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Johannes der Täufer, Jesus und seine Jünger

Matthäus 3,1–4,22

Johannes der Täufer

Markus 1,2-6; Lukas 3,1-6; Johannes 1,19-23
31Zu dieser Zeit trat Johannes der Täufer3,1 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. aufund verkündete in der Wüste3,1 Wüste: Trockenes und steiniges Gebiet, in dem nur wenige Tiere und Pflanzen überleben können. von Judäa3,1 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.:2»Ändert euer Leben!Denn das Himmelreich3,2 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. kommt jetzt den Menschen nahe!«3Dieser Johannes ist es,von dem es bei dem Propheten Jesaja heißt3,3 es heißt beim Propheten Jesaja: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 40,3.:»Eine Stimme ruft in der Wüste:›Macht den Weg bereit für den Herrn,ebnet ihm die Straße!‹«

4Johannes3,4 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. trug einen Mantel aus Kamelhaar3,4 Mantel aus Kamelhaar: Die Kleidung von Johannes erinnert an die Kleidung des Propheten Elija, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23.und um seine Hüfte einen Ledergürtel.Seine Nahrung bestand aus Heuschrecken3,4 Heuschrecken: Flugfähige und gefräßige Insekten, die sich von Grünpflanzen ernähren. In Schwärmen von Millionen Einzeltieren können sie ganze Ernten vernichten.und Honig von Wildbienen.5Die Menschen strömten zu ihmaus Jerusalem3,5 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes., aus ganz Judäa3,5 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.und aus der ganzen Gegend am Jordan3,5 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt..6Sie ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen3,6 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten.und bekannten ihre Sünden3,6 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können..

Johannes fordert dazu auf, das Leben zu ändern

Lukas 3,7-9
7Johannes3,7 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. sah,dass viele Pharisäer3,7 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und Sadduzäer3,7 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. kamen.Sie wollten sich von ihm taufen3,7 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. lassen.Er sagte zu ihnen: »Ihr Schlangenbrut!Wer hat euch auf den Gedanken gebracht,dass ihr dem bevorstehenden Gericht Gottes3,7 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. entgeht?8Zeigt durch euer Verhalten,dass ihr euer Leben wirklich ändern wollt!9Und denkt ja nicht, ihr könnt sagen:Abraham3,9 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. ist unser Vater!‹Denn ich sage euch:Gott kann diese Steine hier zu Kindern Abrahams machen.10Die Axt ist schon an die Baumwurzel gesetzt:Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt,wird umgehauen und ins Feuer geworfen.«

Johannes weist auf Christus hin

Markus 1,7-8; Lukas 3,15-18; Johannes 1,24-28
11Johannes3,11 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. sagte:»Ich taufe3,11 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. euch mit Wasser,denn ihr wollt euer Leben ändern.Aber nach mir kommt einer, der ist mächtiger als ich.Ich bin es nicht einmal wert,ihm die Sandalen auszuziehen:Er wird euch mit Heiligem Geist3,11 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. und mit Feuer taufen3,11 mit Feuer taufen: Bild für eine umfassende Reinigung: Jesus wird die Menschen von Grund auf verändern..12Er hat die Worfschaufel3,12 Worfschaufel, worfeln: Mit einer Worfschaufel wurde das gedroschene Getreide in die Luft geworfen, um Getreidekörner von Stroh und Spreu zu trennen. in seiner Hand.Damit wird er sein Getreide gründlich aussieben.Seinen Weizen wird er in die Scheune bringen.Aber das Stroh wird er in einem Feuer verbrennen,das nicht ausgeht.«

Jesus lässt sich von Johannes taufen

Markus 1,9-11; Lukas 3,21-22; Johannes 1,32-34
13Damals kam Jesus3,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. aus Galiläa3,13 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. an den Jordan3,13 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt.zu Johannes3,13 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor..Er wollte sich von ihm taufen3,13 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. lassen.14Johannes versuchte, ihn davon abzuhalten. Er sagte:»Ich müsste doch eigentlich von dir getauft werden!Und du kommst zu mir?«15Jesus antwortete: »Das müssen wir jetzt tun.So erfüllen wir, was Gottes Gerechtigkeit3,15 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. fordert.«Da gab Johannes nach.

