BasisBibel (BB)
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Jesus lehrt und handelt in Vollmacht

Lukas 5,1–6,16

Die ersten Jünger

Matthäus 4,18-22; Markus 1,16-20; Johannes 21,1-11
51Einmal drängte sich die Volksmenge um Jesus5,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.und wollte hören, wie er Gottes Wort verkündete.Jesus stand am See Gennesaret5,1 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen..2Da sah er zwei Boote am Ufer liegen.Die Fischer waren ausgestiegen und reinigten die Netze.3Jesus stieg in das Boot, das Simon5,3 Simon: Anderer Name für Petrus, der ein Jünger von Jesus wird. gehörte.Er bat Simon, ein Stück vom Ufer wegzufahren.Dann setzte er sichund lehrte die Leute vom Boot aus.

4Als Jesus5,4 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seine Rede beendet hatte,sagte er zu Simon5,4 Simon: Anderer Name für Petrus, der ein Jünger von Jesus wird.: »Fahre hinaus in tieferes Wasser!Dort sollt ihr eure Netze zum Fang auswerfen.«5Simon antwortete:»Meister5,5 Meister: Anrede für Jesus, die nur im Lukasevangelium vorkommt. Sie entspricht der aramäischen Anrede »Rabbi«., wir haben die ganze Nacht hart gearbeitetund nichts gefangen.Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.«6Simon und seine Leute warfen die Netze aus.Sie fingen so viele Fische,dass ihre Netze zu reißen drohten.7Sie winkten die Fischer im anderen Boot herbei.Sie sollten kommen und ihnen helfen.Zusammen beluden sie beide Boote,bis sie fast untergingen.

8Als Simon Petrus5,8 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. das sah,fiel er vor Jesus5,8 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. auf die Knie und sagte:»Herr5,8 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., geh fort von mir!Ich bin ein Mensch, der voller Schuld5,8 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. ist!«9Denn er und die anderen, die dabei waren,waren sehr erschrocken.So riesig war der Fang, den sie gemacht hatten.10Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus,erging es ebenso.Die beiden arbeiteten eng mit Simon zusammen.Jesus sagte zu Simon: »Hab keine Angst!Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein!«11Da zogen sie die Boote an Land,ließen alles zurück und folgten5,11 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. ihm.

Jesus heilt einen Mann vom Aussatz

Matthäus 8,1-4; Markus 1,40-45
12Einmal war Jesus5,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in einer Stadt.Dort traf er einen Mann,der am ganzen Körper Aussatz5,12 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Als Ursache galten nicht nur medizinische Gründe, sondern auch eine gestörte Beziehung zu Gott. hatte.Als der Jesus sah,warf er sich vor ihm nieder und bat ihn:»Herr5,12 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., wenn du willst, kannst du mich rein5,12 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. machen.«13Da streckte Jesus die Hand aus,berührte ihn und sagte: »Ich will. Sei rein!«Im selben Augenblickverschwand der Aussatz bei dem Mann.14Jesus befahl ihm: »Erzähle niemandem davon.Geh, zeige dich dem Priester5,14 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. und bring die Opfer5,14 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt.,um deine Reinheit wiederherzustellen.So hat Mose es vorgeschrieben5,14 Mose hat es vorgeschrieben: Die Anweisungen für die Opfer anlässlich einer Heilung von Aussatz finden sich in 3. Mose/Levitikus 14,1-32..Dadurch sollen alle erfahren,dass du geheilt worden bist.«

15Darauf verbreitete sichdie Nachricht von Jesus5,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. noch weiter.Die Leute strömten in Scharen herbei, um ihn zu hörenund von ihren Krankheiten geheilt zu werden.16Aber Jesus zog sich immer wiederin einsame Gegenden zurück und betete5,16 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. dort.

