BasisBibel (BB)
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311So lautet der Ausspruch des Herrn31,1 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.:

Dann werde ich für alle Menschen in Israel Gott sein,und sie werden mein Volk sein.

Für die Verschleppten aus dem Nordreich gibt es Hoffnung

2So spricht der Herr31,2 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Das Volk, das dem Schwert entkommen ist,hat Gnade31,2 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. gefunden in der Wüste31,2 in der Wüste: Hier vermischen sich die Kriegserfahrungen mit der Erinnerung daran, dass Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit und auf dem Weg durch die Wüste begleitet hat..Israel31,2 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). zieht zum Ort seiner Ruhe.

3Ja, der Herr31,3 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. ist mir, Israel, erschienen.Von weit her ist er gekommen und versichert mir:Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebtund habe dir die Treue gehalten.4Ich werde dich wieder aufbauen.Ja, dir wird geholfen31,4 dir wird geholfen: Wörtlich »du wirst aufgebaut«. Dieses Bild kann sich auf Israels Städte beziehen, die wieder aufgebaut werden, oder im übertragenen Sinn auf viele Kinder, die geboren werden. So baut sich das Volk wieder auf., Jungfrau Israel31,4 Jungfrau Israel: Das Verhältnis zwischen Gott und Israel wird in der Bibel oft als Ehe beschrieben. Hier wird Israel als Jungfrau vorgestellt, mit der der Bräutigam einen Neuanfang wagt.!Deine Trommeln wirst du wieder hervorholenund Schmuck zum Fest anlegen.Fröhlich werdet ihr zusammen tanzen.5Du wirst wieder Weinberge31,5 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. pflanzen,auf Samarias31,5 Samaria: Hauptstadt des Nordreichs Israel, 722 v. Chr. von den Assyrern zerstört. Bergen wirst du sie anlegen.Ja, wer pflanzt, der wird auch ernten können!6Denn die Zeit wird kommen,dass die Wächter auf dem Gebirge Efraim31,6 Efraim: Gebirgszug im mittleren Westjordanland. Der Name kommt vom Stamm Efraim, der dort sein Siedlungsgebiet hatte. rufen:»Lasst uns hinaufziehen nach Zion31,6 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt.!Wir wollen zum Herrn, unserem Gott, gehen!«

7So spricht der Herr31,7 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Jubelt voller Freude Jakob31,7 Jakob: Bezeichnung für das Nordreich Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. zu!Stimmt Freudengesänge anfür den Herrscher der Völker31,7 Herrscher über die Völker: Ehrentitel, den König David trägt; vgl. 2. Samuel 22,44. Nur hier wird er auf das Volk übertragen.!Lasst es alle hören, lobt und verkündet:»Der Herr hat seinem Volk geholfen,den Rest Israels31,7 Rest Israels: Gruppe von Menschen, die Gottes Gericht überleben. Gott sammelt sie und schenkt ihnen eine neue Zukunft. hat er gerettet!«8Ja, ich hole sie heraus aus dem Land des Nordens31,8 Land des Nordens: Nach der Eroberung des Nordreichs Israel durch die Assyrer 722 v. Chr. wurde ein Teil der Bevölkerung in das Gebiet des heutigen Nord-Irak verschleppt.,aus allen Ecken der Erde bringe ich sie zusammen.Unter ihnen werden Blinde und Lahme sein,schwangere Frauen und junge Mütter.Sie werden wieder hierher zurückkehren.Als große Gemeinschaft kommen sie zurück.9Mit Tränen in den Augen werden sie kommen.Aber ich werde sie trösten und sicher leiten.Zu Bächen voller Wasser werde ich sie führen –auf einem ebenen Weg,auf dem sie nicht stolpern werden.Denn ich bin für Israel31,9 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). zum Vater geworden,Efraim31,9 Efraim: Stamm Israels, später auch Bezeichnung für das Nordreich. ist mein erstgeborener Sohn.

