BasisBibel (BB)
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51Als Jesus5,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. die Volksmenge sah,

stieg er auf einen Berg5,1 Berg: Die Szene erinnert an Mose, der den Berg Sinai bestieg und dort von Gott die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20..Er setzte sich und seine Jünger5,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. kamen zu ihm.2Jesus begann zu reden und lehrte sie.

Wer glückselig ist (Die Seligpreisungen)

Lukas 6,20-23
3»Glückselig sind die, die wissen,dass sie vor Gott arm5,3 vor Gott arm: Armut bezeichnet hier die Abhängigkeit von Gott. sind.Denn ihnen gehört das Himmelreich5,3 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt..4Glückselig sind die, die trauern.Denn sie werden getröstet werden.5Glückselig sind die, die von Herzen freundlich sind.Denn sie werden die Erde als Erbe5,5 Erbe: Ursprünglich der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Im Neuen Testament bedeutet es ein Leben im Reich Gottes, in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. erhalten.6Glückselig sind die, die hungern und dürstennach der Gerechtigkeit5,6 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes..Denn sie werden satt werden.7Glückselig sind die, die barmherzig sind.Denn sie werden barmherzig behandelt werden.8Glückselig sind die, die ein reines Herz haben.Denn sie werden Gott sehen.9Glückselig sind die, die Frieden stiften.Denn sie werden Kinder Gottes heißen.10Glückselig sind die, die verfolgt werden,weil sie für Gottes Gerechtigkeit eintreten.Denn ihnen gehört das Himmelreich.11Glückselig seid ihr, wenn sie euch beschimpfen,verfolgen und verleumden, weil ihr zu mir gehört.12Freut euch und jubelt!Denn euer Lohn im Himmel5,12 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ist groß!Genauso wie euchhaben sie früher die Propheten verfolgt5,12 Propheten verfolgen: Propheten verkünden, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Wenn ihre Botschaft unbequem war, konnte es sein, dass sie getötet wurden; vgl. Jeremia 2,30.

Salz der Erde und Licht der Welt

Markus 9,49-50; Lukas 11,33; 14,34-35
13»Ihr seid das Salz5,13 Salz: Wurde zum Haltbarmachen von Lebensmitteln verwendet und war kostbar. der Erde:Aber wenn das Salz nicht mehr salzt,wie kann es wieder salzig werden?Es ist nutzlos! Also wird es weggeworfenund von den Menschen zertreten.

14Ihr seid das Licht der Welt:Eine Stadt, die auf einem Berg liegt,kann nicht verborgen bleiben!15Es zündet ja auch niemand eine Öllampe5,15 Öllampe: Lampe, in der mit einem Docht Öl verbrannt wurde. Sie war lange Zeit die wichtigste künstliche Lichtquelle. anund stellt sie dann unter einen Tontopf.Im Gegenteil: Man stellt sie auf den Lampenständer,damit sie allen im Haus Licht gibt.16So soll euer Licht vor den Menschen leuchten.Sie sollen eure guten Taten sehenund euren Vater im Himmel5,16 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt. preisen.«

Den Willen Gottes im Gesetz ganz ernst nehmen

Lukas 16,16-17
17»Denkt ja nicht, ich bin gekommen,um das Gesetz und die Propheten5,17 das Gesetz und die Propheten: Im Neuen Testament eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift. außer Kraft zu setzen.Ich bin nicht gekommen, um sie außer Kraft zu setzen,sondern um sie zu erfüllen.18Amen5,18 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Solange Himmel und Erde bestehen,wird im Gesetz5,18 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. kein einziger Buchstabe5,18 Buchstabe: Wörtlich »Iota«. Iota ist die griechische Bezeichnung für den kleinsten Buchstaben des hebräischen Alphabets, das »Jod«.und kein Satzzeichen gestrichen werden.Alles muss geschehen,was Gott geboten und verheißen hat.19Keines der Gebote5,19 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. wird außer Kraft gesetzt,selbst wenn es das unwichtigste ist.Wer das tut und es andere Menschen so lehrt,der wird der Unwichtigste im Himmelreich5,19 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. sein.Wer die Gebote aber befolgt und das andere so lehrt,der wird der Wichtigste im Himmelreich sein.20Denn ich sage euch:Eure Gerechtigkeit5,20 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. muss größer seinals die der Schriftgelehrten5,20 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und Pharisäer5,20 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte..Sonst werdet ihr niemals in das Himmelreich kommen.«

