BasisBibel (BB)
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Hunger stillen auch am Sabbat

Matthäus 12,1-8; Markus 2,23-28
61Einmal ging Jesus am Sabbat6,1 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. durch die Felder.Seine Jünger6,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. rissen Ähren6,1 Ähre: Oberer Teil des Getreidehalms, an dem die Körner sitzen. von den Halmen,rieben die Hülsen ab und aßen die Körner.2Da sagten einige der Pharisäer6,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.:»Was tut ihr da? Das ist am Sabbat verboten6,2 am Sabbat verboten: Die Pharisäer werten das Abreißen der Ähren als Arbeit, die am Sabbat verboten ist; vgl. 2. Mose/Exodus 20,8-11.3Jesus antwortete:»Habt ihr denn nicht gelesen, was David6,3 David: 1. Samuel 21,2-7 erzählt, dass König David auf der Flucht in einem Tempel Brot isst, das für die Priester bestimmt war. getan hat?Er und seine Männer hatten Hunger.4Da ging er in das Haus Gottes6,4 Haus Gottes: Tempel in der Ortschaft Nob, nordöstlich von Jerusalem.,nahm die Schaubrote6,4 Schaubrote: Zwölf Brote, die auf einen Tisch im Heiligtum gelegt wurden. An jedem Sabbat wurden sie durch frische Brote ersetzt. und aß sie.Er gab auch seinen Männern von den Broten.Dabei durften nur die Priester6,4 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. davon essen.«5Jesus sagte zu den Pharisäern:»Der Menschensohn6,5 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. kann bestimmen,was am Sabbat erlaubt ist.«

Jesus heilt einen Mann am Sabbat

Matthäus 12,9-14; Markus 3,1-6
6An einem anderen Sabbat6,6 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. ging Jesus6,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.in die Synagoge6,6 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. und lehrte.Dort war ein Mann, dessen rechte Hand gelähmt war.7Die Schriftgelehrten6,7 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und Pharisäer6,7 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. beobachteten genau,ob Jesus am Sabbat heilen würde.Sie suchten einen Grund, um ihn anzuklagen.8Doch Jesus wusste, was sie dachten.Er sagte zu dem Mann mit der gelähmten Hand:»Steh auf und stell dich in die Mitte!«Da stand er auf und stellte sich hin.9Jesus sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern:»Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt –Gutes tun oder Böses?Soll man einem Menschen das Leben rettenoder ihn umkommen lassen?«10Jesus blickte sie alle an.Dann sagte er zu dem Mann: »Streck deine Hand aus!«Er tat es, und seine Hand wurde geheilt.11Aber die Schriftgelehrten und Pharisäerberieten in ihrem Unverstand,was sie gegen Jesus unternehmen konnten.

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

Matthäus 10,1-4; Markus 3,13-19
12Einmal in diesen Tagen stieg Jesus6,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. auf einen Berg,um zu beten6,12 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Die ganze Nacht betete er zu Gott.13Als es Tag wurde, rief er seine Jünger6,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu sich.Er wählte zwölf von ihnen aus,die er auch Apostel6,13 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. nannte.14Es waren:Simon, den er auch Petrus6,14 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. nannte,und sein Bruder Andreas,dazu Jakobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus,15Matthäus, Thomas,Jakobus, der Sohn von Alphäus,Simon, der Zelot6,15 Zeloten: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften sehr streng auslegten und sich auch mit Gewalt für ihre Durchsetzung einsetzten. genannt wurde,16Judas, der Sohn von Jakobus,und Judas Iskariot, der zum Verräter6,16 Verräter: Lukas 22,3-6 erzählt, wie Judas mit den führenden Priestern verabredet, Jesus an sie auszuliefern. wurde.