10Hört das Wort des Herrn, ihr Völker!Verkündet es selbst auf den fernen Inseln31,10 Inseln: Bezeichnen den westlichen Rand der damals bekannten Welt.!Sagt allen: »Der Herr hat Israel zerstreut31,10 Israel zerstreuen: Bild für die Verschleppung der Bevölkerung nach der Eroberung des Nordreichs Israel durch die Assyrer..Doch jetzt sammelt er es wieder!Er beschützt und leitet sein Volk,wie ein Hirte31,10 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. seine Schafe hütet.«11Denn der Herr erlöst Jakob31,11 Jakob: Bezeichnung für das Nordreich Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt..Er befreit ihn aus der Hand dessen,der stärker ist als Jakob.12Dann werden sie kommen und auf Zions31,12 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. Höhe jubeln.Sie werden vor Freude strahlen über das Gute,das der Herr ihnen schenkt:über Korn, Wein und Olivenölund über die Jungtiere der Schafe, Ziegen und Rinder.Sie werden wie ein bewässerter Garten31,12 bewässerter Garten: Bild für das ungefährdete Aufblühen von Menschen, denen es rundherum gut geht. sein –nie mehr wird es ihnen an etwas fehlen.13Dann werden die Mädchen vor Freude tanzen,Jung und Alt werden miteinander lachen.Ich werde ihre Trauer in Freude verwandeln.Ich werde sie tröstenund sie von ihrem Kummer befreien.14Den Priestern31,14 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. gebe ich ihren Anteil am Opfer31,14 Anteil am Opfer: Priester erhalten einen Teil des Opfers für ihren Lebensunterhalt, vgl. 3. Mose/Levitikus 7,28-34.und werde sie reichlich sättigen.Mein Volk soll sich satt essen an all dem Guten,das ich ihm schenke.– So lautet der Ausspruch des Herrn31,14 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

Für das verlassene Land gibt es Hoffnung

15So spricht der Herr31,15 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Noch hört man in Rama31,15 Rama: Ortschaft 8 km nördlich von Jerusalem gelegen. bitteres Klagen und Weinen.Rahel31,15 Rahel: Lieblingsfrau Jakobs. Hier Bild für die verlassene Stadt, die um die verschleppten Menschen weint. weint um ihre Kinder.Sie will sich nicht trösten lassen.Denn ihre Kinder wurden ihr genommen.16So spricht der Herr31,16 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr.:Doch jetzt hör auf zu klagen und zu weinen!Denn deine Mühe wird belohnt.– Ausspruch des Herrn31,16 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Sie werden aus dem Land des Feindes zurückkehren.17Es gibt Hoffnung für deine Zukunft.– Ausspruch des HerrnDeine Kinder werden in ihre Heimat zurückkehren.

Ein Bild der Hoffnung: Rückkehr des verlorenen Sohnes

18Ich habe wohl gehört, wie Efraim31,18 Efraim: Enkel von Rahel und Jakob. Er steht hier für das Nordreich Israel, dessen Klage Gott hört. klagt:»Du hast mich hart erzogen.Ich ließ mich von dir zähmen wie ein junger Stier,den noch niemand gebändigt hat.Lass mich doch umkehren!Ich will ja umkehren:Denn du, Herr31,18 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., bist mein Gott!19Wenn ich umgekehrt bin,bereue ich, was ich getan habe.Nachdem ich es erkannt habe,schlage ich an meine Brust.Ich schäme mich in Grund und Boden.Denn als ich jung war,habe ich Schande31,19 Schande: Hier eine Folge der Missachtung von Gottes Willen. über mich gebracht.Daran trage ich jetzt schwer.«

20Ist Efraim31,20 Efraim: Enkel von Rahel und Jakob. Er steht hier für das Nordreich Israel, das Gott liebt wie sein eigenes Kind. denn nicht mein Lieblingssohn?Ist er nicht das Kind, das ich über alles liebe?Selbst wenn ich streng mit ihm reden muss,bin ich mit meinen Gedanken ganz bei ihm.Mein Herz schlägt ganz für ihn.Ich kann nicht anders: Ich habe Erbarmen mit ihm.– So lautet der Ausspruch des Herrn31,20 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