16Als Jesus3,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. getauft3,16 getauft: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. war,stieg er sofort aus dem Wasser.In diesem Moment öffnete sich der Himmel über ihm.Er sah den Geist Gottes3,16 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.,der wie eine Taube auf ihn herabkam.17Da erklang eine Stimme aus dem Himmel:»Das ist mein geliebter Sohn3,17 mein geliebter Sohn: Im Titel »Sohn Gottes« kommt das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck. Im Neuen Testament wird der Titel nur für Jesus verwendet., an ihm habe ich Freude.«
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Jesus wird auf die Probe gestellt

Markus 1,12-13; Lukas 4,1-13
41Danach4,1 danach: Direkt nach seiner Taufe wird Jesus vom Teufel auf die Probe gestellt. wurde Jesus4,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. vom Geist4,1 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. in die Wüste4,1 Wüste: Trockenes und steiniges Gebiet, in dem nur wenige Tiere und Pflanzen überleben können. geführt.Dort sollte er vom Teufel4,1 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht.auf die Probe gestellt werden.2Jesus fastete4,2 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. 40 Tage und 40 Nächte4,2 40 Tage und 40 Nächte: Die Zahl erinnert an die 40 Jahre, die Israel auf dem Weg in das von Gott verheißene Land durch die Wüste zog, und an die 40 Tage und Nächte, die Mose auf dem Berg Sinai war, als er die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 34,28. lang.Dann war er sehr hungrig.3Da kam der Versucher4,3 Versucher: Andere Bezeichnung für den Teufel. und sagte zu ihm:»Wenn du der Sohn Gottes4,3 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. bist,befiehl doch, dass die Steine hier zu Brot werden!«4Jesus aber antwortete:»In der Heiligen Schrift steht4,4 in der Heiligen Schrift steht (Vers 4): Zitat aus der griechischen Übersetzung von 5. Mose/Deuteronomium 8,3.:›Der Mensch lebt nicht nur von Brot.Nein, vielmehr lebt er von jedem Wort,das aus dem Mund Gottes kommt.‹«

5Dann nahm ihn der Teufel4,5 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. mit in die Heilige Stadt4,5 Heilige Stadt: Meint Jerusalem, das religiöse und kulturelle Zentrum des Landes..Er stellte ihn auf den höchsten Punkt des Tempels4,5 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte.6und sagte zu ihm:»Wenn du der Sohn Gottes4,6 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. bist, spring hinunter!Denn in der Heiligen Schrift steht4,6 in der Heiligen Schrift steht (Vers 6): Zitat aus Psalm 91,11-12.:›Er wird seinen Engeln4,6 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. befehlen:Auf ihren Händen sollen sie dich tragen,damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.‹«7Jesus4,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete:»Es steht aber auch in der Heiligen Schrift4,7 in der Heiligen Schrift steht (Vers 7): Zitat aus der griechischen Übersetzung von 5. Mose/Deuteronomium 6,16.:›Du sollst den Herrn, deinen Gott,nicht auf die Probe stellen!‹«

8Wieder nahm ihn der Teufel4,8 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. mit sich,dieses Mal auf einen sehr hohen Berg.Er zeigte ihm alle Königreiche der Weltin ihrer ganzen Herrlichkeit.9Er sagte zu ihm: »Das alles will ich dir geben,wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest!«10Da sagte Jesus4,10 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu ihm: »Weg mit dir, Satan4,10 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht.!Denn in der Heiligen Schrift steht4,10 in der Heiligen Schrift steht (Vers 10): Zitat aus 5. Mose/Deuteronomium 6,13.:›Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbetenund ihn allein verehren!‹«11Daraufhin verließ ihn der Teufel4,11 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht..Und es kamen Engel4,11 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. und sorgten für ihn.

