BasisBibel (BB)
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Das Gleichnis vom Richter und der Witwe

181Jesus18,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wollte den Jüngern18,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. deutlich machen,dass sie immer beten18,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. sollen, ohne darin nachzulassen.Deshalb erzählte er ihnen ein Gleichnis18,1 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:2»In einer Stadt lebte ein Richter.Der hatte keine Achtung vor Gottund nahm auf keinen Menschen Rücksicht.3In der gleichen Stadt wohnte auch eine Witwe18,3 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt..Die kam immer wieder zu ihm und sagte:›Verhilf mir zu meinem Recht gegenüber meinem Gegner.‹4Lange Zeit wollte sich der Richter nicht darum kümmern.Doch dann sagte er sich:›Ich habe zwar keine Achtung vor Gottund ich nehme auf keinen Menschen Rücksicht.5Aber diese Witwe ist mir lästig.Deshalb will ich ihr zu ihrem Recht verhelfen.Sonst verpasst sie mir am Ende nocheinen Schlag ins Gesicht.‹«

6Und der Herr18,6 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. fuhr fort:»Hört genau hin, was der ungerechte Richter hier sagt!7Wird Gott dann nicht umso mehrdenen zu ihrem Recht verhelfen, die er erwählt hat –und die Tag und Nacht zu ihm rufen?Wird er sie etwa lange warten lassen?8Das sage ich euch:Er wird ihnen schon bald zu ihrem Recht verhelfen!Aber wenn der Menschensohn18,8 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. kommt,wird er so einen Glauben auf der Erde finden?«

Das Gleichnis vom Pharisäer und dem Zolleinnehmer

9Einige der Leute waren davon überzeugt,dass sie gerecht18,9 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. vor Gott lebten.Für die anderen hatten sie nur Verachtung übrig.Ihnen erzählte Jesus18,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. dieses Gleichnis18,9 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:10»Zwei Männer gingen zum Tempel18,10 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte., um zu beten18,10 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Der eine war ein Pharisäer18,10 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.und der andere ein Zolleinnehmer18,10 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen..11Der Pharisäer stellte sich hin und betete leise:›Gott, ich danke dir,dass ich nicht so bin wie die anderen Menschen –kein Räuber, Betrüger, Ehebrecher18,11 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.oder Zolleinnehmer wie dieser hier.12An zwei Tagen in der Woche faste18,12 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. ich.Und ich gebe sogar den zehnten Teil18,12 zehnter Teil: Abgabe vom jährlichen Ernteertrag an das Heiligtum. Sie gehört Gott.von allem, was ich kaufe18,12 von allem, was ich kaufe: Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass der Verkäufer es unterlässt, den vorgesehenen zehnten Teil als Abgabe an den Tempel abzugeben..‹13Der Zolleinnehmer18,13 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. aber stand weit abseits.Er traute sich nicht einmal, zum Himmel aufzublicken.Er schlug sich auf die Brust18,13 sich auf die Brust schlagen: Ausdruck von Trauer und Schmerz. und sagte:›Gott, vergib mir! Ich weiß, dass ich ein Sünder18,13 Sünder: Mensch, der sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet. bin.‹14Das sage ich euch:Der Zolleinnehmer ging nach Hauseund war nun vor Gott gerecht –im Unterschied zu dem Pharisäer18,14 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte..Denn wer sich selbst groß macht,wird von Gott niedrig und klein gemacht.Aber wer sich selbst niedrig und klein macht,wird von Gott groß gemacht werden.«

Jesus und die Kinder

Matthäus 19,13-15; Markus 10,13-16
15Einige Leute brachten kleine Kinder zu Jesus18,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Sie wollten, dass er ihnen die Hände auflegte18,15 die Hände auflegen: Durch das Auflegen der Hände schenkt Jesus den Kindern den Segen Gottes..Als die Jünger18,15 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. das sahen,wiesen sie die Leute schroff zurück.16Doch Jesus rief die Kinder zu sich und sagte:»Lasst doch die Kinder zu mir kommenund hindert sie nicht daran.Denn für Menschen wie sie ist das Reich Gottes18,16 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. da.17Amen18,17 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Wer sich das Reich Gottes nichtwie ein Kind schenken lässt, wird nie hineinkommen.«

Die Gefahr des Reichtums

Matthäus 19,16-26; Markus 10,17-27
18Einer der führenden Männer des jüdischen Rats18,18 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.fragte Jesus18,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.: »Guter Lehrer18,18 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., was muss ich tun,damit ich das ewige Leben18,18 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. bekomme?«19Jesus antwortete: »Warum nennst du mich gut?Niemand ist gut außer einem: Gott.20Du kennst doch die Gebote18,20 die Gebote: Die folgenden Gebote gehören zu den Zehn Geboten, vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-17.:›Du sollst nicht ehebrechen18,20 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.!Du sollst nicht töten!Du sollst nicht stehlen!Du sollst keine falschen Aussagen machen!Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren18,20 ehren: Die Eltern mit Respekt und Würde behandeln und auch bei Krankheit oder im Alter für sie sorgen.und für sie sorgen!‹«21Aber der Mann sagte:»Das alles habe ich seit meiner Jugend befolgt.«22Als Jesus das hörte, sagte er zu ihm:»Eins fehlt dir noch: Verkaufe alles, was du hast,und verteile das Geld an die Armen.So wirst du einen Schatz im Himmel18,22 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. haben.Dann komm und folge18,22 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«23Der Mann wurde sehr traurig, als er das hörte.Denn er war sehr reich.

24Als Jesus18,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. den Mann so traurig sah, sagte er:»Wie schwer ist es doch für die Menschen,die viel besitzen,in das Reich Gottes18,24 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. hineinzukommen.25Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.«26Da fragten die Leute, die das hörten:»Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«27Jesus antwortete: »Was für Menschen unmöglich ist,das ist möglich für Gott.«

Der Lohn für die, die alles aufgegeben haben

Matthäus 19,27-30; Markus 10,28-31
28Da sagte Petrus18,28 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. zu Jesus18,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Du weißt: Wir haben unseren Besitz zurückgelassenund sind dir gefolgt18,28 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.29Jesus antwortete: »Amen18,29 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Jeder, der für das Reich Gottes18,29 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. etwas zurückgelassen hat– Haus, Ehefrau, Geschwister, Eltern oder Kinder –30wird es um das Vielfache neu bekommen.Das gilt schon jetzt in dieser Zeit.Und dann, wenn Gottes Reich kommt,bekommt er das ewige Leben18,30 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod.

Jesus kündigt zum dritten Mal seinen Tod an

Matthäus 20,17-19; Markus 10,32-34
31Jesus18,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nahm die Zwölf18,31 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. beiseite und sagte zu ihnen:»Wir ziehen jetzt nach Jerusalem18,31 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..Dort wird alles in Erfüllung gehen,was die Prophetenüber den Menschensohn18,31 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. geschrieben haben18,31 geschrieben haben: Die Worte von Jesus erinnern an die Worte des Propheten Jesaja über den Knecht Gottes, die sich beispielsweise in Jesaja 52,13–53,12 finden.:32Er wird an die Heiden18,32 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben. Hier sind die Römer gemeint, die das Land seit 63 v. Chr. beherrschten. ausgeliefert,die unser Land besetzen.Er wird verspottet, misshandelt und angespuckt werden.33Sie werden ihn auspeitschen und töten.Aber am dritten Tag wird er vom Tod auferstehen18,33 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.34Die Zwölf verstanden kein Wort.Der Sinn dieser Worte blieb ihnen verborgen.Sie begriffen nicht, wovon er sprach.

Jesus heilt einen Blinden

Matthäus 20,29-34; Markus 10,46-52
35Als Jesus18,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in die Nähe von Jericho18,35 Jericho: Oasenstadt in der judäischen Wüste nördlich des Toten Meers. kam,saß ein Blinder am Weg und bettelte.36Er hörte, wie die Volksmenge an ihm vorbeiging,und fragte: »Was ist denn los?«37Die Leute sagten zu ihm:»Jesus von Nazaret18,37 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf. kommt gerade hier vorbei.«38Da rief er laut:»Jesus, du Sohn Davids18,38 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16., hab Erbarmen mit mir!«39Die Leute, die vor Jesus hergingen,fuhren ihn an: »Sei still!«Aber der Blinde schrie noch viel lauter:»Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!«40Da blieb Jesus stehen und sagte: »Bringt ihn zu mir!«Als der Blinde bei ihm war, fragte Jesus ihn:41»Was willst du? Was soll ich für dich tun?«Der Blinde antwortete: »Herr18,41 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., dass ich sehen kann!«42Jesus sagte zu ihm: »Du sollst sehen können!Dein Glaube18,42 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. hat dich gerettet.«43Sofort konnte er sehen.Er folgte18,43 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Jesus und rühmte Gott.Auch das ganze Volk, das alles miterlebt hatte,lobte Gott.
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Jesus und Zachäus

191Jesus19,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kam nach Jericho19,1 Jericho: Oasenstadt in der judäischen Wüste nördlich des Toten Meers. und ging durch die Stadt.2Dort lebte ein Mann, der Zachäus hieß.Er war der oberste Zolleinnehmer19,2 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. und sehr reich.3Er wollte unbedingt sehen, wer dieser Jesus war.Aber er konnte es nicht, denn er war klein,und die Volksmenge versperrte ihm die Sicht.4Deshalb lief er vorausund kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum19,4 Maulbeerfeigenbaum: Etwa 10–15 m hoher Baum mit breiter Krone und dickem, knorrigem Stamm. Der Maulbeerfeigenbaum hat raue, herzförmige Blätter und feigenähnliche Früchte.,um Jesus sehen zu können –denn dort musste er vorbeikommen.5Als Jesus an die Stelle kam, blickte er hochund sagte zu ihm: »Zachäus, steig schnell herab.Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.«6Sofort stieg Zachäus vom Baum herab.Voller Freude nahm er Jesus bei sich auf.

7Als die Leute das sahen, ärgerten sie sichund sagten zueinander:»Bei einem Sünder19,7 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. ist er eingekehrt!«8Aber Zachäus stand auf und sagte zum Herrn:»Herr19,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt., die Hälfte von meinem Besitzwerde ich den Armen geben.Und wem ich zu viel abgenommen habe,dem werde ich es vierfach zurückzahlen.«9Da sagte Jesus19,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu ihm:»Heute bist du gerettet worden –zusammen mit allen, die in deinem Haus leben.Denn auch du bist ein Nachkomme Abrahams19,9 Nachkomme Abrahams: Ausdruck für die Zugehörigkeit zum Volk Israel, als dessen Stammvater Abraham gilt.!10Der Menschensohn19,10 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. ist gekommen,um die Verlorenen zu suchen und zu retten.«

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

Matthäus 25,14-30
11Die Leute hörten, was Jesus19,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu Zachäus sagte.Außerdem war er schon in der Nähe von Jerusalem19,11 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..Daher meinten sie,das Reich Gottes19,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. werde jetzt gleich anbrechen.Deshalb erzählte er ihnen ein weiteres Gleichnis19,11 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt..12Er sagte: »Ein Mann von vornehmer Herkunftreiste in ein fernes Land.Er wollte sich dortzum König über sein Land einsetzen lassen19,12 einsetzen lassen: Wer als König über sein eigenes Land herrschen wollte, musste vom römischen Kaiser offiziell in dieses Amt eingesetzt werden.und anschließend zurückkehren.13Vorher rief er zehn seiner Diener19,13 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. Es war üblich, dass sie mit geringen Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte ihrem Herrn, für einen Verlust mussten sie selbst aufkommen. und gab jedem Geldim Wert von einem halben Kilogramm Silber19,13 ein halbes Kilogramm Silber: Wörtlich »eine Mine«. Eine Mine ist eine Gewichtseinheit zum Wiegen von Münzen und entspricht etwa 500 g..Er sagte zu ihnen:›Macht mit dem Geld Geschäfte, bis ich wiederkomme!‹14Aber die Einwohner seines Landes hassten ihn.Sie schickten eine Gesandtschaft hinter ihm herund ließen erklären:›Wir wollen nicht, dass dieser Mann unser König wird!‹15Trotzdem übernahm er die Herrschaft.Als er dann zurückkehrte, ließ er die Diener rufen,denen er das Geld anvertraut hatte.Er wollte wissen,welchen Gewinn sie damit erzielt hatten.

16Der erste kam und berichtete:›Herr, ich habe dein Silber19,16 Silber: Wörtlich »eine Mine«. Eine Mine ist eine Gewichtseinheit zum Wiegen von Münzen und entspricht etwa 500 g. verzehnfacht.‹17Der König sagte:›Gut gemacht! Du bist ein tüchtiger Diener19,17 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. Es war üblich, dass sie mit geringen Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte ihrem Herrn, für einen Verlust mussten sie selbst aufkommen..Du hast dich in einer so unbedeutenden Sacheals zuverlässig erwiesen.Darum übertrage ich dirdie Verantwortung für zehn Städte.‹18Der zweite kam und berichtete:›Herr, ich habe dein Silber verfünffacht.‹19Der König sagte zu ihm:›Ich übertrage dir die Verantwortung für fünf Städte.‹20Der nächste kam und berichtete:›Herr, sieh nur: Hier hast du dein Silber.Ich habe es in ein Tuch gewickeltund sicher aufbewahrt.21Ich hatte Angst vor dir,weil du ein strenger Mann bist.Du nimmst Geld, das du nicht angelegt hast.Und du erntest, was du nicht gesät hast.‹22Der König sagte zu ihm:›Du hast dir selbst das Urteil gesprochen,du schlechter Diener19,22 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. Es war üblich, dass sie mit geringen Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte ihrem Herrn, für einen Verlust mussten sie selbst aufkommen.:Du hast gewusst, dass ich ein strenger Mann bin –dass ich Geld nehme, das ich nicht eingezahlt habe,und ernte, was ich nicht gesät habe.23Warum hast du mein Geld nicht zur Bank gebracht?So hätte ich es bei meiner Rückkehrwenigstens mit Zinsen zurückbekommen.‹

24Dann sagte der König zu denen, die dabeistanden:›Nehmt ihm das Silber19,24 Silber: Wörtlich »eine Mine«. Eine Mine ist eine Gewichtseinheit zum Wiegen von Münzen und entspricht etwa 500 g. wegund gebt es dem, der sein Silber verzehnfacht hat!‹25Sie sagten zu ihm:›Herr, er hat doch schon das Zehnfache!‹26Der König erwiderte: ›Das sage ich euch:Wer etwas hat, dem wird noch viel mehr gegeben.Doch wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen, was er hat.27Und nun zu meinen Feinden,die nicht wollten, dass ich ihr König werde:Holt sie her und bringt sie um –hier vor meinen Augen.‹«

Die letzten Tage von Jesus in Jerusalem

Lukas 19,28–21,38

Der Konflikt zwischen Jesus und seinen Gegnern spitzt sich zu

Lukas 19,29–21,4

Jesus zieht in Jerusalem ein

Matthäus 21,1-11; Markus 11,1-11; Johannes 12,12-19
28Nachdem Jesus19,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das Gleichnis19,28 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. erzählt hatte,zog er weiter nach Jerusalem19,28 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..29Kurz vor Betfage19,29 Betfage: Ortschaft östlich des Ölbergs, in der Nähe von Jerusalem. und Betanien19,29 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft. kam Jesus19,29 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zum Ölberg19,29 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..Von dort schickte er zwei seiner Jünger19,29 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. voraus30und sagte: »Geht in das Dorf, das vor euch liegt.Wenn ihr hineinkommt,findet ihr einen jungen Esel19,30 Esel: Hier wird ein Bild aus Sacharja 9,9 aufgenommen. Dort wird angekündigt, dass der künftige Retter der Welt auf einem Esel reitend in Jerusalem einziehen wird. angebunden.Auf ihm ist noch nie ein Mensch geritten.Bindet ihn los und bringt ihn her.31Und wenn euch jemand fragt:›Warum bindet ihr ihn los?‹,dann sagt: ›Der Herr19,31 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. braucht ihn!‹«32Die beiden Jünger, die Jesus geschickt hatte,gingen in das Dorf.Sie fanden alles genau so,wie Jesus es ihnen gesagt hatte.33Als sie den Esel losmachten, fragten die Besitzer:»Warum bindet ihr den Esel los?«34Sie antworteten: »Der Herr braucht ihn!«

35Sie brachten den jungen Esel zu Jesus19,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.und legten ihre Mäntel19,35 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. auf seinen Rücken.Dann ließen sie Jesus aufsteigen.36Während er weiterzog,breiteten die Jünger19,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. ihre Mäntel auf der Straße aus.37So kam Jesus zu der Stelle,wo der Weg vom Ölberg19,37 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. nach Jerusalem19,37 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. hinabführt.Da brach die ganze Schar der Jüngerinnen und Jüngerin lauten Jubel aus.Sie lobten Gott für all die Wunder19,37 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.,die sie miterlebt hatten.38Sie riefen19,38 Sie riefen: Der erste Satz des Ausrufs ist ein Zitat aus Psalm 118,26.:»Gesegnet ist der König, der im Namen des Herrn19,38 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. kommt!Friede herrscht im Himmel19,38 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.und Herrlichkeit19,38 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. erfüllt die Himmelshöhe!«

39Es waren auch einige Pharisäer19,39 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. unter der Volksmenge.Die riefen ihm zu: »Lehrer,bring doch deine Jünger19,39 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zur Vernunft!«40Jesus19,40 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete ihnen: »Das sage ich euch:Wenn sie schweigen, dann werden die Steine schreien!«

Jesus weint über Jerusalem

41Als Jesus19,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sich der Stadt19,41 Stadt: Gemeint ist Jerusalem. näherteund sie vor sich liegen sah, weinte er über sie:42»Wenn doch auch du heute erkannt hättest,was dir Frieden19,42 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. bringt!Aber jetzt ist es vor deinen Augen verborgen.43Denn es wird eine schlimme Zeit über dich hereinbrechen:Deine Feinde werden einen Wall aus spitzen Pfählenrings um dich errichten.Sie werden dich umzingelnund von allen Seiten einschließen.44Dich und deine Bewohner werden sie restlos vernichten.Keinen Stein werden sie auf dem anderen lassen –weil du den Tag nicht erkannt19,44 den Tag nicht erkannt: Es geht darum, dass die Bewohner Jerusalems nicht erkennen, dass Gott seinen Sohn in die Welt gesandt hat, um sie zu retten. hast,an dem Gott dir zu Hilfe gekommen ist.«

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Matthäus 21,12-17; Markus 11,15-19; Johannes 2,13-17
45In Jerusalem19,45 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. ging Jesus19,45 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in den Tempel19,45 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..Er fing an, die Leute hinauszujagen,die im Tempel etwas verkauften.46Er sagte zu ihnen: »In der Heiligen Schrift steht19,46 in der Heiligen Schrift steht: Das Zitat setzt sich zusammen aus Jesaja 56,7 und Jeremia 7,11.:›Mein Haus soll ein Gebetshaus sein.Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.‹«

47Jesus19,47 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war jeden Tag im Tempel19,47 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und lehrte.Aber die führenden Priester19,47 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht., die Schriftgelehrten19,47 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.und auch die Ratsältesten19,47 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. des Volkessuchten nach einer Möglichkeit, ihn umzubringen.48Doch sie wussten nicht, wie sie vorgehen sollten.Denn das Volk war die ganze Zeit bei ihmund hörte ihm aufmerksam zu.
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Woher hat Jesus seine Vollmacht?

Matthäus 21,23-27; Markus 11,27-33
201Eines Tages war Jesus20,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wieder einmal im Tempel20,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..Er lehrte das Volkund verkündete die Gute Nachricht20,1 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen..Da traten ihm die führenden Priester20,1 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.,die Schriftgelehrten20,1 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und die Ratsältesten20,1 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. entgegen.2Sie fragten ihn: »Sag uns:Mit welchem Recht trittst du so auf?Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?«3Jesus antwortete:»Ich will euch auch eine Frage stellen. Sagt mir:4Von wem hatte Johannes20,4 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. den Auftrag zu taufen20,4 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten.?Von Gott oder von Menschen?«5Da überlegten sie und sagten zueinander:»Wenn wir sagen: ›Von Gott‹, wird er fragen:›Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?‹6Wenn wir sagen: ›Von Menschen‹,wird das Volk uns steinigen20,6 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird..Denn alle sind überzeugt,dass Johannes ein Prophet20,6 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. war.«7Deshalb antworteten sie Jesus:»Wir wissen nicht von wem.«8Da sagte Jesus zu ihnen:»Dann sage ich euch auch nicht,mit welchem Recht ich so auftrete.«

Das Gleichnis von den Pächtern des Weinbergs

Matthäus 21,33-46; Markus 12,1-12
9Nun erzählte Jesus20,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. dem Volk dieses Gleichnis20,9 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:»Ein Mann legte einen Weinberg20,9 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In der Bibel wird er auch als Bild für das Volk Israel verwendet, vgl. Jesaja 5,1-7. an.Dann verpachtete er ihn und ging länger auf Reisen.10Als es an der Zeit war,schickte der Besitzer einen Knecht zu den Pächtern.Der sollte seinen Anteilvom Ertrag des Weinbergs abholen.Aber die Pächter verprügelten ihnund jagten ihn mit leeren Händen davon.11Noch einmal schickte der Besitzer einen Knecht.Aber auch den verprügelten und beschimpften sie.Dann jagten sie ihn ebenfalls mit leeren Händen davon.12Der Besitzer schickte einen dritten.Den schlugen sie blutig und warfen ihn hinaus.13Da sagte der Weinbergbesitzer:›Was soll ich jetzt tun?Ich werde meinen geliebten Sohn schicken.Vor ihm werden sie wohl Achtung haben!‹14Als die Pächter den Sohn kommen sahen,sagten sie zueinander: ›Das ist der Erbe.Wir bringen ihn um, und dann gehört sein Erbe uns.‹15Sie warfen ihn hinaus vor den Weinbergund töteten ihn.Was wird der Weinbergbesitzer jetzt mit ihnen machen?16Er wird selbst kommen, diese Pächter tötenund den Weinberg anderen anvertrauen.«

Als die Leute das hörten, sagten sie:»Das darf nicht passieren!«17Aber Jesus20,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. schaute sie an und sagte:»Was bedeutet denn die Stelle in der Heiligen Schrift20,17 die Stelle in der Heiligen Schrift: Zitat aus Psalm 118,22.:›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben20,17 verwerfen: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus.,ist zum Grundstein20,17 Grundstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist. geworden.‹18Wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert.Und auf wen dieser Stein fällt, wird zerdrückt.«19Die Schriftgelehrten20,19 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und die führenden Priester20,19 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.wollten ihn am liebsten sofort festnehmen.Aber sie fürchteten sich vor dem Volk.Sie hatten verstanden,dass er in dem Gleichnis20,19 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. von ihnen gesprochen hatte.

Steuern für den Kaiser?

Matthäus 22,15-22; Markus 12,13-17
20Die führenden Priester20,20 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. und Schriftgelehrten20,20 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.ließen Jesus20,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nicht mehr aus den Augen.Sie schickten Leute zu ihm, die ihn beobachten sollten.Die sollten vorgeben, gerecht20,20 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. vor Gott zu leben,und Jesus mit einer Frage in Bedrängnis bringen.Es ging ihnen darum, ihn an die Gerichteund in die Gewalt des römischen Statthalters20,20 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers. auszuliefern.21Diese Leute fragten Jesus:»Lehrer20,21 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wissen:Du redest und lehrst aufrichtigund siehst dabei nicht die Person an.Vielmehr sagst du die Wahrheit und lehrst,wie wir nach Gottes Willen leben sollen.22Ist es uns erlaubt,dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht?«

23Jesus durchschaute ihre Absicht und sagte:24»Zeigt mir eine Silbermünze20,24 Silbermünze: Die römischen Kaiser ließen Münzen mit einem Bild ihres Kopfes und einer entsprechenden Inschrift prägen..Wer ist auf dem Bild zu sehen,und wer wird in der Inschrift genannt?«Sie antworteten: »Der Kaiser.«25Da sagte Jesus zu ihnen:»Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,und Gott, was Gott gehört!«26So konnten sie nichts von dem,was er vor dem Volk sagte, gegen ihn verwenden.Sie waren sehr erstaunt über seine Antwortund konnten nichts mehr darauf erwidern.

Werden die Toten auferstehen?

Matthäus 22,23-33; Markus 12,18-27
27Dann kamen einige Sadduzäer20,27 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. zu Jesus20,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Die Sadduzäer behaupten,dass es keine Auferstehung20,27 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten gibt.Sie fragten Jesus:28»Lehrer20,28 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., Mose hat uns vorgeschrieben20,28 Mose hat vorgeschrieben: Die folgenden Worte beziehen sich auf 5. Mose/Deuteronomium 25,5-6.:›Wenn ein Mann stirbt und eine Frau hinterlässt,aber kinderlos ist,dann soll sein Bruder die Frau heiraten.So kann er dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹29Nun gab es einmal sieben Brüder.Der erste heiratete eine Frau und starb kinderlos.30So erging es auch dem zweiten.31Auch der dritte heiratete sie,ebenso die nächsten, bis hin zum siebten –alle starben kinderlos.32Zuletzt starb auch die Frau.33Wie wird es nun bei der Auferstehung der Toten sein?Mit wem wird die Frau dann verheiratet sein?Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.«

34Da sagte Jesus20,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu ihnen:»In dieser Welt heiraten die Menschenund werden geheiratet.35Anders ist es für alle,die in Gottes neuer Welt leben dürfenund von den Toten auferstehen20,35 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..Weder heiraten sie noch werden sie geheiratet.36Diese Menschen können dann auch nicht mehr sterben:Sie sind wie Engel20,36 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. und Kinder Gottes –denn sie sind Kinder der Auferstehung.37Dass Gott die Toten auferwecken20,37 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. wird, hat Mose20,37 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. schonbei der Begegnung am Dornbusch deutlich gemacht20,37 am Dornbusch deutlich gemacht: 2. Mose/Exodus 3,1-12 erzählt, wie Gott Mose in einem brennenden Dornbusch erscheint, ihm seinen Namen offenbart und seinem Volk die Befreiung aus der Sklaverei verspricht.:Er nennt den Herrn20,37 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. ›den Gott Abrahams20,37 Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und den Stammvätern seines Volkes zum Ausdruck.‹.38Gott ist doch nicht ein Gott der Toten,sondern der Lebenden.Für ihn sind alle lebendig!«39Da sagten einige der Schriftgelehrten20,39 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.:»Lehrer20,39 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., das war eine gute Antwort!«40Von da an wagte es niemand mehr,Jesus etwas zu fragen.

Davids Sohn oder Davids Herr?

Matthäus 22,41-46; Markus 12,35-37
41Da stellte Jesus20,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. den Schriftgelehrten20,41 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. eine Frage:»Wie kann man behaupten:›Der Christus20,41 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. ist ein Sohn Davids20,41 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.!‹?42David selbst sagt20,42 David sagt: David gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Im Folgenden wird aus Psalm 110,1 zitiert. doch im Buch der Psalmen:›Gott, der Herr20,42 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht., sprach zu meinem Herrn:Setz dich an meine rechte Seite20,42 rechte Seite: Die rechte Seite ist ein Ehrenplatz.,43bis ich deine Feinde unterwerfe!Ich mache sie zum Schemel20,43 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. für deine Füße.‹44David selbst nennt den Christus also ›Herr‹20,44 Herr: Der Herr einer Person kann eigentlich nicht auch ihr Sohn sein. Nur auf Jesus Christus trifft beides zu. Er ist sowohl Davids Nachkomme als auch sein Herr..Wie kann dieser dann sein Sohn sein?«

Jesus warnt vor den Gesetzeslehrern

Matthäus 23,1; 23,6-7; 23,14; Markus 12,38-40
45Das ganze Volk hörte zu,als Jesus20,45 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu seinen Jüngern20,45 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. sagte:46»Nehmt euch vor den Schriftgelehrten20,46 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. in Acht:Sie zeigen sich gern in ihren langen Gewändernund wollen auf den Marktplätzen gegrüßt werden.In den Synagogen20,46 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. und bei den Festessenist es ihnen wichtig,die Ehrenplätze zu bekommen.47Sie bringen die Häuser der Witwen20,47 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. in ihren Besitzund sprechen nur zum Schein lange Gebete.Dafür werden sie sehr hart bestraft werden.«