BasisBibel (BB)
19191Daraufhin ließ Pilatus19,1 Pontius Pilatus: Verwaltete 26–36 n. Chr. die römischen Provinzen Judäa und Samaria im Auftrag des Kaisers. Jesus19,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. abführenund auspeitschen.2Die Soldaten flochten eine Krone aus Dornenzweigen19,2 Krone aus Dornenzweigen: Zum Zeichen des Spotts bekommt der »König der Juden« eine Krone aus wertlosen, schmerzhaften Dornenzweigen aufgesetzt.und setzten sie ihm auf den Kopf.Sie hängten ihm einen purpurroten Mantel19,2 purpurroter Mantel: Purpur war in der Antike ein sehr kostbarer Farbstoff, der vor allem für das Färben von Kleidungsstücken hoher römischer Beamter und des Kaisers verwendet wurde. um.3Dann stellten sie sich vor ihn hin und riefen:»Hoch lebe der König der Juden19,3 König der Juden: Nachdem das Königreich Israel untergegangen war, hoffte man darauf, dass Gott einen Nachkommen von König David als Retter und Erlöser Israels senden würde.Dabei schlugen sie ihm ins Gesicht.

4Pilatus19,4 Pontius Pilatus: Verwaltete 26–36 n. Chr. die römischen Provinzen Judäa und Samaria im Auftrag des Kaisers. ging wieder zu den Leuten hinaus und sagte:»Ich lasse ihn zu euch herausbringen.Ihr sollt wissen, dass ich ihn für unschuldig halte.«5Jesus19,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kam heraus.Er trug die Krone aus Dornenzweigen19,5 Krone aus Dornenzweigen: Zum Zeichen des Spotts bekommt der »König der Juden« eine Krone aus wertlosen, schmerzhaften Dornenzweigen aufgesetzt.und den purpurroten Mantel19,5 purpurroter Mantel: Purpur war in der Antike ein sehr kostbarer Farbstoff, der vor allem für das Färben von Kleidungsstücken hoher römischer Beamter und des Kaisers verwendet wurde..Pilatus sagte zu den Leuten:»Seht her! Da ist der Mensch!«

6Als die führenden Priester19,6 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. und die Tempelwache19,6 Tempelwache: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats.Jesus19,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sahen, schrien sie:»Kreuzigen19,6 Kreuzigung: Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet.! Kreuzigen!«Pilatus19,6 Pontius Pilatus: Verwaltete 26–36 n. Chr. die römischen Provinzen Judäa und Samaria im Auftrag des Kaisers. erwiderte:»Nehmt ihr ihn und kreuzigt ihn.Ich halte ihn für unschuldig.«7Die Vertreter der jüdischen Behörde19,7 Vertreter der jüdischen Behörde: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. erwiderten:»Wir haben ein Gesetz,und nach diesem Gesetz muss er sterben.Denn er hat behauptet, er sei der Sohn Gottes19,7 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.8Als Pilatus das hörte, erschrak er noch mehr.9Er ging wieder in das Prätorium19,9 Prätorium: Palast im Zentrum von Jerusalem, der dem römischen Statthalter als Amtssitz diente. hineinund fragte Jesus: »Woher kommst du?«Aber Jesus gab ihm keine Antwort.10Pilatus sagte zu ihm:»Weigerst du dich, mit mir zu reden?Weißt du nicht, dass es in meiner Macht steht,dich freizulassen?Ich habe aber auch die Macht,dich kreuzigen zu lassen!«11Jesus antwortete ihm:»Du hättest keine Macht über mich,wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre.Deshalb hat der die größere Schuld19,11 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.,der mich dir ausgeliefert hat.«