Jesus vergibt Sünden und heilt

Matthäus 9,1-8; Markus 2,1-12
17Einmal in diesen Tagen, als Jesus5,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. lehrte,saßen unter den Zuhörernauch Pharisäer5,17 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und Schriftgelehrte5,17 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist..Aus allen Dörfern in Galiläa5,17 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. und Judäa5,17 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.und auch aus Jerusalem5,17 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. waren sie gekommen.Die Kraft des Herrn5,17 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. war mit Jesus,sodass er Kranke heilte.18Da brachten Männer einen Gelähmtenauf einer Trage herbei.Sie wollten ihn in das Haus5,18 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. bringenund vor Jesus niederlegen.19Aber wegen der Volksmengefanden sie keine Möglichkeit, ihn hineinzutragen.Deshalb stiegen sie auf das Dach5,19 Dach: Dächer waren flach und wurden als eine Art Terrasse genutzt.und deckten einige Ziegel ab.Dann ließen sie den Gelähmten auf der Trage hinunter –mitten in den Raum, genau vor Jesus.20Jesus sah, wie groß ihr Glaube5,20 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. war, und sagte:»Du Mensch, deine Sünden5,20 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. sind dir vergeben.«

21Da überlegten die Schriftgelehrten5,21 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und Pharisäer5,21 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.:»Wer ist das eigentlich?Was er da sagt, ist Gotteslästerung5,21 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott.!Nur Gott allein kann Sünden5,21 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. vergeben.«22Doch Jesus5,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wusste, was sie dachten.Er sagte zu ihnen: »Warum habt ihr solche Gedanken?23Was ist einfacher?Zu sagen: ›Deine Sünden sind dir vergeben‹,oder ›Steh auf und geh umher‹?24Aber ihr sollt sehen, dass der Menschensohn5,24 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde.von Gott Vollmacht bekommen hat.So kann er hier auf der Erdeden Menschen ihre Sünden vergeben.«Deshalb sagte er zu dem Gelähmten:»Ich sage dir: Steh auf,nimm deine Trage und geh nach Hause.«25Sofort stand er auf – vor ihren Augen.Er nahm seine Trage, auf der er gelegen hatte,und ging nach Hause. Dabei lobte er Gott.26Alle Anwesenden gerieten außer sich.Auch sie lobten Gott.Furcht erfüllte sie, und sie sagten:»Was für unglaubliche Dinge haben wir heute gesehen!«

Jesus beruft Levi und isst mit Zolleinnehmern

Matthäus 9,9-13; Markus 2,13-17
27Danach verließ Jesus5,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das Haus.Da sah er einen Zolleinnehmer5,27 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. mit Namen Levi.Der saß an seiner Zollstation5,27 Zollstation: Vor allem an Stadttoren eingerichtete Haltepunkte, an denen die Steuern auf transportierte Waren eingesammelt wurden..Jesus sagte zu ihm: »Komm, folge5,27 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«28Da ließ Levi alles zurück, stand auf und folgte ihm.29Später gab Levi in seinem Hausein großes Festessen für Jesus.Viele Zolleinnehmer und andere Gäste aßen mit ihnen.30Da beschwerten sich die Pharisäer5,30 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.und die Schriftgelehrten5,30 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. unter ihnenbei den Jüngern5,30 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. von Jesus:»Warum esst und trinkt ihrmit Zolleinnehmern und Sündern?«31Jesus antwortete:»Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt,sondern die Kranken.32Ich bin nicht gekommen,um die Gerechten5,32 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. aufzurufen, ihr Leben zu ändern,sondern die Sünder5,32 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten.

Es ist nicht die Zeit zu fasten

Matthäus 9,14-17; Markus 2,18-22
33Darauf sagten die Pharisäer5,33 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.und Schriftgelehrten5,33 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. zu Jesus:»Die Jünger von Johannes5,33 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. fasten5,33 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. regelmäßigund sprechen ihre Gebete.Genauso machen es unsere Jünger.Aber deine Jünger5,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. essen und trinken.«34Jesus5,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete ihnen:»Wollt ihr etwa die Hochzeitsgäste fasten lassen,solange der Bräutigam5,34 Bräutigam: Bild für Jesus. Die Jünger sollen sich freuen, dass der Sohn Gottes bei ihnen ist. bei ihnen ist?35Es wird aber eine Zeit kommen,da wird ihnen der Bräutigam weggenommen.In dieser Zeit werden sie fasten.«

