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81Jesus8,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. aber ging hinauf zum Ölberg8,1 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..

2Früh am Morgen kehrte er zum Tempel8,2 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. zurück.Das ganze Volk kam zu ihm.Er setzte sich und lehrte sie.3Da brachten die Schriftgelehrten8,3 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.und die Pharisäer8,3 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. eine Frau herbei,die beim Ehebruch8,3 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. überrascht worden war.Sie stellten sie in die Mitte4und sagten zu Jesus: »Lehrer8,4 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., diese Frau dawurde auf frischer Tat beim Ehebruch überrascht.5Im Gesetz8,5 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. schreibt uns Mose vor, solche Frauen zu steinigen8,5 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird..Was sagst nun du dazu?«

6Das fragten sie, um ihn auf die Probe zu stellenund dann anklagen zu können.Aber Jesus8,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. beugte sich nur nach vornund schrieb mit dem Finger auf die Erde.7Als sie nicht aufhörten zu fragen,richtete er sich auf und sagte zu ihnen:»Wer von euch ohne Schuld8,7 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. ist,soll den ersten Stein auf sie werfen!«8Dann beugte er sich wieder nach vornund schrieb auf die Erde.

9Als sie das hörten, ging einer nach dem anderen fort,die Älteren zuerst.Jesus8,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. blieb allein zurück mit der Frau,die immer noch dort stand.10Er richtete sich auf und fragte:»Frau, wo sind sie? Hat dich niemand verurteilt?«11Sie antwortete: »Niemand, Herr.«Da sagte Jesus: »Ich verurteile dich auch nicht.Geh, und lad von jetzt an keine Schuld8,11 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. mehr auf dich.«]8,11 [...]: Die Verse Johannes 7,53–8,11 fehlen in den wichtigsten Handschriften.

Jesus ist das Licht der Welt

Johannes 8,12–9,41

Streit um die Glaubwürdigkeit von Jesus

12Ein anderes Mal sprach Jesus8,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu den Leuten.Er sagte: »Ich bin8,12 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. In ihnen klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt. das Licht8,12 Licht: Bild für das Leben, das Jesus Christus als Licht der Welt schenkt. Durch ihn erhalten die Menschen das ewige Leben in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott. der Welt.Wer mir folgt8,12 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.,irrt nicht mehr in der Finsternis umher.Vielmehr wird er das Licht des Lebens haben.«

13Da sagten die Pharisäer8,13 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. zu ihm:»Du trittst für dich selbst als Zeuge auf.Deine Zeugenaussage ist nicht glaubwürdig.«14Jesus8,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete ihnen:»Auch wenn ich mein eigener Zeuge bin,ist meine Zeugenaussage glaubwürdig.Denn ich weiß,woher ich gekommen bin und wohin ich gehe.Aber ihr wisst nicht,woher ich komme und wohin ich gehe.15Ihr urteilt nach menschlichen Maßstäben.Ich urteile über niemanden.16Wenn ich aber ein Urteil spreche,dann ist mein Urteil gültig.Denn ich bin damit nicht allein.Ich urteile wie der Vater8,16 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott.,der mich beauftragt hat.17So steht es in eurem Gesetz8,17 so steht es im Gesetz: Als Gesetz werden im Neuen Testament die Lebensvorschriften des Alten Testaments bezeichnet, besonders die fünf Bücher Mose. Die folgende Bestimmung findet sich beispielsweise in 5. Mose/Deuteronomium 19,15.:Die übereinstimmende Aussage von zwei Zeugenist gültig.18Ja, ich bin mein eigener Zeuge.Und der Vater, der mich beauftragt hat,ist ebenfalls mein Zeuge.«19Da fragten sie ihn: »Wo ist denn dein Vater?«Jesus antwortete:»Ihr kennt weder mich noch meinen Vater.Wenn ihr mich kennen würdet,würdet ihr auch meinen Vater kennen.«20Diese Worte sprach Jesus in der Nähe des Schatzhauses8,20 Schatzhaus: Gebäude auf dem Gelände des Tempels in Jerusalem. Dort konnten die Tempelbesucher ihre Abgaben und Spenden abliefern.,als er im Tempel8,20 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. lehrte.Aber niemand nahm ihn fest,denn seine Stunde8,20 seine Stunde: Der Zeitpunkt, an dem deutlich wird, dass Jesus als Sohn Gottes in diese Welt gesandt ist, um die Menschen zu erlösen. Dies zeigt sich in seinem Tod am Kreuz, in dem Gottes liebevolle Zuwendung zu den Menschen ihren Höhepunkt erreicht. war noch nicht gekommen.

Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht kommen

21Noch einmal sprach Jesus8,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu den Leuten:»Ich gehe fort, und dann werdet ihr mich suchen.Aber ihr werdet in eurer Sünde8,21 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. sterben.Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht kommen.«22Die jüdischen Zuhörer8,22 jüdische Zuhörer: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. fragten sich:»Meint er, dass er sich selbst töten will,wenn er sagt: ›Wohin ich gehe,dorthin könnt ihr nicht kommen‹?«23Jesus sagte zu ihnen:»Ihr seid von hier unten, ich bin von oben.Ihr seid von dieser Welt8,23 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte.,ich bin nicht von dieser Welt.24Ich habe euch ja schon gesagt:Ihr werdet in euren Sünden sterben.Wenn ihr nicht glauben wollt, dass ich es bin8,24 dass ich es bin: In dieser Formulierung klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt.,werdet ihr eben in euren Sünden sterben.«25Da fragten sie ihn: »Wer bist du denn?«Jesus antwortete: »Ich habe euch gesagt,wer ich bin und von Anfang an8,25 von Anfang an: Die Formulierung ist schwer zu übersetzen. Sie bezieht sich auf Johannes 1,1-18. Dort wird Jesus Christus als das Wort vorgestellt, das von Anfang an bei Gott war. war.26Ich könnte noch viel über euch sagenund in vieler Hinsicht über euch urteilen.Aber der, der mich beauftragt hat,ist die Wahrheit8,26 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. selbst.Und ich sage der Welt das weiter,was ich von ihm gehört habe.«

27Sie verstanden aber nicht,dass er zu ihnen vom Vater8,27 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. sprach.28Deshalb sagte Jesus8,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu ihnen:»Wenn ihr den Menschensohn8,28 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. erhöht8,28 erhöhen: Anspielung auf die Kreuzigung. Durch das Aufstellen des Kreuzes wird Jesus in die Höhe gehoben. So macht sein Tod am Kreuz gleichzeitig seine Herrlichkeit und Zugehörigkeit zu Gott für alle sichtbar. habt,dann werdet ihr begreifen, dass ich es bin8,28 dass ich es bin: In dieser Formulierung klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt..Ihr werdet auch erkennen,dass ich nichts von mir aus tue.Vielmehr sage ich das, was der Vater mich gelehrt hat.29Und der, der mich beauftragt hat, steht mir zur Seite.Er lässt mich nicht allein,denn ich tue stets, was ihm gefällt.«30Als Jesus das sagte, kamen viele zum Glauben an ihn.

Die Wahrheit macht frei

31Jesus8,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu den Juden8,31 Juden: Im Johannesevangelium sind damit unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.,die zum Glauben an ihn gekommen waren:»Wenn ihr an meinem Wort festhaltet,seid ihr wirklich meine Jünger8,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten..32Dann werdet ihr die Wahrheit8,32 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. erkennen,und die Wahrheit wird euch frei machen.«33Sie entgegneten: »Wir sind Nachkommen Abrahams8,33 Nachkommen Abrahams: Bezeichnung für das Volk Israel, mit dessen Stammvater Abraham Gott einen Bund geschlossen hat.und waren nie die Sklaven irgendeines Menschen.Wie kannst du da sagen: ›Ihr werdet frei sein‹?«34Jesus antwortete ihnen:»Amen8,34 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Wer Schuld8,34 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. auf sich lädt, ist ein Sklave der Schuld.35Ein Sklave8,35 Sklave: Als Eigentum seines Herrn kann ein Sklave verkauft werden. gehört nicht für immer zur Familie,aber der Sohn gehört für immer dazu.36Wenn also der Sohn8,36 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. euch frei macht,seid ihr tatsächlich frei.

37Ich weiß, dass ihr Nachkommen Abrahams8,37 Nachkommen Abrahams: Jesus erkennt an, dass seine Gesprächspartner zum Volk Israel gehören, mit dessen Stammvater Abraham Gott einen Bund geschlossen hat. Jesus wirft ihnen jedoch vor, dass ihr jeweiliges Handeln nicht ihrer Herkunft entspricht, da sie den Sohn Gottes töten wollen. seid.Doch ihr wollt mich töten,weil mein Wort bei euch keinen Platz findet.38Ich rede von dem, was ich beim Vater8,38 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. gesehen habe.Ihr tut das, was ihr vom Vater gehört habt.«39Sie gaben ihm zur Antwort:»Unser Vater ist Abraham.«Jesus8,39 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. erwiderte:»Wenn ihr wirklich Kinder Abrahams wärt,würdet ihr auch so handeln wie Abraham.40Ich habe euch die Wahrheit8,40 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. gesagt,die ich von Gott gehört habe.Jetzt aber wollt ihr mich töten.So hat Abraham8,40 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. nicht gehandelt.41Ihr handelt wie euer wirklicher Vater!«

Da sagten sie zu ihm:»Wir sind doch keine unehelichen Kinder.Wir haben nur einen Vater: Gott.«42Jesus8,42 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete: »Wenn Gott euer Vater wäre,dann würdet ihr mich lieben.Denn von Gott her bin ich zu euch gekommen!Ich komme ja nicht im eigenen Auftrag,sondern er hat mich gesandt.43Warum versteht ihr denn nicht, was ich sage?Weil ihr mein Wort nicht richtig hören könnt!44Vom Teufel8,44 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. stammt ihr ab, der ist euer Vater.Und was er verlangt, das tut ihr.Er war von Anfang an ein Mörder,und mit der Wahrheit8,44 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. hat er nichts zu tun.Denn bei ihm gibt es keine Wahrheit.Wenn er lügt, so entspricht das genau seinem Wesen.Denn er ist ein Lügner, und alle Lüge stammt von ihm.

45Aber weil ich die Wahrheit8,45 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. sage, glaubt ihr mir nicht.46Wer von euch kann mir nachweisen,dass ich irgendeine Schuld8,46 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. auf mich geladen habe?Wenn ich doch die Wahrheit sage,warum glaubt ihr mir nicht?47Wer Gott zum Vater hat, kann die Worte Gottes hören.Ihr hört sie nicht, weil Gott nicht euer Vater ist.«

Jesus ist mehr als Abraham

48Die Juden8,48 Juden: Im Johannesevangelium sind damit unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. entgegneten Jesus8,48 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Sagen wir nicht zu Recht:›Du bist ein Samariter8,48 Samariter: Aus den Israeliten hervorgegangene Glaubensgruppe, die nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift anerkannte. Zwischen ihnen und den Juden herrschte Rivalität. und von einem Dämon8,48 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. besessen‹?«49Jesus antwortete:»Ich bin von keinem Dämon besessen,sondern ich ehre meinen Vater8,49 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott.,und ihr entehrt mich.50Mir geht es nicht um meine Ehre.Dafür sorgt ein anderer,und der ist auch der Richter8,50 Richter: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht..51Amen8,51 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Wer an meinem Wort festhält,wird in Ewigkeit nicht von Gott getrennt8,51 von Gott getrennt: Wörtlich »sterben«. Der Tod steht hier nicht nur für das Ende des biologischen Lebens, sondern für ein Leben ohne Gott.

52Da sagten die Juden8,52 Juden: Im Johannesevangelium sind damit unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. zu ihm:»Jetzt haben wir erkannt,dass du von einem Dämon8,52 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. besessen bist.Abraham8,52 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. ist gestorben und ebenso die Propheten8,52 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..Und du sagst: ›Wer an meinem Wort festhält,wird in Ewigkeit nicht von Gott getrennt8,52 von Gott getrennt: Wörtlich »sterben«. Der Tod steht hier nicht nur für das Ende des biologischen Lebens, sondern für ein Leben ohne Gott.‹?53Bist du etwa mehr als unser Vater Abraham?Der ist gestorben,und auch die Propheten sind gestorben.Für wen hältst du dich eigentlich?«54Jesus8,54 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete:»Wenn ich mich selbst ehren wollte,dann wäre diese Ehre nichts wert.Mein Vater8,54 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. ist es, der mich ehrt.Ihr sagt über ihn: ›Er ist unser Gott.‹55Aber ihr habt ihn nie kennengelernt.Ich dagegen kenne ihn.Ich wäre ein Lügner wie ihr,wenn ich sagen würde: ›Ich kenne ihn nicht.‹Aber ich kenne ihn und halte an seinem Wort fest.56Euer Vater Abraham hat gejubelt,weil er erleben sollte,dass ich in die Welt komme8,56 dass ich in die Welt komme: Meint nicht nur den Tag der Geburt von Jesus, sondern die ganze Zeit seines Wirkens..Er hat es tatsächlich erlebt8,56 er hat es tatsächlich erlebt: Abraham wird als Zeuge dafür in Anspruch genommen, dass mit dem Auftreten von Jesus das Reich Gottes anbricht.und war voller Freude.«

57Da sagten die Juden8,57 Juden: Im Johannesevangelium sind damit unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. zu ihm:»Du bist noch keine fünfzig Jahre altund willst Abraham8,57 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. gesehen haben?«58Jesus8,58 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete ihnen:»Amen8,58 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch: Ich bin8,58 ich bin: In dieser Formulierung klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt. In Johannes 1,1-18 wird Jesus als das Wort vorgestellt, das bereits vor der Schöpfung bei Gott war.schon bevor Abraham da war.«59Da hoben sie Steine auf, um ihn zu steinigen8,59 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird..Aber Jesus brachte sich in Sicherheitund verließ den Tempel8,59 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..