BasisBibel (BB)
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Die Opfergabe der Witwe

Markus 12,41-44
211Jesus21,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. blickte auf und sah,wie reiche Leute ihre Opfergabenin den Opferkasten21,1 Opferkasten: Geldbehälter für die Gaben, die von den Besuchern des Tempels in Jerusalem gespendet wurden. warfen.2Er sah auch eine arme Witwe21,2 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt..Sie warf zwei kleine Kupfermünzen21,2 Kupfermünzen: Wörtlich »zwei Lepta«. Ein Leptos ist der kleinste Münzwert, der zur Zeit von Jesus in Judäa im Umlauf war. hinein.3Da sagte Jesus:»Wirklich, das sage ich euch:Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen.4Denn alle anderenhaben nur etwas von ihrem Überflussals Opfergabe eingeworfen.Aber diese Witwe hat alles hergegeben,was sie selbst zum Leben hat –obwohl sie doch arm ist.«

Jesus spricht über die Endzeit

Lukas 21,5-38

Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels an

Matthäus 24,1-2; Markus 13,1-2
5Einige Leute dort im Tempel21,5 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. schwärmten:»Aus herrlichen Steinen ist das alles gebautund mit Weihegaben prächtig ausgestattet!«Aber Jesus21,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte:6»Es kommt die Zeit,da wird kein Stein auf dem anderen bleiben.Alles, was ihr hier seht, wird zerstört werden.«

Wann kommt das Ende?

Matthäus 24,3-8; Markus 13,3-8
7Die Leute fragten Jesus21,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.: »Lehrer21,7 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wann wird das sein?Und an welchen Zeichen erkennen wir,dass es so weit ist?«8Jesus antwortete:»Passt auf und lasst euch nicht in die Irre führen.Viele werden unter meinem Namen auftretenund behaupten: ›Ich bin es!‹Und: ›Die von Gott bestimmte Zeit ist da!‹Lauft ihnen nicht nach!9Erschreckt nicht,wenn ihr von Kriegen und Aufständen hört.Das alles muss zuerst geschehen.Aber dann kommt noch nicht sofort das Ende21,9 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an.10Jesus fuhr fort:»Ein Volk wird gegen das andere kämpfenund ein Reich das andere angreifen.11Es wird schwere Erdbeben geben.An vielen Orten werden Hungersnöteund Seuchen ausbrechen.Schreckliche Dinge werden geschehen,und am Himmel werden gewaltige Zeichen erscheinen.«

Standhalten in Verfolgung

Matthäus 10,16-25; 24,9-14; Markus 13,9-13
12»Bevor das alles eintrifft,wird man euch Gewalt antun und euch verfolgen.Man wird euch an die Synagogengerichte21,12 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. ausliefernund ins Gefängnis werfen.Vor Könige und hohe Regierungsbeamtewird man euch stellen, weil ihr euch zu mir bekennt.13So werdet ihr als Zeugen für mich eintreten.14Dabei sollt ihr beherzigen:Bereitet keine Verteidigungsrede vor!15Denn ich selbst werde euch Worte in den Mund legen,die kein Gegner widerlegen kann.Und ich werde euch Weisheit schenken,der niemand widerstehen kann.

16Ihr werdet verraten werden:von euren Eltern und Geschwistern,von euren Verwandten und Freunden.Einige von euch wird man sogar töten.17Alle werden euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt.18Aber keinem von euchwird auch nur ein Haar gekrümmt werden.19Haltet also durch und gewinnt so das Leben!«

Die Zeit der Not, bevor der Menschensohn kommt

Matthäus 24,15-22; Markus 13,14-20
20»Das sollt ihr wissen: Wenn ihr seht,dass Jerusalem21,20 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. von feindlichen Heeren umzingelt ist,steht seine Zerstörung unmittelbar bevor.21Dann sollen die Bewohner von Judäa21,21 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.in die Berge fliehen.Wer in der Stadt ist,soll sie schnell verlassen.Und wer auf dem Land ist,soll nicht in der Stadt Zuflucht suchen.22Denn das ist die Zeit der Bestrafung.Jetzt geht alles in Erfüllung,was in der Heiligen Schrift steht21,22 in der Heiligen Schrift steht: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung dafür, dass Gott seinen Sohn Jesus Christus in die Welt schickt. Ein zentraler Text ist beispielsweise Daniel 7,13-14, wo das Kommen des Menschensohns angekündigt wird..

23Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein,die gerade ein Kind erwarten oder stillen!Große Not wird im Land herrschenund Gottes Zorn wird über dieses Volk kommen.24Viele werden durch das Schwert umkommen.Andere werden als Gefangenein die ganze Welt verschleppt.Jerusalem21,24 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. wird von Heiden21,24 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben. verwüstet werden,bis deren Zeit abgelaufen ist.«

Der Menschensohn kommt

Matthäus 24,29-31; Markus 13,24-27
2521,25 Vers 25-27: Die Verse 25-27 nehmen Bilder aus Jesaja 13,10 und Daniel 7,13-14 auf. Dort wird mit diesen Bildern der Tag des Gerichts beschrieben, an dem Gott gegen seine Feinde vorgeht. »Zeichen werden zu sehen seinan der Sonne, dem Mond und den Sternen.Auf der Erde werden die Völker zittern.Sie werden weder aus noch ein wissenvor dem tosenden Meer und seinen Wellen.26Die Menschen werden vor Angst vergehen.Sie warten auf die Ereignisse,die über die ganze Welt hereinbrechen werden.Denn sogar die Mächte des Himmels21,26 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.werden erschüttert werden.2721,27 Vers 27: Das Bild des Menschensohns stammt aus Daniel 7,13-14. Dann werden alle es sehen:Der Menschensohn21,27 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. kommt auf einer Wolkemit großer Macht und Herrlichkeit21,27 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor..28Aber ihr sollt euch aufrichten und euren Kopf heben,wenn das alles beginnt:Eure Erlösung kommt bald!«

Das Gleichnis vom Feigenbaum

Matthäus 24,32-35; Markus 13,28-31
29Dann erzählte Jesus21,29 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. den Leuten ein Gleichnis21,29 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:»Schaut euch doch den Feigenbaum21,29 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln. anoder all die anderen Bäume.30Wenn ihr seht, dass sie Blätter bekommen,dann wisst ihr: Der Sommer ist bald da.31So ist es auch mit euch:Wenn ihr seht, dass das alles geschieht,dann wisst ihr: Das Reich Gottes21,31 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. ist nahe.32Amen21,32 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Diese Generation wird nicht sterben,bevor dies alles geschieht.33Himmel und Erde werden vergehen,aber meine Worte werden nicht vergehen.«

Bleibt wachsam!

34»Nehmt euch in Acht!Maßlosigkeit, Trunksucht und Alltagssorgensollen euch nicht gefangen nehmen.Sonst kommt dieser Tag für euch so überraschend35wie eine Falle, die plötzlich zuschnappt.Denn er kommt unerwartet über alle,die auf der Erde leben.36Seid zu jeder Zeit wachsam und betet21,36 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.!Dann seid ihr in der Lage,allem zu entgehen, was da kommt.So könnt ihr dann auch vor den Menschensohn21,36 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. treten.«

Jesus lehrt im Tempel

37Jeden Tag war Jesus21,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. im Tempel21,37 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und lehrte.Am Abend aber verließ er die Stadtund übernachtete auf dem Ölberg21,37 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..38Jeden Morgen in aller Frühekam das ganze Volk zu ihm in den Tempel,um ihn zu hören.