36Jesus5,36 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. erzählte ihnen noch ein Gleichnis5,36 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:»Niemand schneidet Stoff von einem neuen Mantel5,36 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. abund näht ihn auf einen alten.Sonst zerschneidet er den neuen Mantel,aber der Flicken passt nicht zu dem alten.37Und niemand füllt neuen Wein5,37 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. in alte Weinschläuche5,37 Weinschlauch: Aus Tierhäuten zusammengenähter Schlauch, der in der Antike zum Transport von Flüssigkeiten wie Wein diente..Sonst bringt der neue Weindie alten Schläuche zum Platzen.Der Wein läuft aus,und die Schläuche werden unbrauchbar.38Nein: Neuer Wein gehört in neue Schläuche.39Und niemand, der alten Wein getrunken hat,will neuen Wein haben.Denn er sagt: ›Der alte ist besser.‹«
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Hunger stillen auch am Sabbat

Matthäus 12,1-8; Markus 2,23-28
61Einmal ging Jesus am Sabbat6,1 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. durch die Felder.Seine Jünger6,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. rissen Ähren6,1 Ähre: Oberer Teil des Getreidehalms, an dem die Körner sitzen. von den Halmen,rieben die Hülsen ab und aßen die Körner.2Da sagten einige der Pharisäer6,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.:»Was tut ihr da? Das ist am Sabbat verboten6,2 am Sabbat verboten: Die Pharisäer werten das Abreißen der Ähren als Arbeit, die am Sabbat verboten ist; vgl. 2. Mose/Exodus 20,8-11.3Jesus antwortete:»Habt ihr denn nicht gelesen, was David6,3 David: 1. Samuel 21,2-7 erzählt, dass König David auf der Flucht in einem Tempel Brot isst, das für die Priester bestimmt war. getan hat?Er und seine Männer hatten Hunger.4Da ging er in das Haus Gottes6,4 Haus Gottes: Tempel in der Ortschaft Nob, nordöstlich von Jerusalem.,nahm die Schaubrote6,4 Schaubrote: Zwölf Brote, die auf einen Tisch im Heiligtum gelegt wurden. An jedem Sabbat wurden sie durch frische Brote ersetzt. und aß sie.Er gab auch seinen Männern von den Broten.Dabei durften nur die Priester6,4 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. davon essen.«5Jesus sagte zu den Pharisäern:»Der Menschensohn6,5 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. kann bestimmen,was am Sabbat erlaubt ist.«

Jesus heilt einen Mann am Sabbat

Matthäus 12,9-14; Markus 3,1-6
6An einem anderen Sabbat6,6 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. ging Jesus6,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.in die Synagoge6,6 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. und lehrte.Dort war ein Mann, dessen rechte Hand gelähmt war.7Die Schriftgelehrten6,7 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und Pharisäer6,7 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. beobachteten genau,ob Jesus am Sabbat heilen würde.Sie suchten einen Grund, um ihn anzuklagen.8Doch Jesus wusste, was sie dachten.Er sagte zu dem Mann mit der gelähmten Hand:»Steh auf und stell dich in die Mitte!«Da stand er auf und stellte sich hin.9Jesus sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern:»Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt –Gutes tun oder Böses?Soll man einem Menschen das Leben rettenoder ihn umkommen lassen?«10Jesus blickte sie alle an.Dann sagte er zu dem Mann: »Streck deine Hand aus!«Er tat es, und seine Hand wurde geheilt.11Aber die Schriftgelehrten und Pharisäerberieten in ihrem Unverstand,was sie gegen Jesus unternehmen konnten.

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

Matthäus 10,1-4; Markus 3,13-19
12Einmal in diesen Tagen stieg Jesus6,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. auf einen Berg,um zu beten6,12 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Die ganze Nacht betete er zu Gott.13Als es Tag wurde, rief er seine Jünger6,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu sich.Er wählte zwölf von ihnen aus,die er auch Apostel6,13 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. nannte.14Es waren:Simon, den er auch Petrus6,14 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. nannte,und sein Bruder Andreas,dazu Jakobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus,15Matthäus, Thomas,Jakobus, der Sohn von Alphäus,Simon, der Zelot6,15 Zeloten: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften sehr streng auslegten und sich auch mit Gewalt für ihre Durchsetzung einsetzten. genannt wurde,16Judas, der Sohn von Jakobus,und Judas Iskariot, der zum Verräter6,16 Verräter: Lukas 22,3-6 erzählt, wie Judas mit den führenden Priestern verabredet, Jesus an sie auszuliefern. wurde.

