BasisBibel (BB)
24

Jesus spricht über die Endzeit und das Weltgericht

Matthäus 24,1–25,46

Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels an

Markus 13,1-2; Lukas 21,5-6
241Jesus24,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. verließ den Tempel24,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und wollte weiterziehen.Da kamen seine Jünger24,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu ihm.Sie wollten ihm die Tempelanlage zeigenmit ihren prächtigen Bauwerken.2Doch Jesus sagte zu ihnen:»Ihr bewundert das alles?Amen24,2 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben.Es wird alles zerstört werden.«

Wann kommt das Ende?

Markus 13,3-8; Lukas 21,7-11
3Dann ging Jesus24,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. auf den Ölberg24,3 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. und setzte sich.Nur seine Jünger24,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. waren bei ihm.Sie traten zu ihm und fragten:»Sag uns, wann wird das sein?Und an welchen Zeichen erkennen wir,dass du wiederkommstund das Ende der Welt24,3 Ende der Welt: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. bevorsteht?«4Jesus antwortete:»Passt auf, dass euch niemand in die Irre führt!5Denn viele werden unter meinem Namen auftretenund behaupten: ›Ich bin der Christus24,5 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.!‹Damit werden sie viele Menschen in die Irre führen.6Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hören.Passt auf, dass ihr nicht erschreckt!Denn das muss so geschehen.Aber das ist noch nicht das Ende.7Denn ein Volk wird gegen das andere kämpfen,und ein Reich das andere angreifen.An vielen Orten wird es Hungersnöte und Erdbeben geben.8Doch das alles ist erst der Anfang der Geburtswehen24,8 Geburtswehen: Das Bild einer Frau in den Wehen dient dazu, Angst und Not zu beschreiben. Die Tage, bevor Jesus Christus wiederkommt, stellte man sich als eine Zeit von Angst und Schrecken vor. Mit dem Gericht Gottes über die Welt bricht dann endgültig das Reich Gottes an.

Standhalten in Verfolgung

Markus 13,9-13; Lukas 21,12-19
9»Dann wird man euch in große Not bringenund sogar töten.Alle Völker werden euch hassen,weil ihr euch zu mir bekennt.10Dann werden sich viele vom Glauben24,10 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. abbringen lassen.Sie werden sich gegenseitig verratenund einander hassen.11Viele falsche Propheten24,11 falscher Prophet: Gibt vor, im Auftrag Gottes zu reden, und verführt seine Mitmenschen so zu falschem Tun. werden auftretenund viele von euch in die Irre führen.12Weil der Ungehorsam gegen Gottes Gesetz24,12 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose.immer größer wird,wird die Liebe bei vielen Menschen erkalten.13Aber wer bis zum Ende24,13 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. standhält,wird gerettet werden.14Die Gute Nachricht24,14 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. vom Himmelreich24,14 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt.wird in der ganzen Welt verkündet werden.Alle Völker werden davon hören,und erst dann wird das Ende kommen.«

Die Zeit der Not, bevor der Menschensohn kommt

Markus 13,14-23; Lukas 17,21-24; 17,37; 21,20-24
15»Ihr werdet sehen,dass das ›Götzenbild der Verwüstung‹24,15 Götzenbild der Verwüstung: Standbild einer fremden Gottheit, das den Tempel entweiht. Daniel 9,27 und Daniel 12,11 kündigen es für die Zeit vor dem Gericht Gottes an. im Heiligtum24,15 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. steht.So hat es Gott durch den Propheten Daniel angekündigt24,15 durch den Propheten Daniel angekündigt: Daniel 9,27 und Daniel 12,11 erzählen von einem Götzenbild, das im Tempel aufgestellt wird, bevor Gottes Gericht über die Welt beginnt..Wer das liest, soll überlegen, was es bedeutet!16Wenn das geschieht,dann sollen die Einwohner von Judäa24,16 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.in die Berge fliehen.17Wer gerade auf dem Dach24,17 Dach: Dächer waren flach und wurden als eine Art Terrasse genutzt. ist,soll nicht erst hinuntersteigen,um noch etwas aus seinem Haus zu holen.18Und wer gerade auf dem Feld ist,soll nicht zurücklaufen,um noch seinen Mantel zu holen.19Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein,die gerade ein Kind erwarten oder stillen!20Betet24,20 Gebet: Reden des Menschen mit Gott., dass es nicht Winter oder Sabbat24,20 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. ist,wenn ihr fliehen müsst!21Die Not wird schrecklich sein.Noch nie hat es eine so große Not gegeben –vom Anfang der Welt an bis heute.Und es wird sie auch künftig nicht geben.22Wenn Gott diese schreckliche Zeitnicht verkürzen würde,könnte kein Mensch gerettet werden.Aber er wird diese Zeit verkürzen –denen zuliebe, die er erwählt hat.

