BasisBibel (BB)
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Jesus wird geboren

21Zu derselben Zeit befahl Kaiser Augustus2,1 Augustus: Regierte von 30 v. Chr. bis 14 n. Chr. als Kaiser über das Römische Reich.,im ganzen Römischen Reich2,1 Rom: Zur Zeit des Neuen Testaments beherrschte das Römische Reich den gesamten östlichen Mittelmeerraum.eine Volkszählung2,1 Volkszählung: Ziel der Volkszählung war das Erfassen aller Bürger in Bürgerlisten. Auf dieser Grundlage wurden Steuern erhoben und der Militärdienst organisiert. durchzuführen.2Es war die erste Volkszählung. Sie fand statt,als Quirinius römischer Statthalter2,2 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers. in Syrien2,2 Syrien: Geografische Bezeichnung für das Gebiet um Damaskus zwischen dem Mittelmeer und der arabischen Wüste. Die römische Provinz Syrien umfasste auch Israel und Juda. war.3Da machten sich alle auf,um sich in die Steuerlisten eintragen zu lassen –jeder in seine Heimatstadt.4Auch Josef ging von der Stadt Nazaret2,4 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf. in Galiläa2,4 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene.nach Judäa2,4 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum..Sein Ziel war die Stadt Betlehem2,4 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. Micha 5,1-3 zufolge wird der zukünftige Retter der Welt und Herrscher über Israel aus dieser Stadt kommen., aus der David kam.Denn er stammte von David2,4 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. ab.5In Betlehem wollte er sich eintragen lassenzusammen mit Maria, seiner Verlobten2,5 Verlobung: Macht die Verbindung zwischen Mann und Frau rechtsgültig, ohne dass diese bereits zusammenleben..Maria war schwanger.6Während sie dort waren, kam die Zeit der Geburt.7Maria brachte ihren ersten Sohn zur Welt.Sie wickelte ihn in Windelnund legte ihn in eine Futterkrippe.Denn sie hatten in der Herberge2,7 Herberge: Vermutlich ein provisorischer Übernachtungsort in einem Privathaus, in dem Reisende mit ihren Tieren übernachten konnten. Den Geburtsort muss man sich wohl als Nebenraum vorstellen, der eigentlich als Stall für die Tiere diente. keinen Platz gefunden.

Die Engel verkünden die Geburt von Jesus

8In der Gegend von Betlehem2,8 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. waren Hirtendraußen auf den Feldern.Sie hielten in der Nacht Wache bei ihrer Herde.9Auf einmal trat ein Engel2,9 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. des Herrn zu ihnen,und die Herrlichkeit2,9 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. des Herrn umstrahlte sie.Die Hirten erschraken und große Furcht erfasste sie.10Der Engel sagte zu ihnen: »Fürchtet euch nicht!Hört doch: Ich bringe euch eine gute Nachricht,die dem ganzen Volk große Freude bereiten wird.11Denn heute ist in der Stadt Davids2,11 Stadt Davids: Andere Bezeichnung für Betlehem, dem Ort, aus dem die Familie von König David stammte.für euch der Retter geboren worden:Er ist Christus2,11 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus., der Herr2,11 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen..12Und dies ist das Zeichen, an dem ihr das alles erkennt:Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden.Es ist in Windeln gewickeltund liegt in einer Futterkrippe.«13Plötzlich war der Engel umgebenvom ganzen himmlischen Heer der Engel.Die lobten Gott und riefen:14»Gottes Herrlichkeit erfüllt die Himmelshöhe!Sein Frieden2,14 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. kommt auf die Erdezu den Menschen, denen er sich in Liebe zuwendet2,14 zuwendet: Andere Bibeln übersetzen: »Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.« Das Wohlgefallen Gottes zeigt sich in seiner Liebe gegenüber den Menschen.

Die Hirten kommen zu Jesus

15Die Engel2,15 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. verließen die Hirtenund kehrten in den Himmel2,15 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. zurück.Da sagten die Hirten zueinander:»Kommt, wir gehen nach Betlehem2,15 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem.!Wir wollen sehen, was da geschehen istund was der Herr2,15 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. uns mitgeteilt hat!«16Die Hirten liefen hin, so schnell sie konnten.Sie fanden Maria und Josef und das neugeborene Kind,das in der Futterkrippe lag.17Als sie das sahen, erzählten sie,was ihnen der Engel über dieses Kind gesagt hatte.18Alle, die es hörten, staunten über das,was ihnen die Hirten berichteten.19Aber Maria merkte sich alle ihre Worteund bewegte sie in ihrem Herzen.20Die Hirten kehrten wieder zurück.Sie priesen und lobten Gott für das,was sie gehört und gesehen hatten.Es war alles genau so, wie es ihnen der Engel gesagt hatte.

Jesus wird in den Tempel gebracht

21Nach acht Tagen war es Zeit, das Kind zu beschneiden2,21 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk..Es bekam den Namen »Jesus2,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.«.So hatte es der Engel2,21 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. bestimmt,noch bevor Jesus im Mutterleib empfangen wurde.22Die Zeit ihrer Reinigung2,22 Zeit ihrer Reinigung: In der ersten Zeit nach der Geburt eines Kindes galt eine Frau als unrein und sollte nicht am religiösen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen, vgl. 3. Mose/Levitikus 12. war vorbei,so wie sie im Gesetz des Mose2,22 Gesetz des Mose: Im Neuen Testament übliche Bezeichnung für die fünf Bücher Mose. festgelegt ist.Da gingen Maria und Josefmit Jesus nach Jerusalem2,22 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..Sie wollten das Kindim Tempel zum Herrn bringen2,22 zum Herrn bringen: Jesus wird, ähnlich wie das Kind Samuel in 1. Samuel 1,21-28, von seinen Eltern in den Tempel gebracht..23So schreibt es das Gesetz des Herrn vor2,23 so schreibt es das Gesetz des Herrn vor: Zitat aus 2. Mose/Exodus 13,2.:»Alle Erstgeborenen2,23 Erstgeborene: Der erste Sohn, den eine Mutter zur Welt bringt, ist für Gott bestimmt. sind mir heilig!Deshalb sollt ihr mir jeden Sohn übergeben,der als erster geboren wird.«24Zugleich brachten sie das Reinigungsopfer dar,wie es im Gesetz des Herrn vorgeschrieben2,24 im Gesetz des Herrn vorgeschrieben: Die Vorschriften für Frauen nach einer Geburt finden sich in 3. Mose/Levitikus 12. ist:ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

Simeon und Hanna erkennen in Jesus den Retter

25Damals lebte in Jerusalem2,25 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. ein Mann namens Simeon.Er lebte gerecht2,25 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. vor Gott und vertraute ganz auf ihn.So wartete er auf den Trost2,25 Trost: Mit Worten, wie sie sich beispielsweise in Jesaja 40,1-2 finden, wird Israel Trost und die Befreiung von Leid und Fremdherrschaft angekündigt. Zur Zeit von Jesus ist diese Hoffnung mit einer als Retter erwarteten Person verbunden, die die römische Fremdherrschaft beendet., den Gott Israel2,25 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. schickt.Der Heilige Geist2,25 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. leitete ihn.26Durch den Heiligen Geist hatte Gott ihn wissen lassen:»Du wirst nicht sterben,bevor du den Christus2,26 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. des Herrn2,26 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. gesehen hast.«27Jetzt drängte ihn der Heilige Geist,in den Tempel2,27 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. zu gehen.Gerade brachten auch die Eltern ihr Kind Jesus2,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. dorthin.Sie wollten die Vorschriften2,27 Vorschriften: Als erstgeborener Sohn von Maria gehört Jesus eigentlich Gott, vgl. 2. Mose/Exodus 13,2. Um ihn auszulösen, mussten bestimmte religiöse Handlungen bei einem Priester vollzogen werden; vgl. 4. Mose/Numeri 18,15-16. erfüllen,die im Gesetz2,27 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. für ihr Kind vorgesehen sind.

28Simeon nahm das Kind auf den Arm.Er lobte Gott und sagte:

29»Herr, jetzt kann dein Diener in Frieden sterben,

wie du es versprochen hast.

30Denn mit eigenen Augen habe ich gesehen:

Von dir kommt die Rettung.

31Alle Welt soll sie sehen –

32ein Licht, das für die Völker leuchtet

und deine Herrlichkeit2,32 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. aufscheinen lässt

über deinem Volk Israel2,32 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.

33Der Vater und die Mutter von Jesus2,33 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. staunten über das,was Simeon über das Kind sagte.34Simeon segnete2,34 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. sieund sagte zu Maria, der Mutter von Jesus:»Dieses Kind ist dazu bestimmt,in Israel2,34 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. viele zu Fall zu bringenund viele aufzurichten.Es wird ein Zeichen Gottes sein,dem viele sich widersetzen.35So soll ans Licht kommen,was viele im Innersten denken.Und für dich, Maria, wird es sein,als ob ein Schwert2,35 Schwert: Bild für das Leid und den Schmerz, die Maria ertragen muss, als ihr Sohn am Kreuz stirbt. deine Seele durchbohrt.«

36Es war auch eine Prophetin2,36 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. im Tempel.Sie hieß Hannaund war eine Tochter Penuels aus dem Stamm2,36 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Ascher.Hanna war schon sehr alt.Nach ihrer Hochzeit war sie sieben Jahremit ihrem Mann verheiratet gewesen.37Seitdem war sie Witwe2,37 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt.und nun vierundachtzig Jahre alt.Sie verließ den Tempel2,37 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. nicht mehrund diente Gott Tag und Nacht mit Fasten2,37 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. und Beten2,37 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..38Jetzt kam sie dazu und lobte Gott.Dann erzählte sie allen von dem Kind,die auf die Rettung Jerusalems2,38 Jerusalem: Als Zentrum des religiösen und kulturellen Lebens steht Jerusalem hier stellvertretend für das ganze Volk Israel. warteten.

Jesus und seine Eltern kehren nach Nazaret zurück

39Josef und Maria erfüllten im Tempel2,39 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. alle Vorschriften2,39 Vorschriften: Genannt werden die religiösen Vorschriften nach der Geburt und für die Auslösung eines erstgeborenen Sohns, vgl. Lukas 2,21-24 und Lukas 2,27.,die das Gesetz2,39 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. des Herrn vorsieht.Dann kehrten sie nach Galiläa2,39 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. zurückin ihre Heimatstadt Nazaret2,39 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf..40Jesus2,40 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wuchs heran.Er war ein kräftiges Kind.Gott schenkte ihm immer mehr Weisheit,und seine Gnade2,40 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. begleitete ihn.

Der zwölfjährige Jesus im Tempel

41Jedes Jahr zogen die Eltern von Jesus2,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.zum Passafest2,41 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. nach Jerusalem2,41 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..42Als Jesus zwölf Jahre alt war,gingen sie mit ihm für das Fest dorthin –so wie es üblich war.43Als das Fest vorüber war,machten sie sich wieder auf den Heimweg.Ihr Sohn Jesus blieb in Jerusalem zurück,aber seine Eltern merkten es nicht.44Sie dachten: »Er ist bei den anderen Reisenden2,44 andere Reisende: Wegen der Gefahr, unterwegs von Räubern überfallen zu werden, war es üblich, in Gruppen zu reisen.«,und wanderten den ganzen Tag weiter.Am Abend suchten sie ihnbei den Verwandten und Bekannten.45Doch sie konnten ihn nicht finden.Da kehrten sie nach Jerusalem zurückund suchten ihn dort.

46Am dritten Tag entdeckten sie ihn endlich im Tempel2,46 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..Dort saß er mitten unter den Lehrern2,46 Lehrer: Hier Menschen, die über die Auslegung der Heiligen Schrift diskutieren..Er hörte ihnen zu und stellte ihnen Fragen.47Alle, die ihn hörten,waren sehr erstaunt über seine klugen Antworten.48Seine Eltern waren fassungslos,als sie ihn dort fanden.Seine Mutter fragte ihn:»Kind, warum hast du uns das angetan?Dein Vater und ich haben dich verzweifelt gesucht!«49Er antwortete: »Wieso habt ihr mich gesucht?Habt ihr denn nicht gewusst,dass ich im Haus meines Vaters2,49 Haus meines Vaters: Bezeichnung für den Tempel als Haus Gottes. Jesus nennt Gott hier seinen Vater. sein muss?«50Aber sie begriffen nicht, was er da zu ihnen sagte.51Jesus2,51 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kehrte mit seinen Eltern nach Nazaret2,51 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf. zurückund war ihnen gehorsam.Seine Mutter bewahrte diese Worte in ihrem Herzen.52Jesus wuchs heran. Er wurde älter und weiser2,52 Weisheit: Lebenspraktisches Wissen oder handwerkliches Können, das durch Erfahrung erworben oder von Gott geschenkt wird..Gott und die Menschen hatten ihre Freude an ihm.
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Das Auftreten von Jesus wird vorbereitet

Lukas 3,1–4,13

Johannes der Täufer

Matthäus 3,1-6; Markus 1,2-6; Johannes 1,19-23
31Es war im 15. Regierungsjahr des Kaisers Tiberius3,1 Tiberius: Regierte 14–37 n. Chr. als Kaiser über das Römische Reich..Pontius Pilatus3,1 Pontius Pilatus: Verwaltete 26–36 n. Chr. die römischen Provinzen Judäa und Samaria im Auftrag des Kaisers. war römischer Statthalter in Judäa3,1 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum..Herodes3,1 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). regierte als Landesfürst in Galiläa3,1 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene.,sein Bruder Philippus3,1 Herodes Philippus: Sohn von Herodes dem Großen, der von 4 v. Chr.–34 n. Chr. über Gebiete nordöstlich des See Gennesaret herrschte. als Landesfürstin Ituräa und Trachonitis3,1 Ituräa, Trachonitis: Gebiete zwischen Damaskus und dem See Gennesaret, die nördlich an Galiläa angrenzten..Und Lysanias war Landesfürst in Abilene3,1 Abilene: Gebiet um die Stadt Abila im Antilibanon-Gebirge, nördlich von Damaskus..2Die Hohepriester3,2 Hohepriester: Hatten die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. waren Hannas und Kaiphas.

Da rief Gott Johannes3,2 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. in seinen Dienst.Johannes war der Sohn des Zachariasund lebte in der Wüste3,2 Wüste: Trockenes und steiniges Gebiet, in dem nur wenige Tiere und Pflanzen überleben können..3Nun zog er durch die ganze Gegend am Jordan3,3 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt.und verkündete den Menschen:»Lasst euch taufen3,3 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. und ändert euer Leben!Gott will euch eure Schuld3,3 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. vergeben.«4So steht es im Buch des Propheten Jesaja3,4 so steht es im Buch des Propheten Jesaja: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 40,3-5.:»Eine Stimme ruft in der Wüste:›Macht den Weg bereit für den Herrn,ebnet ihm die Straße.5Jede Schlucht soll aufgefüllt werdenund jeder Berg und jeder Hügel abgetragen.Was krumm ist,muss gerade werdenund die unebenen Wege eben.6Alle Welt soll sehen,dass Gott die Rettung bringt.‹«

Johannes fordert dazu auf, das Leben zu ändern

Matthäus 3,7-10
7Die Menschen kamen in Scharen zu Johannes3,7 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. heraus,um sich von ihm taufen3,7 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. zu lassen.Er sagte zu ihnen:»Ihr Schlangenbrut!Wer hat euch auf den Gedanken gebracht,dass ihr dem bevorstehenden Gericht Gottes3,7 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. entgeht?8Zeigt durch euer Verhalten,dass ihr euer Leben wirklich ändern wollt!Redet euch nicht ein: ›Abraham3,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. ist unser Vater!‹Denn ich sage euch:Gott kann diese Steine hierzu Kindern Abrahams machen.9Die Axt ist schon an die Baumwurzel gesetzt:Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt,wird umgehauen und ins Feuer geworfen.«10Die Leute fragten Johannes:»Was sollen wir denn tun?«11Er antwortete: »Wer zwei Hemden hat,soll dem eins geben, der keines hat.Wer etwas zu essen hat,soll auf die gleiche Weise handeln.«

12Es kamen aber auch Zolleinnehmer3,12 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen.,um sich taufen3,12 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. zu lassen.Die fragten Johannes3,12 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.: »Lehrer3,12 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Johannes dem Täufer gegenüber gebraucht wurde., was sollen wir tun?«13Er antwortete: »Verlangt nicht mehr,als in euren Vorschriften steht!«14Es fragten ihn aber auch Soldaten:»Und wir, was sollen wir tun?«Er antwortete: »Misshandelt und erpresst niemanden,sondern gebt euch mit eurem Sold zufrieden!«

Johannes weist auf Christus hin

Matthäus 3,11-12; 14,3-4; Markus 1,7-8; 6,17-18; Johannes 1,24-28
15Das Volk setzte große Erwartungen in Johannes3,15 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor..Alle fragten sich: »Ist er vielleicht der Christus3,15 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.16Johannes erklärte ihnen: »Ich taufe3,16 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. euch mit Wasser.Aber es kommt einer, der ist mächtiger als ich.Ich bin es nicht einmal wert,ihm die Riemen seiner Sandalen aufzuschnüren.Er wird euch mit Heiligem Geist3,16 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. und mit Feuer taufen3,16 mit Feuer taufen: Bild für eine umfassende Reinigung: Jesus wird die Menschen von Grund auf verändern..17Er hat die Worfschaufel3,17 Worfschaufel, worfeln: Mit einer Worfschaufel wurde das gedroschene Getreide in die Luft geworfen, um Getreidekörner von Stroh und Spreu zu trennen. in seiner Hand.Damit wird er sein Getreide3,17 Getreide: Getreide, vor allem Weizen, war ein Grundnahrungsmittel, das hauptsächlich zum Backen von Brot verwendet wurde. gründlich aussieben.Den Weizen wird er in seine Scheune bringen.Aber das Stroh wird er in einem Feuer verbrennen,das nicht ausgeht.«18Mit diesen und vielen anderen Wortenrüttelte Johannes das Volk auf.So verkündete er die Gute Nachricht3,18 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen..

19Johannes3,19 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. tadelte auch den Landesfürsten Herodes3,19 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.)..Denn Herodes hatte Herodias geheiratet,die Frau seines Bruders3,19 Frau seines Bruders: 3. Mose/Levitikus 18,16 verbietet Geschlechtsverkehr mit der Frau des eigenen Bruders.,und darüber hinaus viel Unrecht getan.20Zusätzlich zu all dem Unrecht ließ Herodesauch noch Johannes ins Gefängnis werfen.

Jesus wird getauft

Matthäus 3,13-17; Markus 1,9-11; Johannes 1,32-34
21Das ganze Volk ließ sich von Johannes3,21 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. taufen3,21 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten..Auch Jesus3,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wurde von ihm getauft.Auf einmal, während Jesus noch betete3,21 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,öffnete sich der Himmel.22Der Heilige Geist3,22 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. kam auf ihn herab.Er sah aus wie eine Taube.Dazu erklang eine Stimme aus dem Himmel:»Du bist mein geliebter Sohn3,22 mein geliebter Sohn: Im Titel »Sohn Gottes« kommt das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck. Im Neuen Testament wird der Titel nur für Jesus verwendet.,an dir habe ich Freude.«

Der Stammbaum von Jesus

Matthäus 1,1-17
23Jesus3,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war etwa 30 Jahre alt, als er sein Werk begann.Er galt als Sohn Josefs.Josef war der Sohn von Eli,24Enkel von Mattat und Urenkel von Levi.Die Linie lässt sich zurückverfolgenüber Melchi bis zu Jannai.

Jannai war der Sohn von Josef,Enkel von 25Mattitja und Urenkel von Amos.Die Linie lässt sich zurückverfolgenüber Nahum, Hesli und Naggai bis zu 26Mahat.

Mahat war der Sohn von Mattitja,Enkel von Schimi und Urenkel von Josech.Die Linie lässt sich zurückverfolgenüber Joda, 27Johanan und Resa bis zu Serubbabel3,27 Serubbabel: Nachkomme von König David und erster persischer Statthalter in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr. Er ist mitverantwortlich für den Wiederaufbau des Tempels..

Serubbabel3,27 Serubbabel: Nachkomme von König David und erster persischer Statthalter in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr. Er ist mitverantwortlich für den Wiederaufbau des Tempels. war Sohn von Schealtiel,Enkel von Neri und Urenkel von Melchi.Die Linie lässt ich zurückverfolgen28über Melchi, Addi, Kosam und Elmadam bis zu Er.

Er war der Sohn von 29Joschua,Enkel von Elieser und Urenkel von Jorim.Die Linie lässt sich zurückverfolgenüber Mattat, Levi und 30Simeon bis zu Juda.

Juda war der Sohn von Josef,Enkel von Jonam und Urenkel von Eljakim.Die Linie lässt sich zurückverfolgen31über Melea, Menna und Mattata zu Natan.

Natan war der Sohn von David3,31 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete.,Enkel von 32Isai und Urenkel von Obed.Die Linie lässt sich zurückverfolgenüber Boas, Salmon und Nachschon zu 33Amminadab.

Amminadab war der Sohn von Admin,Enkel von Arni und Urenkel von Hezron.Die Linie lässt sich zurückverfolgenüber Perez, Juda3,33 Juda: Einer der zwölf Söhne Jakobs und Stammvater des Stammes Juda. und 34Jakob3,34 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. bis zu Isaak3,34 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35..

Isaak war der Sohn von Abraham3,34 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25.,Enkel von Terach und Urenkel von Nahor.Die Linie lässt sich zurückverfolgen35über Serug, Regu und Peleg bis zu Eber.

Eber war der Sohn von Schelach,Enkel von 36Kenan und Urenkel von Arpachschad.Die Linie lässt sich zurückverfolgenüber Sem, Noah3,36 Noah: Wurde von Gott vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet, vgl. 1. Mose/Genesis 6,5–9,29. und Lamech bis 37zu Metuschelach.

Metuschelach war der Sohn von Henoch,Enkel von Jered und Urenkel von Mahalalel.Die Linie lässt sich zurückverfolgenüber Kenan, 38Enosch und Set bis zu Adam3,38 Adam: Name des ersten Menschen. Das Wort kann im Hebräischen auch einen einzelnen Menschen oder die Menschheit bezeichnen..Adam stammte von Gott.
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Jesus wird auf die Probe gestellt

Matthäus 4,1-11; Markus 1,12-13
41Vom Heiligen Geist4,1 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. erfüllt,ging Jesus4,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. vom Jordan4,1 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. weg.Er wurde vom Geist in der Wüste4,1 Wüste: Trockenes und steiniges Gebiet, in dem nur wenige Tiere und Pflanzen überleben können. umhergeführt,240 Tage4,2 40 Tage: Die Zahl erinnert an die 40 Jahre, die Israel auf dem Weg in das von Gott verheißene Land durch die Wüste zog, und an die 40 Tage und Nächte, die Mose auf dem Berg Sinai war, als er die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 34,28. lang.Dabei wurde er vom Teufel4,2 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. auf die Probe gestellt.Die ganze Zeit über aß er nichts.Am Ende war er sehr hungrig.3Da sagte der Teufel zu ihm:»Du bist doch der Sohn Gottes4,3 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.!Dann kannst du diesem Stein hier befehlen,dass er zu Brot wird.«4Jesus antwortete:»In der Heiligen Schrift steht4,4 in der Heiligen Schrift steht (Vers 4): Zitat aus 5. Mose/Deuteronomium 8,3.:›Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.‹«

5Da führte der Teufel4,5 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht.Jesus zu einer hochgelegenen Stelle.In einem einzigen Augenblickzeigte er ihm alle Königreiche der Welt.6Dabei sagte der Teufel zu Jesus4,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Ich will dir die Macht geben über alle diese Reichein ihrer ganzen Herrlichkeit.Denn Gott hat sie mir übertragen,und ich gebe sie, wem ich will.7Wenn du mich nun anbetest,wird alles dir gehören.«8Jesus antwortete:»In der Heiligen Schrift steht4,8 in der Heiligen Schrift steht (Vers 8): Zitat aus 5. Mose/Deuteronomium 6,13.:›Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbetenund ihn allein verehren.‹«

9Da brachte der Teufel4,9 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. Jesus nach Jerusalem4,9 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..Er stellte ihn auf den höchsten Punkt des Tempelsund sagte zu ihm:»Wenn du der Sohn Gottes4,9 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. bist,spring von hier hinunter!10Denn in der Heiligen Schrift steht4,10 in der Heiligen Schrift steht (Vers 10): In den Versen 10-11 wird aus Psalm 91,11-12 zitiert.:›Er wird seinen Engeln4,10 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. befehlen, dich zu beschützen.‹11Und: ›Auf ihren Händen sollen sie dich tragen,damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.‹«12Jesus4,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete: »Es heißt aber auch4,12 es heißt auch: Zitat aus der griechischen Übersetzung von 5. Mose/Deuteronomium 6,16.:›Du sollst den Herrn, deinen Gott,nicht auf die Probe stellen!‹«13Damit hatte der Teufel alles versucht,um Jesus auf die Probe zu stellen.Er verließ ihn eine Zeit lang.

Das Wirken von Jesus in Wort und Tat

Lukas 4,14–9,50

Das erste Auftreten von Jesus

Lukas 4,14-44

Jesus beginnt zu predigen

Matthäus 4,12-17; Markus 1,14-15
14Jesus4,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war erfüllt von der Kraft des Geistes4,14 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..So kehrte er nach Galiläa4,14 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. zurück.Sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.15Er lehrte in den Synagogen4,15 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde.und alle redeten mit Hochachtung von ihm.

Jesus wird in Nazaret abgelehnt

Matthäus 13,54-58; Markus 6,1-6
16Jesus4,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kam auch nach Nazaret4,16 Nazaret: Ortschaft 30 km westlich des See Gennesaret., wo er aufgewachsen war.Am Sabbat4,16 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. ging er wie gewohnt in die Synagoge4,16 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde..Er stand auf, um aus der Heiligen Schrift4,16 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. vorzulesen.17Man reichte ihm die Schriftrolle4,17 Schriftrolle: Vorläufer des Buchs. Sie besteht aus aneinandergenähten Lederstücken, auf die der Text in Spalten nebeneinandergeschrieben wurde.mit dem Propheten Jesaja.Jesus rollte sie aufund fand die Stelle, wo geschrieben steht4,17 Stelle, wo geschrieben steht: Das Zitat ist zusammengesetzt aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 58,6 und Jesaja 61,1-2.:18»Der Geist des Herrn4,18 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. ruht auf mir,denn der Herr4,18 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. hat mich gesalbt4,18 Salbung, salben: Handlung, die eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen..Er hat mich gesandt,den Armen gute Nachricht zu verkünden.Den Gefangenen soll ich zurufen,dass sie frei sind,und den Blinden, dass sie sehen werden.Den Unterdrückten soll ich die Freiheit bringen.19Ich soll verkünden: Jetzt beginnt das Jahr4,19 Jahr: Die Formulierung erinnert an das Jubeljahr, in dem Schulden erlassen und Sklaven freigelassen werden sollten; vgl. 3. Mose/Levitikus 25,8-19.,in dem der Herr Gnade4,19 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. schenkt.«

20Jesus4,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. rollte die Schriftrolle4,20 Schriftrolle: Vorläufer des Buchs. Sie besteht aus aneinandergenähten Lederstücken, auf die der Text in Spalten nebeneinandergeschrieben wurde. wieder zusammen,gab sie dem Synagogendiener4,20 Synagogendiener: War unter anderem für die Aufbewahrung der Schriftrollen in der Synagoge verantwortlich. zurück und setzte sich.Alle Augen in der Synagoge4,20 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde.waren gespannt auf ihn gerichtet.21Da sagte er zu den Anwesenden:»Heute ist diese Stelle in der Heiligen Schrift4,21 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden.in eurer Gegenwart in Erfüllung gegangen.«22Alle stimmten ihm zu.Sie staunten über die Botschaft von der Gnade4,22 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.,die er verkündete.Doch dann sagten sie: »Ist das nicht der Sohn Josefs?«23Jesus antwortete:»Sicher werdet ihr mir jetzt das Sprichwort vorhalten:›Arzt, hilf dir selbst!Wir haben von den großen Taten gehört,die du in Kapernaum4,23 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret. vollbracht hast.Vollbringe doch solche Wunder4,23 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.auch hier in deiner Heimatstadt!‹«24Weiter sagte er: »Amen4,24 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Kein Prophet4,24 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. wird in seiner Heimatstadt anerkannt!25Ich sage euch, wie es wirklich ist:Zur Zeit des Elija4,25 zur Zeit des Elija: Prophet im Alten Testament. 1. Könige 17,8-16 erzählt, wie Elija einer Witwe, die nicht zum Volk Israel gehört, während einer Dürrekatastrophe hilft. gab es viele Witwen4,25 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. in Israel4,25 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen..Damals regnete es drei Jahre und sechs Monate nicht.Große Hungersnot herrschte im ganzen Land.26Trotzdem wurde Elija zu keiner von ihnen geschickt –sondern nur zu einer Witwe in Sareptaim Gebiet von Sidon.27Ebenso gab es zur Zeit des Propheten Elischa4,27 zur Zeit des Elischa: Prophet im Alten Testament. 2. Könige 5,1-14 erzählt, wie Elischa einen Kranken heilt, der nicht zum Volk Israel gehört.viele Aussätzige4,27 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. in Israel.Aber Elischa hat keinen von ihnen geheilt,sondern nur den Syrer Naaman.«

28Alle in der Synagoge4,28 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. wurden wütend,als sie das hörten.29Sie sprangen aufund trieben Jesus4,29 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. aus Nazaret4,29 Nazaret: Ortschaft 30 km westlich des See Gennesaret. Hier wuchs Jesus auf. hinaus –bis an den Abhang des Berges,auf dem ihre Stadt gebaut war.Dort wollten sie ihn hinunterstürzen.30Aber Jesus ging mitten durch die Menge hindurchund zog weiter.

Jesus zeigt seine Vollmacht in Kapernaum

Markus 1,21-28
31Jesus4,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ging nach Kapernaum4,31 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret., einer Stadt in Galiläa4,31 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene..Am Sabbat4,31 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. lehrte er immer in der Synagoge.32Die Zuhörer waren von seiner Lehre tief beeindruckt,denn in seinen Worten erkannten sie Gottes Macht.33In der Synagoge4,33 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. war ein Mann,der von einem bösen Geist beherrscht wurde –einem Dämon4,33 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz..Der schrie laut auf:34»He! Was willst du von uns, Jesus aus Nazaret?Bist du gekommen, um uns zu vernichten?Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes4,34 Heiliger Gottes: Durch diese Anrede zeigt der Dämon, dass er Gottes Wirken in und durch Jesus Christus erkennt.35Jesus befahl dem Dämon streng:»Sei still und gib den Mann frei!«Da schleuderte der Dämon den Mannmitten in die Synagoge.