Jesus predigt auf einem Feld

Lukas 6,17-49

Viele Menschen kommen zu Jesus

Markus 3,7-12
17Jesus stieg mit den Aposteln6,17 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. vom Berg hinabbis zu einem ebenen Platz.Dort hatten sich viele Menschen versammelt:eine große Schar seiner Jünger6,17 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.,Leute aus ganz Judäa6,17 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum., aus Jerusalem6,17 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.und aus dem Küstengebiet von Tyros und Sidon6,17 Tyros, Sidon: Bedeutende Hafenstädte, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatten sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil..18Sie waren gekommen, um Jesus6,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu hörenund von ihren Krankheiten geheilt zu werden.Menschen, die unter bösen Geistern6,18 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. litten,wurden von ihnen befreit.19Die ganze Volksmenge wollte Jesus berühren.Denn heilende Kraft ging von ihm ausund machte alle gesund.

Wer glückselig ist (Die Seligpreisungen)

Matthäus 5,3-12
20Jesus6,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. blickte auf seine Jünger6,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. und sagte:»Glückselig seid ihr, die ihr arm seid.Denn euch gehört das Reich Gottes6,20 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt..21Glückselig seid ihr, die ihr jetzt hungert.Denn ihr werdet satt werden.Glückselig seid ihr, die ihr jetzt weint.Denn ihr werdet lachen.22Glückselig seid ihr, wenn die Menschen euch hassen,aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, beschimpfenoder euren Namen in den Schmutz ziehen.Sie tun das, weil ihr zum Menschensohn6,22 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. gehört.23Ja, freut euch, wenn das geschieht.Springt vor Freude! Denn euer Lohn im Himmel6,23 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ist groß.Genauso haben es die Vorfahren dieser Leuteauch schon mit den Propheten gemacht6,23 mit den Propheten gemacht: Propheten verkünden, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Wenn ihre Botschaft unbequem war, konnte es sein, dass sie getötet wurden; vgl. Jeremia 2,30.

Wem Unheil droht

24»Wehe euch, ihr Reichen!Denn ihr habt euren Trost6,24 Trost: Hier Bild für Reichtum in dieser Welt. Beispielhaft wird in Lukas 16,19-31 die Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus erzählt. bereits erhalten.25Wehe euch, die ihr jetzt satt seid,denn ihr werdet hungern.Wehe euch, die ihr jetzt lacht,denn ihr werdet weinen und klagen.26Wehe euch, wenn ihr von allen Menschen gelobt werdet.Denn genauso haben es die Vorfahren dieser Leutemit den falschen Propheten6,26 falscher Prophet: Gibt vor, im Auftrag Gottes zu reden, und verführt seine Mitmenschen so zu falschem Tun. gemacht.«

Das Gebot, den Mitmenschen zu lieben

Matthäus 5,38-47; 7,12
27»Aber euch, die ihr mir zuhört, sage ich:Liebt eure Feinde. Tut denen Gutes, die euch hassen.28Segnet6,28 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. die, die euch verfluchen.Betet für die, die euch beschimpfen29Schlägt dich einer auf die Backe,halte ihm auch die andere Backe hin.Und nimmt dir einer den Mantel6,29 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. weg,überlasse ihm auch das Hemd6,29 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd..30Gib jedem das, worum er dich bittet.Und wenn dir jemand etwas wegnimmt,das dir gehört, dann fordere es nicht zurück.

