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Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Matthäus 18,12-14
151Alle Zolleinnehmer15,1 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. und andere Leute,die als Sünder15,1 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. galten,kamen zu Jesus15,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa., um ihm zuzuhören.2Die Pharisäer15,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und Schriftgelehrten15,2 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.ärgerten sich darüber.Sie sagten: »Mit solchen Menschen gibt er sich abund isst sogar mit ihnen!«3Da erzählte ihnen Jesus dieses Gleichnis15,3 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:4»Was meint ihr: Einer von euch hat hundert Schafeund verliert eines davon.Wird er dann nicht die neunundneunzig Schafein der Wüste zurücklassen?Wird er nicht das verlorene Schaf suchen,bis er es findet?5Wenn er es gefunden hat, freut er sich sehr.Er nimmt es auf seine Schultern6und trägt es nach Hause.Dann ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammenund sagt zu ihnen: ›Freut euch mit mir!Ich habe das Schaf wiedergefunden,das ich verloren hatte.‹7Das sage ich euch:Genauso freut sich Gott im Himmelüber einen Sünder15,7 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten., der sein Leben ändert.Er freut sich mehr als über neunundneunzig Gerechte15,7 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt.,die es nicht nötig haben, ihr Leben zu ändern.«

Das Gleichnis vom verlorenen Geldstück

8»Oder wie ist es, wenn eine Frau zehn Silbermünzen15,8 zehn Silbermünzen: Wörtlich »zehn Drachmen«. Eine Drachme ist ein Geldstück aus Silber mit einem Gewicht von etwa 4 g. hatund eine davon verliert?Wird sie da nicht eine Öllampe15,8 Öllampe: Lampe, in der mit einem Docht Öl verbrannt wurde. Sie war lange Zeit die wichtigste künstliche Lichtquelle. anzünden,das Haus fegen und in allen Ecken suchen –solange, bis sie das Geldstück findet?9Und wenn sie es gefunden hat,ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammenund sagt: ›Freut euch mit mir!Ich habe die Silbermünze wiedergefunden,die ich verloren hatte.‹10Das sage ich euch:Genauso freuen sich die Engel15,10 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Gottesüber einen Sünder15,10 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten., der sein Leben ändert.«

Das Gleichnis vom Vater und seinen beiden Söhnen

11Jesus15,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. erzählte weiter: »Ein Mann hatte zwei Söhne.12Der jüngere sagte zum Vater:›Vater, gib mir meinen Anteil am Erbe!‹Da teilte der Vater seinen Besitz unter den Söhnen auf.13Ein paar Tage spätermachte der jüngere Sohn seinen Anteil zu Geld.Dann zog er in ein fernes Land.Dort führte er ein verschwenderisches Lebenund verschleuderte sein ganzes Vermögen.14Als er alles ausgegeben hatte,brach in dem Land eine große Hungersnot aus.Auch er begann zu hungern.15Da bat er einen der Einwohner des Landes um Hilfe.Der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten.16Er wollte seinen Hunger mit dem Schweinefutter15,16 Schweinefutter: Wörtlich »Futterschoten«. Die Schoten des Johannisbrotbaums sind ein Nahrungsmittel für Tiere und für arme Menschen. stillen,das die Schweine fraßen.Aber er bekam nichts davon.17Da ging der Sohn in sich und dachte:›Wie viele Arbeiter hat mein Vater,und sie alle haben mehr als genug Brot.Aber ich komme hier vor Hunger um.18Ich will zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen:Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig15,18 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. geworden.19Ich bin es nicht mehr wert,dein Sohn genannt zu werden.Nimm mich als Arbeiter in deinen Dienst.‹20So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater.

Sein Vater sah ihn schon von Weitem kommenund hatte Mitleid mit ihm.Er lief seinem Sohn entgegen,fiel ihm um den Hals und küsste ihn.21Aber sein Sohn sagte zu ihm:›Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig15,21 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. geworden.Ich bin es nicht mehr wert,dein Sohn genannt zu werden.‹22Doch der Vater befahl seinen Dienern:›Holt schnell das schönste Gewand15,22 Gewand: Prächtiges, verziertes, langärmeliges Obergewand, das vor allem wohlhabende Leute anstelle des einfachen Hemdes trugen. aus dem Hausund zieht es ihm an.Steckt ihm einen Ring15,22 Ring: Der Siegelring gibt dem Träger die Vollmacht über die Finanzgeschäfte. Der Vater will seinen Sohn wieder in die Familie aufnehmen. an den Fingerund bringt ihm Sandalen für die Füße.23Dann holt das gemästete Kalb her und schlachtet es:Wir wollen essen und feiern!24Denn mein Sohn hier war tot und ist wieder lebendig.Er war verloren und ist wiedergefunden.‹Und sie begannen zu feiern.

25Der ältere Sohn war noch auf dem Feld.Als er zurückkam und sich dem Haus näherte,hörte er Musik und Tanz.26Er rief einen der Diener zu sich und fragte:›Was ist denn da los?‹27Der antwortete: ›Dein Bruder ist zurückgekommen!Dein Vater hat das gemästete Kalb schlachten lassen,weil er ihn gesund wiederhat.‹28Da wurde der ältere Sohn zornig.Er wollte nicht ins Haus gehen.Doch sein Vater kam zu ihm herausund redete ihm gut zu.29Aber er sagte zu seinem Vater:›So viele Jahre arbeite ich jetzt schon für dich!Nie war ich dir ungehorsam.Aber mir hast du noch nieeinen Ziegenbock geschenkt,damit ich mit meinen Freunden feiern konnte.30Aber der da, dein Sohn,hat dein Vermögen mit Huren vergeudet.Jetzt kommt er nach Hause,und du lässt gleich das gemästete Kalbfür ihn schlachten.‹31Da sagte der Vater zu ihm:›Mein lieber Junge, du bist immer bei mir.Und alles, was mir gehört, gehört dir.32Aber jetzt mussten wir doch feiern und uns freuen:Denn dein Bruder hier war tot und ist wieder lebendig.Er war verloren und ist wiedergefunden.‹«
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Vom schlauen Umgang mit Geld

161Dann sagte Jesus16,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu den Jüngern16,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Ein reicher Mann hatte einen Verwalter.Den beschuldigte man,das ihm anvertraute Vermögen zu verschleudern.2Deshalb rief der Mann den Verwalter zu sichund sagte zu ihm: ›Was muss ich über dich hören?Leg deine Abrechnung vor!Du kannst nicht länger mein Verwalter sein.‹

3Da überlegte der Verwalter:›Was soll ich nur tun?Mein Herr entzieht mir die Verwaltung.Für schwere Arbeit bin ich nicht geeignet.Und ich schäme mich, betteln zu gehen.4Aber weiß ich, was ich tun muss,damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen –dann, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin.‹5Und er rief alle einzeln zu sich,die bei seinem Herrn Schulden hatten.Er fragte den Ersten:›Wie viel schuldest du meinem Herrn?‹6Der antwortete: ›Hundert Fässer16,6 hundert Fässer: Wörtlich »hundert Bat«. Ein Bat ist ein Maß zum Messen von Flüssigkeiten und entspricht etwa 21 Liter. Olivenöl.‹Da sagte der Verwalter zu ihm:›Hier ist dein Schuldschein.Setz dich hin und schreib schnell fünfzig!‹7Dann fragte er einen anderen:›Und du, wie viel bist du schuldig?‹Er antwortete: ›Hundert Sack16,7 hundert Sack: Wörtlich »hundert Kor«. Ein Kor ist ein Maß zum Messen von Getreide oder Mehl und entspricht etwa 400 l. 400 l Mehl wiegen etwa 240 kg. Weizen.‹Der Verwalter sagte:›Hier ist dein Schuldschein, schreib achtzig!‹«

8Der Herr16,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. lobte den betrügerischen Verwalter,weil er so schlau gehandelt16,8 schlau handeln: Das Lob gilt der Entschlossenheit, mit der der Verwalter seine Situation verbessern will. So entschlossen sollen sich auch alle, die Jesus nachfolgen, für das Reich Gottes einsetzen. hatte:»Die Kinder dieser Weltsind schlauer im Umgang mit ihren Mitmenschenals die Kinder des Lichts16,8 Kinder des Lichts: Bezeichnung für die Jünger von Jesus und die Angehörigen der frühen Gemeinden..9Ich sage euch: Nutzt das Geld,an dem so viel Unrecht haftet,um euch Freunde zu machen!Dann werdet ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen,wenn diese Welt zu Ende geht.«

Vom zuverlässigen Umgang mit Geld

Matthäus 6,24
10»Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist,ist es auch in den großen.Und wer in den kleinsten Dingen unzuverlässig ist,ist es auch in den großen.11Wenn ihr mit dem Geld,an dem so viel Unrecht haftet,nicht zuverlässig umgeht –wer wird euch dann das wirklich Wertvolle anvertrauen?12Und wenn ihr mit dem nicht zuverlässig umgeht,was euch gar nicht gehört –wer wird euch dann schenken,was eigentlich euer Eigentum16,12 euer Eigentum: Bild für den Anteil am Reich Gottes, der denen geschenkt wird, die an Jesus Christus glauben. ist?

13Kein Diener kann gleichzeitig zwei Herren dienen!Entweder wird er den einen hassenund den anderen lieben.Oder er wird dem einen treu seinund den anderen verachten.Ihr könnt nicht gleichzeitig Gottund dem Geld dienen.«

Der Spott der geldgierigen Pharisäer

14Das alles hörten die Pharisäer16,14 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte..Sie waren geldgierig und lachten Jesus16,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. aus.15Jesus sagte zu ihnen:»Vor den Menschen tut ihr so,als ob ihr vor Gott gerecht16,15 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. lebt.Aber Gott kennt eure Herzen!Was bei den Menschen Eindruck macht,das verabscheut Gott.«

Von der Gültigkeit des Gesetzes und von der Ehe

Matthäus 5,17-18; Markus 10,11-12
16»Das Gesetz und die Propheten16,16 Gesetz und Propheten: Im Neuen Testament eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift. galten bis zu Johannes16,16 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor..Seitdem wird die Gute Nachricht16,16 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen.vom Reich Gottes16,16 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. verkündet – und alle drängen hinein.17Aber eher vergehen Himmel und Erde16,17 Himmel und Erde: Bezeichnet die ganze Welt.,als dass auch nur ein Strichlein16,17 Strichlein: Gemeint ist ein Häkchen oder Zierstrich an einem hebräischen Buchstaben. vom Gesetz16,17 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. ungültig wird.

18Jeder, der sich von seiner Frau scheiden lässtund eine andere heiratet, begeht Ehebruch16,18 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten..Und wer eine geschiedene Frau heiratet,begeht ebenso Ehebruch.«

Die Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus

19»Einst lebte ein reicher Mann.Er trug einen Purpurmantel16,19 Purpur: Intensiver rot-violetter Farbstoff, mit dem in der Antike Stoffe und Wolle gefärbt wurden. Purpur ist sehr kostbar und war hauptsächlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten.und Kleider aus feinstem Leinen.Tag für Tag genoss er das Leben in vollen Zügen.20Aber vor dem Tor seines Hauseslag ein armer Mann, der Lazarus hieß.Sein Körper war voller Geschwüre.21Er wollte seinen Hungermit den Resten vom Tisch des Reichen stillen.Aber es kamen nur die Hundeund leckten an seinen Geschwüren.22Dann starb der arme Mann,und die Engel16,22 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. trugen ihn in Abrahams Schoß16,22 Abrahams Schoß: Abraham, der Stammvater Israels, gilt als Vater der Gläubigen und als Beschützer der Gerechten. In seinem Schoß warten die Verstorbenen darauf, in den Himmel aufgenommen zu werden..Auch der Reiche starb und wurde begraben.23Im Totenreich litt er große Qualen.Als er aufblickte, sah er in weiter Ferne Abrahamund Lazarus an seiner Seite.24Da schrie er: ›Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir!Bitte schick Lazarus,damit er seine Fingerspitze ins Wasser tauchtund meine Zunge kühlt.Ich leide schrecklich in diesem Feuer!‹

25Doch Abraham antwortete: ›Kind, erinnere dich:Du hast deinen Anteil an Gutemschon im Leben bekommen –genauso wie Lazarus seinen Anteil an Schlimmem.Dafür findet er jetzt hier Trost, du aber leidest.26Außerdem liegt zwischen uns und euchein tiefer Abgrund.Selbst wenn jemand wollte,könnte er von hier nicht zu euch hinübergehen.Genauso kann keiner von dort zu uns herüberkommen.‹27Da sagte der Reiche: ›So bitte ich dich, Vater:Schick Lazarus doch wenigstens zu meiner Familie.28Ich habe fünf Brüder.Lazarus soll sie warnen,damit sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen!‹29Aber Abraham antwortete:›Sie haben doch Mose und die Propheten16,29 Mose und Propheten: »Mose« steht hier stellvertretend für die Lebensvorschriften des Alten Testaments, die sich in den fünf Büchern Mose finden. Zusammen mit den »Propheten« ist der Ausdruck im Neuen Testament eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift.:Auf die sollen sie hören!‹30Der Reiche erwiderte: ›Nein, Vater Abraham!Nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt,werden sie ihr Leben ändern.‹31Doch Abraham antwortete:›Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören –dann wird es sie auch nicht überzeugen,wenn jemand von den Toten aufersteht.‹«
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Warnung vor Verführung und Regeln für den Streitfall

Matthäus 18,6-7; 18,15; 18,21-22; Markus 9,42
171Jesus17,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu seinen Jüngern17,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Das ist unvermeidlich: Es werden Dinge geschehen,die Menschen von mir abbringen.Aber wehe dem Menschen, der dazu beiträgt.2Es wäre besser für ihn,mit einem Mühlstein17,2 Mühlstein: Schwerer Stein, der beim Mahlen von Getreide von einem Esel bewegt wurde. um den Halsins Meer geworfen zu werden –jedenfalls besser, als einen von diesen Geringstenvon mir abzubringen.3Nehmt euch in Acht!

Wenn dein Bruder17,3 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.– und das gilt entsprechend für deine Schwester17,3 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.dir Unrecht tut, weise ihn zurecht!Wenn er sich dann ändert, vergib ihm!4Vielleicht tut er dir siebenmal am Tag Unrechtund kommt siebenmal zu dir und sagt:›Ich will mich ändern!‹Dann sollst du ihm jedes Mal vergeben.«

Aufforderung zum Vertrauen

Matthäus 17,20
5Die Apostel17,5 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. baten den Herrn17,5 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt.:»Stärke unseren Glauben17,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.6Aber der Herr sagte:»Wenn euer Glaube nur so groß ist wie ein Senfkorn17,6 Senfkorn: Ein Senfkorn hat einen Durchmesser von 1–2 mm.,könnt ihr diesem Maulbeerbaum17,6 Maulbeerbaum: Stämmiger, knorriger Baum mit starken Wurzeln. Maulbeerbäume sind schwer zu entwurzeln. Sie entwickeln immer wieder neue Stämme und werden sehr alt. befehlen:›Zieh deine Wurzeln aus der Erdeund verpflanze dich ins Meer!‹ –und er wird euch gehorchen.«

Kein Anspruch auf besondere Anerkennung

7»Stellt euch vor: Einer von euch hat einen Knecht,der den Acker pflügt oder das Vieh hütet.Der kommt vom Feld zurück.Wer von euch wird zu ihm sagen:›Komm gleich her und leg dich zu Tisch17,7 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen war es in der griechisch-römischen Welt üblich, beim Essen zu liegen.‹?8Im Gegenteil! Er wird zu ihm sagen:›Mach mir etwas zu essen!Binde dir eine Schürze um und bediene mich,solange ich esse und trinke.Danach kannst auch du essen und trinken.‹9Bedankt er sich etwa bei seinem Knecht,weil der seinen Auftrag erledigt hat?10So soll es auch bei euch sein:Wenn ihr alles getan habt,womit euch Gott beauftragt hat,dann sagt: ›Wir sind Knechte, weiter nichts.Wir haben nur unsere Pflicht getan.‹«

Wer in das Reich Gottes kommt

Lukas 17,11–19,27

Der dankbare Samariter

11Auf seinem Weg nach Jerusalem17,11 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. zog Jesus17,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.auch durch das Grenzgebiet von Samarien17,11 Samarien: Gebiet südlich von Galiläa, in dem die Samariter lebten. und Galiläa17,11 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene..12Er kam in ein Dorf.Dort begegneten ihm zehn Männer,die an Aussatz17,12 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Als Ursache galten nicht nur medizinische Gründe, sondern auch eine gestörte Beziehung zu Gott. erkrankt waren.Sie blieben in einiger Entfernung stehen13und riefen laut:»Jesus, Meister17,13 Meister: Anrede für Jesus, die nur im Lukasevangelium vorkommt. Sie entspricht der aramäischen Anrede »Rabbi«., hab Erbarmen mit uns!«14Jesus sah sie an und sagte zu ihnen:»Geht und zeigt euch den Priestern17,14 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes.Noch während sie unterwegs waren,wurden sie geheilt und rein17,14 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten..15Einer von ihnen kehrte wieder zurück,als er merkte, dass er geheilt war.Er lobte Gott mit lauter Stimme,16warf sich vor Jesus zu Boden und dankte ihm.Und dieser Mann war ein Samariter17,16 Samariter: Aus den Israeliten hervorgegangene Glaubensgruppe, die nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift anerkannte. Zwischen ihnen und den Juden herrschte Rivalität.!17Da fragte Jesus ihn:»Sind nicht zehn Männer rein geworden?Wo sind denn die anderen neun?18Ist sonst keiner zurückgekommen,um Gott die Ehre17,18 Ehre, ehren: Einen Menschen oder Gott ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es seiner Stellung entspricht. zu geben –nur dieser Fremde hier?«19Und Jesus sagte zu ihm:»Steh auf, du kannst gehen!Dein Glaube17,19 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. hat dich gerettet.«

Wann richtet Gott seine Herrschaft auf?

20Die Pharisäer17,20 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. fragten Jesus:»Wann kommt das Reich Gottes17,20 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt.Jesus17,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete:»Das Reich Gottes kommt nicht so,dass man es an äußeren Anzeichen erkennen kann.21Man wird auch nicht sagen: ›Schau her, hier ist es!‹,oder: ›Dort ist es!‹Nein, das Reich Gottes ist schon da –mitten unter euch.«

Wenn der Menschensohn kommt

Matthäus 10,39; 16,25; 24,26-28; 24,37-41; Markus 8,34-35; Johannes 12,25
22Dann sagte Jesus17,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu den Jüngern17,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Die Zeit wird kommen, in der ihr euch danach sehnt,unter der Herrschaft des Menschensohns17,22 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. zu leben –nur einen einzigen Tag lang,aber ihr werdet ihn nicht erleben.23Die Leute werden zu euch sagen:›Seht doch, dort!‹, oder: ›Seht doch, hier!‹Dann geht nicht hin, lauft ihnen nicht nach.24Denn wenn der Menschensohn an seinem Tag17,24 an seinem Tag: Der Tag, an dem Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. kommt,wird es sein wie bei einem Blitz:Unübersehbar leuchtet er auf,von einem Ende des Himmels bis zum anderen.25Aber vorher wird er viel leiden müssen.Diese Generation wird ihn als Verbrecher behandeln.

26Wie es zur Zeit Noahs17,26 Noah: Wurde von Gott vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet, vgl. 1. Mose/Genesis 6,5–9,29. war,so wird es auch zur Zeit des Menschensohns17,26 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. sein:27Die Menschen aßen und tranken,sie heirateten und verheirateten ihre Kinder.So lebten sie bis zu dem Tag,als Noah in die Arche17,27 Arche: Bezeichnung für das kastenartige Schiff, in dem die Familie Noahs und die Tiere vor der Sintflut gerettet wurden; vgl. 1. Mose/Genesis 6,9–9,17. stieg.Dann kam die Sintflut und vernichtete alle.28Es wird auch sein wie zur Zeit Lots17,28 Lot: Neffe von Abraham. Lebte in der Stadt Sodom und wurde bei der Vernichtung der Stadt von Gott gerettet.:Die Menschen aßen und tranken,sie kauften und verkauften,sie bestellten das Land und bauten Häuser.29Aber an dem Tag, als Lot Sodom17,29 Sodom, Gomorra: Die Städte wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich von Gott abgewandt hatten; vgl. 1. Mose/Genesis 19. verließ,fielen Feuer und Schwefel vom Himmelund vernichteten alle.30Genauso wird es an dem Tag sein,an dem der Menschensohn erscheint.

31Wer an diesem Tag auf dem Dach17,31 Dach: Dächer waren flach und wurden als eine Art Terrasse genutzt. istund seine Sachen im Haus hat,soll sie nicht erst heraufholen.Genauso gilt:Wer gerade auf dem Feld ist,soll nicht noch zurücklaufen.32Denkt an die Frau von Lot17,32 Frau von Lot: Als Lot und seine Familie vor der Zerstörung der Städte Sodom und Gomorra fliehen, dreht seine Frau sich um und erstarrt zur Salzsäule; vgl. 1. Mose/Genesis 19,26.!33Wer sein Leben retten will, wird es verlieren.Wer es aber verliert, wird es bewahren.34Das sage ich euch:In dieser Nacht werden zwei Menschenin einem Bett liegen.Den einen wird der Menschensohn17,34 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. zu sich holenund den anderen zurücklassen.35Zwei Frauen werden zusammen Korn mahlen17,35 Korn mahlen: In der Antike mahlten Frauen das Korn, indem sie es zwischen den beiden Steinen einer Handmühle zerrieben.die eine wird er zu sich holen,aber die andere zurücklassen.«36[...]17,36 [...]: Einige spätere Handschriften fügen hinzu: »Zwei Männer werden zusammen auf dem Feld arbeiten. Den einen wird der Menschensohn zu sich holen und den anderen zurücklassen.« Diese Worte finden sich auch in Matthäus 24,40.37Da fragten die Jünger17,37 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Jesus17,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Wo wird das sein, Herr17,37 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt.Er antwortete: »Wo das Aas liegt,da sammeln sich unübersehbar auch die Geier17,37 Geier: Großer Greifvogel, der Aas frisst und deshalb in der Bibel zu den unreinen Tieren zählt. Typisch ist sein meist kahler Kopf und Hals.