23Wenn dann jemand zu euch sagt:›Seht her, hier ist der Christus24,23 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.!‹,oder: ›Dort ist er!‹, dann glaubt es nicht!24Denn mancher falsche Christusund mancher falsche Prophet24,24 falscher Prophet: Gibt vor, im Auftrag Gottes zu reden, und verführt seine Mitmenschen so zu falschem Tun. wird auftreten.Sie werden große Zeichen und Wunder24,24 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. tun.So wollen sie möglichst auch die Menschenin die Irre führen, die von Gott erwählt sind.25Seht euch vor: Ich habe es euch vorhergesagt!26Wenn jemand zu euch sagt:›Seht doch: Er ist in der Wüste!‹,dann geht nicht hinaus!Wenn jemand sagt:›Seht doch: Er ist hier im Haus versteckt!‹,dann glaubt ihm nicht!27Denn wenn der Menschensohn24,27 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wiederkommt,wird es sein wie bei einem Blitz:Unübersehbar leuchtet er auf, vom Osten bis zum Westen.28Er ist so unübersehbar wie die Geier24,28 Geier: Großer Greifvogel, der Aas frisst und deshalb in der Bibel zu den unreinen Tieren zählt. Typisch ist sein meist kahler Kopf und Hals.,die über dem Aas kreisen.«

Der Menschensohn kommt

Markus 13,24-27; Lukas 21,25-28
2924,29 Vers 29-30: Die Verse 29-30 nehmen Worte aus Jesaja 13,10 und Daniel 7,13 auf. Dort wird mit diesen Bildern der Tag des Gerichts beschrieben, an dem Gott gegen seine Feinde vorgeht. »Sofort nach dieser schrecklichen Zeitwird die Sonne sich verfinsternund der Mond nicht mehr scheinen.Die Sterne werden vom Himmel fallenund die Mächte des Himmels erschüttert werden.30Dann wird der Menschensohn24,30 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde.für alle sichtbar am Himmel erscheinen.Das ist das Zeichen, dass das Ende da ist.Dann werden alle Völker der Welt jammern und klagen.Alle werden es sehen:Der Menschensohn kommt auf den Wolken des Himmelsmit großer Macht und Herrlichkeit24,30 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor..31Zum Klang der Trompeten wird er seine Engel ausschicken.Die bringen alle zusammen, die Gott erwählt hat.Wie die vier Winde kommen sieaus allen Himmelsrichtungen,vom einen Ende des Himmels bis zum anderen.«

Das Gleichnis vom Feigenbaum

Markus 13,28-32; Lukas 21,29-33
32»Nehmt den Feigenbaum24,32 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln. als Gleichnis24,32 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.,an dem ihr etwas lernt.Wenn seine Zweige frisch austreibenund Blätter bekommen, dann wisst ihr:Der Sommer ist bald da.33So ist es auch mit euch:Wenn ihr das alles seht, dann wisst ihr:Das Ende24,33 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. ist nahe.Der Menschensohn24,33 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. steht vor der Tür.34Amen24,34 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Diese Generation wird nicht sterben,bevor dies alles geschieht.35Himmel und Erde werden vergehen,aber meine Worte vergehen nicht.36An welchem Tag und zu welcher Stunde das sein wird,weiß niemand – auch nicht die Engel im Himmel,nicht einmal der Sohn24,36 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet., sondern ganz allein der Vater.«

Bleibt wachsam!

