BasisBibel (BB)
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Die letzten Tage von Jesus in Jerusalem

Markus 11,1–13,37

Der Konflikt zwischen Jesus und seinen Gegnern spitzt sich zu

Markus 11,1–12,44

Jesus zieht in Jerusalem ein

Matthäus 21,1-11; Lukas 19,28-40; Johannes 12,12-19
111Kurz vor Jerusalem11,1 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. kamen Jesus11,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger11,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.nach Betfage11,1 Betfage: Ortschaft östlich des Ölbergs, in der Nähe von Jerusalem. und Betanien11,1 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft. am Ölberg11,1 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..Da schickte Jesus zwei seiner Jünger voraus2und sagte zu ihnen:»Geht in das Dorf, das vor euch liegt.Gleich wenn ihr hineinkommt,findet ihr einen jungen Esel11,2 Esel: Hier wird ein Bild aus Sacharja 9,9 aufgenommen. Dort wird angekündigt, dass der künftige Retter der Welt auf einem Esel reitend in Jerusalem einziehen wird. angebunden.Auf ihm ist noch nie ein Mensch geritten.Bindet ihn los und bringt ihn her.3Und wenn euch jemand fragt: ›Was macht ihr da?‹,dann sagt: ›Der Herr braucht ihn,aber er wird ihn gleich wieder zurückschicken.‹«4Die Jünger gingen in das Dorf und fanden den Esel.Er war an einem Hoftordraußen an der Straße angebunden.Sie machten ihn los.5Einige der Leute, die dort standen, fragten sie:»Was macht ihr? Warum bindet ihr den Esel los?«6Die beiden Jünger antworteten genau so,wie Jesus es ihnen aufgetragen hatte.Da ließen sie es zu.

7Sie brachten den jungen Esel11,7 Esel: Hier wird ein Bild aus Sacharja 9,9 aufgenommen. Dort wird angekündigt, dass der künftige Retter der Welt auf einem Esel reitend in Jerusalem einziehen wird. zu Jesusund legten ihre Mäntel11,7 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. auf seinen Rücken.Jesus setzte sich darauf.8Viele Leute breiteten ihre Mäntel auf der Straße aus.Andere aber legten Zweige hin,die sie am Feldrand abschnitten.

9Die Leute, die vor Jesus hergingen und ihm folgten,riefen unablässig11,9 riefen unablässig: Der Ruf, mit dem die Volksmenge Jesus begrüßt, nimmt Worte aus Psalm 118,25-26 auf.: »Hosianna11,9 Hosianna: Gebetsruf, wörtlich »Hilf doch!« oder »Rette doch!«.!Gesegnet sei, wer im Namen des Herrn kommt!10Gesegnet sei die Herrschaft unseres Vorfahren David11,10 David: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.,die jetzt neu beginnt.Hosianna in himmlischer Höhe!«11So zog Jesus in Jerusalem11,11 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. ein.Er ging in den Tempel11,11 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und sah sich dort alles an.Als es spät geworden war,ging er mit den Zwölf11,11 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. hinaus nach Betanien11,11 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft..

Der Feigenbaum ohne Früchte

Matthäus 21,18-19
12Als sie Betanien11,12 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft. am nächsten Morgen verließen,bekam Jesus11,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Hunger.13Von Weitem sah er einen Feigenbaum11,13 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln.,der schon Blätter hatte.Da ging er hin,um vielleicht auch Früchte an ihm zu finden.Aber als er hinkam, fand er nichts als Blätter,denn es war nicht die Jahreszeit für Feigen.14Da sagte Jesus zu dem Feigenbaum:»Nie mehr soll jemand eine Frucht von dir essen!«Und seine Jünger11,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. hörten es.