12Daraufhin wollte Pilatus19,12 Pontius Pilatus: Verwaltete 26–36 n. Chr. die römischen Provinzen Judäa und Samaria im Auftrag des Kaisers. Jesus19,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. freilassen.Aber die Wortführer der Juden19,12 Wortführer der Juden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. schrien:»Wenn du ihn freigibst,bist du kein Freund des Kaisers.Wer sich selbst als König ausgibt,stellt sich gegen den Kaiser!«13Als Pilatus das hörte,ließ er Jesus herausführen.Er setzte sich auf den Richterstuhl auf dem Platz,der »Steinpflaster« heißt, auf Hebräisch Gabbata.14Es war der Tag, an dem das Passafest19,14 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. vorbereitet wird,etwa um die sechste Stunde19,14 sechste Stunde: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und -untergang wurde in zwölf Stunden eingeteilt, die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Die sechste Stunde ist mittags, etwa um 12.00 Uhr..Pilatus sagte zu den Juden19,14 Juden: Im Johannesevangelium sind damit unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.:»Seht her: Da ist euer König!«15Aber sie schrien: »Weg mit ihm! Weg mit ihm!Lass ihn kreuzigen19,15 Kreuzigung: Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet.Da fragte Pilatus sie:»Euren König soll ich kreuzigen lassen?«Die führenden Priester19,15 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. antworteten:»Wir haben keinen anderen König als den Kaiser!«16Da lieferte Pilatus ihnen Jesus aus,damit er gekreuzigt werden konnte.

Jesus wird gekreuzigt

Matthäus 27,32-44; Markus 15,21-32; Lukas 23,33-43
Jesus19,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wurde abgeführt.17Er trug sein Kreuz19,17 Kreuzigung: Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet. selbst aus der Stadt hinauszu dem Ort, der »Schädelplatz« heißt,auf Hebräisch Golgota19,17 Golgota: Anhöhe bei der Stadt Jerusalem, deren Form möglicherweise an einen Schädel erinnerte..18Dort wurde Jesus gekreuzigtund mit ihm noch zwei andere –einer auf jeder Seite und Jesus in der Mitte.19Pilatus19,19 Pontius Pilatus: Verwaltete 26–36 n. Chr. die römischen Provinzen Judäa und Samaria im Auftrag des Kaisers. ließ ein Schild oben am Kreuz anbringen,auf dem geschrieben stand:»Jesus der Nazoräer19,19 Nazoräer: Bezeichnung für die Herkunft von Jesus aus der Stadt Nazaret., der König der Juden19,19 König der Juden: Das Schild am Kreuz nimmt einen Titel auf, der im Judentum mit der Hoffnung auf den Retter und Erlöser Israels verbunden ist, den Gott am Ende der Zeit schicken wird.20Viele Juden lasen das Schild.Denn der Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde,lag nahe bei der Stadt.Die Inschrift war in hebräischer,lateinischer und griechischer Sprache abgefasst.21Die führenden Priester19,21 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. des jüdischen Volkes19,21 jüdisches Volkes: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.sagten zu Pilatus:»Schreibe nicht: ›Der König der Juden‹,sondern: ›Dieser Mann hat behauptet:Ich bin der König der Juden.‹«22Pilatus erwiderte:»Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.«

23Nachdem die Soldaten Jesus19,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gekreuzigt19,23 Kreuzigung: Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet. hatten,teilten sie seine Kleider unter sich auf.Sie waren zu viert, und jeder erhielt einen Teil.Dazu kam noch das Untergewand19,23 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd..Das war in einem Stück gewebt und hatte keine Naht.24Die Soldaten sagten zueinander:»Das zerschneiden wir nicht!Wir lassen das Los19,24 Los: Unterschiedlich markierte Steinchen, die in einem Behälter geschüttelt und auf den Boden geworfen wurden, um eine Entscheidung herbeizuführen. entscheiden, wem es gehören soll.«So ging in Erfüllung,was in der Heiligen Schrift steht19,24 in der Heiligen Schrift steht (Vers 24): Zitat aus Psalm 22,19.:»Sie verteilen meine Kleider unter sichund werfen das Los über mein Gewand.«Genau das taten die Soldaten.