Lukas 12,39-40; 17,26-35
37»Wenn der Menschensohn24,37 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wiederkommt,wird es sein wie zur Zeit Noahs24,37 Noah: Wurde von Gott vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet, vgl. 1. Mose/Genesis 6,5–9,29..38Vor der Sintflut aßen und tranken die Menschen,sie heirateten und verheirateten ihre Kinder.So lebten sie bis zu dem Tag,als Noah in die Arche24,38 Arche: Bezeichnung für das kastenartige Schiff, in dem die Familie Noahs und die Tiere vor der Sintflut gerettet wurden; vgl. 1. Mose/Genesis 6,9–9,17. stieg.39Sie ahnten nichts,bis die Sintflut kam und sie alle wegriss.Genauso wird es sein,wenn der Menschensohn wiederkommt.40Dann werden zwei Männerzusammen auf dem Feld arbeiten.Den einen wird der Menschensohn zu sich holenund den anderen zurücklassen.41Zwei Frauen werden mit der Mühle Korn mahlen.Die eine wird er zu sich holenund die andere zurücklassen.42Bleibt also wachsam!Denn ihr wisst nicht,an welchem Tag24,42 Tag des Herrn: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. euer Herr wiederkommt.43Macht euch bewusst:Wenn der Hausherr wüsste,wann der Dieb in der Nacht kommt,würde er wach bleiben.Er würde es nicht zulassen,dass in sein Haus eingebrochen wird.44Darum sollt auch ihr jederzeit bereit sein.Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde,in der ihr ihn nicht erwartet.«

Der zuverlässige Diener

Lukas 12,42-46
45»Wer ist denn der treue und kluge Diener24,45 kluger Diener: Bild für einen Menschen, der sich in der Zeit, bevor Christus wiederkommt, für andere einsetzt und so dem Reich Gottes dient.?Ihm hat sein Herr den Auftrag gegeben,die übrigen Diener zu beaufsichtigen.Außerdem soll er sie zur rechten Zeitmit Essen versorgen.46Glückselig ist er,wenn der Herr bei seiner Rückkehr sieht,dass er seinen Auftrag gewissenhaft erfüllt.47Amen24,47 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Der Herr wird ihm die Verantwortungfür seinen ganzen Besitz übertragen!

48Wenn er aber ein schlechter Diener24,48 schlechter Diener: Bild für einen Menschen, der sich in der Zeit, bevor Christus wiederkommt, nicht um andere kümmert und so nicht dem Reich Gottes dient. ist, sagt er sich:›Mein Herr wird lange weg sein.‹49Er fängt an, die anderen Diener zu schlagen,und er isst und trinkt mit Säufern.50Dann kommt sein Herr zurück.Er kommt an einem Tag,an dem der Diener es nicht erwartet –und zu einer Stunde, in der er nicht damit rechnet.51Der Herr wird ihn in Stücke hauenund dorthin bringen lassen,wo die Scheinheiligen bestraft werden.Dort wird es Heulen und Zähneklappern geben!«
25

Das Gleichnis von den Brautjungfern

251»Wenn das Himmelreich25,1 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. kommt,wird es sein wie folgendes Gleichnis25,1 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:Zehn Brautjungfern nahmen ihre Fackeln25,1 Fackel: Eine Stange mit einem Gefäß, in dem ein in Öl getränkter Lappen brannte.und gingen hinaus, um den Bräutigam25,1 Bräutigam: Bild für Christus, der nach Tod und Auferstehung am Tag des Herrn wiederkommen wird. Dann wird Gottes Reich endgültig anbrechen. zu empfangen.2Fünf von ihnen waren dumm,die anderen fünf waren klug.3Die dummen Brautjungfern nahmen zwarihre Fackeln mit, aber kein Öl.4Die klugen Brautjungfern dagegen nahmenzusammen mit ihren Fackeln auch Krüge mit Öl mit.5Doch der Bräutigam verspätete sich.Die Brautjungfern wurden müde und schliefen ein.6Mitten in der Nacht weckte sie der Ruf:›Seht doch! Der Bräutigam kommt!Geht hinaus, um ihn in Empfang zu nehmen!‹7Da standen alle Brautjungfern aufund machten ihre Fackeln bereit.8Die dummen Brautjungfern sagten zu den klugen:›Gebt uns von eurem Öl,sonst gehen unsere Fackeln sofort wieder aus!‹9Aber die klugen Brautjungfern antworteten:›Das geht nicht.Das Öl reicht nicht für uns und euch!Geht doch zu den Händlernund kauft euch selbst welches.‹