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Matthäus 21,12-17; Lukas 19,45-48; Johannes 2,13-17
15Zurück in Jerusalem11,15 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes., ging Jesus11,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wieder in den Tempel11,15 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..Dort fing er an, die Leute hinauszujagen,die im Tempel etwas verkauften oder kauften.Die Tische der Geldwechsler11,15 Geldwechsler: Bei ihnen konnten ausländische Währungen in den tyrischen Halb-Schekel gewechselt werden, mit dem die Tempelsteuer bezahlt wurde.und die Stände der Taubenverkäufer11,15 Taubenverkäufer: Tauben waren die üblichen Opfertiere der armen Leute. stieß er um.16Er ließ nicht zu,dass jemand irgendetwas durch den Tempel trug.17Und er lehrte die Leute, die dabei waren,und erklärte ihnen:»Steht nicht in der Heiligen Schrift11,17 in der Heiligen Schrift: Das Zitat setzt sich zusammen aus Jesaja 56,7 und Jeremia 7,11.:›Mein Haus11,17 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. soll als Gebetshausfür alle Völker bekannt sein‹?Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.«18Die führenden Priester11,18 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und Schriftgelehrten11,18 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. hörten, was Jesus sagte.Weil sie Angst vor ihm hatten,suchten sie nach einer Möglichkeit, ihn umzubringen.Denn die Volksmenge war begeistert über seine Lehre.19Am Abend verließen Jesus und seine Jünger11,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. die Stadt wieder.

Glaube versetzt Berge

Matthäus 6,14; 21,20-22
20Früh am nächsten Morgen kamen Jesus11,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger11,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.wieder an dem Feigenbaum11,20 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln. vorbei.Sie sahen, dass er bis in die Wurzeln abgestorben war.21Da erinnerte sich Petrus und sagte zu Jesus:»Rabbi11,21 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer., sieh nur:Der Feigenbaum, den du verflucht hast –er ist abgestorben.«

22Jesus antwortete ihnen: »Glaubt11,22 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. an Gott!23Amen11,23 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Wenn jemand zu diesem Berg sagt:›Auf, stürze dich ins Meer!‹,und wenn er dabei in seinem Herzen nicht zweifelt,sondern fest daran glaubt,dass eintrifft, was er sagt –dann wird es für ihn geschehen.24Deshalb sage ich euch:Für alles, worum ihr im Gebet11,24 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. bittet, gilt:Glaubt fest daran, dass ihr es bekommt,dann wird es euch geschehen.25Wenn ihr euch hinstellt, um zu beten,dann vergebt dem Menschen, gegen den ihr etwas habt.Dann wird euch euer Vater im Himmel11,25 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott.auch eure Verfehlungen vergeben.«26[...]11,26 [...]: Einige spätere Handschriften fügen aus Matthäus 6,15 hinzu: »Wenn ihr den Menschen aber nicht vergebt, dann wird euer Vater euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.«

Woher hat Jesus seine Vollmacht?

Matthäus 21,23-27; Lukas 20,1-8
27Jesus11,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger11,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. kamen wieder nach Jerusalem11,27 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..Als Jesus im Tempel11,27 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. war, kamen die führenden Priester11,27 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.,die Schriftgelehrten11,27 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und die Ratsältesten11,27 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. zu ihm.28Sie fragten ihn:»Mit welchem Recht trittst du so auf?Und wer hat dir die Vollmacht gegeben,so aufzutreten?«29Jesus antwortete:»Ich will euch eine Frage stellen.Antwortet mir! Dann werde ich euch sagen,mit welchem Recht ich so auftrete.30Von wem hatte Johannes11,30 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. den Auftrag zu taufen11,30 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten.?Von Gott oder von Menschen? Antwortet mir!«31Da überlegten sie und sagten zueinander:»Wenn wir sagen: ›Von Gott‹, wird er fragen:›Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?‹32Aber sollen wir etwa sagen: ›Von Menschen‹?« –Dafür fürchteten sie die Volksmenge zu sehr.Denn alle waren überzeugt,dass Johannes wirklich ein Prophet11,32 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. war.33Deshalb antworteten sie Jesus:»Wir wissen es nicht.«Da sagte Jesus zu ihnen:»Dann sage ich euch auch nicht,mit welchem Recht ich so auftrete.«