BasisBibel (BB)
10101Jesus10,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. rief seine zwölf Jünger10,1 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zu sich.Er gab ihnen die Vollmacht, böse Geister10,1 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. auszutreibenund jede Krankheit und jedes Leiden zu heilen.2Das sind die Namen der zwölf Apostel10,2 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten.:zuerst Simon, der Petrus10,2 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. genannt wird,und sein Bruder Andreas,dann Jakobus, der Sohn von Zebedäus,und sein Bruder Johannes,3Philippus und Bartholomäus,Thomas und Matthäus, der Zolleinnehmer10,3 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen.,Jakobus, der Sohn von Alphäus,und Thaddäus,4Simon, der Kananäer10,4 Kananäer: Aramäischer Name für die Gruppe der Zeloten. Die Angehörigen dieser jüdischen Glaubensgruppe, legten die biblischen Vorschriften sehr streng aus. Für ihre Durchsetzung setzten sie auch Gewalt ein.,und Judas Iskariot, der Jesus später10,4 später: Matthäus 26,14-16 erzählt, wie Judas Jesus seinen Gegner ausliefert. verriet.

Jesus sendet seine Jünger zu den Menschen aus dem Volk Israel

Markus 6,7-13; Lukas 9,2-6; 10,4-12
5Diese zwölf Jünger10,5 zwölf Jünger: Frauen und Männer, die Jesus folgten und von ihm lernten. Ihre Anzahl entspricht der Anzahl der zwölf Stämme Israels. sandte Jesus10,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. aus.Er forderte sie auf:»Nehmt keinen Weg, der zu den Heiden10,5 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben. führt!Und geht in keine Stadt, die den Samaritern10,5 Samariter: Aus den Israeliten hervorgegangene Glaubensgruppe, die nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift anerkannte. Zwischen ihnen und den Juden herrschte Rivalität. gehört!6Geht stattdessen zu den verlorenen Schafen:den Menschen, die zum Volk Israel10,6 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. gehören!7Geht zu ihnen und verkündet ihnen:›Das Himmelreich10,7 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. kommt jetzt den Menschen nahe!‹8Macht Kranke gesund, weckt Tote auf,befreit Menschen vom Aussatz10,8 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten., treibt Dämonen10,8 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. aus!Als Geschenk habt ihr alles bekommen –als Geschenk sollt ihr es weitergeben!

9Steckt auch kein Geld in eure Gürtel10,9 Gürtel: Aufbewahrungsort für Wertsachen, wenn man auf Reisen war.weder Gold noch Silber noch Kupfermünzen!10Nehmt keine Vorratstasche für unterwegs mit,kein zusätzliches Hemd10,10 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd., keine Sandalen10,10 Sandalen: Wurden in der Antike auf Reisen oder bei der Feldarbeit getragen. Im Alltag ging man oft barfuß.und keinen Wanderstock!Denn wer arbeitet, hat ein Anrecht darauf,versorgt zu werden.11Wenn ihr in eine Stadt oder ein Dorf kommt,sucht jemanden, der es wert ist,euch aufzunehmen.Bei dem bleibt, bis ihr weiterzieht.12Wenn ihr sein Haus betretet,wünscht seinen Bewohnern Frieden10,12 Frieden: Begrüßung, mit der man sich im umfassenden Sinn Frieden, Glück und Wohlergehen wünscht, die ein Geschenk Gottes sind..13Wenn sie es wert sind,wird dieser Frieden in dem Haus einkehren.Wenn sie es aber nicht wert sind,wird euer Gruß ohne Wirkung bleiben.14Wenn jemand euch nicht aufnehmenund eure Botschaft nicht anhören will:Verlasst das Haus oder die Stadtund schüttelt den Staub10,14 Staub abschütteln: Zeichenhafte Handlung, die den Abbruch aller Beziehungen zum Ausdruck bringt. Noch nicht einmal den Staub der anderen will man behalten. von euren Füßen.15Amen10,15 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Für die Leute von Sodom und Gomorra10,15 Sodom, Gomorra: Die Städte wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich von Gott abgewandt hatten; vgl. 1. Mose/Genesis 19.wird das Gericht10,15 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Gottes erträglicher seinals für diese Stadt.«

Die schwere Aufgabe der Jünger

Markus 13,9-13; Lukas 21,12-19
16»Ihr sollt wissen:Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.Seid klug wie die Schlangen,aber zugleich aufrichtig wie die Tauben!17Nehmt euch in Acht vor den Menschen!Denn man wird euch an die Gerichte10,17 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. ausliefern,die in den Synagogen10,17 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. tagen.Dort werden sie euch auspeitschen.18Ihr werdet auchvor hohen Regierungsbeamten und Königen stehen müssen,weil ihr euch zu mir bekennt.Und ihr sollt als Zeugen für mich eintretenvor ihnen und den Menschen aus den Völkern.19Wenn man euch den Gerichten ausliefert,macht euch vorher keine Sorgen darüber,was ihr sagen sollt.Sagt einfach das, was euch in dem Augenblick einfällt.20Denn nicht ihr selbst werdet dann reden.Vielmehr ist es der Geist10,20 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. eures Vaters,der durch euch redet.

