BasisBibel (BB)
20

Die Ostergeschichte: Jesus ist auferstanden

Johannes 20,1-29

Maria aus Magdala, Petrus und der andere Jünger am leeren Grab

Matthäus 28,1-8; Markus 16,1-8; Lukas 24,1-12
201Am ersten Wochentag20,1 erster Wochentag: Gemeint ist der Sonntag. Die jüdische Woche endet mit dem Sabbat, unserem Samstag. nach dem Sabbat20,1 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf.ging Maria aus Magdala20,1 Magdala: Ortschaft am Westufer des See Gennesaret. zum Grab.Es war früh am Morgen und noch dunkel.Da sah sie, dass der Stein vor der Grabkammer20,1 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde.weggenommen war.2Sie lief fort und kam zu Simon Petrus20,2 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.und zu dem anderen Jünger20,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.,den Jesus20,2 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. besonders liebte.Denen berichtete sie:»Sie haben den Herrn20,2 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. aus dem Grab weggenommen.Und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.«

3Sofort machten sich Petrus20,3 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. und der andere Jünger20,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. aufund kamen zum Grab.4Die beiden liefen zusammen los,aber der andere Jünger lief voraus.Er war schneller als Petrus und kam zuerst ans Grab.5Er beugte sich vor und sah die Leinentücher20,5 Leinentuch: Tote wurden vor der Bestattung in Leichentücher eingewickelt. dort liegen.Aber er betrat die Grabkammer20,5 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde. nicht.6Als Simon Petrus nachkam,ging er gleich in die Grabkammer hinein.Er sah die Leinenbinden dort liegen7und auch das Tuch,mit dem das Gesicht von Jesus20,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. verhüllt gewesen war.Das lag aber nicht bei den Leinenbinden.Es war zusammengerolltund lag an einem anderen Platz.8Nun ging auch der andere Jünger hinein,der zuerst am Grab angekommen war.Er sah alles und kam zum Glauben20,8 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt..9Sie hatten ja die Heilige Schrift noch nicht verstanden20,9 die Heilige Schrift noch nicht verstanden: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12.,nach der Jesus von den Toten auferstehen20,9 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. musste.10Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.

Jesus zeigt sich Maria aus Magdala

Matthäus 28,9-10; Markus 16,9-11
11Maria blieb draußen vor dem Grab stehen und weinte.Mit Tränen in den Augen beugte sie sich vorund schaute in die Grabkammer20,11 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde. hinein.12Da sah sie zwei Engel20,12 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. in weißen Gewändern dort sitzen,wo der Leichnam von Jesus20,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gelegen hatte.Einer saß am Kopfende, der andere am Fußende.13Die Engel fragten Maria: »Frau, warum weinst du?«Maria antwortete:»Sie haben meinen Herrn20,13 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. weggenommen.Und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben!«

14Nach diesen Worten drehte sie sich umund sah Jesus20,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. dastehen.Sie wusste aber nicht, dass es Jesus war.15Jesus fragte sie:»Frau, warum weinst du? Wen suchst du?«Maria dachte: Er ist der Gärtner.Darum sagte sie zu ihm:»Herr, wenn du ihn weggebracht hast,dann sage mir, wo du ihn hingelegt hast.Ich will ihn zurückholen!«16Jesus sagte zu ihr: »Maria!«Sie wandte sich ihm zuund sagte auf Hebräisch: »Rabbuni20,16 Rabbuni: Eine Steigerung der Anrede »Rabbi«, einem Ehrentitel für angesehene Lehrer.!« –Das heißt: »Lehrer20,16 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.«.17Jesus sagte zu ihr: »Halte mich nicht fest!Ich bin noch nicht hinaufgegangen zum Vater20,17 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott..Aber geh zu meinen Brüdern und Schwestern20,17 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.und richte ihnen von mir aus:›Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater,zu meinem Gott und eurem Gott.‹«18Maria aus Magdala20,18 Magdala: Ortschaft am Westufer des See Gennesaret. ging zu den Jüngern20,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten..Sie verkündete ihnen: »Ich habe den Herrn20,18 Herrn: Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. gesehen!«Und sie erzählte, was er zu ihr gesagt hatte.

Jesus zeigt sich den Jüngern

Markus 16,14-18; Lukas 24,36-49
19Es war Abend gewordenan diesem ersten Wochentag20,19 erster Wochentag: Da der Sabbat als letzter Tag der jüdischen Woche unserem Samstag entspricht, ist hier der Sonntag gemeint. nach dem Sabbat20,19 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf..Die Jünger20,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. waren beieinanderund hatten die Türen fest verschlossen.Denn sie hatten Angst vor den jüdischen Behörden20,19 jüdische Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten..Da kam Jesus20,19 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa., trat in ihre Mitte und sagte:»Friede sei mit euch!«20Nach diesen Wortenzeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.Die Jünger freuten sich sehr, als sie den Herrn20,20 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. sahen.21Jesus sagte noch einmal:»Friede sei mit euch!Wie mich der Vater20,21 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. gesandt hat,so sende ich jetzt euch!«22Dann hauchte er sie an und sagte:»Empfangt den Heiligen Geist20,22 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.!23Wem ihr die Sünden20,23 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. vergebt,dem sind sie wirklich vergeben.Wem ihr sie aber nicht vergebt,dem sind sie nicht vergeben.«

Jesus zeigt sich den Jüngern und Thomas

24Thomas, der auch Didymus20,24 Didymus: Der griechische Name bedeutet übersetzt »Zwilling«. genannt wird,gehörte zum Kreis der Zwölf20,24 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren..Er war nicht bei ihnen gewesen,als Jesus20,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gekommen war.25Die anderen Jünger20,25 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. berichteten ihm:»Wir haben den Herrn20,25 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. gesehen!«Er entgegnete ihnen:»Erst will ich selbst die Wunden von den Nägelnan seinen Händen sehen.Mit meinem Finger will ich sie fühlen.Und ich will meine Handin die Wunde an seiner Seite legen.Sonst kann ich das nicht glauben!«

26Acht Tage später waren die Jünger20,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. wieder beieinander.Diesmal war Thomas bei ihnen.Wieder waren die Türen verschlossen.Da kam Jesus20,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa., trat in ihre Mitte und sagte:»Friede sei mit euch!«27Dann sagte er zu Thomas:»Leg deinen Finger hierher und sieh meine Hände an.Streck deine Hand ausund leg sie in die Wunde an meiner Seite.Sei nicht länger ungläubig,sondern komm zum Glauben!«28Thomas antwortete:»Mein Herr20,28 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. und mein Gott!«29Da sagte Jesus zu ihm:»Du glaubst, weil du mich gesehen hast.Glückselig sind die, die mich nicht sehenund trotzdem glauben!«

Nachwort

Johannes 20,30–21,25

Der Zweck dieses Buches

30Jesus20,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. hat vor den Augen seiner Jünger20,30 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.noch viele andere Zeichen20,30 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. getan.Sie sind nicht in diesem Buch20,30 in diesem Buch: Gemeint ist das Johannesevangelium. aufgeschrieben.31Was aber in diesem Buch steht, wurde aufgeschrieben,damit ihr festbleibt in dem Glauben:Jesus20,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ist der Christus20,31 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus., der Sohn Gottes20,31 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.!Wenn ihr das glaubt,habt ihr das wahre Leben20,31 wahres Leben: Durch den Glauben an Gott geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm. durch ihn!
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Jesus zeigt sich sieben Jüngern am See von Tiberias

Lukas 5,1-11
211Später zeigte sich Jesus21,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seinen Jüngern21,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. noch einmal.Das war am See von Tiberias21,1 See von Tiberias: Anderer Name für den See Gennesaret. und geschah so:2Es waren dort beieinander: Simon Petrus21,2 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.,Thomas, der Didymus21,2 Didymus: Der griechische Name bedeutet übersetzt »Zwilling«. genannt wird,Natanael aus Kana21,2 Kana: Stadt im Bergland von Galiläa. Von Kana nach Jerusalem waren es etwa 160 km Fußweg. in Galiläa21,2 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene.,die Söhne des Zebedäus und zwei weitere Jünger.3Simon Petrus sagte zu den anderen: »Ich gehe fischen!«Sie antworteten: »Wir kommen mit.«Sie gingen zum See und stiegen ins Boot.Aber in jener Nacht fingen sie nichts.

4Als es schon Morgen wurde, stand Jesus21,4 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. am Ufer.Die Jünger21,4 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. wussten aber nicht, dass es Jesus war.5Jesus fragte sie:»Meine Kinder21,5 meine Kinder: Damals übliche Anrede eines Lehrers für seine Schüler., habt ihr nicht etwas Fisch21,5 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln. zu essen?«Sie antworteten: »Nein!«6Da sagte er zu ihnen:»Werft das Netz21,6 Netz: Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen. an der rechten Bootsseite aus.Dann werdet ihr etwas fangen!«Sie warfen das Netz aus.Aber dann konnten sie es nicht wieder einholen,so voll war es mit Fischen.7Der Jünger, den Jesus besonders liebte,sagte zu Petrus21,7 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.: »Es ist der Herr21,7 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen.Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr war,zog er sich seinen Mantel21,7 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. über und band ihn hoch.Er war nämlich nackt.Dann warf er sich ins Wasser.8Die anderen Jünger folgten im Bootund zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.Sie waren nicht mehr weit vom Ufer entfernt,nur etwa 100 Meter21,8 100 Meter: Wörtlich »200 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 Zentimetern..9Als sie an Land kamen,sahen sie dort ein Kohlenfeuer brennen.Darauf brieten Fische, und Brot lag dabei.10Jesus sagte zu ihnen:»Bringt ein paar von den Fischen,die ihr gerade gefangen habt.«11Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land.Es war voll mit großen Fischen – genau 153 Stück.Und das Netz zerriss nicht, obwohl es so viele waren.12Da sagte Jesus zu ihnen: »Kommt und esst!«Keiner der Jünger wagte es, ihn zu fragen: »Wer bist du?«Sie wussten doch, dass es der Herr war.13Jesus trat zu ihnen, nahm das Brotund gab ihnen davon.Genauso machte er es mit dem Fisch.14Das war schon das dritte Mal,dass Jesus sich den Jüngern zeigte,nachdem er von den Toten auferstanden21,14 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. war.

Jesus und Petrus

15Als sie gegessen hatten, sagte Jesus21,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu Simon Petrus21,15 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.:»Simon, Sohn des Johannes,liebst du mich mehr als irgendein anderer hier?«Er antwortete ihm:»Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.«Da sagte Jesus zu ihm: »Führe meine Lämmer21,15 Lämmer: Bild für die Menschen, die an Christus glauben. Ihnen gegenüber steht der Hirte, ein Titel, der in der Antike auch für Könige oder Gott verwendet wurde. zur Weide!«16Dann fragte er ihn ein zweites Mal:»Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?«Petrus antwortete:»Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe!«Da sagte Jesus zu ihm: »Hüte meine Schafe!«17Zum dritten Mal fragte er ihn:»Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?«Da wurde Petrus traurig,weil er ihn zum dritten Mal gefragt hatte:»Hast du mich lieb?«Er sagte zu Jesus: »Herr, du weißt alles!Du weißt, dass ich dich lieb habe!«Da sagte Jesus zu ihm: »Führe meine Schafe zur Weide!18Amen21,18 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich dir:Als du jung warst,hast du dir selbst den Gürtel umgebunden.Du bist dahin gegangen, wohin du wolltest.Aber wenn du alt bist, wirst du deine Hände ausstrecken.Dann wird ein anderer dir den Gürtel umbinden.Er wird dich dahin führen, wohin du nicht willst.«19Mit diesen Worten deutete Jesus an,wie Petrus sterben21,19 wie Petrus stirbt: Der Überlieferung der frühen Kirche zufolge wurde Petrus wie Jesus gekreuzigt. und dadurchdie Herrlichkeit21,19 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Gottes sichtbar machen würde.Dann sagte Jesus zu Petrus: »Folge21,19 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«

Petrus und der andere Jünger

20Petrus21,20 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. drehte sich um und sah, dass der Jünger,den Jesus21,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. besonders liebte, ihnen folgte.Es war derselbe Jünger, der beim Festmahlan der Seite von Jesus gelegen hatte.Er hatte Jesus damals gefragt21,20 damals gefragt: Das Gespräch zwischen Jesus und seinem Jünger wird in Johannes 13,23-26 erzählt.:»Herr21,20 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., wer ist es, der dich verraten wird?«21Als Petrus ihn sah, fragte er Jesus:»Herr, was wird aus ihm?«22Jesus erwiderte: »Wenn ich will,dass er bleibt21,22 bleibt: Gemeint ist, dass er durch dieses Buch in der Gemeinde gegenwärtig bleibt., bis ich wiederkomme –was geht das dich an?Folge21,22 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. du mir nach!«23So kam in der Gemeinde das Gerücht auf,dass dieser Jünger21,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. nicht sterben wird.Aber Jesus hatte nicht gesagt,dass er nicht sterben wird.Sondern er hat gesagt: »Wenn ich will,dass er bleibt, bis ich wiederkomme –was geht das dich an?«

24Dieser Jünger21,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. ist es,der Zeuge all dieser Ereignisse gewesen ist,die er hier aufgeschrieben hat.Und wir wissen, dass alles glaubwürdig ist,was er bezeugt.

Schlusswort zum gesamten Buch

25Jesus21,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. hat aber noch viel mehr Taten vollbracht.Wenn alles einzeln aufgeschrieben werden sollte,so denke ich:Diese Welt könnte die Bücher nicht fassen,die dann geschrieben werden müssten.