BasisBibel (BB)
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Das Wirken von Jesus

Markus 1,1–8,26

Der Beginn des Wirkens von Jesus

Markus 1,1-45

Der Anfang der Guten Nachricht

11Die Gute Nachricht1,1 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. von Jesus Christus1,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.,dem Sohn Gottes1,1 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.: Anfang und Grundlage.

Johannes der Täufer

Matthäus 3,1-12; Lukas 3,1-18; Johannes 1,19-27
2Schon im Buch des Propheten Jesaja1,2 Buch des Propheten Jesaja: Das Zitat setzt sich zusammen aus 2. Mose/Exodus 23,20; Jesaja 40,3 und Maleachi 3,1. steht:»Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her.Der wird dir den Weg bereiten.3Eine Stimme ruft in der Wüste:Macht den Weg bereit für den Herrn,ebnet ihm die Straße.«4Johannes der Täufer1,4 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. trat in der Wüste1,4 Wüste: Trockenes und steiniges Gebiet, in dem nur wenige Tiere und Pflanzen überleben können. aufund verkündete den Menschen:»Lasst euch taufen1,4 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. und ändert euer Leben!Gott will euch eure Schuld1,4 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. vergeben.«

5Die Menschen strömten zu ihmaus ganz Judäa1,5 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum. und Jerusalem1,5 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..Sie ließen sich von ihm im Fluss Jordan1,5 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. taufenund bekannten ihre Sünden1,5 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können..6Johannes1,6 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. trug einen Mantel aus Kamelhaar1,6 Mantel aus Kamelhaar: Die Kleidung von Johannes erinnert an die Kleidung des Propheten Elija, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23.und um seine Hüfte einen Ledergürtel.Er aß Heuschrecken und Honig von Wildbienen.7Er verkündete:»Nach mir kommt einer, der ist mächtiger als ich.Ich bin nicht einmal wert, mich zu bückenund ihm die Riemen seiner Sandalen aufzuschnüren.8Ich habe euch mit Wasser getauft1,8 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten..Aber er wird euch mit Heiligem Geist1,8 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. taufen.«

Jesus wird getauft und auf die Probe gestellt

Matthäus 3,13–4,11; Lukas 3,21-22; 4,1-13; Johannes 1,32-34
9Zu dieser Zeit kam Jesus1,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. aus Nazaret1,9 Nazaret: Ortschaft 30 km westlich des See Gennesaret. Hier wuchs Jesus auf. in Galiläazu Johannes1,9 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor..Er ließ sich von ihm im Jordan1,9 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. taufen1,9 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten..10Dann stieg Jesus aus dem Wasser.In diesem Moment sah er, wie der Himmel aufriss.Der Geist Gottes1,10 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. kam auf ihn herab wie eine Taube.11Dazu erklang eine Stimme aus dem Himmel:»Du bist mein geliebter Sohn1,11 mein geliebter Sohn: Im Titel »Sohn Gottes« kommt das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck. Im Neuen Testament wird der Titel nur für Jesus verwendet.,an dir habe ich Freude.«12Gleich danach trieb der Geist Jesus in die Wüste1,12 Wüste: Trockenes und steiniges Gebiet, in dem nur wenige Tiere und Pflanzen überleben können..13Dort wurde er 40 Tage1,13 40 Tage: Die Zahl erinnert an die 40 Jahre, die Israel auf dem Weg in das von Gott verheißene Land durch die Wüste zog, und an die 40 Tage und Nächte, die Mose auf dem Berg Sinai war, als er die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 34,28.vom Satan1,13 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. auf die Probe gestellt.Jesus lebte mit den wilden Tieren zusammen,und Engel1,13 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. sorgten für ihn.

Jesus verkündet die Gute Nachricht und beruft die ersten Jünger

Matthäus 4,12-22; Lukas 4,14-15; 5,1-11
14Johannes der Täufer1,14 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. wurde ins Gefängnis geworfen1,14 ins Gefängnis geworfen: Markus 6,17-18 erzählt davon, dass Johannes der Täufer gefangen genommen und hingerichtet wurde..Danach kam Jesus1,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nach Galiläa1,14 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene.und verkündete die Gute Nachricht1,14 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. von Gott:15»Die von Gott bestimmte Zeit ist da.Sein Reich1,15 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. kommt jetzt den Menschen nahe.Ändert euer Leben und glaubt dieser Guten Nachricht!«

16Als Jesus1,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. am See Gennesaret entlangging,sah er Simon1,16 Simon: Anderer Name für Petrus, der ein Jünger von Jesus wird. und dessen Bruder Andreas.Sie warfen gerade ihre Netze im See aus,denn sie waren Fischer.17Jesus sagte zu ihnen: »Kommt, folgt1,17 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!Ich mache euch zu Menschenfischern!«18Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.

19Ein kleines Stück weitersah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus,und seinen Bruder Johannes.Sie saßen in ihrem Boot und besserten ihre Netze aus.20Sofort rief er sie.Da ließen sie ihren Vater Zebedäus mit seinen Gehilfenim Boot zurück und folgten1,20 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. ihm.