10Die dummen Brautjungfern gingen los,um Öl zu kaufen.Inzwischen traf der Bräutigam25,10 Bräutigam: Bild für Christus, der nach Tod und Auferstehung am Tag des Herrn wiederkommen wird. Dann wird Gottes Reich endgültig anbrechen. ein.Die klugen Brautjungfern, die vorgesorgt hatten,gingen mit ihm zum Hochzeitsfest.Hinter ihnen wurde die Tür geschlossen.11Später kamen die anderen Brautjungfern nach.Sie riefen: ›Herr, Herr, mach uns auf!‹12Aber der Bräutigam antwortete:Amen25,12 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch: Ich kenne euch nicht.‹13Bleibt also wachsam!Denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde,in der der Menschensohn25,13 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wiederkommt.«

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

Lukas 19,11-27
14»Es ist wie bei einem Mann, der verreisen wollte.Vorher rief er seine Diener25,14 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. Es war üblich, dass sie mit geringen Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte ihrem Herrn, für einen Verlust mussten sie selbst aufkommen. zusammenund vertraute ihnen sein Vermögen an.15Dem einen gab er fünf Talente25,15 Talent: Ein »Talent« ist eine Gewichtseinheit zum Wiegen von Münzen und entspricht etwa 36 kg.,einem anderen zwei Talenteund dem dritten ein Talent –jedem nach seinen Fähigkeiten.Dann reiste der Mann ab.16Der Diener mit den fünf Talentenfing sofort an, mit dem Geld zu wirtschaften.Dadurch gewann er noch einmal fünf Talente dazu.17Genauso machte es der mit den zwei Talenten.Er gewann noch einmal zwei Talente dazu.18Aber der Diener mit dem einen Talentging weg und grub ein Loch in die Erde.Dort versteckte er das Geld seines Herrn.

19Nach langer Zeit kam der Herr der drei Diener25,19 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. Es war üblich, dass sie mit geringen Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte ihrem Herrn, für einen Verlust mussten sie selbst aufkommen. zurückund wollte mit ihnen abrechnen.20Zuerst kam der Diener,der fünf Talente25,20 Talent: Ein »Talent« ist eine Gewichtseinheit zum Wiegen von Münzen und entspricht etwa 36 kg. bekommen hatte.Er brachte die zusätzlichen fünf Talente mitund sagte: ›Herr, fünf Talente hast du mir gegeben.Sieh nur, ich habe noch einmal fünf dazugewonnen.‹21Sein Herr sagte zu ihm: ›Gut gemacht!Du bist ein tüchtiger und treuer Diener.Du hast dich bei dem Wenigen als zuverlässig erwiesen.Darum werde ich dir viel anvertrauen.Komm herein!Du sollst beim Freudenfest25,21 Freudenfest: Bild für das Anbrechen vom Reich Gottes. Dann herrscht Gott als König über die Welt, in der alles nach seinem Willen geschieht. deines Herrn dabei sein!‹22Dann kam der Diener,der zwei Talente bekommen hatte.Er sagte: ›Herr, zwei Talente hast du mir gegeben.Sieh doch, ich habe noch einmal zwei dazugewonnen.‹23Da sagte sein Herr zu ihm: ›Gut gemacht!Du bist ein tüchtiger und treuer Diener.Du hast dich bei dem Wenigen als zuverlässig erwiesen.Darum werde ich dir viel anvertrauen.Komm herein!Du sollst beim Freudenfest deines Herrn dabei sein.‹

24Zum Schluss kam auch der Diener25,24 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. Es war üblich, dass sie mit geringen Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte ihrem Herrn, für einen Verlust mussten sie selbst aufkommen.,der ein Talent25,24 Talent: Ein »Talent« ist eine Gewichtseinheit zum Wiegen von Münzen und entspricht etwa 36 kg. bekommen hatte, und sagte:›Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist.Du erntest, wo du nicht gesät hast,und du sammelst ein, wo du nichts ausgeteilt hast.25Deshalb hatte ich Angst.Also ging ich mit dem Geld wegund versteckte dein Talent in der Erde.Sieh doch, hier hast du dein Geld zurück!‹26Sein Herr antwortete:›Du bist ein schlechter und fauler Diener!Du wusstest,dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe,und einsammle, wo ich nichts ausgeteilt habe.27Dann hättest du mein Geld zur Bank bringen sollen.So hätte ich es bei meiner Rückkehrwenigstens mit Zinsen zurückbekommen.28Nehmt ihm das Talent wegund gebt es dem, der die zehn Talente hat!29Denn wer etwas hat,dem wird noch viel mehr gegeben –er bekommt mehr als genug.Doch wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen, was er hat.30Werft diesen nichtsnutzigen Dienerhinaus in die Finsternis.Dort gibt es nur Heulen und Zähneklappern!‹«

