geist12,36 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. geleitet:›Gott, der Herr12,36 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht., sagte zu meinem Herrn:Setz dich an meine rechte Seite12,36 rechte Seite: Die rechte Seite ist ein Ehrenplatz.,bis ich deine Feinde unterwerfe!Ich mache sie zum Schemel12,36 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. für deine Füße.‹37David selbst nennt den Christus also ›Herr‹12,37 Herr: Der Herr einer Person kann eigentlich nicht auch ihr Sohn sein. Nur auf Jesus Christus trifft beides zu. Er ist sowohl Davids Nachkomme als auch sein Herr..Wie kann dieser dann sein Sohn sein?«

Jesus warnt vor den Schriftgelehrten

Matthäus 23,1-14; Lukas 20,45-47
Die ganze Volksmenge hörte Jesus12,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gerne zu.38Und das lehrte er sie:»Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten12,38 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.:Sie zeigen sich gern in ihren langen Gewändernund wollen auf den Marktplätzen gegrüßt werden.39In den Synagogen12,39 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. und bei den Festessenist es ihnen wichtig,die Ehrenplätze zu bekommen.40Sie bringen die Häuser der Witwen12,40 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. in ihren Besitzund sprechen nur zum Schein lange Gebete.Dafür werden sie sehr hart bestraft werden.«

Die Opfergabe der Witwe

Lukas 21,1-4
41Dann setzte Jesus12,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sich in die Nähe des Opferkastens12,41 Opferkasten: Geldbehälter für die Gaben, die von den Besuchern des Tempels in Jerusalem gespendet wurden..Dort beobachtete er, wie die Leute Geld hineinwarfen.Viele wohlhabende Leute gaben viel hinein.42Da kam auch eine arme Witwe12,42 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt..Sie warf zwei kleine Kupfermünzen12,42 Kupfermünzen: Wörtlich »zwei Lepta«. Ein Leptos ist der kleinste Münzwert, der zur Zeit von Jesus in Judäa im Umlauf war. Zwei Lepta entsprechen dem kleinsten Münzwert im römischen Münzsystem, dem Quadrans. hinein –das entspricht der kleinsten römischen Münze.43Jesus rief seine Jünger12,43 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. herbeiund sagte zu ihnen: »Amen12,43 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen,die etwas in den Opferkasten geworfen haben.44Denn alle anderenhaben nur etwas von ihrem Überfluss abgegeben.Aber diese Witwe hat alles hergegeben,was sie selbst zum Leben hat –obwohl sie doch arm ist.«