Das Gebot, nicht zu morden

Lukas 12,57-59
21»Ihr wisst, dass unseren Vorfahren gesagt worden ist5,21 gesagt worden ist (Vers 21): Das Zitat verbindet eines der Zehn Gebote aus 2. Mose/Exodus 20,13 mit 2. Mose/Exodus 21,12.:›Du sollst nicht töten!‹ Außerdem heißt es:›Wer einen Mord begeht, der gehört vor Gericht‹.22Ich sage euch aber: Schon wer auf seinen Bruder5,22 Bruder, Schwester: Meint sowohl die leiblichen Geschwister als auch andere Menschen, die einem nahestehen.oder seine Schwester5,22 Schwester: Meint sowohl die leiblichen Geschwister als auch andere Menschen, die einem nahestehen. wütend ist, gehört vor Gericht.Wer zu seinem Bruderoder seiner Schwester ›Dummkopf‹ sagt,gehört vor den jüdischen Rat5,22 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten..Wer ›Idiot‹ sagt, der gehört ins Feuer der Hölle5,22 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht..

23Stell dir vor: Du bringst deine Opfergabe5,23 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. zum Altar5,23 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden.und dort fällt dir ein:›Mein Bruder5,23 Bruder: Meint sowohl die leiblichen Geschwister als auch andere Menschen, die einem nahestehen., meine Schwester5,23 Schwester: Meint sowohl die leiblichen Geschwister als auch andere Menschen, die einem nahestehen. hat etwas gegen mich.‹24Dann lass deine Opfergabe vor dem Altar liegen.Geh zuerst hin und versöhne dichmit deinem Bruder oder deiner Schwester.Dann komm zurück und bring deine Opfergabe dar.

25Wenn du jemandem etwas schuldest,einige dich rechtzeitig mit ihm.Tu das, solange ihr auf dem Weg zum Gericht seid.Sonst bringt er dich vor den Richter,und der übergibt dich dem Gerichtsdiener:Dann wirst du ins Gefängnis geworfen.26Amen5,26 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich dir:Du wirst dort nicht wieder herauskommen,bis du die letzte Kupfermünze5,26 Kupfermünze: Wörtlich »Quadrans«. Kleinste Münze im römischen Währungssystem. zurückbezahlt hast.«

Das Gebot, die Ehe nicht zu brechen

27»Ihr wisst, dass gesagt worden ist5,27 gesagt worden ist (Vers 27): Zitat aus den Zehn Geboten, vgl. 2. Mose/Exodus 20,14.:›Du sollst nicht ehebrechen5,27 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.!‹28Ich sage aber:Wer die Frau eines anderen begehrlich ansieht,hat mit ihr schon die Ehe gebrochen.Er hat es in seinem Herzen getan.29Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verleitet,reiß es aus und wirf es weg!Besser du verlierst nur ein Körperteil,als dass du ganz in die Hölle5,29 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. geworfen wirst.30Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verleitet,schlag sie ab und wirf sie weg!Besser du verlierst nur ein Körperteil,als dass du ganz in die Hölle kommst.

31Es ist gesagt worden5,31 ist gesagt worden (Vers 31): Der Text bezieht sich auf 5. Mose/Deuteronomium 24,1-4.:›Wer sich von seiner Frau scheiden lassen will,muss ihr eine Scheidungsurkunde5,31 Scheidungsurkunde: Dokument, das ein Mann seiner Frau geben musste, wenn er die Ehe auflösen wollte. ausstellen.‹32Ich sage euch aber:Jeder, der sich von seiner Frau scheiden lässt,der macht sie zur Ehebrecherin –außer, sie war vorher schon untreu.Und wer eine geschiedene Frau heiratet,begeht ebenso Ehebruch5,32 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.