25Nahe bei dem Kreuz19,25 Kreuzigung: Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet. von Jesus19,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.standen seine Mutter und ihre Schwester.Außerdem waren Maria, die Frau von Klopas,und Maria aus Magdala19,25 Magdala: Ortschaft am Westufer des See Gennesaret. dabei.26Jesus sah seine Mutter und neben ihr den Jünger19,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.,den er besonders liebte.Da sagte Jesus zu seiner Mutter:»Frau, sieh: Er ist jetzt dein Sohn.«27Dann sagte er zu dem Jünger:»Sieh: Sie ist jetzt deine Mutter.«Von dieser Stunde an nahm der Jünger sie bei sich auf.

Jesus stirbt

Matthäus 27,45-50; Markus 15,33-38; Lukas 23,44-46
28Nachdem das geschehen war,wusste Jesus19,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa., dass jetzt alles vollbracht war.Damit vollendet würde,was in der Heiligen Schrift steht19,28 in der Heiligen Schrift steht (Vers 28): Die Worte nehmen ein Bild aus Psalm 22,16 auf.,sagte er: »Ich bin durstig!«29In der Nähe stand ein Gefäß voll Essig19,29 Essig: Hier kein Würzmittel, sondern ein billiger, saurer Wein. Johannes nimmt ein Bild aus Psalm 69,22 auf, in dem der Beter von seinen Feinden mit essigsaurem Wein gequält wird..Die Soldaten tauchten einen Schwamm hinein.Dann legten sie ihn um einen Ysopbund19,29 Ysopbund: Zu Büscheln zusammengebundene Zweige des Ysopstrauchs.und hielten ihn Jesus an den Mund.30Nachdem Jesus den Essig genommen hatte,sagte er: »Es ist alles vollbracht.«Er ließ den Kopf sinken und starb.

Jesus wird vom Kreuz abgenommen

Matthäus 27,46-56; Markus 15,34-41; Lukas 23,46-49
31Es war der Tag vor dem Sabbat19,31 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf.,der außerdem ein hoher Festtag19,31 hoher Festtag: Gemeint ist der erste Tag des Passafests, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. war.Die jüdischen Behörden19,31 jüdische Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. wollten nicht,dass die Gekreuzigten den Sabbat überam Kreuz19,31 Kreuzigung: Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet. hängen blieben.Deshalb baten sie Pilatus19,31 Pontius Pilatus: Verwaltete 26–36 n. Chr. die römischen Provinzen Judäa und Samaria im Auftrag des Kaisers.,ihnen die Beine brechen19,31 Beine brechen: Den Gekreuzigten wurden die Unterschenkel zertrümmert, um das Eintreten des Todes zu beschleunigen. zu lassen.Dann sollten die Toten weggebracht werden.32Die Soldaten gingen hin.Sie brachen nacheinander die Beine der beiden Männer,die zusammen mit Jesus19,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gekreuzigt worden waren.33Als sie zu Jesus kamen, merkten sie,dass er schon tot war.Darum brachen sie ihm nicht die Beine.34Aber einer der Soldatenstach ihm mit seiner Lanze19,34 Lanze: Waffe eines Soldaten, die im Nahkampf eingesetzt wird. in die Seite.Da flossen Blut und Wasser heraus.35Derjenige, der das gesehen hat, hat es bezeugt.Seine Zeugenaussage ist glaubwürdig.Er weiß, dass er die Wahrheit sagt.Dadurch könnt auch ihr zum Glauben19,35 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. kommen.36Das alles ist geschehen,damit die Heilige Schrift19,36 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. in Erfüllung geht.Dort heißt es19,36 dort heißt es: Die Worte nehmen Bezug auf die Vorschriften für das Passamahl in 2. Mose/Exodus 12,43-47.:»Sie werden ihm keinen Knochen brechen!«37Und an einer anderen Stelle steht19,37 an anderer Stelle steht: Zitat aus Sacharja 12,10.:»Sie werden auf den schauen,den sie durchbohrt haben.«

Jesus wird ins Grab gelegt

Matthäus 27,57-61; Markus 15,42-47; Lukas 23,50-56
38Danach ging Josef aus Arimatäa zu Pilatus19,38 Pontius Pilatus: Verwaltete 26–36 n. Chr. die römischen Provinzen Judäa und Samaria im Auftrag des Kaisers..Er bat ihn, den Leichnam von Jesus19,38 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.vom Kreuz abnehmen zu dürfen.Josef war ein Jünger19,38 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. von Jesus, aber nur heimlich,weil er Angst vor den jüdischen Behörden19,38 jüdische Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. hatte.Pilatus erlaubte es ihm.Da ging Josef zum Kreuz und nahm den Leichnam ab.39Auch Nikodemus kam dazu,der früher einmal19,39 früher einmal: Von der Begegnung mit Nikodemus erzählt Johannes 3,1-21. Jesus bei Nacht aufgesucht hatte.Er brachte eine Mischung aus Myrrhe19,39 Myrrhe: Kostbares duftendes Harz eines immergrünen Baums. und Aloe19,39 Aloe: Holzspäne des Adlerbaums, die als Duftstoff verwendet wurden. mit,über 30 Kilogramm19,39 über 30 Kilogramm: Wörtlich »100 Litron«. Eine Litra ist eine römische Maßeinheit und entspricht etwa 327 g..40Die beiden Männer nahmen den Leichnam von Jesus.Zusammen mit den wohlriechenden Duftstoffenwickelten sie ihn in Leinentücher ein.So war es bei jüdischen Begräbnissen üblich.41Dort, wo Jesus19,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gekreuzigt19,41 Kreuzigung: Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet. worden war,befand sich ein Garten.In dem Garten gab es eine neue Grabkammer19,41 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde.,in die noch niemand hineingelegt worden war.42Dort legten sie nun Jesus hinein.Es war ja der Tag vor dem Sabbat19,42 Tag vor dem Sabbat: Der Tag vor dem Sabbat ist in diesem Fall auch der Tag vor dem Beginn des Passafests.,und das Grab lag in der Nähe.
20

Die Ostergeschichte: Jesus ist auferstanden

Johannes 20,1-29

Maria aus Magdala, Petrus und der andere Jünger am leeren Grab

Matthäus 28,1-8; Markus 16,1-8; Lukas 24,1-12
201Am ersten Wochentag20,1 erster Wochentag: Gemeint ist der Sonntag. Die jüdische Woche endet mit dem Sabbat, unserem Samstag. nach dem Sabbat20,1 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf.ging Maria aus Magdala20,1 Magdala: Ortschaft am Westufer des See Gennesaret. zum Grab.Es war früh am Morgen und noch dunkel.Da sah sie, dass der Stein vor der Grabkammer20,1 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde.weggenommen war.2Sie lief fort und kam zu Simon Petrus20,2 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.und zu dem anderen Jünger20,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.,den Jesus20,2 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. besonders liebte.Denen berichtete sie:»Sie haben den Herrn20,2 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. aus dem Grab weggenommen.Und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.«

3Sofort machten sich Petrus20,3 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. und der andere Jünger20,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. aufund kamen zum Grab.4Die beiden liefen zusammen los,aber der andere Jünger lief voraus.Er war schneller als Petrus und kam zuerst ans Grab.5Er beugte sich vor und sah die Leinentücher20,5 Leinentuch: Tote wurden vor der Bestattung in Leichentücher eingewickelt. dort liegen.Aber er betrat die Grabkammer20,5 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde. nicht.6Als Simon Petrus nachkam,ging er gleich in die Grabkammer hinein.Er sah die Leinenbinden dort liegen7und auch das Tuch,mit dem das Gesicht von Jesus20,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. verhüllt gewesen war.Das lag aber nicht bei den Leinenbinden.Es war zusammengerolltund lag an einem anderen Platz.8Nun ging auch der andere Jünger hinein,der zuerst am Grab angekommen war.Er sah alles und kam zum Glauben20,8 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt..9Sie hatten ja die Heilige Schrift noch nicht verstanden20,9 die Heilige Schrift noch nicht verstanden: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12.,nach der Jesus von den Toten auferstehen20,9 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. musste.10Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.

Jesus zeigt sich Maria aus Magdala

Matthäus 28,9-10; Markus 16,9-11
11Maria blieb draußen vor dem Grab stehen und weinte.Mit Tränen in den Augen beugte sie sich vorund schaute in die Grabkammer20,11 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde. hinein.12Da sah sie zwei Engel20,12 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. in weißen Gewändern dort sitzen,wo der Leichnam von Jesus20,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gelegen hatte.Einer saß am Kopfende, der andere am Fußende.13Die Engel fragten Maria: »Frau, warum weinst du?«Maria antwortete:»Sie haben meinen Herrn20,13 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. weggenommen.Und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben!«

14Nach diesen Worten drehte sie sich umund sah Jesus20,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. dastehen.Sie wusste aber nicht, dass es Jesus war.15Jesus fragte sie:»Frau, warum weinst du? Wen suchst du?«Maria dachte: Er ist der Gärtner.Darum sagte sie zu ihm:»Herr, wenn du ihn weggebracht hast,dann sage mir, wo du ihn hingelegt hast.Ich will ihn zurückholen!«16Jesus sagte zu ihr: »Maria!«Sie wandte sich ihm zuund sagte auf Hebräisch: »Rabbuni20,16 Rabbuni: Eine Steigerung der Anrede »Rabbi«, einem Ehrentitel für angesehene Lehrer.!« –Das heißt: »Lehrer20,16 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.«.17Jesus sagte zu ihr: »Halte mich nicht fest!Ich bin noch nicht hinaufgegangen zum Vater20,17 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott..Aber geh zu meinen Brüdern und Schwestern20,17 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.und richte ihnen von mir aus:›Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater,zu meinem Gott und eurem Gott.‹«18Maria aus Magdala20,18 Magdala: Ortschaft am Westufer des See Gennesaret. ging zu den Jüngern20,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten..Sie verkündete ihnen: »Ich habe den Herrn20,18 Herrn: Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. gesehen!«Und sie erzählte, was er zu ihr gesagt hatte.

Jesus zeigt sich den Jüngern

Markus 16,14-18; Lukas 24,36-49
19Es war Abend gewordenan diesem ersten Wochentag20,19 erster Wochentag: Da der Sabbat als letzter Tag der jüdischen Woche unserem Samstag entspricht, ist hier der Sonntag gemeint. nach dem Sabbat20,19 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf..Die Jünger20,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. waren beieinanderund hatten die Türen fest verschlossen.Denn sie hatten Angst vor den jüdischen Behörden20,19 jüdische Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten..Da kam Jesus20,19 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa., trat in ihre Mitte und sagte:»Friede sei mit euch!«20Nach diesen Wortenzeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.Die Jünger freuten sich sehr, als sie den Herrn20,20 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. sahen.21Jesus sagte noch einmal:»Friede sei mit euch!Wie mich der Vater20,21 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. gesandt hat,so sende ich jetzt euch!«22Dann hauchte er sie an und sagte:»Empfangt den Heiligen Geist20,22 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.!23Wem ihr die Sünden20,23 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. vergebt,dem sind sie wirklich vergeben.Wem ihr sie aber nicht vergebt,dem sind sie nicht vergeben.«

Jesus zeigt sich den Jüngern und Thomas

24Thomas, der auch Didymus20,24 Didymus: Der griechische Name bedeutet übersetzt »Zwilling«. genannt wird,gehörte zum Kreis der Zwölf20,24 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren..Er war nicht bei ihnen gewesen,als Jesus20,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gekommen war.25Die anderen Jünger20,25 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. berichteten ihm:»Wir haben den Herrn20,25 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. gesehen!«Er entgegnete ihnen:»Erst will ich selbst die Wunden von den Nägelnan seinen Händen sehen.Mit meinem Finger will ich sie fühlen.Und ich will meine Handin die Wunde an seiner Seite legen.Sonst kann ich das nicht glauben!«

26Acht Tage später waren die Jünger20,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. wieder beieinander.Diesmal war Thomas bei ihnen.Wieder waren die Türen verschlossen.Da kam Jesus20,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa., trat in ihre Mitte und sagte:»Friede sei mit euch!«27Dann sagte er zu Thomas:»Leg deinen Finger hierher und sieh meine Hände an.Streck deine Hand ausund leg sie in die Wunde an meiner Seite.Sei nicht länger ungläubig,sondern komm zum Glauben!«28Thomas antwortete:»Mein Herr20,28 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. und mein Gott!«29Da sagte Jesus zu ihm:»Du glaubst, weil du mich gesehen hast.Glückselig sind die, die mich nicht sehenund trotzdem glauben!«

Nachwort

Johannes 20,30–21,25

Der Zweck dieses Buches

30Jesus20,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. hat vor den Augen seiner Jünger20,30 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.noch viele andere Zeichen20,30 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. getan.Sie sind nicht in diesem Buch20,30 in diesem Buch: Gemeint ist das Johannesevangelium. aufgeschrieben.31Was aber in diesem Buch steht, wurde aufgeschrieben,damit ihr festbleibt in dem Glauben:Jesus20,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ist der Christus20,31 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus., der Sohn Gottes20,31 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.!Wenn ihr das glaubt,habt ihr das wahre Leben20,31 wahres Leben: Durch den Glauben an Gott geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm. durch ihn!
21

Jesus zeigt sich sieben Jüngern am See von Tiberias

Lukas 5,1-11
211Später zeigte sich Jesus21,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seinen Jüngern21,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. noch einmal.Das war am See von Tiberias21,1 See von Tiberias: Anderer Name für den See Gennesaret. und geschah so:2Es waren dort beieinander: Simon Petrus21,2 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.,Thomas, der Didymus21,2 Didymus: Der griechische Name bedeutet übersetzt »Zwilling«. genannt wird,Natanael aus Kana21,2 Kana: Stadt im Bergland von Galiläa. Von Kana nach Jerusalem waren es etwa 160 km Fußweg. in Galiläa21,2 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene.,die Söhne des Zebedäus und zwei weitere Jünger.3Simon Petrus sagte zu den anderen: »Ich gehe fischen!«Sie antworteten: »Wir kommen mit.«Sie gingen zum See und stiegen ins Boot.Aber in jener Nacht fingen sie nichts.

4Als es schon Morgen wurde, stand Jesus21,4 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. am Ufer.Die Jünger21,4 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. wussten aber nicht, dass es Jesus war.5Jesus fragte sie:»Meine Kinder21,5 meine Kinder: Damals übliche Anrede eines Lehrers für seine Schüler., habt ihr nicht etwas Fisch21,5 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln. zu essen?«Sie antworteten: »Nein!«6Da sagte er zu ihnen:»Werft das Netz21,6 Netz: Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen. an der rechten Bootsseite aus.Dann werdet ihr etwas fangen!«Sie warfen das Netz aus.Aber dann konnten sie es nicht wieder einholen,so voll war es mit Fischen.7Der Jünger, den Jesus besonders liebte,sagte zu Petrus21,7 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.: »Es ist der Herr21,7 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen.Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr war,zog er sich seinen Mantel21,7 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. über und band ihn hoch.Er war nämlich nackt.Dann warf er sich ins Wasser.8Die anderen Jünger folgten im Bootund zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.Sie waren nicht mehr weit vom Ufer entfernt,nur etwa 100 Meter21,8 100 Meter: Wörtlich »200 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 Zentimetern..9Als sie an Land kamen,sahen sie dort ein Kohlenfeuer brennen.Darauf brieten Fische, und Brot lag dabei.10Jesus sagte zu ihnen:»Bringt ein paar von den Fischen,die ihr gerade gefangen habt.«11Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land.Es war voll mit großen Fischen – genau 153 Stück.Und das Netz zerriss nicht, obwohl es so viele waren.12Da sagte Jesus zu ihnen: »Kommt und esst!«Keiner der Jünger wagte es, ihn zu fragen: »Wer bist du?«Sie wussten doch, dass es der Herr war.13Jesus trat zu ihnen, nahm das Brotund gab ihnen davon.Genauso machte er es mit dem Fisch.14Das war schon das dritte Mal,dass Jesus sich den Jüngern zeigte,nachdem er von den Toten auferstanden21,14 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. war.

Jesus und Petrus

15Als sie gegessen hatten, sagte Jesus21,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu Simon Petrus21,15 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.:»Simon, Sohn des Johannes,liebst du mich mehr als irgendein anderer hier?«Er antwortete ihm:»Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.«Da sagte Jesus zu ihm: »Führe meine Lämmer21,15 Lämmer: Bild für die Menschen, die an Christus glauben. Ihnen gegenüber steht der Hirte, ein Titel, der in der Antike auch für Könige oder Gott verwendet wurde. zur Weide!«16Dann fragte er ihn ein zweites Mal:»Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?«Petrus antwortete:»Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe!«Da sagte Jesus zu ihm: »Hüte meine Schafe!«17Zum dritten Mal fragte er ihn:»Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?«Da wurde Petrus traurig,weil er ihn zum dritten Mal gefragt hatte:»Hast du mich lieb?«Er sagte zu Jesus: »Herr, du weißt alles!Du weißt, dass ich dich lieb habe!«Da sagte Jesus zu ihm: »Führe meine Schafe zur Weide!18Amen21,18 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich dir:Als du jung warst,hast du dir selbst den Gürtel umgebunden.Du bist dahin gegangen, wohin du wolltest.Aber wenn du alt bist, wirst du deine Hände ausstrecken.Dann wird ein anderer dir den Gürtel umbinden.Er wird dich dahin führen, wohin du nicht willst.«19Mit diesen Worten deutete Jesus an,wie Petrus sterben21,19 wie Petrus stirbt: Der Überlieferung der frühen Kirche zufolge wurde Petrus wie Jesus gekreuzigt. und dadurchdie Herrlichkeit21,19 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Gottes sichtbar machen würde.Dann sagte Jesus zu Petrus: »Folge21,19 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«

Petrus und der andere Jünger

20Petrus21,20 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. drehte sich um und sah, dass der Jünger,den Jesus21,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. besonders liebte, ihnen folgte.Es war derselbe Jünger, der beim Festmahlan der Seite von Jesus gelegen hatte.Er hatte Jesus damals gefragt21,20 damals gefragt: Das Gespräch zwischen Jesus und seinem Jünger wird in Johannes 13,23-26 erzählt.:»Herr21,20 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., wer ist es, der dich verraten wird?«21Als Petrus ihn sah, fragte er Jesus:»Herr, was wird aus ihm?«22Jesus erwiderte: »Wenn ich will,dass er bleibt21,22 bleibt: Gemeint ist, dass er durch dieses Buch in der Gemeinde gegenwärtig bleibt., bis ich wiederkomme –was geht das dich an?Folge21,22 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. du mir nach!«23So kam in der Gemeinde das Gerücht auf,dass dieser Jünger21,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. nicht sterben wird.Aber Jesus hatte nicht gesagt,dass er nicht sterben wird.Sondern er hat gesagt: »Wenn ich will,dass er bleibt, bis ich wiederkomme –was geht das dich an?«

24Dieser Jünger21,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. ist es,der Zeuge all dieser Ereignisse gewesen ist,die er hier aufgeschrieben hat.Und wir wissen, dass alles glaubwürdig ist,was er bezeugt.

Schlusswort zum gesamten Buch

25Jesus21,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. hat aber noch viel mehr Taten vollbracht.Wenn alles einzeln aufgeschrieben werden sollte,so denke ich:Diese Welt könnte die Bücher nicht fassen,die dann geschrieben werden müssten.