21Geschwister werden sich gegenseitigdem Henker ausliefern,und sogar ein Vater seine Kinder.Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellenund sie in den Tod schicken.22Alle werden euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt!Wer aber bis zum Ende standhält, wird gerettet werden.

23Wenn sie euch in der einen Stadt verfolgen,flieht in eine andere.Amen10,23 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch: Ihr werdet mit eurem Auftragin den Städten Israels10,23 Städte Israels: Städte überall in der damals bekannten Welt, in denen Juden wohnen. nicht fertig werden,bis der Menschensohn10,23 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. kommt.

24Kein Jünger10,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. steht über seinem Lehrerund kein Diener über seinem Herrn.25Für den Jünger genügt es,wenn es ihm ergeht wie seinem Lehrer.Und für den Diener genügt es,wenn es ihm ergeht wie seinem Herrn.Wenn sie schon den Hausherrn ›Beelzebul‹10,25 Beelzebul: Bezeichnung für den Anführer der Dämonen und bösen Geister. nennen,wie werden sie dann erst seine Leute beschimpfen!«

Keine Angst vor Menschen haben

Lukas 12,2-9
26»Habt keine Angst vor Menschen!Es gibt nichts Verborgenes, das nicht sichtbar wird,und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird.27Was ich euch im Dunkeln anvertraue,das sagt am hellen Tag weiter!Und was ich euch ins Ohr flüstere,das verkündet von den Dächern!28Habt keine Angst vor denen,die nur den Körper töten können, aber nicht die Seele.Habt aber umso mehr Angst vor dem,der Seele und Körper in der Hölle10,28 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. vernichten kann.29Kann man nicht zwei Spatzenfür eine Kupfermünze10,29 Kupfermünze: Wörtlich »Assarion«. Der Assarion ist eine kleine römische Kupfermünze von geringem Wert. kaufen?Und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde,ohne dass euer Vater10,29 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. es zulässt.30Aber bei euch ist sogarjedes Haar auf dem Kopf gezählt!31Habt also keine Angst!Ihr seid mehr wert als ein ganzer Schwarm Spatzen.

32Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt,zu dem werde auch ich mich bekennenvor meinem Vater im Himmel10,32 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt..33Wer mich aber nicht kennen will vor den Menschen,den will auch ich nicht kennenvor meinem Vater im Himmel.«

Nachfolge im Leiden

Markus 8,34-35; Lukas 12,51-53; 14,26-27; 17,33; Johannes 12,25
34»Denkt ja nicht, dass ich gekommen bin,um Frieden auf die Erde zu bringen!Ich bin nicht gekommen,um Frieden zu bringen, sondern das Schwert10,34 Schwert: Bild für Kampf und Streit. Die Zeit, bevor das Himmelreich anbricht, erwartete man als Schreckenszeit..3510,35 Vers 35-36: Die Verse 35-36 nehmen Gedanken aus Micha 7,6 auf. Ich bringe Streit zwischeneinem Sohn und seinem Vater,einer Tochter und ihrer Mutter,einer Schwiegertochter und ihrer Schwiegermutter.36Die engsten Verwandten eines Menschenwerden dann zu seinen Feinden.37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich,ist es nicht wert, zu mir zu gehören.Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich,ist es nicht wert, zu mir zu gehören.38Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt10,38 Kreuz auf sich nehmen: Wer sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, muss bereit sein, Schweres auf sich zu nehmen – bis hin zum Verlust des Lebens. und mir folgt10,38 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.,ist es nicht wert, zu mir zu gehören.39Wer sein Leben erhalten will, wird es verlieren.Aber wer sein Leben verliert,weil er es für mich einsetzt, wird es erhalten.«

Wer die Jünger aufnimmt, nimmt Jesus auf

Markus 9,41; Lukas 10,16
40»Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt,nimmt den auf, der mich gesandt hat.41Wer einen Propheten10,41 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. aufnimmt,weil er ein Prophet ist,wird auch wie ein Prophet belohnt werden.Und wer einen Gerechten10,41 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. aufnimmt,weil er ein Gerechter ist,wird auch wie ein Gerechter belohnt werden.42Und wer einem unbedeutenden Menschennur einen Becher mit kaltem Wasser zu trinken gibt,weil er mein Jünger10,42 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. ist– amen10,42 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch –ein solcher Mensch wird ganz bestimmtseine Belohnung dafür erhalten.«