Das Gebot, keinen falschen Eid zu schwören

33»Ihr wisst auch,dass unseren Vorfahren gesagt worden ist5,33 gesagt worden ist (Vers 33): Die folgenden Verse nehmen Texte aus 3. Mose/Levitikus 19,12; 4. Mose/Numeri 30,3 und 5. Mose/Deuteronomium 23,22-24 auf.:›Du sollst deinen Schwur nicht brechen!Vielmehr sollst du halten,was du dem Herrn geschworen hast!‹34Ich sage euch aber: Schwört überhaupt nicht!Schwört weder beim Himmel,denn er ist der Thron Gottes;35noch bei der Erde,denn sie ist sein Fußschemel5,35 Fußschemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht.;auch nicht bei Jerusalem5,35 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.,denn sie ist die Stadt des höchsten Königs5,35 höchster König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt für Recht und Gerechtigkeit sorgt.!36Du sollst auch nicht bei deinem Kopf schwören!Denn du kannst ja nicht einmal ein einziges Haarweiß oder schwarz machen.37Sagt einfach ›Ja‹, wenn ihr ›Ja‹ meint,und ›Nein‹, wenn ihr ›Nein‹ meint.Jedes weitere Wort kommt vom Bösen5,37 der Böse: Bezeichnung für den Teufel, den Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht.

Das Gebot, maßvoll zu vergelten

Lukas 6,29-30
38»Ihr wisst, dass gesagt worden ist5,38 gesagt worden ist (Vers 38): Zitat aus 2. Mose/Exodus 21,24. Dieses Prinzip besagt, dass das Ausmaß der Strafe das Vergehen nicht übersteigen darf. Die Strafe muss der Schuld entsprechen.:›Auge für Auge und Zahn für Zahn!‹39Ich sage euch aber:Wehrt euch nicht gegen Menschen,die euch etwas Böses antun!Sondern wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt,dann halte ihm auch deine andere Backe hin!40Wenn dich jemand verklagen will,um dein Hemd5,40 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd. zu bekommen,dann gib ihm noch deinen Mantel5,40 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. dazu!41Wenn dich jemand dazu zwingt5,41 zwingen: Römische Soldaten konnten die Bevölkerung jederzeit dazu zwingen, Dienstleistungen für sie zu erbringen.,seine Sachen eine Meile5,41 Meile: Eine römische Meile betrug knapp 1,5 km. zu tragen,dann geh zwei Meilen mit ihm!42Wenn dich jemand um etwas bittet,dann gib es ihm!Und wenn jemand etwas von dir leihen will,dann sag nicht ›Nein‹.«

Das Gebot, den Mitmenschen zu lieben

Lukas 6,27-35
43»Ihr wisst, dass gesagt worden ist5,43 gesagt worden ist (Vers 43): Das Zitat nimmt Worte aus 3. Mose/Levitikus 19,18 auf.:›Liebe deinen Nächsten‹ und hasse deinen Feind!44Ich sage euch aber: Liebt eure Feinde!Betet für die, die euch verfolgen!45So werdet ihr zu Kindern eures Vaters im Himmel5,45 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt..Denn er lässt seine Sonne aufgehenüber bösen und über guten Menschen.Und er lässt es regnenauf gerechte und auf ungerechte Menschen.46Denn wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben:Welchen Lohn erwartet ihr da von Gott?Verhalten sich die Zolleinnehmer5,46 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. nicht genauso?47Und wenn ihr nur eure Geschwister5,47 Geschwister: Meint sowohl die leiblichen Geschwister als auch andere Menschen, die einem nahestehen. grüßt:Was tut ihr da Besonderes?Verhalten sich die Heiden5,47 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben. nicht genauso?48Für euch aber gilt:Seid vollkommen,so wie euer Vater im Himmel vollkommen ist!«
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Die richtige Einstellung beim Spenden für Bedürftige

61»Hütet euch, eure Gerechtigkeit6,1 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes.vor den Menschen zur Schau zu stellen.Sonst habt ihr von eurem Vater im Himmel6,1 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt.keinen Lohn mehr zu erwarten.«

2»Wenn du also den Armen etwas gibst,häng es nicht an die große Glocke!So verhalten sich die Scheinheiligenin den Synagogen6,2 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. und auf den Straßen,damit die Leute sie bewundern.Amen6,2 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Sie haben damit ihren Lohn schon bekommen.3Wenn du den Armen etwas gibst,soll deine linke Hand nicht wissen,was die rechte tut.4So bleibt deine Gabe im Verborgenen.Dein Vater6,4 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott., der auch das Verborgene sieht,wird dich dafür belohnen.«