21Also mach dich jetzt auf den Heimweg:Stell die Wegweiser wieder auf!Markiere mit Steinen den Weg,den du damals gegangen bist!Achte genau auf die Straße!Kehre heim, Jungfrau Israel31,21 Jungfrau Israel: Das Verhältnis zwischen Gott und Israel wird in der Bibel oft als Ehe beschrieben. Hier wird Israel als Jungfrau vorgestellt, mit der der Bräutigam einen Neuanfang wagt.!Kehre zurück in deine Städte!22Wie lange willst du noch zögern, Tochter31,22 Tochter: Anrede für die Jungfrau Israel.?Wie lange bleibst du noch unentschlossen?Denn der Herr hat Neues geschaffen:Im Land erwartet dich ein neues Miteinander –die Frau umgibt den Mann31,22 die Frau umgibt den Mann: Gemeint ist entweder ein neues Miteinander von Männern und Frauen oder von Gott und seinem Volk..

Auch für Juda gibt es Hoffnung

23So spricht der Herr31,23 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot31,23 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck., der Gott Israels:Auch im Land Juda31,23 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. und in all seinen Städtenwird man sich wieder Segen31,23 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. wünschen.Wenn ich ihr Schicksal wenden werde,werden sie über ihr Land sagen:»Der Herr31,23 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. segne dich,du Weideland31,23 Weideland: Bild für ein Land, das unter Gottes Schutz steht. voller Gerechtigkeit,du heiliger Berg31,23 heiliger Berg: Meint den Berg Zion, auf dem der Tempel in Jerusalem steht.24Dann wird Juda wieder bevölkert sein.In all seinen Städten werden wieder Bauern lebenund Hirten, die mit ihren Herden umherziehen.25Ja, den Durstigen gebe ich zu trinkenund die Müden stärke ich.

26Das alles erlebte ich31,26 ich: Meint den Propheten Jeremia. im Schlaf.Da wachte ich auf und schaute mich um.Ich dachte: Wie angenehm war doch mein Schlaf!

Das Volk Gottes wird erneuert

27Seht, es kommt eine Zeit,da werde ich neu aussäen.– Ausspruch des Herrn31,27 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Mit dem Haus Israel31,27 Haus Israel: Bezeichnung für das Nordreich Israel. und dem Haus Juda31,27 Haus Juda: Bezeichnung für das Südreich Juda mit der Hauptstadt Jerusalem.werde ich einen Neuanfang machen:Menschen und Tiere sollen wieder leben und gedeihen.28Schon immer habe ich mich um sie gekümmert.Damals habe ich sie ausgerissen, eingerissen,zerstört, vernichtet und Schaden angerichtet.Jetzt aber werde ich sie aufbauen und pflanzen.– So lautet der Ausspruch des Herrn31,28 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..29Dann werden sie nicht mehr länger sagen:»Die Väter haben saure Trauben gegessen31,29 saure Trauben essen: Bild für das Tun von etwas Schlechtem..Deshalb sind die Zähne der Söhne jetzt ruiniert31,29 Zähne der Söhne ruiniert: Bild für die nachfolgende Generation, die unter den Folgen der Sünden ihrer Väter leidet.30Nein!Dann wird jeder seine eigene Schuld31,30 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. tragen müssenund daran sterben.Wer saure Trauben isst,wird seine eigenen Zähne ruinieren.