Jesus beginnt zu predigen

Markus 1,14-15; Lukas 4,14-15
12Jesus4,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. hörte,dass Johannes der Täufer4,12 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. verhaftet worden war.Deshalb zog er sich nach Galiläa4,12 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. zurück.13Er blieb aber nicht in Nazaret4,13 Nazaret: Ortschaft 30 km westlich des See Gennesaret. Hier wuchs Jesus auf.,sondern ließ sich in Kapernaum4,13 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret. nieder.Kapernaum liegt am See Gennesaret4,13 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.,im Gebiet von Sebulon4,13 Sebulon: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet liegt in Galiläa, östlich des Gebirges Karmel. und Naftali4,13 Naftali: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet liegt in Galiläa..14So ging in Erfüllung,was der Prophet Jesaja gesagt4,14 der Prophet Jesaja gesagt: Zitat aus Jesaja 8,23–9,1. hat:15»Du Land Sebulon und du Land Naftali,am See gelegen, jenseits des Jordan4,15 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt.:Du bist das Galiläa der Völker, und für dich gilt:16Das Volk, das in der Finsternis lebt,sieht ein großes Licht.Und für alle, die im Land des Todesschattens wohnen,strahlt ein Licht auf!«17Von da an verkündete Jesus4,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.: »Ändert euer Leben!Denn das Himmelreich4,17 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. kommt jetzt den Menschen nahe.«

Die ersten Jünger

Markus 1,16-20; Lukas 5,1-11; Johannes 1,35-42
18Als Jesus4,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. am See Gennesaret entlangging,sah er zwei Brüder:Simon, der Petrus4,18 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. genannt wird,und seinen Bruder Andreas.Sie warfen gerade ihre Netze in den See aus,denn sie waren Fischer.19Jesus sagte zu ihnen: »Kommt, folgt4,19 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!Ich mache euch zu Menschenfischern!«20Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.

21Ein kleines Stück weiter sah Jesus4,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zwei andere Brüder:Jakobus, den Sohn von Zebedäus,und seinen Bruder Johannes.Sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Bootund besserten gerade ihre Netze aus.Jesus rief sie zu sich.22Sofort ließen sie das Boot und ihren Vater zurückund folgten4,22 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. ihm.

Das Wirken von Jesus in Wort und Tat

Matthäus 4,23–16,12

Die Bergpredigt

Matthäus 4,23–7,29

Viele Menschen kommen zu Jesus

Markus 3,7-12; Lukas 6,17-19
23Jesus4,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zog durch ganz Galiläa4,23 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene..Er lehrte in ihren Synagogen4,23 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde.und verkündete die Gute Nachricht4,23 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. vom Himmelreich4,23 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt..Er heilte jede Krankheit und jedes Leiden im Volk.24Sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien4,24 Syrien: Geografische Bezeichnung für das Gebiet um Damaskus zwischen dem Mittelmeer und der arabischen Wüste. Die römische Provinz Syrien umfasste auch Israel und Juda..Und sie brachten alle zu ihm,die irgendwelche Krankheiten oder Schmerzen hatten.Darunter waren Besessene4,24 Besessene: Menschen, die unter dem Einfluss böser Mächte standen., Mondsüchtige4,24 Mondsüchtige: Menschen, die unter dem Einfluss übernatürlicher Mächte standen, die mit den Mondphasen in Verbindung gebracht wurden. und Gelähmte.Jesus heilte sie alle.25Eine große Volksmenge folgte ihm:Die Menschen kamen aus Galiläa,dem Gebiet der Zehn Städte4,25 Zehn Städte: Zusammenschluss von zehn Städten östlich und südlich des See Gennesaret, der eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber den jeweiligen Herrschern behauptete., aus Jerusalem4,25 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes., aus Judäa4,25 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.und aus dem Gebiet jenseits des Jordan4,25 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt..
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51Als Jesus5,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. die Volksmenge sah,

stieg er auf einen Berg5,1 Berg: Die Szene erinnert an Mose, der den Berg Sinai bestieg und dort von Gott die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20..Er setzte sich und seine Jünger5,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. kamen zu ihm.2Jesus begann zu reden und lehrte sie.

Wer glückselig ist (Die Seligpreisungen)

Lukas 6,20-23
3»Glückselig sind die, die wissen,dass sie vor Gott arm5,3 vor Gott arm: Armut bezeichnet hier die Abhängigkeit von Gott. sind.Denn ihnen gehört das Himmelreich5,3 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt..4Glückselig sind die, die trauern.Denn sie werden getröstet werden.5Glückselig sind die, die von Herzen freundlich sind.Denn sie werden die Erde als Erbe5,5 Erbe: Ursprünglich der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Im Neuen Testament bedeutet es ein Leben im Reich Gottes, in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. erhalten.6Glückselig sind die, die hungern und dürstennach der Gerechtigkeit5,6 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes..Denn sie werden satt werden.7Glückselig sind die, die barmherzig sind.Denn sie werden barmherzig behandelt werden.8Glückselig sind die, die ein reines Herz haben.Denn sie werden Gott sehen.9Glückselig sind die, die Frieden stiften.Denn sie werden Kinder Gottes heißen.10Glückselig sind die, die verfolgt werden,weil sie für Gottes Gerechtigkeit eintreten.Denn ihnen gehört das Himmelreich.11Glückselig seid ihr, wenn sie euch beschimpfen,verfolgen und verleumden, weil ihr zu mir gehört.12Freut euch und jubelt!Denn euer Lohn im Himmel5,12 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ist groß!Genauso wie euchhaben sie früher die Propheten verfolgt5,12 Propheten verfolgen: Propheten verkünden, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Wenn ihre Botschaft unbequem war, konnte es sein, dass sie getötet wurden; vgl. Jeremia 2,30.

Salz der Erde und Licht der Welt

Markus 9,49-50; Lukas 11,33; 14,34-35
13»Ihr seid das Salz5,13 Salz: Wurde zum Haltbarmachen von Lebensmitteln verwendet und war kostbar. der Erde:Aber wenn das Salz nicht mehr salzt,wie kann es wieder salzig werden?Es ist nutzlos! Also wird es weggeworfenund von den Menschen zertreten.

14Ihr seid das Licht der Welt:Eine Stadt, die auf einem Berg liegt,kann nicht verborgen bleiben!15Es zündet ja auch niemand eine Öllampe5,15 Öllampe: Lampe, in der mit einem Docht Öl verbrannt wurde. Sie war lange Zeit die wichtigste künstliche Lichtquelle. anund stellt sie dann unter einen Tontopf.Im Gegenteil: Man stellt sie auf den Lampenständer,damit sie allen im Haus Licht gibt.16So soll euer Licht vor den Menschen leuchten.Sie sollen eure guten Taten sehenund euren Vater im Himmel5,16 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt. preisen.«

Den Willen Gottes im Gesetz ganz ernst nehmen

Lukas 16,16-17
17»Denkt ja nicht, ich bin gekommen,um das Gesetz und die Propheten5,17 das Gesetz und die Propheten: Im Neuen Testament eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift. außer Kraft zu setzen.Ich bin nicht gekommen, um sie außer Kraft zu setzen,sondern um sie zu erfüllen.18Amen5,18 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Solange Himmel und Erde bestehen,wird im Gesetz5,18 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. kein einziger Buchstabe5,18 Buchstabe: Wörtlich »Iota«. Iota ist die griechische Bezeichnung für den kleinsten Buchstaben des hebräischen Alphabets, das »Jod«.und kein Satzzeichen gestrichen werden.Alles muss geschehen,was Gott geboten und verheißen hat.19Keines der Gebote5,19 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. wird außer Kraft gesetzt,selbst wenn es das unwichtigste ist.Wer das tut und es andere Menschen so lehrt,der wird der Unwichtigste im Himmelreich5,19 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. sein.Wer die Gebote aber befolgt und das andere so lehrt,der wird der Wichtigste im Himmelreich sein.20Denn ich sage euch:Eure Gerechtigkeit5,20 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. muss größer seinals die der Schriftgelehrten5,20 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und Pharisäer5,20 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte..Sonst werdet ihr niemals in das Himmelreich kommen.«

Das Gebot, nicht zu morden

Lukas 12,57-59
21»Ihr wisst, dass unseren Vorfahren gesagt worden ist5,21 gesagt worden ist (Vers 21): Das Zitat verbindet eines der Zehn Gebote aus 2. Mose/Exodus 20,13 mit 2. Mose/Exodus 21,12.:›Du sollst nicht töten!‹ Außerdem heißt es:›Wer einen Mord begeht, der gehört vor Gericht‹.22Ich sage euch aber: Schon wer auf seinen Bruder5,22 Bruder, Schwester: Meint sowohl die leiblichen Geschwister als auch andere Menschen, die einem nahestehen.oder seine Schwester5,22 Schwester: Meint sowohl die leiblichen Geschwister als auch andere Menschen, die einem nahestehen. wütend ist, gehört vor Gericht.Wer zu seinem Bruderoder seiner Schwester ›Dummkopf‹ sagt,gehört vor den jüdischen Rat5,22 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten..Wer ›Idiot‹ sagt, der gehört ins Feuer der Hölle5,22 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht..

23Stell dir vor: Du bringst deine Opfergabe5,23 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. zum Altar5,23 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden.und dort fällt dir ein:›Mein Bruder5,23 Bruder: Meint sowohl die leiblichen Geschwister als auch andere Menschen, die einem nahestehen., meine Schwester5,23 Schwester: Meint sowohl die leiblichen Geschwister als auch andere Menschen, die einem nahestehen. hat etwas gegen mich.‹24Dann lass deine Opfergabe vor dem Altar liegen.Geh zuerst hin und versöhne dichmit deinem Bruder oder deiner Schwester.Dann komm zurück und bring deine Opfergabe dar.

25Wenn du jemandem etwas schuldest,einige dich rechtzeitig mit ihm.Tu das, solange ihr auf dem Weg zum Gericht seid.Sonst bringt er dich vor den Richter,und der übergibt dich dem Gerichtsdiener:Dann wirst du ins Gefängnis geworfen.26Amen5,26 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich dir:Du wirst dort nicht wieder herauskommen,bis du die letzte Kupfermünze5,26 Kupfermünze: Wörtlich »Quadrans«. Kleinste Münze im römischen Währungssystem. zurückbezahlt hast.«

Das Gebot, die Ehe nicht zu brechen

27»Ihr wisst, dass gesagt worden ist5,27 gesagt worden ist (Vers 27): Zitat aus den Zehn Geboten, vgl. 2. Mose/Exodus 20,14.:›Du sollst nicht ehebrechen5,27 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.!‹28Ich sage aber:Wer die Frau eines anderen begehrlich ansieht,hat mit ihr schon die Ehe gebrochen.Er hat es in seinem Herzen getan.29Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verleitet,reiß es aus und wirf es weg!Besser du verlierst nur ein Körperteil,als dass du ganz in die Hölle5,29 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. geworfen wirst.30Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verleitet,schlag sie ab und wirf sie weg!Besser du verlierst nur ein Körperteil,als dass du ganz in die Hölle kommst.

31Es ist gesagt worden5,31 ist gesagt worden (Vers 31): Der Text bezieht sich auf 5. Mose/Deuteronomium 24,1-4.:›Wer sich von seiner Frau scheiden lassen will,muss ihr eine Scheidungsurkunde5,31 Scheidungsurkunde: Dokument, das ein Mann seiner Frau geben musste, wenn er die Ehe auflösen wollte. ausstellen.‹32Ich sage euch aber:Jeder, der sich von seiner Frau scheiden lässt,der macht sie zur Ehebrecherin –außer, sie war vorher schon untreu.Und wer eine geschiedene Frau heiratet,begeht ebenso Ehebruch5,32 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.

Das Gebot, keinen falschen Eid zu schwören

33»Ihr wisst auch,dass unseren Vorfahren gesagt worden ist5,33 gesagt worden ist (Vers 33): Die folgenden Verse nehmen Texte aus 3. Mose/Levitikus 19,12; 4. Mose/Numeri 30,3 und 5. Mose/Deuteronomium 23,22-24 auf.:›Du sollst deinen Schwur nicht brechen!Vielmehr sollst du halten,was du dem Herrn geschworen hast!‹34Ich sage euch aber: Schwört überhaupt nicht!Schwört weder beim Himmel,denn er ist der Thron Gottes;35noch bei der Erde,denn sie ist sein Fußschemel5,35 Fußschemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht.;auch nicht bei Jerusalem5,35 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.,denn sie ist die Stadt des höchsten Königs5,35 höchster König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt für Recht und Gerechtigkeit sorgt.!36Du sollst auch nicht bei deinem Kopf schwören!Denn du kannst ja nicht einmal ein einziges Haarweiß oder schwarz machen.37Sagt einfach ›Ja‹, wenn ihr ›Ja‹ meint,und ›Nein‹, wenn ihr ›Nein‹ meint.Jedes weitere Wort kommt vom Bösen5,37 der Böse: Bezeichnung für den Teufel, den Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht.

Das Gebot, maßvoll zu vergelten

Lukas 6,29-30
38»Ihr wisst, dass gesagt worden ist5,38 gesagt worden ist (Vers 38): Zitat aus 2. Mose/Exodus 21,24. Dieses Prinzip besagt, dass das Ausmaß der Strafe das Vergehen nicht übersteigen darf. Die Strafe muss der Schuld entsprechen.:›Auge für Auge und Zahn für Zahn!‹39Ich sage euch aber:Wehrt euch nicht gegen Menschen,die euch etwas Böses antun!Sondern wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt,dann halte ihm auch deine andere Backe hin!40Wenn dich jemand verklagen will,um dein Hemd5,40 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd. zu bekommen,dann gib ihm noch deinen Mantel5,40 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. dazu!41Wenn dich jemand dazu zwingt5,41 zwingen: Römische Soldaten konnten die Bevölkerung jederzeit dazu zwingen, Dienstleistungen für sie zu erbringen.,seine Sachen eine Meile5,41 Meile: Eine römische Meile betrug knapp 1,5 km. zu tragen,dann geh zwei Meilen mit ihm!42Wenn dich jemand um etwas bittet,dann gib es ihm!Und wenn jemand etwas von dir leihen will,dann sag nicht ›Nein‹.«

Das Gebot, den Mitmenschen zu lieben

Lukas 6,27-35
43»Ihr wisst, dass gesagt worden ist5,43 gesagt worden ist (Vers 43): Das Zitat nimmt Worte aus 3. Mose/Levitikus 19,18 auf.:›Liebe deinen Nächsten‹ und hasse deinen Feind!44Ich sage euch aber: Liebt eure Feinde!Betet für die, die euch verfolgen!45So werdet ihr zu Kindern eures Vaters im Himmel5,45 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt..Denn er lässt seine Sonne aufgehenüber bösen und über guten Menschen.Und er lässt es regnenauf gerechte und auf ungerechte Menschen.46Denn wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben:Welchen Lohn erwartet ihr da von Gott?Verhalten sich die Zolleinnehmer5,46 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. nicht genauso?47Und wenn ihr nur eure Geschwister5,47 Geschwister: Meint sowohl die leiblichen Geschwister als auch andere Menschen, die einem nahestehen. grüßt:Was tut ihr da Besonderes?Verhalten sich die Heiden5,47 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben. nicht genauso?48Für euch aber gilt:Seid vollkommen,so wie euer Vater im Himmel vollkommen ist!«