Wonach der Menschensohn die Menschen beurteilt

31»Der Menschensohn25,31 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird wiederkommenin seiner Herrlichkeit25,31 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. mit allen Engeln25,31 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen..Dann wird er sich auf seinen Herrscherthron25,31 Herrscherthron: Bild für die Königsherrschaft Gottes. Als Herrscher über die ganze Welt ist er der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Hier tritt Christus an seine Stelle. setzen.32Alle Völker werden vor dem Menschensohn versammelt.Er wird sie in zwei Gruppen aufteilen – wie ein Hirte25,32 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott.,der die jungen Ziegenböcke von der Herde trennt.33Die Herde wird er rechts von sich aufstellenund die jungen Ziegenböcke links.34Dann wird der König zu denen rechts von sich sagen:›Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet25,34 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen.!Nehmt das Reich25,34 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. in Besitz,das Gott seit der Erschaffung der Weltfür euch vorbereitet hat.35Denn ich war hungrig,und ihr habt mir zu essen gegeben.Ich war durstig,und ihr habt mir zu trinken gegeben.Ich war ein Fremder,und ihr habt mich als Gast aufgenommen.36Ich war nackt,und ihr habt mir Kleider gegeben.Ich war krank,und ihr habt euch um mich gekümmert.Ich war im Gefängnis,und ihr habt mich besucht.‹

37Dann werden die Gerechten25,37 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. fragen:›Herr, wann haben wir dich hungrig gesehenund haben dir zu essen gegeben?Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben?38Wann warst du ein Fremderund wir haben dich als Gast aufgenommen?Wann warst du nacktund wir haben dir Kleider gegeben?39Wann warst du krank oder im Gefängnisund wir haben dich besucht?‹40Und der König wird ihnen antworten:›Amen, das sage ich euch:Was ihr für einen meiner Brüder25,40 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.oder eine meiner Schwestern25,40 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. getan habt– und wenn sie noch so unbedeutend sind –,das habt ihr für mich getan.‹

41Dann wird er zu denen links von sich sagen:›Geht weg von mir! Gott hat euch verflucht.Ihr gehört in das ewige Feuer,das für den Teufel25,41 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. und seine Engel25,41 Engel: Auch der Teufel hat Boten und Diener. vorbereitet ist.42Denn ich war hungrig,und ihr habt mir nichts zu essen gegeben.Ich war durstig,und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben.43Ich war ein Fremder,und ihr habt mich nicht als Gast aufgenommen.Ich war nackt,und ihr habt mir keine Kleider gegeben.Ich war krank und im Gefängnis,und ihr habt euch nicht um mich gekümmert.‹44Dann werden auch sie antworten:›Herr, wann haben wir dich hungrigoder durstig gesehen?Oder als Fremden oder nacktoder krank oder im Gefängnis?Wann haben wir nicht für dich gesorgt?‹45Da wird er ihnen antworten:Amen25,45 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Was ihr für andere nicht getan habt– und wenn sie noch so unbedeutend waren –,das habt ihr für mich nicht getan!‹46Auf diese Menschen wartet die ewige Strafe.Aber die Gerechten25,46 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. empfangen das ewige Leben25,46 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod.
26

Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus

Matthäus 26,1–28,20

Die Passionsgeschichte: Jesus wird verurteilt, gekreuzigt und begraben

Matthäus 26,1–27,66

Pläne gegen Jesus

Markus 14,1-2; Lukas 22,1-2; Johannes 11,45-53
261Damit hatte Jesus26,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. die letzte seiner Reden beendet.Zu seinen Jüngern26,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. sagte er:2»Ihr wisst, dass in zwei Tagen das Passafest26,2 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. beginnt.Dann wird der Menschensohn26,2 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. ausgeliefertund gekreuzigt26,2 Kreuzigung: Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet. werden.«

3Zur gleichen Zeit kamen die führenden Priester26,3 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und die Ratsältesten26,3 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. des Volkesim Palast des Hohepriesters26,3 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. zusammen.Sein Name war Kaiphas.4Gemeinsam hielten sie Rat,um Jesus26,4 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. mit einer List zu verhaften und umzubringen.5Sie sagten aber: »Auf keinen Fall während des Festes26,5 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13.,damit es keinen Aufruhr im Volk gibt.«