Gott schließt einen neuen Bund mit seinem Volk

31Seht, es kommt eine Zeit,da werde ich einen neuen Bund31,31 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. schließen.Mit dem Haus Israel31,31 Haus Israel: Bezeichnung für das Nordreich Israel. und dem Haus Juda31,31 Haus Juda: Bezeichnung für das Südreich Juda mit der Hauptstadt Jerusalem.werde ich ihn schließen.– Ausspruch des Herrn31,31 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.32Dieser Bund wird anders sein als der Bund,den ich mit ihren Vorfahren geschlossen31,32 mit ihren Vorfahren geschlossen: Meint den Bund, den Gott mit seinem Volk am Berg Sinai geschlossen hat; vgl. 2. Mose/Exodus 34. Die Gebote Gottes waren damals auf Tafeln aus Stein geschrieben. habe.Damals habe ich ihre Vorfahren an der Hand genommenund sie aus Ägypten geführt31,32 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..Aber sie haben meinen Bund gebrochen,obwohl ich doch ihr Herr war!– So lautet der Ausspruch des Herrn31,32 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr..33In Zukunft soll es einen neuen Bund31,33 neuer Bund: Gott verspricht einen Neuanfang. Für Christen ist dieses Versprechen durch Tod und Auferstehung von Jesus Christus erfüllt. Gottes Zusagen gelten jetzt für alle Menschen, die an ihn glauben. geben.Mit dem Haus Israel will ich ihn schließen.– So lautet der Ausspruch des Herrn.Und das wird der neue Bund sein:Ich werde meine Weisung31,33 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. in sie hineinlegenund sie in ihr Herz schreiben31,33 in ihr Herz schreiben: Die Gebote Gottes werden die Menschen von innen heraus prägen..Ich werde ihr Gott sein,und sie werden mein Volk sein.34Sie werden einander nicht mehr belehren.Keiner wird zum anderen sagen:»Erkenn doch endlich, wer der Herr ist!«Nein, sie alle werden mich kennen,vom Kleinsten bis zum Größten.– Ausspruch des HerrnDenn ich werde ihnen ihre Schuld vergebenund nicht länger an ihre Sünde31,34 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. denken.

Gottes Versprechen für sein Volk

35Der Herr31,35 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. hat eine Botschaft für sein Volk.Er, der die Sonne zum Licht des Tages bestimmt hat,Mond und Sterne für die Nacht – das ist seine Ordnung31,35 seine Ordnung: Der Schöpfungsbericht in 1. Mose/Genesis 1,1–2,4 zeigt, wie Gott die Welt geordnet hat..Er, der das Meer aufwühlt, dass die Wellen brausen.Herr der himmlischen Heere31,35 himmlische Heere: Hebräisch Zebaot. Der Beiname bringt die ganze Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. – so lautet sein Name.Und so spricht der Herr31,35 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:36»Können diese Ordnungen denn jemals vergehen?– Ausspruch des Herrn31,36 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Und das Volk aus dem Samen Israels31,36 Same Israels: Bild für den Rest Israels, mit dem Gott einen Neuanfang machen wird.kann es jemals untergehen?Nein, immer wird Israel vor meinen Augen bestehen.«

37So spricht der Herr31,37 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:»Kann jemand den Himmel vermessenoder in die Tiefen der Erde vordringen?Und alle Nachkommen Israels –kann ich sie jemals verwerfen?Nein, trotz allem, was sie getan haben!– So lautet der Ausspruch des Herrn31,37 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.

38Seht, es kommt eine Zeit,da wird Jerusalem31,38 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. für den Herrn wieder aufgebaut –vom Turm Hananel bis zum Ecktor.– So lautet der Ausspruch des Herrn31,38 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..39Weit reicht die Messschnur.Man wird die Stadtmauern verlängern –vom Hügel Gareb gegenüber dem Turmmit einem Knick bis nach Goa.40Selbst unreine Orte31,40 unreine Orte: Kontakt mit Toten macht unrein. sind dann heilig für den Herrnwie das Tal der Leichen und der Asche31,40 Tal der Leichen und der Asche: Im Tal Hinnom, im Süden Jerusalems, wurden die Toten bestattet und die Asche der Opfertiere ausgeschüttet..Dazu noch die Hänge bis zum Bach Kidronund bis zum Pferdetor im Osten.Nie wieder wird diese Stadt zerstört und abgebrochen!