Die richtige Einstellung beim Beten (Das Vaterunser)

Markus 11,25; Lukas 11,2-4
5»Wenn ihr betet6,5 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,macht es nicht wie die Scheinheiligen:Sie stellen sich zum Beten gernein die Synagogen6,5 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. und an die Straßenecken –damit die Leute sie sehen können.Amen6,5 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Sie haben damit ihren Lohn schon bekommen.6Wenn du betest,geh in dein Zimmer6,6 Zimmer: In der Antike war privates Beten unüblich. In der Regel betete man im Tempel. und schließ die Tür.Bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist.Dein Vater, der auch das Verborgene sieht,wird dich dafür belohnen.

7Sprecht eure Gebete6,7 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. nicht gedankenlos vor euch hinwie die Heiden6,7 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben.!Denn sie meinen,ihr Gebet wird erhört, weil sie viele Worte machen.8Macht es nicht so wie sie!Denn euer Vater weiß, was ihr braucht,noch bevor ihr ihn darum bittet.9So sollt ihr beten6,9 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.:

Unser Vater6,9 Vaterunser, Unser Vater: Wichtigstes Gebet im Christentum. Jesus zeigt damit, wie die Menschen beten sollen. im Himmel,

dein Name6,9 Name: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart in der Welt. soll geheiligt6,9 geheiligt: Gott wird gebeten, sich der Welt in seiner ganzen Heiligkeit zu offenbaren. Dann wird in der Welt nichts mehr geschehen, was seinem Willen widerspricht. werden.

10Dein Reich6,10 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. soll kommen.

Dein Wille soll geschehen.

Wie er im Himmel6,10 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. geschieht,

so soll er auch auf der Erde Wirklichkeit werden.

11Gib uns heute unser tägliches Brot6,11 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung..

12Und vergib uns unsere Schuld6,12 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.

so wie wir denen vergeben haben,

die an uns schuldig geworden sind.

13Und stell uns nicht auf die Probe,

sondern rette uns vor dem Bösen.

[...]6,13 [...]: Einige spätere Handschriften fügen hinzu: »Denn du bist der Herrscher. Dir gehört die Macht und die Herrlichkeit – in Ewigkeit. Amen.« Mit dieser Ergänzung wird das Vaterunser heute gebetet.

14Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt,dann wird euer Vater im Himmel6,14 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt. euch auch vergeben.15Wenn ihr den Menschen aber nicht vergebt,dann wird euer Vater eucheure Verfehlungen auch nicht vergeben.«

Die richtige Einstellung beim Fasten

16»Wenn ihr fastet6,16 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis.,macht kein leidendes Gesicht wie die Scheinheiligen.Sie vernachlässigen ihr Aussehen.Daran sollen die Leute merken, dass sie fasten.Amen6,16 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Sie haben damit ihren Lohn schon bekommen.17Wenn du fastest,salbe6,17 salben: Die Aufforderung, kostbares Salböl zu verwenden, macht deutlich, dass die Körperpflege auch während des Fastens nicht vernachlässigt werden soll. deinen Kopf und wasch dein Gesicht!18So merkt niemand, dass du fastest –außer dein Vater6,18 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott., der im Verborgenen ist.Dein Vater, der auch das Verborgene sieht,wird dich dafür belohnen.«

Wo man Schätze sammeln soll

Lukas 11,34-36; 12,33-34
19»Häuft keine Schätze auf der Erde an.Hier werden Motten und Rost sie zerfressenund Diebe einbrechen und sie stehlen.20Häuft euch vielmehr Schätze im Himmel6,20 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. an.Dort werden weder Motten noch Rost sie zerfressenund keine Diebe einbrechen und sie stehlen.21Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.

22Aus dem Auge leuchtet das Innere des Menschen:Wenn dein Auge klar ist,wird dein ganzer Körper voller Licht sein.23Wenn dein Auge aber trübe ist,dann ist dein ganzer Körper voller Dunkelheit.Wenn nun das Licht in dir dunkel ist,wie schrecklich ist dann die Dunkelheit.«

Worum man sich sorgen soll

Lukas 12,22-32; 16,13
24»Niemand kann gleichzeitig zwei Herren dienen!Entweder wird er den einen hassenund den anderen lieben.Oder er wird dem einen treu seinund den anderen verachten.Ihr könnt nicht gleichzeitig Gott und dem Geld dienen!25Darum sage ich euch:Macht euch keine Sorgen um euer Leben –was ihr essen oder trinken sollt,oder um euren Körper – was ihr anziehen sollt.Ist das Leben nicht mehr als Essen und Trinken?Und ist der Körper nicht mehr als Kleidung?26Seht euch die Vögel an!Sie säen nicht, sie ernten nicht,sie sammeln keine Vorräte in Scheunen.Trotzdem ernährt sie euer Vater im Himmel6,26 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt..Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

27Wer von euch kann dadurch,dass er sich Sorgen macht,sein Leben nur um eine Stunde verlängern?28Und warum macht ihr euch Sorgen,was ihr anziehen sollt?Seht euch die Wiesenblumen an:Sie wachsen, ohne zu arbeitenund ohne sich Kleider zu machen.29Ich sage euch:Nicht einmal Salomo6,29 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. in all seiner Herrlichkeitwar so schön gekleidet wie eine von ihnen.30So schön macht Gott die Wiesenblumen.Dabei gehen sie an einem Tag aufund werden am nächsten Tag im Ofen verbrannt6,30 im Ofen verbrannt: Die ärmere Bevölkerung mähte die Wiesen und nutzte das getrocknete Gras als Brennmaterial..Darum wird er sich noch viel mehr um euch kümmern.Ihr habt zu wenig Vertrauen!

31Macht euch also keine Sorgen!Fragt euch nicht: Was sollen wir essen?Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?32Um all diese Dinge dreht sich das Leben der Heiden6,32 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben..Euer Vater im Himmel6,32 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt. weiß doch,dass ihr das alles braucht.33Strebt vor allem anderennach seinem Reich6,33 Reich: Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. und nach seiner Gerechtigkeit6,33 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes.dann wird Gott euch auch das alles schenken.34Macht euch also keine Sorgen um den kommenden Tag –der wird schon für sich selber sorgen.Es reicht, dass jeder Tagseine eigenen Schwierigkeiten hat.«
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Andere nicht verurteilen

Lukas 6,37-42
71»Ihr sollt andere nicht verurteilen,damit Gott euch nicht verurteilt7,1 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht..2Denn das Urteil, das ihr fällt, wird euch treffen.Und der Maßstab, den ihr an andere anlegt,wird auch für euch gelten.

3Du siehst den Splitter im Auge deines Gegenübers.Bemerkst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?4Wie kannst du zu deinem Gegenüber sagen:›Komm her! Ich zieh dir den Splitter aus deinem Auge.‹Dabei steckt doch in deinem eigenen Auge ein Balken!5Du Scheinheiliger!Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge.Dann hast du den Blick frei,um den Splitter aus dem Augedeines Gegenübers zu ziehen.«

Wertvolle Perlen

6»Gebt das, was heilig7,6 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. ist, nicht den Hunden7,6 Hund: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Wer streunende Hunde fütterte, musste damit rechnen, dass sie wiederkommen und vor Hunger über ihn herfallen.!Werft eure Perlen nicht vor die Schweine7,6 Schwein: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Es darf nicht gegessen werden oder in den Bereich Gottes kommen.!Sonst zertreten sie die Perlenund reißen euch in Stücke.«

Gott voll Vertrauen um etwas bitten

Lukas 11,9-13
7»Bittet und es wird euch gegeben!Sucht und ihr werdet finden!Klopft an und es wird euch aufgemacht!8Denn wer bittet, der bekommt.Und wer sucht, der findet.Und wer anklopft, dem wird aufgemacht.9Wer von euch gibt seinem Kind einen Stein,wenn es um Brot bittet?10Oder eine Schlange,wenn es um einen Fisch bittet?11Ihr Menschen seid böse.Trotzdem wisst ihr, was euren Kindern guttut,und gebt es ihnen.Wie viel mehr Gutes wird euer Vater im Himmel7,11 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt.denen geben, die ihn darum bitten.«

Eine einfache Grundregel

Lukas 6,31
12»Behandelt andere Menschen genau so,wie ihr selbst behandelt werden wollt.Denn so steht es im Gesetz und bei den Propheten7,12 im Gesetz und bei den Propheten: Im Neuen Testament eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift.