Jesus wird gesalbt

Markus 14,3-9; Johannes 12,1-8
6Jesus26,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war in Betanien26,6 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft. .Er war zu Gast bei Simon, dem Aussätzigen26,6 der Aussätzige: Der Name zeigt an, dass Simon an einer schweren Hautkrankheit gelitten hat..7Da kam eine Frau zu Jesus.Sie hatte ein Fläschchen mit kostbarem Salböl26,7 Salböl: Ein mit wohlriechenden Zusätzen vermengtes, kostbares Öl. Es wird bei bestimmten religiösen Handlungen verwendet. bei sich.Als Jesus zu Tisch lag26,7 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen war es in der griechisch-römischen Welt üblich, beim Essen zu liegen. und aß,träufelte sie ihm das Salböl auf den Kopf.8Als die Jünger26,8 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. das sahen,ärgerten sie sich.Sie sagten: »Wozu diese Verschwendung?9Man hätte es teuer verkaufenund das Geld den Armen geben können.«10Jesus bemerkte das und sagte zu ihnen:»Warum macht ihr der Frau das Leben schwer?Sie hat etwas Gutes für mich getan.11Es wird immer Arme bei euch geben.Aber mich habt ihr nicht für immer bei euch.12Sie hat mich im Voraus für mein Begräbnis gesalbt26,12 Salbung, salben: Handlung, die eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen..Dazu hat sie das Öl über meinen Körper gegossen.13Amen26,13 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Auf der ganzen Weltwird man die Gute Nachricht26,13 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. von mir verkünden.Dann wird man auch erzählen, was sie getan hat.So wird man sich immer an sie erinnern.«

Judas wird zum Verräter

Markus 14,10-11; Lukas 22,3-6
14Danach ging einer der Zwölf26,14 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. – es war Judas Iskariot –zu den führenden Priestern26,14 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht..15Er fragte: »Was gebt ihr mir dafür,dass ich euch Jesus26,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ausliefere?«Sie zahlten ihm dreißig Silberstücke26,15 Silberstücke: Der Name der Münzen wird nicht genannt..16Von da an suchte Judas nach einer günstigen Gelegenheit,um ihnen Jesus in die Hände zu liefern.

Vorbereitungen zum Passamahl

Markus 14,12-16; Lukas 22,7-13
17Es war der erste Tag vom Fest der ungesäuerten Brote26,17 Fest der ungesäuerten Brote: Im Neuen Testament ein anderer Name für das Passafest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13..Da kamen die Jünger26,17 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu Jesus26,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und fragten:»Wo sollen wir das Passamahl26,17 Passamahl: Festliche Mahlzeit, die fester Bestandteil des Passafestes ist. Zur Mahlzeit gehören ungesäuerte Brote und das Passalamm. für dich vorbereiten?«18Jesus antwortete:»Geht in die Stadt zu einem Mann, den ich euch nenne.Richtet ihm aus: ›Der Lehrer26,18 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. lässt dir sagen:Die Zeit, die Gott für mich bestimmt hat, ist da.Ich will bei dir das Passamahl feiern –zusammen mit meinen Jüngern.‹«19Die Jünger machten alles so,wie Jesus es ihnen aufgetragen hatte.Und sie bereiteten das Passamahl vor.

Jesus feiert mit seinen zwölf Jüngern das Passamahl

Markus 14,17-26; Lukas 22,14-23; Johannes 13,21-30
20Als es Abend geworden war, ließ sich Jesus26,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.mit den zwölf Jüngern26,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zum Essen nieder.21Während sie aßen, sagte er zu ihnen:»Amen26,21 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Einer von euch wird mich verraten.«22Die Jünger waren tief betroffen.Jeder Einzelne von ihnen fragte Jesus:»Doch nicht etwa ich, Herr?«23Jesus antwortete:»Der sein Brot mit mir in die Schale taucht,der wird mich verraten.24Der Menschensohn26,24 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. muss sterben.So ist es in der Heiligen Schrift angekündigt26,24 in der Heiligen Schrift angekündigt: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12..Aber wehe dem Menschen, der den Menschensohn verrät.Er wäre besser nie geboren worden!«25Da sagte Judas, der ihn verraten wollte,zu Jesus: »Doch nicht etwa ich, Rabbi26,25 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer.Jesus antwortete: »Du sagst es!«

2626,26 Vers 26-28: Die sogenannten Einsetzungsworte sind in den ersten drei Evangelien überliefert. In der Fassung aus Lukas 22,17-20 werden sie in jeder Feier des Abendmahls gesprochen. So stehen sie auch in 1. Korinther 11,24-25. Beim Essen nahm Jesus26,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ein Brot.Er lobte Gott und dankte ihm dafür.Dann brach er das Brot in Stückeund gab es seinen Jüngern26,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten..Er sagte: »Nehmt und esst! Das ist mein Leib.«27Dann nahm er den Becher.Er dankte Gott, gab ihn seinen Jüngern und sagte:»Trinkt alle daraus!28Das ist mein Blut.Es steht für den Bund26,28 Bund: Durch Tod und Auferstehung von Jesus Christus wird der Bund, den Gott mit Israel am Berg Sinai geschlossen hat, erneuert und auf die ganze Welt übertragen. Gottes Zusage, sich um sein Volk zu kümmern, gilt damit für alle Menschen, die an ihn glauben.,den Gott mit den Menschen schließt.Mein Blut wird für die vielen vergossen werdenzur Vergebung ihrer Sünden26,28 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können..29Das sage ich euch:Ich werde von jetzt ab keinen Wein mehr trinken –bis zu dem Tag, an dem ich mit euchvon Neuem davon trinken werde.Das wird geschehen,wenn mein Vater sein Reich26,29 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. vollendet hat.«30Jesus und seine Jünger sangen die Dankpsalmen26,30 Dankpsalmen: Vor und nach dem Passamahl werden bestimmte Psalmen gesungen..Dann gingen sie hinaus zum Ölberg26,30 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..

Jesus sagt das Versagen von Petrus voraus

Markus 14,27-31; Lukas 22,33-34; Johannes 13,36-38
31Da sagte Jesus26,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu seinen Jüngern26,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Ihr werdet euch alle von mir abwenden –noch in dieser Nacht.Denn so steht es in der Heiligen Schrift26,31 so steht es in der Heiligen Schrift: Im Folgenden werden Worte aus Sacharja 13,7 aufgenommen.:›Ich werde den Hirten26,31 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. töten,und die Schafe seiner Herde werden auseinanderlaufen.‹32Aber nachdem ich vom Tod auferweckt26,32 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. worden bin,werde ich euch nach Galiläa26,32 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. vorausgehen.«33Doch Petrus26,33 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. widersprach ihm:»Auch wenn sie sich alle von dir abwenden –ich werde es ganz bestimmt nicht tun!«34Jesus antwortete: »Amen26,34 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich dir:In dieser Nacht, noch bevor der Hahn kräht,wirst du dreimal abstreiten, mich zu kennen.«35Darauf sagte Petrus zu Jesus:»Sogar wenn ich mit dir sterben muss –ich werde niemals abstreiten, dich zu kennen!«Das Gleiche sagten auch die anderen Jünger.

Jesus betet im Garten Getsemani

Markus 14,32-42; Lukas 22,39-46
36Dann kam Jesus26,36 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. mit seinen Jüngern26,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu einem Garten,der Getsemani26,36 Getsemani: Der Name bedeutet »Ölkelter« und bezeichnet einen Garten mit Olivenbäumen. Er lag außerhalb von Jerusalem am westlichen Hang des Ölbergs. hieß.Dort sagte er zu seinen Jüngern: »Bleibt hier sitzen.Ich gehe dort hinüber und bete26,36 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.37Er nahm Petrus26,37 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. und die beiden Söhne des Zebedäus26,37 Söhne des Zebedäus: Beiname der beiden Jünger Johannes und Jakobus. mit.Plötzlich wurde er sehr traurig,und Angst überfiel ihn.38Da sagte er zu ihnen:»Ich bin verzweifelt und voller Todesangst.Wartet hier und wacht mit mir.«39Jesus selbst ging noch ein paar Schritte weiter.Dort warf er sich zu Boden und betete:»Mein Vater, wenn es möglich ist,dann erspare es mir, diesen Becher26,39 Becher: Bei den Propheten des Alten Testaments Bild für das Gericht Gottes, das Menschen wie Betrunkene wanken lässt; vgl. Jeremia 25,15-29. Mit diesem Bild verweist Jesus auf seinen gewaltsamen Tod am Kreuz. auszutrinken!Aber nicht das, was ich will, soll geschehen –sondern das, was du willst!«

40Jesus26,40 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kam zu den drei Jüngern26,40 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zurück und sah,dass sie eingeschlafen waren.Da sagte er zu Petrus26,40 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.:»Könnt ihr nicht diese eine Stundemit mir wach bleiben?41Bleibt wach und betet26,41 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,damit ihr die kommende Prüfung besteht!Der Geist ist willig,aber die menschliche Natur ist schwach.«

42Dann ging er ein zweites Mal einige Schritte wegund betete26,42 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.:»Mein Vater, wenn es nicht anders möglich ist,dann trinke ich diesen Becher26,42 Becher: Bei den Propheten des Alten Testaments Bild für das Gericht Gottes, das Menschen wie Betrunkene wanken lässt; vgl. Jeremia 25,15-29. Mit diesem Bild verweist Jesus auf seinen gewaltsamen Tod am Kreuz..Es soll geschehen, was du willst.«43Als er zurückkam, sah er,dass seine Jünger26,43 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. wieder eingeschlafen waren.Die Augen waren ihnen zugefallen.44Jesus26,44 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ließ sie schlafen.Wieder ging er weg und betete26,44 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. ein drittes Malmit den gleichen Worten wie vorher.45Dann ging er zu den Jüngern zurückund sagte zu ihnen:»Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus?Seht: Die Stunde ist da!Jetzt wird der Menschensohn26,45 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde.in die Hände der Sünder26,45 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. ausgeliefert.46Steht auf, wir wollen gehen.Seht: Der mich verrät, ist schon da!«

Jesus wird verhaftet

Markus 14,43-50; Lukas 22,47-53; Johannes 18,3-11; 18,20
47Noch während Jesus26,47 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das sagte,näherte sich ihm Judas, einer der Zwölf26,47 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren..Mit ihm kam eine große Truppe,die mit Schwertern26,47 Schwert: Angriffswaffe für den Nahkampf, die von Soldaten getragen wurde. und Knüppeln bewaffnet war.Die führenden Priester26,47 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. und Ratsältesten26,47 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.hatten sie geschickt.48Der Verräter hatte mit den Männernein Erkennungszeichen ausgemacht:»Wem ich einen Kuss26,48 Kuss: Geste, die die gegenseitige Verbundenheit zum Ausdruck bringt. In der Antike war ein Kuss zur Begrüßung und zum Abschied üblich. gebe, der ist es.Nehmt ihn fest!«49Judas ging sofort auf Jesus zu.Er sagte: »Sei gegrüßt, Rabbi26,49 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer.!«,und küsste ihn.50Doch Jesus sagte zu ihm:»Mein Freund, dazu bist du also gekommen!«Da traten die Männer heran,packten Jesus und nahmen ihn fest.

51Da zog einer von denen, die bei Jesus26,51 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. waren,sein Schwert26,51 Schwert: Angriffswaffe für den Nahkampf, die von Soldaten getragen wurde..Er schlug nach einem der Männer,die dem Hohepriester26,51 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. unterstanden,und hieb ihm ein Ohr ab.52Da sagte Jesus:»Steck dein Schwert wieder zurück an seinen Platz.Denn alle, die zum Schwert greifen,werden auch durch das Schwert umkommen.53Weißt du nicht,dass ich meinen Vater um Hilfe bitten kann?Dann schickt er mir sofortmehr als zwölf Legionen26,53 Legion: Größte Abteilung des römischen Heeres, etwa 4000–6000 Mann. Engel26,53 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen..54Aber wie könnte sich dann erfüllen,was in der Heiligen Schrift26,54 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. steht?Es muss doch alles so kommen.«

55In derselben Stunde sagte Jesus26,55 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.zu den Männern der Truppe:»Mit Schwertern26,55 Schwert: Angriffswaffe für den Nahkampf, die von Soldaten getragen wurde. und Knüppeln seid ihr ausgerückt,um mich gefangen zu nehmen.Bin ich denn ein Verbrecher?Ich habe doch täglich im Tempel26,55 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. gesessenund die Menschen gelehrt.Dabei habt ihr mich nicht festgenommen.56Aber all das musste so geschehen.Denn dadurch geht in Erfüllung,was in den Schriften der Propheten angekündigt26,56 in den Schriften der Propheten angekündigt: