BasisBibel (BB)
19

Gespräche unterwegs nach Jerusalem

Matthäus 19,1–20,34

Über Ehescheidung und Ehelosigkeit

Markus 10,1-12
191Jesus19,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. beendete seine Rede.Dann verließ er Galiläa19,1 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene.und ging in das Gebiet von Judäa19,1 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.auf der anderen Jordanseite19,1 auf der anderen Jordanseite: Jesus geht nicht auf direktem Weg nach Jerusalem. Er reist durch das Gebiet östlich des Jordan und vermeidet so den Kontakt mit den Samaritern, einer jüdischen Glaubensgruppe, die den Tempel in Jerusalem nicht anerkannte..2Eine große Volksmenge folgte ihm,und er heilte dort die Kranken.

3Da kamen Pharisäer19,3 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. zu Jesus19,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.,um ihn auf die Probe zu stellen. Sie fragten:»Darf sich ein Mann aus jedem beliebigen Grundvon seiner Frau scheiden lassen?«4Jesus antwortete19,4 Jesus antwortete: Jesus nimmt hier Worte aus den Schöpfungsberichten 1. Mose/Genesis 1,27 und 1. Mose/Genesis 2,24 auf.:»Wisst ihr nicht, dass der Schöpfer von Anfang andie Menschen als Mann und Frau geschaffen hat?«5Weiter sagte er19,5 weiter sagte er: In Vers 5 wird aus 1. Mose/Genesis 2,24 zitiert.:»Deshalb verlässt ein Mann Vater und Mutterund verbindet sich mit seiner Frau.Die zwei sind dann eins mit Leib und Seele.6Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ganz eins.Was Gott so verbunden hat,das soll der Mensch nicht trennen!«7Darauf sagten die Pharisäer zu Jesus:»Warum hat Mose dann erlaubt19,7 Mose hat erlaubt: Die Regelungen zur Scheidung finden sich in 5. Mose/Deuteronomium 24,1-4.,dass ein Mann seiner Fraueine Scheidungsurkunde19,7 Scheidungsurkunde: Dokument, das ein Mann seiner Frau geben musste, wenn er die Ehe auflösen wollte. ausstellt und sie wegschickt?«8Jesus antwortete:»Weil ihr euer Herz gegen Gott verschlossen habt!Nur deshalb hat euch Mose erlaubt,eure Frauen wegzuschicken.Doch ursprünglich war das nicht so.9Ich aber sage euch:Wer sich von seiner Frau scheiden lässtund eine andere heiratet, der begeht Ehebruch19,9 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.außer sie hat zuerst die Ehe gebrochen.«

10Da sagten die Jünger19,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu Jesus19,10 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Wenn das die Rechtslage des Mannesgegenüber der Frau ist,sollte man besser gar nicht heiraten.«11Jesus antwortete:»Nicht alle werden verstehen, was ich jetzt sage –nur die, denen Gott das Verstehen schenkt:12Es gibt Männer, die sind von Geburt an zur Ehe unfähig19,12 zur Ehe unfähig: Meint zeugungsunfähige Männer..Andere werden durch den Eingriff von Menschendazu unfähig gemacht.Wieder andere verzichten auf die Ehe,weil sie ganz für das Himmelreich19,12 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. da sein wollen.Wer das verstehen kann, soll es verstehen!«

Jesus und die Kinder

Markus 10,13-16; Lukas 18,15-17
13Einige Leute brachten Kinder zu Jesus19,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Sie wollten,dass er ihnen die Hände auflegt19,13 die Hände auflegen: Durch das Auflegen der Hände schenkt Jesus den Kindern den Segen Gottes. und für sie betet.Aber die Jünger19,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. wiesen sie schroff zurück.14Aber Jesus sagte: »Lasst doch die Kinder!Hindert sie nicht daran, zu mir zu kommen.Denn für Menschen wie sie ist das Himmelreich19,14 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. da.«15Und Jesus legte den Kindern die Hände auf.Dann zog er von dort weiter.

Die Gefahr des Reichtums

Markus 10,17-25; Lukas 18,18-26
16Da kam ein Mann auf Jesus19,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu und fragte ihn:»Lehrer19,16 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., was muss ich Gutes tun,damit ich das ewige Leben19,16 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. bekomme?«17Jesus antwortete: »Warum fragst du mich, was gut ist?Gut ist nur einer: Gott!Wenn du den Weg gehen willst, der zum Leben führt,dann halte die Gebote19,17 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll.18Der junge Mann fragte: »Welche?«Da antwortete Jesus19,18 antwortete Jesus: Jesus zitiert aus den Zehn Geboten, vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-17, und aus 3. Mose/Levitikus 19,18.:»Du sollst nicht töten!Du sollst nicht ehebrechen19,18 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.!Du sollst nicht stehlen!Du sollst keine falschen Aussagen machen!19Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren19,19 ehren: Die Eltern mit Respekt und Würde behandeln und auch bei Krankheit oder im Alter für sie sorgen.und für sie sorgen!Und19,19 und: Die folgenden Worte sind ein Zitat aus 3. Mose/Levitikus 19,18.: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!«20Der Mann sagte zu Jesus:»Das alles habe ich befolgt.Was muss ich noch tun?«21Jesus antwortete:»Wenn du vollkommen sein willst, geh los,verkaufe deinen Besitz und gib das Geld den Armen.So wirst du einen Schatz im Himmel19,21 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. haben.Dann komm und folge19,21 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«22Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg.Denn er hatte ein großes Vermögen.

23Da sagte Jesus19,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu seinen Jüngern19,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Amen19,23 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Ein reicher Mensch hat es schwer,in das Himmelreich19,23 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. zu kommen.24Auch sage ich euch:Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,als dass ein Reicher in das Reich Gottes19,24 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. hineinkommt.«25Als die Jünger das hörten,waren sie völlig bestürzt und fragten:»Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«26Jesus sah sie an und sagte zu ihnen:»Für Menschen ist es unmöglich.Aber für Gott ist alles möglich.«

Der Lohn für die, die alles aufgegeben haben

Markus 10,26-31; Lukas 18,27-30
27Darauf sagte Petrus19,27 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. zu Jesus19,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.: »Du weißt:Wir haben alles zurückgelassen und sind dir gefolgt19,27 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..Was werden wir dafür bekommen?«28Jesus antwortete: »Amen19,28 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:In der kommenden Welt Gottes wird der Menschensohn19,28 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde.in seiner Herrlichkeit19,28 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. auf dem Thron sitzen.Dann werdet auch ihr, die ihr mir gefolgt19,28 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. seid,auf zwölf Thronen sitzen.Ihr werdet Gericht19,28 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. haltenüber die zwölf Stämme Israels19,28 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen..29Jeder, der etwas zurückgelassen hat– Haus, Brüder, Schwestern,Vater, Mutter, Kinder oder Felder –,um zu mir zu gehören, wird es hundertfach neu bekommen.Und dazu bekommt er nochdas ewige Leben19,29 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. als Erbe19,29 Erbe: Ursprünglich der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Im Neuen Testament bedeutet es ein Leben im Reich Gottes, in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. geschenkt.30Viele, die jetzt zu den Ersten gehören,werden dann die Letzten sein.Und viele, die jetzt zu den Letzten gehören,werden dann die Ersten sein.«