31Behandelt andere Menschen genauso,wie ihr selbst behandelt werden wollt.32Wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben:Welchen besonderen Dank erwartet ihr von Gott?Sogar die Sünder6,32 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. lieben ja die,von denen sie geliebt werden.33Wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun:Welchen besonderen Dank erwartet ihr von Gott?Sogar die Sünder handeln so.34Wenn ihr nur denen etwas leiht,von denen ihr es wieder zurückerwarten könnt:Welchen besonderen Dank erwartet ihr von Gott?Sogar die Sünder leihen sich gegenseitig Geld,um den gleichen Betrag zurückzubekommen.35Nein! Liebt eure Feinde.Tut Gutes und verleiht,ohne etwas dafür zu erhoffen.Dann werdet ihr großen Lohn erhaltenund Kinder des Höchsten6,35 der Höchste: Titel für Gott, der eng mit dem Tempel in Jerusalem verbunden ist. sein.Denn Gott selbst ist gutzu den undankbaren und schlechten Menschen.«

Andere nicht verurteilen

Matthäus 7,1-2
36»Seid barmherzig, so wie euer Vater6,36 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. barmherzig ist.37Ihr sollt andere nicht verurteilen,dann wird auch Gott euch nicht verurteilen6,37 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht..Sitzt über niemanden zu Gericht,dann wird Gott auch über euch nicht zu Gericht sitzen.Vergebt anderen, dann wird Gott auch euch vergeben.38Schenkt, dann wird Gott auch euch beschenken:Ein gutes Maß6,38 gutes Maß: Bild aus der damaligen Handelspraxis: Händler füllen Getreide in einen Messbecher, drücken es fest und schütteln den Becher. Der Platz, der entsteht, wird mit Getreide aufgefüllt. Erst dann ist der Messbecher wirklich voll. wird euch in den Schoß geschüttet –festgedrückt, geschüttelt und voll bis an den Rand.Denn der Maßstab, den ihr an andere anlegt,wird auch für euch gelten.«

Nicht überheblich sein

Matthäus 7,3-5; 10,24-25; 15,14
39Jesus6,39 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. erzählte ihnen auch ein Gleichnis6,39 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:»Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen?Werden sie nicht beide in die Grube fallen?40Kein Jünger6,40 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. steht über seinem Lehrer.Auch wenn er fertig ausgebildet ist,ist er nur wie sein Lehrer.

41Du siehst den Splitterim Auge deines Bruders oder deiner Schwester6,41 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde..Bemerkst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?42Wie kannst du zu deinem Bruderoder zu deiner Schwester sagen: ›Komm her!Ich zieh dir den Splitter aus deinem Auge.‹Siehst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?Du Scheinheiliger!Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge!Dann hast du den Blick frei,um den Splitter aus dem Augedeines Bruders oder deiner Schwester zu ziehen.«

Der Baum und die Früchte

Matthäus 7,16-20; 12,33-35
43»Ein guter Baum trägt keine schlechten Früchte.Genauso trägt ein schlechter Baum keine guten Früchte.44Jeden Baum kann man an seinen Früchten erkennen:Von einem Dornbusch kann man keine Feigen pflückenund von Gestrüpp keine Trauben ernten.45Ein guter Mensch holt aus der guten Schatzkammerin seinem Herzen nur Gutes hervor.Ein schlechter Mensch holt ausseiner schlechten Schatzkammer nur Schlechtes hervor.Denn wovon das Herz voll ist,davon redet auch sein Mund.«

Das Gleichnis vom Hausbau

Matthäus 7,21-27
46»Warum nennt ihr mich ›Herr, Herr‹6,46 Herr, Herr: Anrede, die zum Ausdruck bringt, dass jemand Jesus mit Ernst und Hingabe als seinen Herrn anerkennt.,und tut doch nicht, was ich sage?47Wer zu mir kommtund meine Worte6,47 Worte: Meint die gesamte Predigt auf dem Feld in Lukas 6,17-49. hört und sie befolgt –ich will euch zeigen, wem er gleicht:48Er ist wie ein Mensch, der ein Haus baute.Er hob eine tiefe Grube ausund legte das Fundament auf felsigem Boden.Als es nun Hochwasser gab,prallten die Wassermassen gegen das Haus.Doch sie konnten es nicht erschüttern –so gut war es gebaut.49Aber wer meine Worte hört und sie nicht befolgt:der ist wie ein Mensch, der sein Haus ohne Fundamentdirekt auf die Erde baute.Als die Wassermassen dagegenprallten,stürzte es sofort ein und wurde völlig zerstört.«
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Wer ist Jesus?

Lukas 7,1-50

Der Hauptmann von Kapernaum

Matthäus 8,5-13; Johannes 4,46-53
71Nachdem Jesus7,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seine Rede vor dem Volk beendet hatte,ging er nach Kapernaum7,1 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret..2Ein römischer Hauptmann hatte einen Diener,den er sehr schätzte.Der war schwer krank und lag im Sterben.3Der Hauptmann hörte von Jesusund schickte einige jüdische Älteste7,3 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. zu ihm.Sie sollten ihn bitten, zu kommenund seinen Diener zu retten.4So gingen die Ältesten zu Jesusund baten ihn nachdrücklich:»Der Hauptmann ist es wert, dass du ihm hilfst.5Denn er liebt unser Volk7,5 er liebt unser Volk: Ausdruck, der den Hauptmann als Nicht-Juden kennzeichnet, der dem jüdischen Glauben jedoch nahesteht..Er hat uns sogar die Synagoge7,5 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. gebaut.«6Da ging Jesus mit ihnen.

Aber als er nicht mehr weit vom Haus entfernt war,schickte der Hauptmann Freunde zu ihm.Er ließ ihm ausrichten:»Herr, bemühe dich nicht.Denn ich bin es nicht wert7,6 wert: Einige Juden vermieden den Kontakt mit Nicht-Juden. Deshalb wollte der Hauptmann es Jesus nicht zumuten, zu ihm nach Hause zu kommen., dass du mein Haus betrittst.7Deshalb hielt ich mich auch nicht für würdig,selbst zu dir zu kommen.Aber sprich ein Wort, und mein Diener wird gesund.8Denn auch bei mir ist es so,dass ich höheren Befehlen gehorchen muss.Und ich selbst habe Soldaten, die mir unterstehen.Wenn ich zu einem sage: ›Geh!‹,dann geht er.Und wenn ich zu einem anderen sage: ›Komm!‹,dann kommt er.Und wenn ich zu meinem Diener sage: ›Tu das!‹,dann tut er es.«9Als Jesus7,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das hörte, staunte er über ihn.Er drehte sich um und sagte zu der Volksmenge,die ihm folgte:»Das sage ich euch: Nicht einmal in Israel7,9 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.habe ich so einen Glauben7,9 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. gefunden!«10Die Boten des Hauptmanns kehrten in das Haus zurück.Da sahen sie, dass der Diener gesund war.

Jesus macht einen Toten lebendig

11Danach zog Jesus7,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. weiter zu der Stadt Nain.Seine Jünger7,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. und eine große Volksmenge zogen mit ihm.12Als Jesus sich dem Stadttor näherte,wurde gerade ein Toter7,12 Toter: Es war üblich, Tote außerhalb von Ortschaften zu begraben. herausgetragen.Er war der einzige Sohn einer Witwe7,12 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt..Viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.13Als der Herr die Witwe sah,bekam er Mitleid mit ihr und sagte:»Hör auf zu weinen!«14Dann trat er näher heran und berührte die Bahre.Die Träger blieben stehen.Jesus sagte: »Junger Mann, ich befehle dir: Steh auf!«15Da richtete der Tote sich auf und fing an zu reden.Und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück.16Alle wurden von Furcht erfasst.Sie lobten Gott und riefen:»Ein großer Prophet7,16 Prophet: 1. Könige 17,17-24 erzählt, wie der Prophet Elija den Sohn einer Witwe, die nicht zum Volk Israel gehört, wieder lebendig macht. Am Ende seines Lebens wurde Elija direkt von Gott in den Himmel geholt. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23. tritt unter uns auf!Gott ist seinem Volk zu Hilfe gekommen.«17Die Nachricht darüber, was Jesus getan hatte,verbreitete sich überall in Judäa7,17 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.und in der ganzen Umgebung.

Johannes fragt – Jesus gibt Antwort

Matthäus 11,2-6
18Auch Johannes7,18 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. erfuhr durch seine Jünger7,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.von all diesen Ereignissen.Da rief er zwei von ihnen zu sich19und schickte sie zum Herrn.Sie sollten ihn fragen:»Bist du der, der kommen soll7,19 der, der kommen soll: Der von Gott als Retter der Welt angekündigte Christus.,oder müssen wir auf einen anderen warten?«20Als die Männer zu Jesus7,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kamen, sagten sie:»Johannes der Täufer schickt uns zu dirund lässt dich fragen:›Bist du der, der kommen soll,oder müssen wir auf einen anderen warten?‹«21Jesus heilte gerade viele Menschenvon Krankheiten, schlimmen Leiden und bösen Geistern7,21 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz..Vielen Blinden schenkte er,dass sie wieder sehen konnten.22Er antwortete den Männern:»Geht und berichtet Johannes,was ihr gesehen und gehört habt:Blinde sehen und Lahme gehen.Menschen mit Aussatz7,22 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Als Ursache galten nicht nur medizinische Gründe, sondern auch eine gestörte Beziehung zu Gott. werden rein7,22 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten..Taube hören, Tote werden zum Leben erweckt,und Armen wird die Gute Nachricht7,22 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. verkündet.23Glückselig ist, wer mich nicht ablehnt.«

Was Jesus über Johannes sagt

Matthäus 11,7-19
24Die Boten von Johannes7,24 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. gingen wieder weg.Jesus7,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. begann,zu der Volksmenge über Johannes zu sprechen:»Was habt ihr erwartet zu sehen,als ihr zu Johannes in die Wüste gegangen seid?Etwa ein Schilfrohr7,24 Schilf: Pflanze mit dünnem Stängel, die mehrere Meter hoch werden kann. Daher gerät sie leicht ins Schwanken oder knickt um., das sich im Wind bewegt?25Oder was sonst habt ihr erwartet,dort draußen zu sehen?Einen Menschen in vornehmer Kleidung?Ihr wisst doch:Leute, die prächtige Kleider tragenund im Luxus leben, wohnen in Palästen!26Oder was sonst habt ihr erwartet,dort draußen zu sehen? Einen Propheten7,26 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.?Ja, ich sage euch:Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten!27Johannes ist derjenige,von dem es in der Heiligen Schrift heißt7,27 in der Heiligen Schrift heißt es: Das Zitat setzt sich zusammen aus 2. Mose/Exodus 23,20 und Maleachi 3,1.:›Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her.Der wird dir den Weg bereiten.‹28Das sage ich euch:Kein Mensch, der je von einer Frau geboren wurde,war bedeutender als Johannes.Aber selbst der Unbedeutendste im Reich Gottes7,28 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt.ist bedeutender als er.29Alle aus dem Volkund sogar die Zolleinnehmer7,29 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen.haben Johannes zugehört.Sie haben geglaubt,dass seine Botschaft von Gott kommt.Deshalb haben sie sich von Johannes taufen7,29 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. lassen.30Aber die Pharisäer7,30 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und Gesetzeslehrer7,30 Gesetzeslehrer: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Lebensvorschriften des Alten Testaments war, vor allem der fünf Bücher Mose.haben für sich die Rettung abgelehnt,die Gott vorgesehen hatte.Deshalb haben sie sich nicht von Johannes taufen lassen.

31Womit soll ich die Menschendieser Generation vergleichen?Welches Bild passt auf sie?32Sie sind wie Kinder, die auf dem Marktplatz sitzenund sich beschweren: ›Ihr seid Spielverderber!Wir haben Tanzmusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht getanzt.Wir haben Trauermusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht geweint.‹33Als Johannes der Täufer7,33 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. gekommen ist,aß er kein Brot und trank keinen Wein.Deshalb sagt ihr über ihn:›Er ist von einem Dämon7,33 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. besessen.‹34Als aber der Menschensohn7,34 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. gekommen ist,aß und trank er. Deshalb sagt ihr über ihn:›Seht nur: Dieser Mensch ist ein Vielfraß und Säufer.Er ist befreundet mit Zolleinnehmern7,34 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen.und Sündern7,34 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten..‹35Doch die Weisheit Gottes ist immer im Recht –das zeigt sich durch alle ihre Kinder7,35 Kinder: Menschen, die die Botschaft von Johannes und Jesus annehmen und an Gott glauben.

Der Pharisäer und die Sünderin

36Einer der Pharisäer7,36 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. lud Jesus7,36 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zum Essen ein.Jesus ging in das Haus des Pharisäersund legte sich zu Tisch7,36 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen war es in der griechisch-römischen Welt üblich, beim Essen zu liegen..37In der Stadt lebte eine Frau,die als Sünderin7,37 Sünderin: Frau, die sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet. bekannt war.Sie erfuhr,dass Jesus im Haus des Pharisäers zu Gast war.Mit einem Fläschchen voll kostbarem Salböl7,37 Salböl: Ein mit wohlriechenden Zusätzen vermengtes, kostbares Öl. Es wird bei bestimmten religiösen Handlungen verwendet.ging sie dorthin.38Die Frau trat von hintenan das Fußende des Polsters heran,auf dem Jesus lag.Sie weinte so sehr,dass seine Füße von ihren Tränen nass wurden.Mit ihrem Haar trocknete sie ihm die Füße,küsste sie und salbte7,38 Salbung, salben: Handlung, die eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen. sie mit dem Öl.

39Der Pharisäer7,39 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte., der Jesus7,39 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. eingeladen hatte,beobachtete das alles und sagte sich:»Wenn Jesus ein Prophet7,39 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. wäre,müsste er doch wissen,was für eine Frau ihn da berührt –dass sie eine Sünderin7,39 Sünderin: Frau, die sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet. ist.«40Da wandte sich Jesus an ihn und sagte:»Simon7,40 Simon: Gemeint ist nicht der Jünger Simon Petrus, sondern der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte., ich habe dir etwas zu sagen.«Er antwortete: »Lehrer7,40 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., sprich!«41Jesus sagte:»Zwei Männer hatten Schulden bei einem Geldverleiher:Der eine schuldete ihm fünfhundert Silberstücke,der andere fünfzig.42Da sie es nicht zurückzahlen konnten,schenkte er beiden das Geld.Welcher von den beidenwird den Geldverleiher dafür wohl mehr lieben?«43Simon antwortete: »Ich nehme an der,dem der Geldverleiher mehr geschenkt hat.«Da sagte Jesus zu ihm: »Du hast recht.«

44Dann drehte er sich zu der Frau umund sagte zu Simon7,44 Simon: Gemeint ist nicht der Jünger Simon Petrus, sondern der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte.: »Siehst du diese Frau?Ich kam in dein Haus,und du hast mir kein Wasser für die Füße7,44 Wasser für die Füße: Das Gehen in Sandalen auf heißen, staubigen Straßen machte das Waschen der Füße beim Betreten eines Hauses nötig. Der Gastgeber ließ dies in der Regel durch einen Diener erledigen. gebracht.Aber sie hat meine Füße mit ihren Tränen nass gemachtund mit ihren Haaren getrocknet.45Du hast mir keinen Kuss7,45 Kuss: Geste, die die gegenseitige Verbundenheit zum Ausdruck bringt. In der Antike war ein Kuss zur Begrüßung und zum Abschied üblich. zur Begrüßung gegeben.Aber sie hat nicht aufgehört,mir die Füße zu küssen, seit ich hier bin.46Du hast meinen Kopf nicht mit Öl gesalbt7,46 Salbung, salben: Handlung, die eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen..Aber sie hat meine Füße mit kostbarem Öl gesalbt.47Deshalb sage ich dir:Ihre vielen Sünden7,47 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. sind ihr vergeben.Darum hat sie so viel Liebe7,47 Liebe: Ausdruck der Dankbarkeit, nicht Ursache der Vergebung. gezeigt.Wem aber wenig vergeben wird,der zeigt auch nur wenig Liebe.«48Dann sagte Jesus7,48 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr