BasisBibel (BB)
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Jesus und Zachäus

191Jesus19,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kam nach Jericho19,1 Jericho: Oasenstadt in der judäischen Wüste nördlich des Toten Meers. und ging durch die Stadt.2Dort lebte ein Mann, der Zachäus hieß.Er war der oberste Zolleinnehmer19,2 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. und sehr reich.3Er wollte unbedingt sehen, wer dieser Jesus war.Aber er konnte es nicht, denn er war klein,und die Volksmenge versperrte ihm die Sicht.4Deshalb lief er vorausund kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum19,4 Maulbeerfeigenbaum: Etwa 10–15 m hoher Baum mit breiter Krone und dickem, knorrigem Stamm. Der Maulbeerfeigenbaum hat raue, herzförmige Blätter und feigenähnliche Früchte.,um Jesus sehen zu können –denn dort musste er vorbeikommen.5Als Jesus an die Stelle kam, blickte er hochund sagte zu ihm: »Zachäus, steig schnell herab.Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.«6Sofort stieg Zachäus vom Baum herab.Voller Freude nahm er Jesus bei sich auf.

7Als die Leute das sahen, ärgerten sie sichund sagten zueinander:»Bei einem Sünder19,7 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. ist er eingekehrt!«8Aber Zachäus stand auf und sagte zum Herrn:»Herr19,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt., die Hälfte von meinem Besitzwerde ich den Armen geben.Und wem ich zu viel abgenommen habe,dem werde ich es vierfach zurückzahlen.«9Da sagte Jesus19,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu ihm:»Heute bist du gerettet worden –zusammen mit allen, die in deinem Haus leben.Denn auch du bist ein Nachkomme Abrahams19,9 Nachkomme Abrahams: Ausdruck für die Zugehörigkeit zum Volk Israel, als dessen Stammvater Abraham gilt.!10Der Menschensohn19,10 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. ist gekommen,um die Verlorenen zu suchen und zu retten.«

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

Matthäus 25,14-30
11Die Leute hörten, was Jesus19,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu Zachäus sagte.Außerdem war er schon in der Nähe von Jerusalem19,11 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..Daher meinten sie,das Reich Gottes19,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. werde jetzt gleich anbrechen.Deshalb erzählte er ihnen ein weiteres Gleichnis19,11 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt..12Er sagte: »Ein Mann von vornehmer Herkunftreiste in ein fernes Land.Er wollte sich dortzum König über sein Land einsetzen lassen19,12 einsetzen lassen: Wer als König über sein eigenes Land herrschen wollte, musste vom römischen Kaiser offiziell in dieses Amt eingesetzt werden.und anschließend zurückkehren.13Vorher rief er zehn seiner Diener19,13 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. Es war üblich, dass sie mit geringen Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte ihrem Herrn, für einen Verlust mussten sie selbst aufkommen. und gab jedem Geldim Wert von einem halben Kilogramm Silber19,13 ein halbes Kilogramm Silber: Wörtlich »eine Mine«. Eine Mine ist eine Gewichtseinheit zum Wiegen von Münzen und entspricht etwa 500 g..Er sagte zu ihnen:›Macht mit dem Geld Geschäfte, bis ich wiederkomme!‹14Aber die Einwohner seines Landes hassten ihn.Sie schickten eine Gesandtschaft hinter ihm herund ließen erklären:›Wir wollen nicht, dass dieser Mann unser König wird!‹15Trotzdem übernahm er die Herrschaft.Als er dann zurückkehrte, ließ er die Diener rufen,denen er das Geld anvertraut hatte.Er wollte wissen,welchen Gewinn sie damit erzielt hatten.

16Der erste kam und berichtete:›Herr, ich habe dein Silber19,16 Silber: Wörtlich »eine Mine«. Eine Mine ist eine Gewichtseinheit zum Wiegen von Münzen und entspricht etwa 500 g. verzehnfacht.‹17Der König sagte:›Gut gemacht! Du bist ein tüchtiger Diener19,17 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. Es war üblich, dass sie mit geringen Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte ihrem Herrn, für einen Verlust mussten sie selbst aufkommen..Du hast dich in einer so unbedeutenden Sacheals zuverlässig erwiesen.Darum übertrage ich dirdie Verantwortung für zehn Städte.‹18Der zweite kam und berichtete:›Herr, ich habe dein Silber verfünffacht.‹19Der König sagte zu ihm:›Ich übertrage dir die Verantwortung für fünf Städte.‹20Der nächste kam und berichtete:›Herr, sieh nur: Hier hast du dein Silber.Ich habe es in ein Tuch gewickeltund sicher aufbewahrt.21Ich hatte Angst vor dir,weil du ein strenger Mann bist.Du nimmst Geld, das du nicht angelegt hast.Und du erntest, was du nicht gesät hast.‹22Der König sagte zu ihm:›Du hast dir selbst das Urteil gesprochen,du schlechter Diener19,22 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. Es war üblich, dass sie mit geringen Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte ihrem Herrn, für einen Verlust mussten sie selbst aufkommen.:Du hast gewusst, dass ich ein strenger Mann bin –dass ich Geld nehme, das ich nicht eingezahlt habe,und ernte, was ich nicht gesät habe.23Warum hast du mein Geld nicht zur Bank gebracht?So hätte ich es bei meiner Rückkehrwenigstens mit Zinsen zurückbekommen.‹

24Dann sagte der König zu denen, die dabeistanden:›Nehmt ihm das Silber19,24 Silber: Wörtlich »eine Mine«. Eine Mine ist eine Gewichtseinheit zum Wiegen von Münzen und entspricht etwa 500 g. wegund gebt es dem, der sein Silber verzehnfacht hat!‹25Sie sagten zu ihm:›Herr, er hat doch schon das Zehnfache!‹26Der König erwiderte: ›Das sage ich euch:Wer etwas hat, dem wird noch viel mehr gegeben.Doch wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen, was er hat.27Und nun zu meinen Feinden,die nicht wollten, dass ich ihr König werde:Holt sie her und bringt sie um –hier vor meinen Augen.‹«

Die letzten Tage von Jesus in Jerusalem

Lukas 19,28–21,38

Der Konflikt zwischen Jesus und seinen Gegnern spitzt sich zu

Lukas 19,28–21,4

Jesus zieht in Jerusalem ein

Matthäus 21,1-11; Markus 11,1-11; Johannes 12,12-19
28Nachdem Jesus19,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das Gleichnis19,28 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. erzählt hatte,zog er weiter nach Jerusalem19,28 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..29Kurz vor Betfage19,29 Betfage: Ortschaft östlich des Ölbergs, in der Nähe von Jerusalem. und Betanien19,29 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft. kam Jesus19,29 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zum Ölberg19,29 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..Von dort schickte er zwei seiner Jünger19,29 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. voraus30und sagte: »Geht in das Dorf, das vor euch liegt.Wenn ihr hineinkommt,findet ihr einen jungen Esel19,30 Esel: Hier wird ein Bild aus Sacharja 9,9 aufgenommen. Dort wird angekündigt, dass der künftige Retter der Welt auf einem Esel reitend in Jerusalem einziehen wird. angebunden.Auf ihm ist noch nie ein Mensch geritten.Bindet ihn los und bringt ihn her.31Und wenn euch jemand fragt:›Warum bindet ihr ihn los?‹,dann sagt: ›Der Herr19,31 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. braucht ihn!‹«32Die beiden Jünger, die Jesus geschickt hatte,gingen in das Dorf.Sie fanden alles genau so,wie Jesus es ihnen gesagt hatte.33Als sie den Esel losmachten, fragten die Besitzer:»Warum bindet ihr den Esel los?«34Sie antworteten: »Der Herr braucht ihn!«

35Sie brachten den jungen Esel zu Jesus19,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.und legten ihre Mäntel19,35 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. auf seinen Rücken.Dann ließen sie Jesus aufsteigen.36Während er weiterzog,breiteten die Jünger19,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. ihre Mäntel auf der Straße aus.37So kam Jesus zu der Stelle,wo der Weg vom Ölberg19,37 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. nach Jerusalem19,37 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. hinabführt.Da brach die ganze Schar der Jüngerinnen und Jüngerin lauten Jubel aus.Sie lobten Gott für all die Wunder19,37 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.,die sie miterlebt hatten.38Sie riefen19,38 Sie riefen: Der erste Satz des Ausrufs ist ein Zitat aus Psalm 118,26.:»Gesegnet ist der König, der im Namen des Herrn19,38 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. kommt!Friede herrscht im Himmel19,38 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.und Herrlichkeit19,38 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. erfüllt die Himmelshöhe!«

39Es waren auch einige Pharisäer19,39 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. unter der Volksmenge.Die riefen ihm zu: »Lehrer,bring doch deine Jünger19,39 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zur Vernunft!«40Jesus19,40 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete ihnen: »Das sage ich euch:Wenn sie schweigen, dann werden die Steine schreien!«

Jesus weint über Jerusalem

41Als Jesus19,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sich der Stadt19,41 Stadt: Gemeint ist Jerusalem. näherteund sie vor sich liegen sah, weinte er über sie:42»Wenn doch auch du heute erkannt hättest,was dir Frieden19,42 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. bringt!Aber jetzt ist es vor deinen Augen verborgen.43Denn es wird eine schlimme Zeit über dich hereinbrechen:Deine Feinde werden einen Wall aus spitzen Pfählenrings um dich errichten.Sie werden dich umzingelnund von allen Seiten einschließen.44Dich und deine Bewohner werden sie restlos vernichten.Keinen Stein werden sie auf dem anderen lassen –weil du den Tag nicht erkannt19,44 den Tag nicht erkannt: Es geht darum, dass die Bewohner Jerusalems nicht erkennen, dass Gott seinen Sohn in die Welt gesandt hat, um sie zu retten. hast,an dem Gott dir zu Hilfe gekommen ist.«

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Matthäus 21,12-17; Markus 11,15-19; Johannes 2,13-17
45In Jerusalem19,45 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. ging Jesus19,45 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in den Tempel19,45 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..Er fing an, die Leute hinauszujagen,die im Tempel etwas verkauften.46Er sagte zu ihnen: »In der Heiligen Schrift steht19,46 in der Heiligen Schrift steht: Das Zitat setzt sich zusammen aus Jesaja 56,7 und Jeremia 7,11.:›Mein Haus soll ein Gebetshaus sein.Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.‹«

47Jesus19,47 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war jeden Tag im Tempel19,47 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und lehrte.Aber die führenden Priester19,47 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht., die Schriftgelehrten19,47 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.und auch die Ratsältesten19,47 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. des Volkessuchten nach einer Möglichkeit, ihn umzubringen.48Doch sie wussten nicht, wie sie vorgehen sollten.Denn das Volk war die ganze Zeit bei ihmund hörte ihm aufmerksam zu.
20

Woher hat Jesus seine Vollmacht?

Matthäus 21,23-27; Markus 11,27-33
201Eines Tages war Jesus20,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wieder einmal im Tempel20,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..Er lehrte das Volkund verkündete die Gute Nachricht20,1 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen..Da traten ihm die führenden Priester20,1 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.,die Schriftgelehrten20,1 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und die Ratsältesten20,1 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. entgegen.2Sie fragten ihn: »Sag uns:Mit welchem Recht trittst du so auf?Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?«3Jesus antwortete:»Ich will euch auch eine Frage stellen. Sagt mir:4Von wem hatte Johannes20,4 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. den Auftrag zu taufen20,4 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten.?Von Gott oder von Menschen?«5Da überlegten sie und sagten zueinander:»Wenn wir sagen: ›Von Gott‹, wird er fragen:›Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?‹6Wenn wir sagen: ›Von Menschen‹,wird das Volk uns steinigen20,6 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird..Denn alle sind überzeugt,dass Johannes ein Prophet20,6 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. war.«7Deshalb antworteten sie Jesus:»Wir wissen nicht von wem.«8Da sagte Jesus zu ihnen:»Dann sage ich euch auch nicht,mit welchem Recht ich so auftrete.«

Das Gleichnis von den Pächtern des Weinbergs

Matthäus 21,33-46; Markus 12,1-12
9Nun erzählte Jesus20,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. dem Volk dieses Gleichnis20,9 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:»Ein Mann legte einen Weinberg20,9 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In der Bibel wird er auch als Bild für das Volk Israel verwendet, vgl. Jesaja 5,1-7. an.Dann verpachtete er ihn und ging länger auf Reisen.10Als es an der Zeit war,schickte der Besitzer einen Knecht zu den Pächtern.Der sollte seinen Anteilvom Ertrag des Weinbergs abholen.Aber die Pächter verprügelten ihnund jagten ihn mit leeren Händen davon.11Noch einmal schickte der Besitzer einen Knecht.Aber auch den verprügelten und beschimpften sie.Dann jagten sie ihn ebenfalls mit leeren Händen davon.12Der Besitzer schickte einen dritten.Den schlugen sie blutig und warfen ihn hinaus.13Da sagte der Weinbergbesitzer:›Was soll ich jetzt tun?Ich werde meinen geliebten Sohn schicken.Vor ihm werden sie wohl Achtung haben!‹14Als die Pächter den Sohn kommen sahen,sagten sie zueinander: ›Das ist der Erbe.Wir bringen ihn um, und dann gehört sein Erbe uns.‹15Sie warfen ihn hinaus vor den Weinbergund töteten ihn.Was wird der Weinbergbesitzer jetzt mit ihnen machen?16Er wird selbst kommen, diese Pächter tötenund den Weinberg anderen anvertrauen.«

Als die Leute das hörten, sagten sie:»Das darf nicht passieren!«17Aber Jesus20,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. schaute sie an und sagte:»Was bedeutet denn die Stelle in der Heiligen Schrift20,17 die Stelle in der Heiligen Schrift: Zitat aus Psalm 118,22.:›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben20,17 verwerfen: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus.,ist zum Grundstein20,17 Grundstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist. geworden.‹18Wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert.Und auf wen dieser Stein fällt, wird zerdrückt.«19Die Schriftgelehrten20,19 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und die führenden Priester20,19 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.wollten ihn am liebsten sofort festnehmen.Aber sie fürchteten sich vor dem Volk.Sie hatten verstanden,dass er in dem Gleichnis20,19 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. von ihnen gesprochen hatte.

Steuern für den Kaiser?

Matthäus 22,15-22; Markus 12,13-17
20Die führenden Priester20,20 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. und Schriftgelehrten20,20 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.ließen Jesus20,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nicht mehr aus den Augen.Sie schickten Leute zu ihm, die ihn beobachten sollten.Die sollten vorgeben, gerecht20,20 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. vor Gott zu leben,und Jesus mit einer Frage in Bedrängnis bringen.Es ging ihnen darum, ihn an die Gerichteund in die Gewalt des römischen Statthalters20,20 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers. auszuliefern.21Diese Leute fragten Jesus:»Lehrer20,21 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wissen:Du redest und lehrst aufrichtigund siehst dabei nicht die Person an.Vielmehr sagst du die Wahrheit und lehrst,wie wir nach Gottes Willen leben sollen.22Ist es uns erlaubt,dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht?«

23Jesus durchschaute ihre Absicht und sagte:24»Zeigt mir eine Silbermünze20,24 Silbermünze: Die römischen Kaiser ließen Münzen mit einem Bild ihres Kopfes und einer entsprechenden Inschrift prägen..Wer ist auf dem Bild zu sehen,und wer wird in der Inschrift genannt?«Sie antworteten: »Der Kaiser.«25Da sagte Jesus zu ihnen:»Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,und Gott, was Gott gehört!«26So konnten sie nichts von dem,was er vor dem Volk sagte, gegen ihn verwenden.Sie waren sehr erstaunt über seine Antwortund konnten nichts mehr darauf erwidern.

Werden die Toten auferstehen?

Matthäus 22,23-33; Markus 12,18-27
27Dann kamen einige Sadduzäer20,27 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. zu Jesus20,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Die Sadduzäer behaupten,dass es keine Auferstehung20,27 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten gibt.Sie fragten Jesus:28»Lehrer20,28 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., Mose hat uns vorgeschrieben20,28 Mose hat vorgeschrieben: Die folgenden Worte beziehen sich auf 5. Mose/Deuteronomium 25,5-6.:›Wenn ein Mann stirbt und eine Frau hinterlässt,aber kinderlos ist,dann soll sein Bruder die Frau heiraten.So kann er dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹29Nun gab es einmal sieben Brüder.Der erste heiratete eine Frau und starb kinderlos.30So erging es auch dem zweiten.31Auch der dritte heiratete sie,ebenso die nächsten, bis hin zum siebten –alle starben kinderlos.32Zuletzt starb auch die Frau.33Wie wird es nun bei der Auferstehung der Toten sein?Mit wem wird die Frau dann verheiratet sein?Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.«

34Da sagte Jesus20,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu ihnen:»In dieser Welt heiraten die Menschenund werden geheiratet.35Anders ist es für alle,die in Gottes neuer Welt leben dürfenund von den Toten auferstehen20,35 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..Weder heiraten sie noch werden sie geheiratet.36Diese Menschen können dann auch nicht mehr sterben:Sie sind wie Engel20,36 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. und Kinder Gottes –denn sie sind Kinder der Auferstehung.37Dass Gott die Toten auferwecken20,37 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. wird, hat Mose20,37 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. schonbei der Begegnung am Dornbusch deutlich gemacht20,37 am Dornbusch deutlich gemacht: 2. Mose/Exodus 3,1-12 erzählt, wie Gott Mose in einem brennenden Dornbusch erscheint, ihm seinen Namen offenbart und seinem Volk die Befreiung aus der Sklaverei verspricht.:Er nennt den Herrn20,37 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. ›den Gott Abrahams20,37 Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und den Stammvätern seines Volkes zum Ausdruck.‹.38Gott ist doch nicht ein Gott der Toten,sondern der Lebenden.Für ihn sind alle lebendig!«39Da sagten einige der Schriftgelehrten20,39 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.:»Lehrer20,39 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., das war eine gute Antwort!«40Von da an wagte es niemand mehr,Jesus etwas zu fragen.

Davids Sohn oder Davids Herr?

Matthäus 22,41-46; Markus 12,35-37
41Da stellte Jesus20,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. den Schriftgelehrten20,41 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. eine Frage:»Wie kann man behaupten:›Der Christus20,41 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. ist ein Sohn Davids20,41 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.!‹?42David selbst sagt20,42 David sagt: David gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Im Folgenden wird aus Psalm 110,1 zitiert. doch im Buch der Psalmen:›Gott, der Herr20,42 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht., sprach zu meinem Herrn:Setz dich an meine rechte Seite20,42 rechte Seite: Die rechte Seite ist ein Ehrenplatz.,43bis ich deine Feinde unterwerfe!Ich mache sie zum Schemel20,43 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. für deine Füße.‹44David selbst nennt den Christus also ›Herr‹20,44 Herr: Der Herr einer Person kann eigentlich nicht auch ihr Sohn sein. Nur auf Jesus Christus trifft beides zu. Er ist sowohl Davids Nachkomme als auch sein Herr..Wie kann dieser dann sein Sohn sein?«

Jesus warnt vor den Gesetzeslehrern

Matthäus 23,1; 23,6-7; 23,14; Markus 12,38-40
45Das ganze Volk hörte zu,als Jesus20,45 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu seinen Jüngern20,45 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. sagte:46»Nehmt euch vor den Schriftgelehrten20,46 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. in Acht:Sie zeigen sich gern in ihren langen Gewändernund wollen auf den Marktplätzen gegrüßt werden.In den Synagogen20,46 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. und bei den Festessenist es ihnen wichtig,die Ehrenplätze zu bekommen.47Sie bringen die Häuser der Witwen20,47 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. in ihren Besitzund sprechen nur zum Schein lange Gebete.Dafür werden sie sehr hart bestraft werden.«
21

Die Opfergabe der Witwe

Markus 12,41-44
211Jesus21,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. blickte auf und sah,wie reiche Leute ihre Opfergabenin den Opferkasten21,1 Opferkasten: Geldbehälter für die Gaben, die von den Besuchern des Tempels in Jerusalem gespendet wurden. warfen.2Er sah auch eine arme Witwe21,2 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt..Sie warf zwei kleine Kupfermünzen21,2 Kupfermünzen: Wörtlich »zwei Lepta«. Ein Leptos ist der kleinste Münzwert, der zur Zeit von Jesus in Judäa im Umlauf war. hinein.3Da sagte Jesus:»Wirklich, das sage ich euch:Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen.4Denn alle anderenhaben nur etwas von ihrem Überflussals Opfergabe eingeworfen.Aber diese Witwe hat alles hergegeben,was sie selbst zum Leben hat –obwohl sie doch arm ist.«

Jesus spricht über die Endzeit

Lukas 21,5-38

Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels an

Matthäus 24,1-2; Markus 13,1-2
5Einige Leute dort im Tempel21,5 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. schwärmten:»Aus herrlichen Steinen ist das alles gebautund mit Weihegaben prächtig ausgestattet!«Aber Jesus21,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte:6»Es kommt die Zeit,da wird kein Stein auf dem anderen bleiben.Alles, was ihr hier seht, wird zerstört werden.«

Wann kommt das Ende?

Matthäus 24,3-8; Markus 13,3-8
7Die Leute fragten Jesus21,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.: »Lehrer21,7 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wann wird das sein?Und an welchen Zeichen erkennen wir,dass es so weit ist?«8Jesus antwortete:»Passt auf und lasst euch nicht in die Irre führen.Viele werden unter meinem Namen auftretenund behaupten: ›Ich bin es!‹Und: ›Die von Gott bestimmte Zeit ist da!‹Lauft ihnen nicht nach!9Erschreckt nicht,wenn ihr von Kriegen und Aufständen hört.Das alles muss zuerst geschehen.Aber dann kommt noch nicht sofort das Ende21,9 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an.10Jesus fuhr fort:»Ein Volk wird gegen das andere kämpfenund ein Reich das andere angreifen.11Es wird schwere Erdbeben geben.An vielen Orten werden Hungersnöteund Seuchen ausbrechen.Schreckliche Dinge werden geschehen,und am Himmel werden gewaltige Zeichen erscheinen.«

Standhalten in Verfolgung

Matthäus 10,16-25; 24,9-14; Markus 13,9-13
12»Bevor das alles eintrifft,wird man euch Gewalt antun und euch verfolgen.Man wird euch an die Synagogengerichte21,12 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. ausliefernund ins Gefängnis werfen.Vor Könige und hohe Regierungsbeamtewird man euch stellen, weil ihr euch zu mir bekennt.13So werdet ihr als Zeugen für mich eintreten.14Dabei sollt ihr beherzigen:Bereitet keine Verteidigungsrede vor!15Denn ich selbst werde euch Worte in den Mund legen,die kein Gegner widerlegen kann.Und ich werde euch Weisheit schenken,der niemand widerstehen kann.

16Ihr werdet verraten werden:von euren Eltern und Geschwistern,von euren Verwandten und Freunden.Einige von euch wird man sogar töten.17Alle werden euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt.18Aber keinem von euchwird auch nur ein Haar gekrümmt werden.19Haltet also durch und gewinnt so das Leben!«

Die Zeit der Not, bevor der Menschensohn kommt

Matthäus 24,15-22; Markus 13,14-20
20»Das sollt ihr wissen: Wenn ihr seht,dass Jerusalem21,20 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. von feindlichen Heeren umzingelt ist,steht seine Zerstörung unmittelbar bevor.21Dann sollen die Bewohner von Judäa21,21 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.in die Berge fliehen.Wer in der Stadt ist,soll sie schnell verlassen.Und wer auf dem Land ist,soll nicht in der Stadt Zuflucht suchen.22Denn das ist die Zeit der Bestrafung.Jetzt geht alles in Erfüllung,was in der Heiligen Schrift steht21,22 in der Heiligen Schrift steht: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung dafür, dass Gott seinen Sohn Jesus Christus in die Welt schickt. Ein zentraler Text ist beispielsweise Daniel 7,13-14, wo das Kommen des Menschensohns angekündigt wird..

23Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein,die gerade ein Kind erwarten oder stillen!Große Not wird im Land herrschenund Gottes Zorn wird über dieses Volk kommen.24Viele werden durch das Schwert umkommen.Andere werden als Gefangenein die ganze Welt verschleppt.Jerusalem21,24 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. wird von Heiden21,24 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben. verwüstet werden,bis deren Zeit abgelaufen ist.«

Der Menschensohn kommt

Matthäus 24,29-31; Markus 13,24-27
2521,25 Vers 25-27: Die Verse 25-27 nehmen Bilder aus Jesaja 13,10 und Daniel 7,13-14 auf. Dort wird mit diesen Bildern der Tag des Gerichts beschrieben, an dem Gott gegen seine Feinde vorgeht. »Zeichen werden zu sehen seinan der Sonne, dem Mond und den Sternen.Auf der Erde werden die Völker zittern.Sie werden weder aus noch ein wissenvor dem tosenden Meer und seinen Wellen.26Die Menschen werden vor Angst vergehen.Sie warten auf die Ereignisse,die über die ganze Welt hereinbrechen werden.Denn sogar die Mächte des Himmels21,26 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.werden erschüttert werden.2721,27 Vers 27: Das Bild des Menschensohns stammt aus Daniel 7,13-14. Dann werden alle es sehen:Der Menschensohn21,27 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. kommt auf einer Wolkemit großer Macht und Herrlichkeit21,27 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor..28Aber ihr sollt euch aufrichten und euren Kopf heben,wenn das alles beginnt:Eure Erlösung kommt bald!«

Das Gleichnis vom Feigenbaum

Matthäus 24,32-35; Markus 13,28-31
29Dann erzählte Jesus21,29 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. den Leuten ein Gleichnis21,29 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:»Schaut euch doch den Feigenbaum21,29 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln. anoder all die anderen Bäume.30Wenn ihr seht, dass sie Blätter bekommen,dann wisst ihr: Der Sommer ist bald da.31So ist es auch mit euch:Wenn ihr seht, dass das alles geschieht,dann wisst ihr: Das Reich Gottes21,31 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. ist nahe.32Amen21,32 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Diese Generation wird nicht sterben,bevor dies alles geschieht.33Himmel und Erde werden vergehen,aber meine Worte werden nicht vergehen.«

Bleibt wachsam!

34»Nehmt euch in Acht!Maßlosigkeit, Trunksucht und Alltagssorgensollen euch nicht gefangen nehmen.Sonst kommt dieser Tag für euch so überraschend35wie eine Falle, die plötzlich zuschnappt.Denn er kommt unerwartet über alle,die auf der Erde leben.36Seid zu jeder Zeit wachsam und betet21,36 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.!Dann seid ihr in der Lage,allem zu entgehen, was da kommt.So könnt ihr dann auch vor den Menschensohn21,36 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. treten.«

Jesus lehrt im Tempel

37Jeden Tag war Jesus21,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. im Tempel21,37 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und lehrte.Am Abend aber verließ er die Stadtund übernachtete auf dem Ölberg21,37 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..38Jeden Morgen in aller Frühekam das ganze Volk zu ihm in den Tempel,um ihn zu hören.