BasisBibel (BB)
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Gottes Gerechtigkeit bleibt für immer

511Hört auf mich,alle, die ihr auf Gerechtigkeit aus seid!Hört, alle, die ihr nach mir, dem Herrn51,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., fragt!Schaut auf den Felsen, aus dem ihr gehauen seid!Schaut auf den Brunnenschacht,aus dem ihr herausgebrochen seid!2Schaut auf Abraham51,2 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25., euren Vater,und auf Sara51,2 Sara: Frau von Abraham, der als Stammvater des Volkes Israel gilt., die euch geboren hat!Als Einzelnen habe ich Abraham berufen51,2 berufen: Abraham erhielt von Gott den Auftrag, ins Land Israel zu ziehen. Dort wurde er zum Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12,1-3.,doch mit zahlreichen Nachkommen habe ich ihn gesegnet.3Ja, der Herr tröstet Zion51,3 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt.,er tröstet die Stadt, die in Trümmern liegt.Ihr verwüstetes Land verwandelt er in den Garten Eden51,3 Garten Eden: Name für das Paradies. Eden bezeichnet die fruchtbare und wasserreiche Landschaft, in der die ersten Menschen lebten.,die Steppe blüht wie das Paradies.Jubel und Freudenrufe erschallen dort,man hört Lobgesang und Danklieder.

4Hör mir gut zu, mein Volk, und pass auf!Denn von mir kommt Weisung51,4 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen..Bald mache ich meine Rechtsordnungzu einem Licht für die Völker.5Meine Gerechtigkeit51,5 meine Gerechtigkeit: Gottes Gerechtigkeit zeigt sich für das Volk Israel in seinen Taten, die Ausdruck seiner Liebe und Treue sind. ist nahe,meine Rettung ist schon auf dem Weg.Mit starker Hand schaffe ich Recht unter den Völkern.Auf mich hoffen die Bewohner der fernsten Inseln51,5 Inseln: Bezeichnen den westlichen Rand der damals bekannten Welt..Sie warten darauf, dass ich meine Stärke zeige.6Schaut hinauf zum Himmelund blickt herab auf die Erde!Der Himmel verweht wie Rauch,die Erde zerfällt wie ein abgetragenes Kleid.Ihre Bewohner sterben wie die Fliegen.Aber meine Hilfe wird niemals enden,meine Gerechtigkeit ist unerschütterlich.

7Hört mir zu: Ihr kennt doch meine Gerechtigkeit51,7 meine Gerechtigkeit: Gottes Gerechtigkeit zeigt sich in seinen Taten für das Volk Israel, die Ausdruck seiner Liebe und Treue sind.und seid das Volk, das meine Weisung51,7 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. im Herzen trägt.Habt keine Angst, wenn die Leute euch verhöhnen.Lasst euch von den Beschimpfungen nicht einschüchtern.8Denn eure Gegner gehen zugrundewie ein Wollkleid, das von Motten zerfressen wird.Aber meine Gerechtigkeit bleibt für immer,meine Hilfe gilt für alle Zeit.

Ein dreifacher Weckruf

9Wach auf, wach auf!Zeig, wie mächtig du bist, Herr51,9 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr.!Wach auf und zeig deine Stärke wie in alten Zeiten,wie in den Tagen der Urzeit!Bist du es nicht, der einst den Drachen erschlagen51,9 den Drachen erschlagen: Wörtlich »Rahab«. Chaoswesen, das im Meer lebt. Im Alten Testament ist Rahab Sinnbild für die tobenden Wasserfluten, die die Welt bedrohen.und das Ungeheuer erstochen hat?10Hast du nicht das Meer trockengelegt51,10 das Meer trockengelegt: Anspielung auf die Erschaffung der Welt, vgl. 1. Mose/Genesis 1,9-10.und dem Wasser aus der Tiefe eine Grenze gesetzt?Hast du nicht einen Weg auf dem Meeresgrund51,10 Weg auf dem Meeresgrund: Anspielung auf die Rettung der Israeliten auf der Flucht vor dem ägyptischen Heer, vgl. 2. Mose/Exodus 14,15-22. gebahnt,damit die Befreiten hindurchziehen konnten?11So kehren die Befreiten des Herrn auch jetzt zurück,jubelnd kehren sie heim zum Berg Zion51,11 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt..Grenzenlose Freude steht ihnen ins Gesicht geschrieben.Jubel und Freude stellen sich ein,Sorgen und Seufzen sind für immer verschwunden.12Gott sagt: Ich bin es, der dich tröstet.Wieso fürchtest du dich vor Menschen,die sterben und vergehen wie Gras?13Hast du etwa vergessen,dass der Herr dein Schöpfer ist?Er hat doch den Himmel ausgespannt wie ein Zeltund die Erde auf festen Grund gestellt.Wieso zitterst du die ganze Zeit vor Angst,wenn deine Feinde wüten und dich vernichten wollen?Was ist denn aus ihrer Wut geworden?14Bald werden die Gefangenen aus dem Kerker befreit.Sie werden dort nicht sterben und verscharrt werden.Noch werden sie verhungern, weil es an Nahrung fehlt.15Ich bin doch der Herr, dein Gott.Ich wühle das Meer auf, sodass die Wellen tosen.Mein Name ist Herr Zebaot51,15 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck..16Ich habe dir meine Worte in den Mund gelegtund halte meine Hand schützend über dich.Ich schlage den Himmel auf wie ein Zeltund stelle die Erde auf festen Grund.Zu Zion sage ich: »Du bist mein Volk.«

17Werde wach, werde wach, steh auf, Jerusalem!Der Herr hat dir den Becher seines Zorns51,17 Becher seines Zorns: Bild für das Gericht Gottes, das Menschen so erschüttert, dass sie wie Betrunkene wanken. gereicht,der betrunken macht und dich taumeln lässt.Du hast daraus getrunkenund ihn ausgeleert bis zum letzten Tropfen.18Von den Kindern, die du geboren hast,half dir keines beim Gehen.Von allen, die du großgezogen hast,nahm dich keines bei der Hand.19Du bist mit doppeltem Unheil geschlagen –wer hat Mitleid mit dir?Verwüstung und Zerstörung,Hunger und Schwert haben dich getroffen –wer tröstet dich?20Deine Kinder lagen hilflos an allen Straßenecken,wie Antilopen, die sich im Netz verfangen haben.Sie waren überwältigt vom Zorn des Herrn51,20 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten.,vom Drohen deines Gottes.21Deshalb hör mir zu, du gedemütigte Stadt,die du betrunken bist, doch nicht vom Wein.22So spricht Gott, der Herr51,22 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.,dein Gott, der für sein Volk kämpft:Ich nehme dir den Becher aus der Hand,der dich taumeln lässt.Aus dem Becher meines Zornsmusst du nicht länger trinken.23Ich reiche ihn denen,die dich gequält und zu dir gesagt haben:»Leg dich hin, wir wollen auf dir herumtrampeln!«Du hast dich flach auf den Boden gelegt.Sie trampelten auf deinem Rücken herumwie auf einer Straße.