Das weite und das enge Tor

Lukas 13,23-24
13»Geht durch das enge Tor!Denn das Tor zum Verderben ist weit,und der Weg dorthin ist breit.Diesen Weg wählen viele Menschen.14Aber wie eng ist das Tor zum Leben7,14 Leben, neues Leben: Durch den Glauben an Gott von ihm bereits in dieser Welt geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm.,und wie schmal ist der Weg dorthin!Diesen Weg finden nur wenige Menschen.«

Warnung vor falschen Propheten

Matthäus 12,33-37; Lukas 6,43-44
15»Nehmt euch in Acht vor den falschen Propheten7,15 falscher Prophet: Gibt vor, im Auftrag Gottes zu reden, und verführt seine Mitmenschen so zu falschem Tun.!Sie kommen zu euch und verhalten sich wie Schafe.Aber im Innern sind sie Wölfe,die auf Raub aus sind.16An ihren Früchten könnt ihr sie erkennen:Oder erntet man Trauben von einem Dornbuschund Feigen7,16 Feigen: Wichtiges Nahrungsmittel im östlichen Mittelmeerraum, das getrocknet als Vorrat für die obstlose Zeit diente. von einer Distel?17Ein guter Baum bringt gute Früchte hervor.Aber ein schlechter Baumbringt schlechte Früchte hervor.18Ein guter Baum kannkeine schlechten Früchte hervorbringenund ein schlechter Baum keine guten Früchte.19Ein Baum, der keine guten Früchte bringt,wird umgehauen und ins Feuer geworfen.20Also gilt: An ihren Früchtenwerdet ihr die falschen Propheten erkennen.«

Den Willen Gottes tun

Lukas 13,26-27
21»Nicht jeder, der zu mir sagt: ›Herr, Herr7,21 Herr, Herr: Anrede, die zum Ausdruck bringt, dass jemand Jesus mit Ernst und Hingabe als seinen Herrn anerkennt.!‹,wird in das Himmelreich7,21 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. kommen.Sondern das gilt für diejenigen,die den Willen meines Vaters im Himmel7,21 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt. tun.22Am Tag des Gerichts7,22 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. werden viele zu mir sagen:›Herr, Herr! Haben wir nicht in deinem Namenals Propheten7,22 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. geredet?Und haben wir nicht in deinem NamenDämonen7,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. ausgetrieben?Und haben wir nicht in deinem Namenviele Wunder7,22 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. getan?‹23Dann werde ich ihnen frei heraus sagen7,23 frei heraus sagen: Im Folgenden wird aus Psalm 6,9 zitiert.:›Ich kenne euch überhaupt nicht!Macht, dass ihr fortkommt,ihr mit eurem gesetzlosen7,23 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Treiben!‹«

Das Gleichnis vom Hausbau

Lukas 6,47-49
24»Wer diese Worte7,24 diese Worte: Meint die gesamte Bergpredigt in Matthäus 5–7. von mir hört und sie befolgt,ist wie ein kluger Mann:Er baute sein Haus auf felsigem Boden.25Dann kam ein Wolkenbruch.Die Flüsse traten über die Ufer,die Stürme tobten und rüttelten an dem Haus.Doch es stürzte nicht ein,denn es war auf felsigem Untergrund gebaut.26Wer diese Worte von mir hört und sie nicht befolgt,ist wie ein dummer Mann:Er baute sein Haus auf sandigem Boden.27Dann kam ein Wolkenbruch.Die Flüsse traten über die Ufer,die Stürme tobten und prallten gegen das Haus.Da stürzte es ein und fiel völlig in sich zusammen.«

Die Menschen erkennen die Vollmacht von Jesus

28So beendete Jesus7,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seine Verkündigung.Die Volksmenge war von seiner Lehre tief beeindruckt.29Denn an seiner Lehre erkannten sie,dass Gott ihm die Vollmacht dazu gegeben hatte –ganz anders als bei den Schriftgelehrten7,29 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist..