BasisBibel (BB)
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Die Hochzeit in Kana

21Am dritten Tagfand in Kana2,1 Kana: Stadt im Bergland von Galiläa. Von Kana nach Jerusalem waren es etwa 160 km Fußweg. in Galiläa2,1 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. eine Hochzeit statt.Auch die Mutter von Jesus2,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nahm daran teil.2Jesus und seine Jünger2,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. waren ebenfallszur Hochzeitsfeier eingeladen.3Während des Festes ging der Wein aus.Da sagte die Mutter von Jesus zu ihm:»Sie haben keinen Wein mehr!«4Jesus antwortete: »Was willst du von mir, Frau?Meine Stunde2,4 meine Stunde: Der Zeitpunkt, an dem deutlich wird, dass Jesus als Sohn Gottes in diese Welt gesandt ist, um die Menschen zu erlösen. Dies zeigt sich in seinem Tod am Kreuz, in dem Gottes liebevolle Zuwendung zu den Menschen ihren Höhepunkt erreicht. ist noch nicht gekommen.«5Doch seine Mutter sagte zu den Dienern2,5 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten.:»Tut alles, was er euch sagt!«

6Es gab dort sechs große Wasserkrüge aus Stein.Die Juden benötigten sie, um sich zu reinigen2,6 Reinigung, sich reinigen: Religiöse Handlung, mit der Menschen und Dinge dafür vorbereitet werden, in der Nähe Gottes zu sein..Jeder Krug fasste etwa 100 Liter2,6 100 Liter: Wörtlich »zwei oder drei Metreten«. Ein Metretes ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst 40 l. In jeden Krug passen also 80–120 l Wasser..7Jesus2,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu den Dienern2,7 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten.:»Füllt die Krüge mit Wasser.«Die füllten sie bis zum Rand.8Dann sagte er zu ihnen:»Schöpft jetzt etwas heraus und bringt es dem,der für das Festessen verantwortlich ist.«Sie brachten es ihm.9Als der Mann einen Schluck davon trank,war das Wasser zu Wein geworden.Er wusste natürlich nicht, woher der Wein kam.Aber die Diener, die das Wasser geschöpft hatten,wussten Bescheid.Da rief er den Bräutigam zu sich10und sagte zu ihm:»Jeder andere schenkt zuerst den guten Wein aus.Und wenn die Gäste dann betrunken sind,folgt der weniger gute.Du hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.«

11Das war das erste Zeichen2,11 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt..Jesus2,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. vollbrachte es in Kana2,11 Kana: Stadt im Bergland von Galiläa. Von Kana nach Jerusalem waren es etwa 160 km Fußweg. in Galiläa2,11 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene..Er offenbarte damit seine Herrlichkeit2,11 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor.und seine Jünger2,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. glaubten an ihn.12Danach ging Jesus nach Kapernaum2,12 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret..Seine Mutter, seine Brüderund seine Jünger begleiteten ihn.Dort blieben sie einige Tage.

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Matthäus 21,12-13; Markus 11,15-17; Lukas 19,45-46
13Das Passafest2,13 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. der Juden stand kurz bevor.Da ging Jesus2,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nach Jerusalem2,13 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..14Im Tempel2,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. traf er auf Händler,die Rinder, Schafe und Tauben verkauften.Auch Geldwechsler2,14 Geldwechsler: Bei ihnen konnten ausländische Währungen in den tyrischen Halb-Schekel gewechselt werden, mit dem die Tempelsteuer bezahlt wurde. saßen dort.15Da machte Jesus sich aus Stricken eine Peitscheund jagte sie alle aus dem Tempel hinaus –samt ihren Schafen und Rindern.Die Münzen der Geldwechslerschleuderte er auf den Bodenund stieß ihre Tische um.16Zu den Taubenhändlern sagte er:»Schafft das weg von hier!Macht das Haus meines Vatersnicht zu einer Markthalle!«17Seine Jünger2,17 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. erinnerten sich daran,dass in der Heiligen Schrift steht2,17 in der Heiligen Schrift steht: Zitat aus Psalm 69,10.:»Der Einsatz für dein Haus wird mich aufreiben!«

18Da fragten ihn die Vertreter der jüdischen Behörden2,18 Vertreter der jüdischen Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.:»Mit was für einem Zeichen2,18 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. kannst du uns beweisen,dass du so etwas tun darfst?«19Jesus2,19 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete: »Reißt diesen Tempel2,19 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. ab,und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufbauen.«20Da sagten die Juden:»An diesem Tempel hat man 46 Jahre lang gebaut.Und du willst ihn in drei Tagen wieder aufbauen?«21Jesus hatte aber mit dem Tempel seinen Leib gemeint.22Als er von den Toten auferstanden2,22 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. war,erinnerten sich seine Jünger2,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten., dass er das gesagt hatte.Sie glaubten der Heiligen Schrift2,22 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden.und dem, was Jesus ihnen gesagt hatte.

23Während des Passafests2,23 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13.hielt Jesus2,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sich dann in Jerusalem2,23 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. auf.Viele Menschen glaubten an ihn,denn sie sahen die Zeichen2,23 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt., die er vollbrachte.24Aber Jesus vertraute sich den Menschen nicht an.Denn er durchschaute sie alle.25Er hatte es auch nicht nötig,dass ihm jemand Auskunft über die Menschen gab.Denn er selbst kannte das Innerste der Menschen genau.