Jesus predigt auf einem Feld

Lukas 6,17-49

Viele Menschen kommen zu Jesus

Markus 3,7-12
17Jesus stieg mit den Aposteln6,17 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. vom Berg hinabbis zu einem ebenen Platz.Dort hatten sich viele Menschen versammelt:eine große Schar seiner Jünger6,17 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.,Leute aus ganz Judäa6,17 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum., aus Jerusalem6,17 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.und aus dem Küstengebiet von Tyros und Sidon6,17 Tyros, Sidon: Bedeutende Hafenstädte, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatten sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil..18Sie waren gekommen, um Jesus6,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu hörenund von ihren Krankheiten geheilt zu werden.Menschen, die unter bösen Geistern6,18 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. litten,wurden von ihnen befreit.19Die ganze Volksmenge wollte Jesus berühren.Denn heilende Kraft ging von ihm ausund machte alle gesund.

Wer glückselig ist (Die Seligpreisungen)

Matthäus 5,3-12
20Jesus6,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. blickte auf seine Jünger6,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. und sagte:»Glückselig seid ihr, die ihr arm seid.Denn euch gehört das Reich Gottes6,20 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt..21Glückselig seid ihr, die ihr jetzt hungert.Denn ihr werdet satt werden.Glückselig seid ihr, die ihr jetzt weint.Denn ihr werdet lachen.22Glückselig seid ihr, wenn die Menschen euch hassen,aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, beschimpfenoder euren Namen in den Schmutz ziehen.Sie tun das, weil ihr zum Menschensohn6,22 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. gehört.23Ja, freut euch, wenn das geschieht.Springt vor Freude! Denn euer Lohn im Himmel6,23 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ist groß.Genauso haben es die Vorfahren dieser Leuteauch schon mit den Propheten gemacht6,23 mit den Propheten gemacht: Propheten verkünden, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Wenn ihre Botschaft unbequem war, konnte es sein, dass sie getötet wurden; vgl. Jeremia 2,30.

Wem Unheil droht

24»Wehe euch, ihr Reichen!Denn ihr habt euren Trost6,24 Trost: Hier Bild für Reichtum in dieser Welt. Beispielhaft wird in Lukas 16,19-31 die Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus erzählt. bereits erhalten.25Wehe euch, die ihr jetzt satt seid,denn ihr werdet hungern.Wehe euch, die ihr jetzt lacht,denn ihr werdet weinen und klagen.26Wehe euch, wenn ihr von allen Menschen gelobt werdet.Denn genauso haben es die Vorfahren dieser Leutemit den falschen Propheten6,26 falscher Prophet: Gibt vor, im Auftrag Gottes zu reden, und verführt seine Mitmenschen so zu falschem Tun. gemacht.«

Das Gebot, den Mitmenschen zu lieben

Matthäus 5,38-47; 7,12
27»Aber euch, die ihr mir zuhört, sage ich:Liebt eure Feinde. Tut denen Gutes, die euch hassen.28Segnet6,28 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. die, die euch verfluchen.Betet für die, die euch beschimpfen29Schlägt dich einer auf die Backe,halte ihm auch die andere Backe hin.Und nimmt dir einer den Mantel6,29 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. weg,überlasse ihm auch das Hemd6,29 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd..30Gib jedem das, worum er dich bittet.Und wenn dir jemand etwas wegnimmt,das dir gehört, dann fordere es nicht zurück.

31Behandelt andere Menschen genauso,wie ihr selbst behandelt werden wollt.32Wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben:Welchen besonderen Dank erwartet ihr von Gott?Sogar die Sünder6,32 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. lieben ja die,von denen sie geliebt werden.33Wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun:Welchen besonderen Dank erwartet ihr von Gott?Sogar die Sünder handeln so.34Wenn ihr nur denen etwas leiht,von denen ihr es wieder zurückerwarten könnt:Welchen besonderen Dank erwartet ihr von Gott?Sogar die Sünder leihen sich gegenseitig Geld,um den gleichen Betrag zurückzubekommen.35Nein! Liebt eure Feinde.Tut Gutes und verleiht,ohne etwas dafür zu erhoffen.Dann werdet ihr großen Lohn erhaltenund Kinder des Höchsten6,35 der Höchste: Titel für Gott, der eng mit dem Tempel in Jerusalem verbunden ist. sein.Denn Gott selbst ist gutzu den undankbaren und schlechten Menschen.«

Andere nicht verurteilen

Matthäus 7,1-2
36»Seid barmherzig, so wie euer Vater6,36 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. barmherzig ist.37Ihr sollt andere nicht verurteilen,dann wird auch Gott euch nicht verurteilen6,37 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht..Sitzt über niemanden zu Gericht,dann wird Gott auch über euch nicht zu Gericht sitzen.Vergebt anderen, dann wird Gott auch euch vergeben.38Schenkt, dann wird Gott auch euch beschenken:Ein gutes Maß6,38 gutes Maß: Bild aus der damaligen Handelspraxis: Händler füllen Getreide in einen Messbecher, drücken es fest und schütteln den Becher. Der Platz, der entsteht, wird mit Getreide aufgefüllt. Erst dann ist der Messbecher wirklich voll. wird euch in den Schoß geschüttet –festgedrückt, geschüttelt und voll bis an den Rand.Denn der Maßstab, den ihr an andere anlegt,wird auch für euch gelten.«

Nicht überheblich sein

Matthäus 7,3-5; 10,24-25; 15,14
39Jesus6,39 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. erzählte ihnen auch ein Gleichnis6,39 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:»Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen?Werden sie nicht beide in die Grube fallen?40Kein Jünger6,40 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. steht über seinem Lehrer.Auch wenn er fertig ausgebildet ist,ist er nur wie sein Lehrer.

41Du siehst den Splitterim Auge deines Bruders oder deiner Schwester6,41 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde..Bemerkst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?42Wie kannst du zu deinem Bruderoder zu deiner Schwester sagen: ›Komm her!Ich zieh dir den Splitter aus deinem Auge.‹Siehst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?Du Scheinheiliger!Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge!Dann hast du den Blick frei,um den Splitter aus dem Augedeines Bruders oder deiner Schwester zu ziehen.«

Der Baum und die Früchte

Matthäus 7,16-20; 12,33-35
43»Ein guter Baum trägt keine schlechten Früchte.Genauso trägt ein schlechter Baum keine guten Früchte.44Jeden Baum kann man an seinen Früchten erkennen:Von einem Dornbusch kann man keine Feigen pflückenund von Gestrüpp keine Trauben ernten.45Ein guter Mensch holt aus der guten Schatzkammerin seinem Herzen nur Gutes hervor.Ein schlechter Mensch holt ausseiner schlechten Schatzkammer nur Schlechtes hervor.Denn wovon das Herz voll ist,davon redet auch sein Mund.«

Das Gleichnis vom Hausbau

Matthäus 7,21-27
46»Warum nennt ihr mich ›Herr, Herr‹6,46 Herr, Herr: Anrede, die zum Ausdruck bringt, dass jemand Jesus mit Ernst und Hingabe als seinen Herrn anerkennt.,und tut doch nicht, was ich sage?47Wer zu mir kommtund meine Worte6,47 Worte: Meint die gesamte Predigt auf dem Feld in Lukas 6,17-49. hört und sie befolgt –ich will euch zeigen, wem er gleicht:48Er ist wie ein Mensch, der ein Haus baute.Er hob eine tiefe Grube ausund legte das Fundament auf felsigem Boden.Als es nun Hochwasser gab,prallten die Wassermassen gegen das Haus.Doch sie konnten es nicht erschüttern –so gut war es gebaut.49Aber wer meine Worte hört und sie nicht befolgt:der ist wie ein Mensch, der sein Haus ohne Fundamentdirekt auf die Erde baute.Als die Wassermassen dagegenprallten,stürzte es sofort ein und wurde völlig zerstört.«