Jesus zeigt seine Vollmacht in Kapernaum

Matthäus 8,14-15; Lukas 4,31-39
21Jesus1,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger1,21 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. kamen nach Kapernaum1,21 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret..Gleich am Sabbat1,21 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. ging Jesus in die Synagoge1,21 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. und lehrte.22Die Zuhörer waren von seiner Lehre tief beeindruckt.Denn an seiner Lehre erkannten sie,dass Gott ihm die Vollmacht dazu gegeben hatte –ganz anders als bei den Schriftgelehrten1,22 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist..

23In der Synagoge1,23 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. war ein Mann,der von einem bösen Geist1,23 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. beherrscht wurde.Der schrie auf:24»Was willst du von uns, Jesus1,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. aus Nazaret?Bist du gekommen, um uns zu vernichten?Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes1,24 der Heilige Gottes: Durch diese Anrede zeigt der böse Geist, dass er Gottes Wirken in und durch Jesus Christus erkennt.25Jesus befahl dem bösen Geist streng:»Sei still und gib den Mann frei!«26Da schüttelte der Geist den Manndurch heftige Krämpfeund gab ihn frei mit lautem Geschrei.27Alle erschraken und fragten sich gegenseitig:»Was ist das für eine neue Lehre?In ihr zeigt sich Gottes Macht.Er gibt den bösen Geistern Befehle,und sie gehorchen ihm.«28Schnell breiteten sich die Berichte über Jesusin ganz Galiläa1,28 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. aus.

29Von der Synagoge1,29 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. gingen sie direktin das Haus von Simon1,29 Simon: Anderer Name für Petrus, der ein Jünger von Jesus wird. und Andreas.Auch Jakobus und Johannes waren dabei.30Aber Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett.Sofort erzählten sie Jesus von ihr.31Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und richtete sie auf.Da verschwand das Fieber,und sie sorgte für Jesus1,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und die Jünger1,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten..

Jesus heilt viele Menschen und predigt an vielen Orten

Matthäus 8,16-17; Lukas 4,40-44
32Inzwischen war es Abend1,32 Abend: Nach jüdischem Verständnis beginnt einer neuer Tag mit dem Sonnenuntergang. Jesus heilt die Menschen in dieser Erzählung daher nicht mehr am Sabbat. geworden,und die Sonne war untergegangen.Da brachten die Leute alle Kranken zu Jesus1,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.und alle, die von Dämonen1,32 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. besessen waren.33Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt.34Die Menschen litten an unterschiedlichsten Krankheiten.Jesus heilte viele Kranke und vertrieb viele Dämonen.Er ließ die Dämonen nicht zu Wort kommen.Denn sie wussten, wer er war.

35Am Morgen, als es noch dunkel war,verließ Jesus die Stadt.Er ging an einen einsamen Ort und betete1,35 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. dort.36Simon1,36 Simon: Anderer Name für Petrus, der ein Jünger von Jesus wird. und die anderen suchten nach ihm.37Als sie ihn gefunden hatten, sagten sie zu ihm:»Alle suchen dich.«38Er sagten zu ihnen:»Lasst uns in andere Dörfer in dieser Gegend gehen.Ich will auch dort die Gute Nachricht1,38 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. verkünden,denn dazu bin ich gekommen.«39Jesus zog durch ganz Galiläa1,39 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene..Er verkündete die Gute Nachricht in den Synagogen1,39 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde.und vertrieb die Dämonen.

Jesus heilt einen Mann vom Aussatz

Matthäus 8,1-4; Lukas 5,12-16
40Einmal kam ein Mann zu Jesus1,40 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.,der an Aussatz1,40 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Als Ursache galten nicht nur medizinische Gründe, sondern auch eine gestörte Beziehung zu Gott. erkrankt war.Er fiel vor ihm auf die Knie und flehte ihn an:»Wenn du willst, kannst du mich rein1,40 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. machen.«41Jesus hatte Mitleid mit ihm.Er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte:»Ich will. Sei rein!«42Im selben Augenblick verschwand der Aussatz,und der Mann wurde geheilt und rein.43Sofort schickte Jesus ihn weg.Dabei schärfte er ihm ein:44»Pass auf, dass du niemandemirgendetwas davon erzählst.Geh, zeige dich dem Priester1,44 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. und bring die Opfer1,44 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt.,um deine Reinheit wiederherzustellen.So hat Mose es vorgeschrieben1,44 hat Mose vorgeschrieben: Die Anweisungen für die Opfer anlässlich einer Heilung von Aussatz finden sich in 3. Mose/Levitikus 14,1-32..Dadurch sollen alle erfahren,dass du geheilt worden bist.«45Aber der Mann ging weg und verkündete überall,was Jesus getan hatte.Bald konnte Jesus nicht mehr unerkanntin eine Stadt kommen.Deshalb blieb er an einsamen Orten.Trotzdem kamen die Leute von überall her zu ihm.